THEODOR FONTANE - DER KRANICH

THEODOR FONTANE - DER KRANICH

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215 Videoaufrufe·19.10.2024

Dichtung von Theodor Fontane (Foto) ersch. 1905 /
Rezitation: Rolf Nagel /
Anmerkung: Ich sehne mich nach einfachen Formen, nach einer stillen, natürlichen Lebensweise, wo Herz zum Herzen spricht, und wo man das Beste hat, was man haben kann, Ehrlichkeit, Liebe, Freiheit. (T.Fontane)

(Text leicht verändert)
Rau ging der Wind, der Regen troff,
Schon war ich nass und kalt;
Ich macht' auf einem Bauernhof
Im Schutz des Zaunes halt.

Mit abgestutzten Flügeln schritt
Ein Kranich drin umher.
Nur seine Sehnsucht trug ihn mit
Den Brüdern über's Meer;

Mit seinen Brüdern, deren Zug
Jetzt hoch in Lüften stockt,
Und deren Schrei auch ihn zum Flug
Gen Süden ruft und lockt.

Und sieh, er hat sich aufgerafft,
Es gilt ja Lenz und Glück;
Umsonst, der Schwinge fehlt die Kraft,
Und ach, er sinkt zurück.

Nur Hahn und Huhn zum Schabernack
Umkrähn ihn jetzt voll Freud. -
Es jubelt stets das Hühnerpack
Bei eines Kranichs Leid.

Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fontane
https://www.fontanearchiv.de/ueber-uns/theodor-fontane
https://fontane-gesellschaft.de/chronik/
https://wortwuchs.net/lebenslauf/theodor-fontane/
https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Nagel

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