Das Kind der Propaganda

Das Kind der Propaganda

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„Das Kind der Propaganda“ erzählt von einem Menschen, der als Kind in einer Welt aus politischen Parolen, erfundenen Helden und verbotenen Fragen aufwuchs.

Er glaubte, was Lehrer, Medien und Partei ihm sagten. Erst als Erwachsener entdeckt er verschwundene Namen, alte Briefe und die Wahrheit hinter dem Schweigen seiner Eltern.

Das Lied handelt davon, wie Propaganda nicht nur Wissen verändert, sondern Erinnerungen, Familien und die Fähigkeit, selbst zu denken. Es ist zugleich eine Warnung und ein Aufruf, Fragen zu stellen.

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Das Kind der Propaganda

Als Kind hing ihre Fahne über meiner Tür,
die Helden an der Wand wachten über mir.
Der Lehrer sagte: „Zweifle niemals daran,
die Partei führt jeden Menschen voran.“

Wir sangen ihre Lieder, Hand an Hand,
malten rote Sonnen über unser Land.
Ich glaubte jedes Wort, ich war noch klein,
wie konnte Wahrheit etwas anderes sein?

Doch manche Namen fehlten in den Büchern,
manche Fragen durften wir nie stellen.
Und hinter jedem strahlenden Versprechen
hörte ich ein leises Schweigen bellen.

Ich war das Kind der Propaganda,
gebaut aus Parolen und Angst.
Sie malten mir die Welt in ihren Farben,
bis ich die Wahrheit nicht mehr fand.

Ich war das Kind der Propaganda,
doch heute sehe ich klar.
Die Helden waren nicht immer Helden,
und vieles, was man uns sagte, war nicht wahr.

Mein Vater schwieg, wenn das Radio sprach,
meine Mutter wurde plötzlich still danach.
Ich verstand nicht, warum sie Fenster schloss,
wenn draußen jemand über Freiheit sprach.

Ein Nachbar ging und kam nie mehr zurück,
man sagte nur: „Er war gegen unser Glück.“
Sein leerer Stuhl blieb jeden Abend dort,
doch niemand wagte auch nur ein einziges Wort.

Jahre später fand ich alte Briefe,
Namen, Fotos, Tränen auf Papier.
Und jede Zeile riss ein Loch
in die erfundene Welt in mir.

Ich war das Kind der Propaganda,
gebaut aus Parolen und Angst.
Sie malten mir die Welt in ihren Farben,
bis ich die Wahrheit nicht mehr fand.

Ich war das Kind der Propaganda,
doch heute sehe ich klar.
Die Helden waren nicht immer Helden,
und vieles, was man uns sagte, war nicht wahr.

Wie viele Kinder stehen noch heute
vor denselben Bildern an der Wand?
Wie viele lernen, früh zu schweigen,
bevor ihr eigenes Denken begann?

Ich kann die Jahre nicht zurückholen,
doch ich kann endlich widersprechen.
Denn jede Lüge verliert ihre Macht,
wenn Menschen beginnen, sie auszusprechen.

Wir waren Kinder der Propaganda,
gefangen in Parolen und Angst.
Sie malten uns die Welt in ihren Farben,
bis niemand mehr die Wahrheit fand.

Wir waren Kinder der Propaganda,
doch heute sehen wir klar.
Kein Führer, keine Partei, keine Fahne
macht aus einer Lüge etwas wahr.

Ich war das Kind der Propaganda,
doch dieses Kind schweigt nicht mehr.
Ich trage meine Fragen in die Zukunft
und gebe meine Stimme niemals wieder her.