Offener Brief an den Botschafter der VR: Anlässlich des 27. Jahrestages des friedlichen Petitionierens von 10’000 Falun-Gong-Praktizierenden in Peking
Sehr geehrter Herr Botschafter QIAN MinjianEs jährt sich ein weiteres Mal der 25. April, ohne dass die Verfolgung von Falun Gong beendet wurde. So wen

24. April 2026
Sehr geehrter Herr Botschafter QIAN Minjian
Es jährt sich ein weiteres Mal der 25. April, ohne dass die Verfolgung von Falun Gong beendet wurde. So wende ich mich an Sie, Herr Botschafter QIAN Minjian der Volksrepublik China in Bern.
Was am 25. April 1999 geschah
Im Frühling 1999 veröffentlichte in der Stadt Tianjin eine Zeitung vielerlei Lügen und Verleumdungen über Falun Gong.
Daraufhin suchten Falun-Gong-Praktizierende diese Zeitung auf, um zu erklären, was Falun Gong wirklich ist. Sie nahmen an, dass die Zeitung eine Berichtigung veröffentlichen würde. Doch anstatt angehört zu werden, wurden Dutzende Falun-Gong-Praktizierende ohne rechtliche Grundlage von der Polizei verhaftet und festgehalten. Als es sich unter den Praktizierenden herumsprach, dass Falun-Gong-Praktizierende verhaftet worden waren, entschlossen sich manche nach Peking zu gehen, um für ihre Freilassung einzustehen. So kam es, dass rund 10.000 Praktizierende am 25. April 1999 vor dem staatlichen Petitionsbüro in Peking die Freilassung der widerrechtlich Verhafteten forderten.
Vertreter der Falun-Gong-Praktizierenden sprachen mit dem damaligen Ministerpräsidenten Zhu Rongji. Daraufhin veranlasste er, dass die Verhafteten freikamen und versprach, dass Falun Gong nicht weiter belästigt werden würde, dass es legal praktiziert werden könne, die Bücher von Falun Gong veröffentlicht werden könnten und über normale Vertriebswege erhältlich sein würden.
Alle Bitten der Praktizierenden wurden ernst genommen und der friedliche Appell der 10.000 Falun-Gong-Praktizierenden in Peking ging als das friedlichste und ereignisloseste Bittsteller-Ereignis in die moderne Geschichte Chinas ein.

Falun-Dafa-Praktizierende warten friedlich am 25. April 1999 in Peking an von den Sicherheitskräften zugewiesenen Stellen
Doch in den chinesischen Medien wurde es ganz anders publik gemacht.
Das friedliche und geduldige Petitionieren wurde in den Medien als eine „Belagerung“ des Zentralregierungskomplexes und als „in Opposition zur Partei stehend“ dargestellt.
Wenige Wochen danach, am 20. Juli 1999, verkündete Jiang Zemin den offiziellen Beginn der Verfolgung von Falun Gong. Eine der brutalsten Unterdrückungskampagnen begann und dauert noch bis heute an. Doch zurück zum Jahrestag vom 25. April 1999.
Was verbirgt sich hinter dem Ereignis?
Das Geschehnis vom 25. April 1999 ist weit mehr, als es auf der Oberfläche scheint. Bekannt ist: Es gingen 10.000 Falun-Gong-Praktizierende nach Zhongnanhai, um für die Freilassung der unrechtmäßig Verhafteten zu appellieren.
Weniger bekannt ist: Dass die Praktizierenden sich an die lokalen Behörden der Stadt Tianjin gewandt hatten, die ihnen sagten, sie sollen zum Appellieren nach Peking zum Petitionsbüro gehen und dieses Petitionsbüro liegt im Regierungsviertel Zhongnanhai. Vor Ort wies die Polizei die Praktizierenden an, wie sie sich vor dem Petitionsbüro in Peking aufstellen sollen. Die Praktizierenden, nichts Böses ahnend, gehorchten ohne Widerstand.
Es war perfekt inszeniert, um es in den Medien als „Umzingelung von Zhongnanhai“ darzustellen. Was die Medien auch taten. Sie berichteten von einer „Belagerung des Regierungsviertels“, dass Falun Gong die Macht an sich reißen wolle und beschrieben eine sogenannte Bedrohung gegenüber der Kommunistischen Partei Chinas. Die Medien unterstehen der Partei, sie gehören zum Propagandaapparat der Partei und das Oberhaupt der Partei hatte seine eigenen Ziele. Jiang Zemin hatte bereits seit Monaten Agenten bei Falun Gong eingeschleust, um bei Falun Gong Fehler zu finden. Irgendetwas, womit er eine flächendeckende Verfolgung rechtfertigen könnte. Da keine Mängel, Rechtswidrigkeiten oder Fehler bei Falun Gong gefunden werden konnten, begann Jiang Zemin eine Verleumdungskampagne und ließ Lügen über Falun Gong verbreiten. Die ersten Aktivitäten diesbezüglich waren eben jene Zeitungsartikel, die in der Stadt Tianjin veröffentlicht worden waren.
