Der Teufel steckt im Detail

Der Teufel steckt im Detail

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22 Videoaufrufe·07.06.2025

Der Teufel steckt im Detail

Es war nur ein Wort in einem langen Satz,
Ein Blick zu viel, zu leer, zu glatt.
Ein Schatten zu früh auf dem weißen Papier,
Ein Lächeln zu schief – und ich blieb bei dir.

Du sagtest, es sei alles halb so wild,
Nur ein Hauch von Sturm in einem Kinderspiel.
Doch ich sah ihn tanzen am Rand deines Lichts,
Den Teufel im Auge – und du sahst ihn nicht.

Denn der Teufel steckt im Detail,
Nicht im Schrei, nicht im Gewittergeheul.
Er flüstert leise durch jedes Geäst,
Verkleidet sich als harmloser Rest.
Im Kleinen, im Unsichtbaren,
Verliert man sich, ohne’s zu ahnen.
Ein falscher Schritt im falschen Saal –
Der Teufel, er steckt im Detail.

Ein Komma verrückt, ein Takt zu früh,
Ein Hauch von Zweifel, den keiner verzieh.
Ein Schlüssel zu viel auf dem falschen Brett,
Ein Bild, das die Wahrheit gekonnt verdeckt.

Du hast gesagt, ich soll nicht so sehn,
Nicht alles in Fragen und Zeichen verdrehn.
Doch ich hör die Lüge im schönsten Klang,
Ein Ton daneben – und alles wird bang.

Denn der Teufel steckt im Detail,
Nicht im Paukenschlag, nicht im Donnerstrahl.
Er kriecht in Ritzen, er wohnt im Staub,
In kleinen Versprechen, die keiner glaubt.
Im Alltag, im Augenzwinkern,
Wenn wir träumen statt zu hinken.
Ein Missverständnis wird fatal –
Der Teufel, er steckt im Detail.

Nicht das Messer, das glänzt – nein, die Scheide,
Nicht der Sturm, der brüllt – die stille Weide.
Nicht der Fall – der erste Riss,
Der kaum zu sehen, doch tödlich ist.

Nicht der Verrat – nur das Schweigen davor,
Nicht der Schrei – nur das halbe Wort.
Nicht das Feuer, das dich verbrennt,
Nur der Funke, den niemand erkennt.

Ein Schritt zu nah, ein Zögern zu spät,
Ein Moment, der wie Blei auf dem Atem steht.
Du hast dich gewendet, hast nichts mehr gesagt,
Und ich hab im Flüstern dein Urteil vertagt.

Die Welt dreht sich weiter – das tut sie immer,
Doch irgendwas blieb in dem goldenen Schimmer.
Ein Fragment, ein Stück Realität,
Zu fein, um gesehen – zu scharf wie ein Spät.

Denn der Teufel steckt im Detail,
Nicht im Krieg, nicht im Fanal.
Er lebt in uns, ganz tief, ganz sacht,
In all dem, was man nicht beachtet.
In der Pause zwischen zwei Sätzen,
In den unausgesprochenen Letzten.
In allem, was man nie bemalt –
Der Teufel, er steckt im Detail.

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