FRIEDRICH HÖLDERLIN - LEBENSLAUF (Hoch auf strebte mein Geist)

FRIEDRICH HÖLDERLIN - LEBENSLAUF (Hoch auf strebte mein Geist)

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77 Videoaufrufe·11.05.2024

Dichtung von Friedrich Hölderlin (Foto) entst. 1798 bzw. um 1800 /
Rezitation: Mathias Wieman /
Anmerkung: Ja! eine Sonne ist der Mensch, allsehend, allverklärend, wenn er liebt, und liebt er nicht, so ist er eine dunkle Wohnung, wo ein rauchend Lämpchen brennt. (f.Hölderlin)

(2.Fassung. Text leicht verändert)
Hoch auf strebte mein Geist, aber die Liebe zog
Schön ihn nieder; das Leid beugt ihn gewaltiger;
So durchlauf ich des Lebens
Bogen und kehre, woher ich kam.

Aufwärts oder hinab! herrschet in heil’ger Nacht,
Wo die stumme Natur werdende Tage sinnt,
Herrscht im schiefesten Orkus
Nicht ein Grades, ein Recht noch auch?

Diß erfuhr ich. Denn nie, sterblichen Meistern gleich
Habt ihr Himmlischen, ihr Alleserhaltenden,
Daß ich wüßte, mit Vorsicht
Mich des ebenen Pfads geführt.

Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen,
Daß er, kräftig genährt, danken für Alles lern’,
Und verstehe die Freiheit,
Aufzubrechen, wohin er will.

Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_H%C3%B6lderlin
https://www.hoelderlin-gesellschaft.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenslauf_(H%C3%B6lderlin)
https://de.wikipedia.org/wiki/Mathias_Wieman