Kapitel 5: Ich bin der Große Heilige – gleich dem Himmel

Kapitel 5: Ich bin der Große Heilige – gleich dem Himmel

Y
13 Videoaufrufe·15.06.2025

Kapitel 5: Ich bin der Große Heilige – gleich dem Himmel

Sie riefen mich – mit heiler Stimme,
boten Himmel, Ehre, Licht.
Doch hinter Worten, Glanz und Gold
war nichts als Spott in falscher Pflicht.

„Hüter der Pferde“, sprach ihr Ton,
als wäre ich ein Narr, ein Hohn.
Ich, der Dämonen niederwarf,
soll bücken mich – für euren Bedarf?

Ich sah durch höfische Lügenfloskeln,
den süßen Honig, bitter im Kern.
Wer Wahrheit lebt, beugt sich nicht gern –
vor leeren Titeln, hohl und fern.

Ich bin der Große Heilige –
gleich dem Himmel, nicht darunter!
Nicht ein Diener eurer Ordnung –
sondern Sturm, Bewusstsein, Wunder!

Ich nehme keinen leeren Thron –
ich schaffe meine Macht allein!
Nicht aus Gunst, nicht aus Geschenk –
sondern aus ewigem Stein!

Ich warf den Himmel, riss ihn weit,
sprengte Ketten, Zeit und Kleid.
Ich trug den Namen, den ich wählte –
und schrieb ihn selbst in eure Seite.

Doch wer sich selbst zum Himmel krönt,
wird bald von allem Stern gekrönt.
Denn Macht, die ohne Demut steht,
erhebt sich hoch – und dann vergeht.

Der Himmel gibt… und prüft zugleich…
Er schweigt… und spricht durch jedes Reich…
Was du erzwingst mit lauter Kraft –
zerschlägt sich selbst, wenn Herz erschlafft.

Ich bin der Große Heilige –
doch bin ich auch bereit zu seh’n?
Was ich besiege, ist vielleicht
ein Spiegel meiner eignen Höhn.

Denn wer sich selbst zum Himmel macht,
verliert, was ihn im Innern wacht.
Doch wer erkennt, was wahrhaft zählt –
hat mehr als Titel je erzählt.

Ich fiel nicht…
Ich stieg nur zu früh…
Und suchte Licht…
… doch sah mich im Sturm…

Zeitstempel