Rund um den Jahreswechsel ist Disziplin ein großes Thema – Stichwort: Neujahrsvorsätze! Klara von der Presseabteilung spricht in dieser Folge mit den Heeressportlern Stefan und Philipp über Disziplin, Motivation, Rückschläge und Erfolge.
Die erste Staffel von HEERgehört ist abgedreht, aber keine Sorge im Advent erwartet euch noch eine besondere Überraschung – Gewinnspiel inklusive! HEERgehört versüßt euch ab 1. Dezember mit 24 Kurzfolgen das Warten auf das Christkind.
Das gibt es zu gewinnen: Eine Ballonfahrt für dich und eine Begleitperson! 5 exklusive Goodie Bags voller Überraschungen
So funktioniert’s: Hört euch alle Folgen an und sammelt die versteckten Hinweise Gebt ab dem 24. Dezember das Lösungswort auf bundesheer.at/gewinnspiel ein. Weitere Infos unter bundesheer.at/gewinnspiel
Intro & Outro (Kommet, ihr Hirten): Bläserensemble der Garde: Markus Trettler Robert Wanzenböck Benedikt Hager Tobias Achleitner
Gewinnspielmelodie: Harfe: Magdalena Steiner
Euch hat diese Folge gefallen? Dann folgt uns und lasst eine positive Bewertung da. Für Feedback, Fragen oder Ideen zu neuen Folgen schreibt uns eine Mail an [email protected].
Ihr wollt keine Bundesheer-News verpassen? Dann schaut vorbei auf bundesheer.at oder folgt uns auf Instagram, Facebook, und YouTube.
Hergehört im Advent
Hallo und herzlich willkommen zur heutigen Folge D wie Disziplin.
Mein Name ist Klara und ich bin heute in der Maria Theresien Kaserne in Wien,
gemeinsam mit Wachtmeister Stefan Dörflinger und Wachtmeister Philipp Eitler vom Heeressportzentrum.
In der heutigen Folge sprechen wir darüber, was Disziplin bedeutet
und wie man diszipliniert bleiben kann, wenn es mal nicht ganz so einfach ist.
Hallo Stefan, hallo Philipp.
Hallo Klara.
Grüß dich Klara.
Ihr seid beide vom Heeressportzentrum des Bundesheeres.
Könnt ihr uns zu Beginn ein bisschen was über euch erzählen und euch vorstellen
und auch sagen, was ihr beim Heeressportzentrum macht?
Ja. Wie schon erwähnt, mein Name ist Dörflinger Stefan
und ich bin seit Jänner 2017 beim Bundesheer.
Hab dann im Februar 2022 die Unteroffiziersausbildung abgeschlossen
und hab da dann weiterfolgende Möglichkeit gehabt, ins Heeressportzentrum zu kommen
und bin mittlerweile seit Dezember 2022 offiziell als militärischer Pfiffkämpfer im Heeressportzentrum.
Grüß euch, mein Name ist Philipp Eitler.
Ich bin seit 2018 beim Bundesheer, war zuerst bei der Garde
und bin mit 1.1.24 eigentlich erst Leistungssportler beim Heeressportzentrum geworden
und darf seit dem militärischen Pfiffkampf als meine Sportart bezeichnen.
Dass ihr so fit seid, das kommt ja nicht von irgendwo her.
Ihr müsst sehr unglaublich diszipliniert sein als Sportler.
Stefan, was bedeutet denn Disziplin für dich?
Disziplin, prinzipiell, fängt bei mir schon in der Früh quasi an beim Aufstehen
und quasi, dass ich eine Struktur und eine Routine einfach in meinem Tag bzw. im Training hab
und dass ich irgendwo immer quasi ein Ziel vor Augen hab, sei es
kommendes Wochenende ein Wettkampf, den ich gemeinsam mit Philipp bestreite
oder in weiterer Folge, sei es 2026 die Heim-WM oder 2027 die World Games
und das sind halt so Ziele, die ich vor Augen hab und das bedeutet für mich quasi Disziplin.
Philipp, wie schaut's bei dir aus? Was ist Disziplin für dich?
Also ich persönlich denke, Disziplin braucht man grundsätzlich im kompletten Leben.
Sei es jetzt in meinem vorigen Beruf bei der Garde, wo man vor wichtigen Staatsoberhäuptern
korrekt und diszipliniert agieren muss und die Republik Österreich eigentlich repräsentiert
oder jetzt im Leistungssport, wo man in der Früh aufsteht und sich denkt
puh, heute hab ich eigentlich nicht wirklich Lust zu trainieren, weil es kalt ist und regnet
aber man geht trotzdem hinaus und macht das Beste aus dem Training.
Philipp, du hast schon gemeint, ab und zu ist es nicht immer so leicht, dass man diszipliniert bleibt.
Stefan, wie motivierst du denn Philipp, dass er diszipliniert bleibt,
wenn er mal vielleicht ein bisschen einen Durchhänger hat?
Soll es einmal einen Durchhänger geben im Training?
Darf natürlich auch sein, wenn einmal die Motivation nicht ganz so da ist,
aber prinzipiell würde ich sagen, Philipp und ich haben eigentlich durch die Punks,
sei es in der Off-Season oder unter der Saison, eins zu eins dieselben Wettkämpfe
und auch dieselben Ziele vor Augen und die, wie soll ich sagen, die halten wir uns dann quasi noch einmal vor Augen
und da gibt es eigentlich keine Diskussion und da kommt eigentlich wieder Disziplin zum Greifen
und die Laufschuhe werden angezogen und das Training wird absolviert.
