
ANDREAS GRYPHIUS - AN DIE STERNEN
Dichtung von Andreas Gryphius /
Rezitation: Christian Brückner (Foto) /
Anmerkung: Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden. (A.Gryphius)
(Text leicht verändert)
Ihr Lichter / die ich nicht auf Erden satt kann schauen /
Ihr Fackeln / die ihr Nacht und schwarze Wolken trennt
Als Diamante spielt / und ohn Aufhören brennt;
Ihr Blumen / die ihr schmückt des großen Himmels Auen:
Ihr Wächter / die als Gott die Welt auf-wollte-bauen;
Sein Wort die Weisheit selbst mit rechten Namen nennt
Die Gott allein recht misst / die Gott allein recht kennt.
(Wir blinden Sterblichen! was wollen wir uns trauen!)
Ihr Bürgen meiner Lust / wie manche schöne Nacht
Hab ich / in dem ich euch betrachtete / gewacht?
Herolden dieser Zeit / wenn wird es doch geschehen
Daß ich / der euer nicht allhier vergessen kann /
Euch / derer Liebe mir steckt Herz und Geister an
Von andern Sorgen frei werd unter mir besehen?
Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Gryphius
https://wortwuchs.net/lebenslauf/andreas-gryphius/
https://www.deutschlandfunk.de/der-barockdichter-andreas-gryphius-sonette-ueber-die-100.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Br%C3%BCckner
