Wo stehen wir heute 20 Jahre nach Bekanntwerden der Verbrechen des Organraubs

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Willkommen bei Radio Minghui, dem Podcast von Falun Dafa Praktizierenden.
Wir berichten aus erster Hand über die Verfolgung in China.
Außerdem hören Sie bei uns Erfahrungsberichte aus aller Welt sowie Spezialbeiträge.
In diesem Podcast hören Sie einen Beitrag aus der Rubrik Meinungsforum mit dem Titel
Wo stehen wir heute, 20 Jahre nach Bekanntwerden der Verbrechen des Organraubs?
Auf Douyin, Chinas Version von TikTok, erschien kürzlich ein erschreckender Beitrag.
Kommunistische Partei, ich fordere Sie hiermit auf, den Organhandel gründlich zu untersuchen,
damit die Menschen in einer sicheren Gesellschaft leben können.
Innerhalb kürzester Zeit reagierten Zehntausende mit einem Gefällt-mir und Tausende hinterließen Kommentare.
Mehrere Kommentatoren schrieben, das ist der erste Beitrag, der sich direkt an die Partei wendet.
Endlich hat jemand seine Stimme erhoben.
Ein anderer merkte an, bitte lacht nicht, diese Person ist ein wahrer Held, sie riskiert ihr Leben für uns alle.
Es hat fast 20 Jahre gedauert, bis die breite Öffentlichkeit das Ausmaß der Zwangsorganentnahme in China erkannte.
Am 20. April 2006 enthüllte eine Whistleblowerin aus Westland-China, die unter dem Pseudonym Annie auftrat,
ein entsetzliches Verbrechen an verfolgten Falun Gong-Praktizierenden.
Ihr Ex-Mann, ein Arzt, hatte ihr gestanden, dass er im Zwangsarbeitslager Sujiatun
über 2000 Augenhornhäute von lebenden Falun Gong-Praktizierenden entnommen habe.
Er berichtete ihr, dass keiner dieser Menschen überlebt habe,
da auch andere Organe entnommen und die Leichname anschließend verbrannt worden seien.
Die erste Reaktion der meisten Menschen darauf war, das ist unmöglich, ich glaube das nicht.
Und kein einziges offizielles soziales Medium schenkte dem Thema Beachtung.
20 Jahre sind vergangen.
Wo stehen wir heute als Gesellschaft im Verständnis und in der Bekämpfung der Zwangsorganentnahme in China?
Hier zunächst ein paar Fakten.
Die Tragödie der Organentnahme war die Folge einer Anweisung von oben,
nachdem die kommunistische Partei Chinas am 20. Juli 1999 mit der Unterdrückung von Falun Gong begonnen hatte.
Im September 2014 kam heraus, dass Jiang Zemin persönlich
die erzwungene Organentnahme an Falun Gong-Praktizierenden angeordnet hatte.
Der ehemalige Gesundheitsminister der Logistikabteilung der Chinesischen Volksbefreiungsarmee
gab dies vor einem verdeckten Ermittler zu.
Der Ermittler kam von der Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong.
Bereits 2006 hatte der ehemalige KP-Funktionär und damalige Handelsminister Bo Xilai eingeräumt,
dass die erzwungene Organentnahme bei Falun Gong-Praktizierenden
auf einen direkten Befehl Jiang Zemins zurückzuführen war.
Als die Verfolgung von Falun Gong begann, war Jiang Generalsekretär der Partei
und Vorsitzender der Zentralen Militärkommission.
Er leitete im Juli 1999 die landesweite Unterdrückung von Falun Gong ein.
Zur Überwachung der systematischen Gräueltaten
ordnete er bereits einen Monat davor die Einrichtung des Büro 610 an.
Lu Shuchen, ein US-amerikanischer Geschäftsmann, sagte im Dezember 2020 vor Gericht aus,
dass das Krankenhaus der bewaffneten Volkspolizei
bereits 2002 an Zwangsorganentnahmen beteiligt gewesen sei.
Zhou Ting, die Schwester von Lus Schwägerin,
wollte, dass Lu US-amerikanische Patienten für Organtransplantationen in Shanghai rekrutierte.
Zhou Ting war damals Direktorin der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie
am Krankenhaus des Shanghaier Stadtbezirks Pudong.
Laut Zhou wurden Organe anstelle von Hirntoten-Organspendern von Falun Gong-Praktizierenden entnommen,
oft ohne Betäubung.
Das erklärte sie so.