Philipp, gibt es bei dir eine Situation, in der du gemerkt hast, dass dir Disziplin geholfen hat,
etwas durchzustehen oder etwas zu erreichen, das du vielleicht sonst nicht geschafft hättest?
Definitiv, natürlich redet man als Leistungssportler nicht gern darüber,
dass man mal einen Motivationshänger gehabt hat oder ein Problem mit dem Kopf,
aber bei mir ist es zum Beispiel so, meine erste Saison und ich bin in vier Disziplinen eigentlich relativ gut,
relativ stark, auch vom Trainer die Rückmeldung war durchaus positiv
und dann kommt immer am vorletzten Tag das Werfen zum Tragen
und mit der Disziplin haue ich mir halt den kompletten Wettkampf immer zusammen
und natürlich ist das da eine Form von Disziplin,
dass man einfach seine Gedanken mit der Selbstreflektion im Griff hat
und vor dem Wettkampf den Fokus dann wieder auf das Hier und Jetzt legt
und nicht in der Vergangenheit herumirrt.
Ihr seid beide unglaublich erfolgreich und schafft es, euch jeden Tag aufs Neue zu disziplinieren.
Stefan, magst du kurz über deine Erfolge erzählen, worauf du stolz bist?
Ein kleiner Erfolg würde ich sagen, das ist mittlerweile drei Jahre zurück,
das bin ich trotzdem irgendwo noch immer ein bisschen stolz
und da war irgendwie Disziplin, wie ich noch bei der Truppe war, im Vordergrund,
dass ich sage, okay, ich habe da nicht immer die Möglichkeit gehabt im Dienst zu trainieren
und habe halt vor oder nach Dienst meine ganzen Trainings absolvieren müssen
und habe da an einem Lauf teilgenommen
und wo ich sage, okay, mit der Zeit war ich überaus glücklich
und an das erinnere ich mich immer wieder gern zurück
und genauso im vergangenen Jahr, wie soll ich sagen, beim Fünfkampf,
da ist die 5000-Punkte-Marke so eine Sache, die man gern überspringt
und das hat sich heuer relativ gut ergeben, nach meiner ersten Saison,
wo ich eh ein bisschen holprig reingestartet bin mit Verletzungen
und deshalb würde ich sagen, das war etwas, wo ich heuer relativ stolz drauf war.
Philipp, worauf bist du besonders stolz?
Ich greife da in Stefan seine Aussage auf, diese 5000-Punkte-Marke,
das ist für einen Fünfkämpfer ganz, ganz wichtig
und ich habe zum Glück keine Verletzungsprobleme gehabt in meiner ersten Saison,
so wie der Stefan leider, aber ich habe zum Beispiel bei der nordischen Meisterschaft,
bei meinem dritten offiziellen Wettkampf eigentlich erst, die 5000-Punkte erreicht
und somit sagt man, dann ist man ein richtiger Fünfkämpfer, wenn man 5000-Punkte macht
und im dritten Weltkampf das zu erreichen, da war ich natürlich überaus glücklich.
Und jetzt kurz vor Weihnachten, da sind die Nerven oftmal gern ein bisschen angespannt,
wenn man daran denkt, was man alles erledigen muss
und welche Geschenke man noch besorgen muss,
habt ihr beide einen Tipp, wie man jetzt noch diszipliniert bleiben kann,
damit man dann entspannt Weihnachten genießen kann?
Stefan, was würdest du für einen Tipp den Zuhörerinnen und Zuhörern geben?
Ja, kurz vor Weihnachten, trotzdem greife ich wieder zurück auf die erste Frage.
Ja, klare Ziele vor Augen ist genauso in der Situation wieder wichtig,
weil es bei mir Punkte sind, okay, über die Feiertage freue ich mich wieder,
nach Kärnten zu kommen, zu meiner Familie, zur Familie von meiner Freundin nach Oberösterreich
und das sind so Punkte, die mir ein bisschen Lockerheit im Alltag ergeben
und mir vielleicht ein bisschen den Weihnachtsstress zu erleichtern
und ja genau, das ist quasi ein bisschen so mein Antrieb im Weihnachtsalltag.
Philipp, wie schaut es bei dir aus, was ist dein Tipp an uns?
Also ich kann euch leider Gottes keinen persönlichen Tipp geben,
weil mir fängt mein Verlobte zu Weihnachten immer auf
und sie schaut halt, dass ich mich auf meinen Marathon im Dezember vorbereiten kann
und deswegen nimmt sie mir da das meiste ab, aber als Tipp vielleicht für euch,
lernt einfach, auch wenn es ein kleiner Rückschlag ist, einfach damit umzugehen,
weil nach einem kleinen Rückschlag kommen meistens erst die richtig guten Sachen.
Lieber Stefan, lieber Philipp, vielen Dank für das Gespräch
und dass ihr uns einen kurzen Einblick gegeben habt
und mit uns eure persönliche Sicht auf Disziplin geteilt habt
und uns erzählt habt, was man durch Disziplin alles erreichen kann.
Dankeschön und schöne Weihnachtszeit!
Danke Clara und Pfiat euch!
Und euch vielen Dank fürs Zuhören und hört auch das nächste Mal wieder her!
Ihr wollt am Gewinnspiel teilnehmen?
Dann sammelt die Ziffern und Buchstaben aus dem Adventkalender
und bringt sie in die richtige Reihenfolge.
Nähere Infos findet ihr in den Show Notes.