Kapitel 7: Unter dem Berg – der Beginn der Reue

Kapitel 7: Unter dem Berg – der Beginn der Reue

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3 Videoaufrufe·15.06.2025

Kapitel 7: Unter dem Berg – der Beginn der Reue

Sie luden mich mit süßem Lächeln,
versprachen Ehre, Wein und Macht.
Doch in der Stille des Palastes
lag schon das Netz, das auf mich lacht.

Ich, der einst die Himmel schlug,
war plötzlich nur ein Spiel im Trug.
Ein Trank, ein Schwur, ein göttlich Wort –
und alle Kräfte waren fort.

Der Buddha selbst, mit ruhiger Hand,
sah durch mein Herz, mein stolzes Land.
Er sprach: „Du kannst den Himmel nicht fassen –
denn du hast dich selbst verlassen.“

Unter dem Berg – liegt nicht nur Stein,
sondern das Ich, das wollte sein.
Nicht Kraft, nicht Kampf, nicht heller Klang –
nur Stille heilt, was einst begann.

Fünfhundert Jahre in Dunkelheit,
ein Geist, gefangen und befreit.
Denn wer nicht fällt, erkennt nie Licht –
und was wahres Erwachen spricht.

Ich hörte Vögel, doch flog nicht mit,
sah Blätter wehn – blieb still im Schritt.
Die Welt zog weiter, ich blieb zurück –
nur Zeit war da, und Stück für Stück…

Erwuchs aus Trotz ein erster Blick,
ein Flüstern wie ein neues Stück.
Ein Wunsch, nicht nur zu siegen blind –
sondern zu dienen, so wie ein Kind.

Der Berg, er wiegt, er drückt, er brennt…
Doch ist es er – der mich erkennt.
Denn nur wer unten war ganz tief –
weiß, was es heißt: Ich bin – ich rief.

Unter dem Berg – erwacht ein Sein,
das stärker ist als Macht allein.
Wer Demut lernt im Fels und Schweigen,
dem wird der Himmel sich verneigen.

Nicht Sturm, nicht Stolz, nicht frecher Mut –
nur Aufrichtigkeit heilt, was ruht.
Und wer das Herz im Staub bewegt –
wird einst durch Mitleid auferweckt.

Ich war ein König, doch nun bin ich…
…ein Schüler, still und innerlich…
Denn unter Stein beginnt das Licht –
wenn Wahrheit aus der Tiefe spricht.

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