Mit etwas hatte Jiang Zemin jedoch nicht gerechnet. Mit der Gewaltlosigkeit und der Ruhe der Praktizierenden. Sie protestierten nicht lautstark. Sie verhielten sich ruhig, standen geordnet und geduldig da, sodass sie niemanden behinderten. Als sie vernahmen, dass ihre Bitten erhört wurden, gingen die Praktizierenden wieder nach Hause.
Es gab keine „Umzingelung“ oder „Belagerung“. Es gab nur den Wunsch der Praktizierenden, die Lügen, die verbreitet worden waren, aufzudecken und sicherzustellen, dass Falun Gong in China legal praktiziert werden kann.
Was ist Falun Gong?
Falun Gong ist eine Meditationsschule. Im Jahr 1992 wurde sie von Herrn Li Hongzhi erstmals an die Öffentlichkeit gebracht. Die Meditationsschule Falun Gong umfasst fünf einfache Übungen, die ausschließlich kostenlos weitergegeben werden und lehrt drei Prinzipien: Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Vielen Praktizierenden brachte Falun Gong inneren Frieden, eine bessere Gesundheit und eine Orientierung in einer chaotischen Welt. Es verbreitete sich sehr schnell im chinesischen Volk. Von einigen wenigen Dutzenden im Jahr 1992 wuchs die Anzahl der Praktizierenden auf 100 Millionen im Jahr 1999 an. Siehe: www.falundafa.org
Die Verfolgung von Falun Gong
Vorneweg: Es gibt keine rechtliche Grundlage für die Verfolgung von Falun Gong in China. Es gibt keine Rechtfertigung für die Unterdrückung und Niederschlagung von 100 Millionen chinesischer Bürger. Die Verfolgung hätte nie stattfinden dürfen.
Dennoch begann 1999 die Verfolgung gegen Falun Gong. Eine der schrecklichsten politischen Kampagnen der Kommunistischen Partei Chinas. Denn sie greift direkt jene an, die sich bemühen, gut zu sein und sich jeden Tag von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht anleiten lassen.
Falun-Gong-Praktizierende haben sich nichts zuschulden kommen lassen, sie sind gesetzestreue Bürger und dennoch verfolgt die Partei sie auf jede nur erdenkliche Weise. Dazu gehören böswillige Verleumdung, willkürliche Verhaftung, Folter, Vergewaltigung, Arbeitslager, finanzielle Verfolgung in Form von Erpressung, nicht ausbezahlen von Löhnen und Enteignungen. Die Verfolgung macht weder vor Kindern noch vor Senioren halt.
Die Kommunistische Partei Chinas betreibt die Verfolgung der Falun-Gong-Praktizierenden so, dass, je länger sie dauert, umso lukrativer wird sie.
Seit 2006 weiß die Welt von der Praktik, Falun-Gong-Praktizierende medizinisch zu untersuchen und ihnen auf Bestellung ihre Organe zu entnehmen. Noch 2005 warb ein Krankenhaus im Internet mit einer Wartezeit von zwei Wochen für ein Herz! Untersuchungen und Faktenanalysen belegen, dass seit 1999 ein neues System von Organtransplantations-Industrie aufgebaut worden war. Siehe hierzu: https://endtransplantabuse.org/de/the-issue/
Die Kommunistische Partei nutzt wirklich jedes ihr zur Verfügung stehende Mittel, um Falun Gong innerhalb Chinas zu verfolgen. Und außerhalb Chinas beeinflusst die Partei alles, was sie kann, um zu kontrollieren, was im Ausland über China und über die Parteipolitik geschrieben und gedacht wird. Die Missinformationen über Falun Gong im Ausland ist Teil des „Uneingeschränkten Krieges“, den die Partei gegen den freien Westen seit Jahren führt.
Shen Yun Performing Arts – eine Künstlergruppe mit Mut und Integrität
„In den vergangenen Jahrzehnten hat die Kommunistische Partei Chinas die traditionelle Kultur als Bedrohung für ihre Herrschaft betrachtet. Durch Kampagnen wie die Kulturrevolution hat sie systematisch traditionelle Glaubensvorstellungen entwurzelt und antike Schätze zerstört und damit 5.000 Jahre Zivilisation an den Rand der Auslöschung gebracht. Die Künstlergruppe Shen Yun hat es erreicht eben jenes Erbe des chinesischen Volkes von 5.000 Jahren göttlich inspirierter Kultur wieder zu beleben.“
Schreibt Shen Yun auf ihrer Webseite.
Millionen von Menschen haben Shen Yun seit dessen Gründung im Jahr 2006 gesehen. Jedes Jahr produziert Shen Yun eine neue Aufführung und tourt mit inzwischen acht Künstlergruppen gleichzeitig damit um die Welt. Die Kommunistische Partei Chinas reagiert auf den Erfolg von Shen Yun mit Verleumdungsbriefen und Bombendrohungen an Theater. Die Partei scheut auch vor Morddrohungen gegen die Shen-Yun-Künstler und deren Familienangehörigen nicht zurück. Zu den Sabotageversuchen gehören unter anderem das Einschneiden der Pneus bei den Tourbussen, die so geschnitten sind, dass die Reifen auf der Autobahn platzen würden.
