Auf den Spuren der heiligen Elisabeth von Thüringen - #heldenundvorbilder

Auf den Spuren der heiligen Elisabeth von Thüringen - #heldenundvorbilder

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Bettinas Jungbrunnen
157 Videoaufrufe·16.09.2023  #bettinasjungbrunnen

Elisabeth stieg mit Jutta und Isentrud nach Eisenach hinab. Sie trug einen Korb voller Brot, Jutta und Isentrud Wein und Fleisch. Alle drei verdeckten die Körbe mit ihren weiten Mänteln, damit niemand von der Burg sich ärgern sollte. Wie sie am Ende des Weges bei einer Biegung angelangt waren, rief Isentrud erschrocken: „Kommt dort nicht der Landgraf?“ Ludwig ritt heran. Er wunderte sich, dass Elisabeth ihn nicht wie sonst entgegenlief und ihm die Arme ausbreitete. Als er näher kam, merkte er, dass sie etwas unter ihrem Mantel trug. Er sprang vom Pferd und Schritt auf Elisabeth zu. Sie blieb stehen, blickte ihn mit strahlenden Augen an. „Was trägst du da unter deinem Mantel, Elisabeth?“, fragte Ludwig streng. „Sieh es selbst“, sagte Elisabeth und schlug den Mantel zurück. „Rosen?… Um diese Jahreszeit Rosen?“, rief Ludwig aus. „Nein, Brot“, sagte Elisabeth und sah in den Korb, aber da leuchteten ihr weiße und rote Rosen entgegen. Sie erschrak so sehr, dass ihre Knie zu zittern begannen. Ludwig aber kniete nieder und küsste den Saum ihres Gewandes. „Gott will mir zeigen, was du wirklich schenkst“, sagte er. „Wahrlich, mehr als Brot. Zieh in Gottes Namen deinen Weg!“ So ließ er Elisabeth an sich vorübergehen und verneigte sich tief vor ihr. „Was ist geschehen?“, fragten Jutta und Isentrud, die das Wunder nicht gesehen hatten. „Gott ist für mich eingetreten“, sagte Elisabeth. „Seine Liebe ist ohne Grenzen.“ Ludwig ritt bergan und dachte: „Sie ist eine Heilige“. Und nun will auch ich heilig werden. Fortan unterstützte er Elisabeths Engagement. Das ist die Legende vom Rosenwunder.

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