THEODOR FONTANE - WÜRD' ES MIR FEHLEN, WÜRD' ICH'S VERMISSEN

THEODOR FONTANE - WÜRD' ES MIR FEHLEN, WÜRD' ICH'S VERMISSEN

L
4 Videoaufrufe·17.12.2024

Dichtung von Theodor Fontane (Foto) /
Rezitation: Karl Menrad /
Anmerkung: Das Glück – kein Reiter wird's erjagen. Es ist nicht dort und ist nicht hier. Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir. (T.Fontane)

Heut’ früh, nach gut durchschlafener Nacht,
Bin ich wieder aufgewacht.
Ich setzte mich an den Frühstückstisch,
Der Kaffee war warm, die Semmel war frisch,

Ich habe die Morgenzeitung gelesen
(Es sind wieder Avancements gewesen).
Ich trat ans Fenster, ich sah hinunter,
Es trabte wieder, es klingelte munter,
Eine Schürze (beim Schlächter) hing über dem Stuhle,

Kleine Mädchen gingen nach der Schule —
Alles war freundlich, alles war nett,
Aber wenn ich weiter geschlafen hätt’
Und tät’ von alledem nichts wissen,
Würd’ es mir fehlen, würd’ ich’s vermissen?

Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fontane
https://fontane-gesellschaft.de/chronik/
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Menrad