
THEODOR FONTANE - HERBSTGEFÜHL
Dichtung von Theodor Fontane (Foto) /
Rezitation: Karl Menrad /
Anmerkung: Man kann den Tod eines geliebten Menschen tief und innig beklagen und doch in Hoffnung und selbst in Heiterkeit weiterleben. (T.Fontane)
Rot und gelbe Herbsteslehnen
An der Berge blauem Joch,
Und wie Frühlingsgruss und Sehnen
Astern blühen und Verbenen,
Aber ach, wie lange noch?!
Und aus dunkeltiefer Stelle
Unter Schäumen und Gepoch
An des Tages heitre Helle
Bricht hervor die Waldesquelle,
Aber ach, wie lange noch?!
Und so schwindet hin das Leben,
Schwindet, und du liebst es doch.
Wieder regt sich Stolz und Streben,
Und der Wunsch kommt auf daneben
Aber ach, wie lange noch?!
Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fontane
https://fontane-gesellschaft.de/chronik/
https://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Menrad