Es gibt bestimmte Bereiche, bei denen man keine Betäubung anwenden möchte,
insbesondere bei empfindlichen Organen.
Am 23. November 2022 berichtete der japanische Wirtschaftskommentator Ushi Sugawara,
er habe 2007 mit eigenen Augen gesehen,
wie in der Lebertransplantationsabteilung des Allgemeinen Krankenhauses der bewaffneten Volkspolizei in Peking
ein etwa 20- bis 30-jähriger Falun Gong-Praktizierender auf einem Bett gefesselt war,
offenbar, um ihm Organe entnehmen zu können.
Sugawara schilderte die Situation so.
Er lag dort, Hände und Füße vollständig bandagiert.
Am Vortag hatte man ihm die Sehnen durchtrennt.
Der Arzt sagte, das diene dazu, ihn an der Flucht zu hindern.
Außerdem würden sich Menschen aus Angst zusammenkrimmen,
was die Qualität der Organe bei der Entnahme beeinträchtigen könne.
Deshalb wurde bei ihm dieser Eingriff vorgenommen.
So Sugawara.
Dieses Verbrechen tritt offenbar immer häufiger auf.
Berichten zufolge hat das Regime die Organentnahme von Falun Gong-Anhängern
auf die allgemeine Bevölkerung ausgeweitet.
Die öffentliche Wahrnehmung hat sich dabei von anfänglichem Misstrauen
zu wachsender Angst entwickelt.
Gleichzeitig steigt die Zahl der Vermisstenfälle in China weiter an.
Viele der Betroffenen sind jünger als 35 Jahre.
Ein Blogger, der Informationen über vermisste Personen sammelt,
berichtete, dass im Oktober 2025 innerhalb von nur 22 Tagen 107 Menschen verschwanden.
Zwischen dem 20. und 31. Dezember 2025, also in lediglich 11 Tagen,
wurden 136 Vermisste unter 35 Jahren registriert.
In den ersten beiden Wochen des Jahres 2026
wurden zudem über 100 Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet.
China ist für sein dichtes Überwachungssystem mit unzähligen Kameras bekannt.
Dennoch wird Eltern und Angehörigen,
die nach ihren vermissten Familienmitgliedern suchen, häufig mitgeteilt,
die Überwachungskameras seien zum Zeitpunkt des Vorfalls ausgefallen.
Seit die Kommunistische Partei Chinas 1999 mit der Unterdrückung von Falun Gong begann,
betrachtete Jiang Zemin die Zwangsorganentnahme
als ein weiteres Mittel zur Ausrottung dieses traditionellen Kultivierungsweges.
Falun Gong-Praktizierende wurden in Militärkrankenhäusern
medizinischen Untersuchungen unterzogen,
darunter Blut- und Gewebeuntersuchungen einschließlich DNA-Tests.
Zunächst waren es diese Militärkrankenhäuser, die eine lebende Organdatenbank einrichteten.
Das führte um das Jahr 2000 zu einem explosionsartigen Anstieg der Organtransplantationen in China,
da Hunderttausende Falun Gong-Praktizierende festgenommen und inhaftiert wurden.
He Xiaochun ist Vizepräsident des Zhongshan Krankenhauses in Shanghai.
Er erklärte in einem Interview mit der Southern Weekly, Zitat,
das Jahr 2000 war ein Wendepunkt für die Organtransplantationen in China.
Im Jahr 2000 verzehnfachten sich die landesweiten Lebertransplantationen im Vergleich zu 1999.
2005 verdreifachten sie sich erneut, Zitat Ende.
Die KP Chinas weigerte sich jedoch, die Herkunft dieser Organe offenzulegen.
Phoenix Weekly veröffentlichte 2013 einen Artikel mit dem Titel
Die Schattenseiten des Organhandels in China.
Darin heißt es, im letzten Jahrzehnt ist es international populär geworden,
Organtransplantationen in Festlandchina durchführen zu lassen.
Man muss in Festlandchina nicht auf Organe warten.
Die benötigten Organe sind fast immer verfügbar, soweit Phoenix Weekly.
Huang Jiefu, damals Vizeminister im Gesundheitsministerium, räumte gegenüber den Medien ein,
dass Organtransplantationen in großem Umfang durchgeführt würden.
In ganz China gibt es 1700 Ärzte in über 600 Krankenhäusern, die Organtransplantationen durchführen.
Unglaublich viele, bemerkte er.
Nehmen wir beispielsweise das orientalische Organtransplantationszentrum in Tianjin.