Ein Reporterteam von New Tang Dynasty Television begleitete Shen Yun für ein Jahr und brachte den Dokumentarfilm: „UNBROKEN: Die unerzählte Geschichte von Shen Yun“ heraus. https://de.unbrokenshenyunmovie.com/
„UNBROKEN“ ist eine sehr bewegende Dokumentation über den Glauben, Mut und die Entscheidung, angesichts von Verleumdungen und Drohungen die eigene Integrität zu wahren. Es ist ein bewegendes Zeitzeugnis, welches Sabotageversuchen und Verleumdungen auf den Grund geht. Schauen Sie sich den Film „UNBROKEN“ an, Herr Botschafter. Er gibt einen seltenen Einblick hinter die Kulissen von Shen Yun Performing Arts und einer Gruppe von Künstlern, die trotz aller Sabotageversuche und Morddrohungen ihre Mission fortsetzen, der Welt ein China vor dem Kommunismus zu zeigen.
Was man tut, hat Konsequenzen
Schon immer wurde in der chinesischen Tradition gesagt: „Wer Gutes tut, dem wird Gutes widerfahren. Wer Böses tut, der wird böse Vergeltung erhalten.“ Jeder, der Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas ist, ist somit auch Teil dieser blutigen Verbrechen gegen jenes göttliche kulturelle Erbe und gegen Falun Gong.
Solange man Parteimitglied der Kommunistischen Partei Chinas ist, ist man Teil von eben jener Organisation, die fürchterliche und unmenschliche Verbrechen gegen das chinesische Volk begeht, und zählt somit als Mittäter. Wenn die Verfolgung von Falun Gong beendet ist, und sie wird enden, werden die Parteimitglieder zwangsläufig zur Rechenschaft gezogen werden. Es wird nicht möglich sein, sich dem zu entziehen, ganz egal ob man sich direkt oder indirekt daran beteiligte oder einfach nur schwieg. Keiner wird sich dem entziehen können. Das ist mit Sicherheit so.
Wie Sie in Sicherheit sein können
Sehr geehrter Herr Botschafter, falls Sie noch Parteimitglied der Kommunistischen Partei Chinas sind, treten Sie schnellstmöglich aus der KP Chinas aus, um nicht für deren grausame Verbrechen zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Sollten Sie Parteimitglieder kennen, die Verbrechen getan haben oder immer noch tun, raten Sie diesen, dies nicht weiter zu tun. Diese Verbrechen werden sich nicht verstecken lassen, alles wird ans Licht kommen. Jene, die Verbrechen begingen, sollen schnell wieder gut machen, was sie getan haben, oder zumindest keine neuen Verbrechen begehen – weder gegen Shen Yun noch gegen Falun Gong. Als Mitglied der Partei gibt es nur einen Weg für eine glückliche Zukunft – treten Sie aus der Partei aus.
Wie Sie aus der Kommunistischen Partei Chinas austreten können
Der Austritt aus der Kommunistischen Partei Chinas ist sehr einfach: Besuchen Sie die Webseite www.tuidang.org und registrieren Sie dort Ihren Austritt. Bis heute (22.04.2026) wurden 460.577.734 Austritte aus der Kommunistischen Partei Chinas registriert.
Die Kommunistische Partei Chinas hat seit ihrer Machtergreifung weder dem chinesischen Volk noch der Welt Vorteile gebracht. Die Partei kann das Land China nicht vertreten, sie kann auch das chinesische Volk nicht vertreten.
Was auch immer Sie tun und wie auch immer Sie sich entscheiden, beteiligen Sie sich nicht an der Verfolgung von Falun Gong oder von Shen Yun. Informieren Sie sich darüber, was Falun Gong ist und was Shen Yun Performing Arts zeigt. Nutzen Sie Ihre Position, um sich und andere über die wahren Umstände zu informieren. Setzen Sie sich dafür ein, dass die chinesische Verfassung endlich rechtsgültig umgesetzt wird und die Verfolgung von Falun Gong beendet wird!
Wir hoffen, dass Sie persönlich den Mut haben, aus dieser bösartigen Partei und den ihr angeschlossenen Organisationen auszutreten, damit Sie nicht für die Verbrechen der Partei zur Rechenschaft gezogen werden. Wählen Sie eine strahlende und sichere Zukunft für sich, für Ihre Familienangehörigen und Freunde.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Mit den besten Wünschen für Ihre Zukunft grüßen wir Sie freundlich
Simone Schlegel
für Falun-Gong-Praktizierende in der Schweiz
Dieser Brief wurde auch vor dem Generalkonsulat in Düsseldorf, Deutschland von Eva-Marie Schiffer vorgelesen:
Titelbild:
Vor der chinesischen Botschaft in Bern im Jahr 2024: in Begleitung von mehreren Falun-Gong-Praktizierenden lese ich den Brief an den Botschafter der VR Chinas vor der Chinesischen Botschaft in Bern vor.



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