FRIEDRICH HÖLDERLIN - HÄLFTE DES LEBENS III

FRIEDRICH HÖLDERLIN - HÄLFTE DES LEBENS III

L
3 Videoaufrufe·03.11.2024

Dichtung von Friedrich Hölderlin ersch. 1804 /
Rezitation: Christian Brückner (Foto) /
Anmerkung: Lern im Leben die Kunst, im Kunstwerk lerne das Leben! / Siehst du das eine recht, siehst du das andere auch. (F.Hölderlin)

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

Das Gedicht scheint eine naive Naturschilderung zu sein. Vollkommen sinnlich und sehr genau nachvollziehbar werden die Bilder gezeichnet. Vollreife Birnen hängen an den Bäumen, die sich unter dem Gewicht nach unten neigen, darunter blühen in voller Pracht die wilden Rosen und auf dem See schwimmen die Schwäne. Aber die Naivität täuscht. Das Gedicht ist das Ergebnis einer genauen und tiefgreifenden philosophischen Reflektion.

Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_H%C3%B6lderlin
https://www.hoelderlin-gesellschaft.de/website/de/friedrich-hoelderlin/leben
https://www.gutzitiert.de/zitat_autor_friedrich_hoelderlin_thema_liebe_zitat_13778.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Purcell
https://de.wikipedia.org/wiki/Dido_and_Aeneas
https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Br%C3%BCckner