Auf dessen Webseite heißt es, die Wartezeiten für Leber- und Nierentransplantationen liegen bei nur einer Woche und maximal einem Monat.
Krankenhausstatistiken zeigen, dass die durchschnittliche Wartezeit für Nierentransplantationen im Jahr 2015 zwei Wochen betrug,
während es in Ländern mit freiwilliger Organspende Jahre dauern kann.
Wie bereits erwähnt, belegen zahlreiche unabhängige Zeugenaussagen die Zwangsentnahme von Organen an Falun Gong-Praktizierenden in China.
Aufgrund der Vertuschung und strengen Zensur durch die kommunistische Partei ist die genaue Zahl der Opfer weiterhin unbekannt.
Doch Berichte des Southern Weekly und des Phoenix Weekly deuten auf eine erschreckend hohe Zahl hin.
Der Anstieg der Transplantationen korreliert zudem eng mit der zunehmenden Verfolgung von Falun Gong.
Nach anhaltenden Bemühungen von Falun Gong-Praktizierenden und anderen Menschenrechtsaktivisten hat das Verbrechen des Organraubs internationale Aufmerksamkeit erregt.
Das China Tribunal unter dem Vorsitz von Sir Geoffrey Nice führte zahlreiche öffentliche Anhörungen durch und vernahm Zeugen, Experten und unabhängige Ermittler.
In seinem 2020 veröffentlichten Urteil heißt es, dass erzwungene Organentnahmen in China seit Jahren in großem Umfang durchgeführt wurden und dass Falun Gong-Praktizierende die Hauptquelle der Organe waren.
Belege für Organentnahmen finden Sie sogar in Berichten der Partei selbst.
Zhu Yongxin, stellvertretender Vorsitzender des Zentralkomitees der China Association for Promoting Democracy, erwähnte Organtransplantationen in einer Trauerrede im Dezember 2022 mit dem Titel In tiefer Trauer um Minister Gao Zhanxiang.
Darin heißt es, über viele Jahre hinweg kämpfte Gao Zhanxiang tapfer gegen seine Krankheit und erhielt zahlreiche Organtransplantationen.
Im Scherz sagte er, dass viele Teile seines Körpers nicht mehr seine eigenen seien.
Diese Aussage löste unter Internetnutzern heftige Diskussionen aus.
Wenn schon ein ehemaliger Vizeminister des Kulturministeriums sämtliche Organe austauschen lassen musste, wie viele Organe müssten dann erst Funktionäre auf Ministerrang oder höher austauschen lassen, lautete einer der vielen Kommentare.
Die Verwaltungshierarchie der Partei umfasst fünf Ebenen – Staat, Provinz, Stadt, Kreis und Gemeinde.
Jede Ebene verfügt über eine vollständige Organisationsstruktur mit fünf Gremien – dem Parteikomitee, dem Volkskongress, der politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes, der Regierung und der Aufsichtskommission.
Nominell dienen diese fünf Gremien der politischen Konsultation und erfüllen jeweils ihre eigenen Aufgaben.
Doch in Wirklichkeit dominiert eine einzige Partei und verfügt über absolute Macht.
Die Partei führt alles, wie es heißt.
Beschlüsse der Partei werden von allen fünf Gremien einheitlich umgesetzt.
Öffentlich zugängliche Daten zufolge umfasst jede Ebene und jedes dieser Führungsgremien durchschnittlich etwa 10 bis 15 Kernfunktionäre.
Auf dieser Grundlage lässt sich grob schätzen, dass die Gesamtzahl der Führungskräfte auf allen fünf Ebenen und in allen fünf Gremien landesweit zwischen 600.000 und 800.000 liegt.
Gewöhnliche Regierungsbeamte sind dabei nicht eingerechnet.
Das erklärt, warum die harte Verfolgung von Falun Gong nun schon 27 Jahre andauert und wie die Organentnahme zu einem staatlich geförderten Verbrechen geworden ist.
Durch technologische Fortschritte und gewinnorientierte Anreize hat sich der Albtraum der Zwangsorganentnahme auf die breite Öffentlichkeit ausgeweitet.
So werden beispielsweise an einigen Schulen in Festlandchina Bluttests, Blutgruppenbestimmungen und DNA-Analysen bei Grundschülern durchgeführt.
Die Daten werden systematisch erfasst und den einzelnen Personen zugeordnet.
Am 8. Januar 2026 kam der 13-jährige Schüler Zhu Hua aus dem Kreis Qinzai in der Provinz Henan auf tragische Weise auf dem Schulgelände ums Leben.
