
ERICH KÄSTNER - DER WEIHNACHTSABEND DES KELLNERS
Dichtung von Erich Kästner (Foto) /
Rezitation: Dieter Mann /
Anmerkung: An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern. (E.Kästner)
Aller Welt dreht er den Rücken,
und sein Blick geht zu Protest.
Und dann murmelt er beim Bücken:
"Ach, du liebes Weihnachtsfest!"
Im Lokal sind nur zwei Kunden.
(Fröhlich sehn die auch nicht aus.)
Und der Kellner zählt die Stunden.
Doch er darf noch nicht nach Haus.
Denn vielleicht kommt doch noch einer,
welcher keinen Christbaum hat,
und allein ist wie sonst keiner
in der feierlichen Stadt.
Dann schon lieber Kellner bleiben
und zur Nacht nach Hause gehn,
als jetzt durch die Strassen treiben
und vor fremden Fenstern stehn!
Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_K%C3%A4stner
https://www.hdg.de/lemo/biografie/erich-kaestner.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Mann
