Martin Luther hat "dem Volk aufs Maul geschaut".

Martin Luther: Katalysator der deutschen Sprache

B
Bettinas Jungbrunnen
135 Videoaufrufe·14.02.2024

Als Deutschland in eine Vielzahl kleiner Staatsgebilde aufgespalten war, erschuf Luther ein Lebensbuch für viele Menschen und legte zugleich den Grundstein einer einheitlichen Sprachkultur. Kein anderes Buch hat den Stellenwert in der Geschichte der deutschen Sprache wie die Bibel.

Unheilverkündende Wolken färben den Himmel schwarz. Sturmböen und Starkregen peitschen über das Land. Ein einsamer Reisender ist den Naturgewalten im freien Flur ausgeliefert und versucht, dem Unwetter zu trotzen. Martin Luther reist zu Fuß von einem Besuch bei seinen Eltern zurück zur Universität Erfurt. Hier studiert er seit 1501 die „sieben freien Künste“ (Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie) mit dem Ziel, Jurist zu werden. In seiner Nähe schlägt ein Blitz ein, der Luftdruck schleudert ihn zu Boden. Die Elemente sind in Aufruhr und die Hoffnung Luthers, das Gewitter heil zu überstehen, ruht in den Händen der Heiligen Anna. „Hilf du, Heilige Anna, ich will ein Mönch werden!” Es war der 2. Juli 1505, Luthers Schicksalstag. Am 17. Juli begibt sich Martin Luther, zum Zorn seines Vaters, in den Augustinerorden in Erfurt. Er studiert Theologie und promoviert zum Doktor der Heiligen Schrift. Sein Kampf um die deutsche Sprache und den großen geistigen und religiösen Fragen beginnt. Denn ein Bibeltext „muss gleichzeitig verständlich zu uns sprechen und den Eindruck seines hohen Alters und seiner sakralen Dimension vermitteln“.

Zum ganzen Artikel auf meinem Blog: https://www.bettinas-jungbrunnen.de/archive/5286