Berichtend zufolge versuchte die Schule den Leichnam des Jungen noch vor dem Eintreffen der Eltern mit einem Krankenwagen abzutransportieren.
Verwandte griffen jedoch ein und organisierten stattdessen den Abtransport mit einem LKW.
Bei der Untersuchung des Körpers stellten sie ein nagelgroßes Loch im Brustbereich sowie Blut am Mundwinkel fest.
Dies führte zu dem Verdacht, Zhu Hua könnte für eine Organentnahme vorgesehen gewesen sein.
Am 14. Oktober 2022 verschwand der 15-jährige Hu Xinyu, Schüler der Zhiyuan Mittelschule in der Provinz Jiangxi vom Schulgelände.
Später berichteten Informanten, dass er Opfer einer erzwungenen Organentnahme geworden sei.
Im Jahr 2024 kam Luo Shuaiyu, ein Assistenzarzt am 2. Xiangya Hospital in der Provinz Henan unter mysteriösen Umständen in seinem Wohnheim ums Leben.
Die Veröffentlichung einer Telefonaufzeichnung aus seiner Lebenszeit deutete darauf hin, dass das Krankenhaus an Organtransplantationen mit minderjährigen Spendern beteiligt war.
Das löste im Internet eine lautstarke Forderung nach einer gründlichen Untersuchung der dunklen Industriekette der Organtransplantationen aus.
Wie viele Kinder wurden bereits vom 2. Xiangya Hospital in Hunan und ähnlichen Krankenhäusern als Spender missbraucht?
Diese Fälle gehören zu denen, die öffentlich bekannt wurden.
Weitere könnten vertuscht worden oder ungemeldet geblieben sein.
Viele Menschen vermuten, dass Kinder oder junge Erwachsene, die als vermisst gelten, was von der chinesischen Regierung oft ignoriert wird, in Wirklichkeit für Organentnahmen vorgesehen waren.
Ein chinesischer Dissident mit dem Pseudonym Eric aus einer Familie hochrangiger Beamter in China erklärte gegenüber der Epoch Times,
Chinas Überwachungskapazitäten umfassten zig Millionen Kameras.
Ob Kind oder Erwachsener, solange ein Foto oder ein Name vorhanden sei, könne das Überwachungssystem automatisch den Standort überprüfen und schnell relevante Informationen finden.
Eric hat persönlich mehrere Fälle vermisster Schüler bearbeitet.
Zunächst erstatten die Eltern Anzeige bei der Polizei.
Diese wird jedoch häufig nicht aufgenommen oder, selbst wenn sie aufgenommen wird, kann die vermisste Person nicht gefunden werden.
Die Eltern können dann eine Petition einreichen oder Beschwerde einlegen, woraufhin der Fall an eine zuständige Bearbeitungsstelle weitergeleitet wird.
Eric erklärte, dass laut dem üblichen Verfahren Big Data Analysen zur Aufklärung eingesetzt werden sollten.
Dafür sei jedoch die Genehmigung der Behörden erforderlich, die in diesen Fällen nicht erteilt werde.
Infolgedessen würden diese Schüler weiterhin als vermisst gelten.
Selbst die umfassendste öffentliche Webseite zur Suche nach vermissten Personen wurde offen manipuliert.
Laut der Heichi Morning Post gab das China Family Search Network bekannt, dass es seinen Betrieb im Juli 2025 einstellen wird.
Dazu schrieb jemand online, die Behörden haben es gesperrt, weil sonst aufgedeckt würde, dass es überall Fälle wie den von Hu Xinyu gibt.
Sie wollen einfach nicht, dass ihr erfahrt, wie viele Menschen jedes Jahr verschwinden, fügte ein anderer hinzu.
Seit zwei Jahrzehnten, seit Verlockungpraktizierende das Verbrechen der Zwangsorganentnahme öffentlich gemacht haben,
hat die kommunistische Partei Chinas diese Informationen konsequent vertuscht oder zensiert.
Dadurch wurde verhindert, dass die Bevölkerung die Wahrheit erfährt.
Während KP-Funktionäre weiterhin nach Organspendern suchen und dieses Verbrechen sogar auf die breite Bevölkerung ausweiten,
steht diese erschütternde Realität kurz davor ans Licht zu kommen.
Wenn die Wahrheit ans Licht kommt, wird das mit Sicherheit zum Zusammenbruch des Regimes führen.
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