Ein besonderer Moment wartet auf die Kampfgemeinschaft von DIE MISSION: Die Übergabe der Kommandogewalt über die multinationale eFP Battlegroup. Diese wird beim Change of Command (CoC) auf die neue Rotation übertragen. Nicht nur für Oberstleutnant Hebisch ist es eine emotionale und auch aufregende Zeremonie.
Ebenso siehst du die Verlegung nach Gaižiūnai, wo die Kampfpanzer der eFP Battlegroup ankommen. Doch, um Straßenmarschbereitschaft herzustellen, müssen die Panzer zunächst auf die eisigen Wetterbedingungen vorbereitet werden – sonst kann es gefährlich werden. Für die Gefechtsbereitschaft ist neben der technischen Aufrüstung, auch die richtige Tarnung notwendig. Wie die Soldatinnen und Soldaten ihre Kampfpanzer an die weiße Schneelandschaft anpassen, siehst du in der Folge!
Für die nächsten Übungen wird der größte Truppenübungsplatz Litauens in Pabrade erkundet. Im Camp Adrian Rohn wird z.B. der Häuserkampf geübt, falls Ortschaften freigekämpft werden müssen.
Bleib dran, denn die kommenden Folgen liefern dir als Vlog einen exklusiven Blick in den Alltag in der Kaserne in Rukla, bevor die Übung Iron Wolf startet.
👉Die nächste Folge der Bundeswehr Exclusive Serie DIE MISSION: BEREIT, DICH ZU SCHÜTZEN wartet morgen, um 17 Uhr auf dich!
Wir haben den Verband für die Serie ein ganzes Jahr lang begleitet. Die zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Präventionsmaßnahmen gegen das Corona-Virus wurden dabei stets korrekt umgesetzt.
A special moment awaits THE MISSION combat team: the transfer of command of the multinational eFP Battlegroup. This will be transferred to the new rotation during the Change of Command (CoC).
It is an emotional and also exciting ceremony not only for Lt. Col. Hebisch. Likewise, you see the transfer to Gaižiūnai, where the eFP Battlegroup battle tanks arrive. But, in order to establish road movement readiness, the tanks must first be prepared for the icy weather conditions - otherwise it could be dangerous. For combat readiness, in addition to technical reassembly, proper camouflage is also necessary. In this episode you will see, how the soldiers adapt their battle tanks to the white snowy landscape.
For the next exercises, the largest military training area in Lithuania in Pabrade will be explored. At Camp Adrian Rohn, for example, urban combat will be practiced in case localities need to be clear. Stay tuned, because the upcoming episodes will provide you with an exclusive look into everyday life at the barracks in Rukla as a vlog, before the Iron Wolf exercise starts.
👉The next episode of the Bundeswehr Exclusive Series THE MISSION: READY TO PROTECT YOU is waiting for you tomorrow, at 5 pm!
We accompanied the force for the duration of an entire year. The preventive precautions against the Coronavirus at the respective time were always implemented correctly.
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Wir verlegen jetzt nach Gajanay.
Dort kommen heute die Kampfpanzer an, die wir gestern umgespurt haben.
11.05 Uhr ist Motoren an und um 11.10 Uhr rollen wir.
Das ist einkalkuliert und kommt durchaus häufiger vor.
Ja, wir stehen hier gerade vor dem Essensgebäude und warten, dass es aufmacht.
Also man kann jetzt auf jeden Fall essen.
Gewöhnungsbedürftig am Anfang, aber was soll man machen.
Wir kriegen hier das Tablett, können uns dann runternehmen, was wir haben.
An Essen, also was wir haben wollen.
Setzen wir uns hin, da können wir dann die Maske runternehmen logischerweise.
Und hinterher, wenn wir fertig sind, sollen wir einfach unser Tablett desinfizieren
und dann das Tablett wieder zurückstellen.
Ja, wir bereiten uns gerade für die multinationale Übergabe von der EFP Battlegroup vor.
Ja, und ich bereite mich eigentlich nur darauf vor, nicht zu erfrieren.
Ja, also es ist ein Antreten, wie man das halt so kennt bei so Übergaben.
Und das eben unter multinationaler Anwesenheit.
Das heißt, die ganzen Kräfte, die hier gerade mit uns in Litauen sind, sind da.
Jetzt gleich ist die Change of Command Ceremony.
Und da wird dann quasi offiziell von der 8. auf die 9. Rotation
die Kommandogewalt vom Oberstleutnant Papenburg auf den Oberstleutnant Hebisch übertragen.
Sodass dann ab diesem Zeitpunkt die 9. Rotation hier voll in charge ist
und wir dann die EFP Battlegroup sind.
Liebe Brüder und Schwestern in Danube, wir sind die EFP Battlegroup Lithuanien.
Die Zeit ist gekommen, um uns zu verabschieden.
Your Excellencies, Generals, Sirs, Ladies and Gentlemen, Guests
and most important soldiers of EFP Battlegroup.
I am well aware that the main body in front of me are soldiers from the 9. Rotation
and you are looking forward to start your tour.
And so it shall be.
It was a pleasure and an honor to be a commander of the EFP Battlegroup in Lithuania twice.
Thank you very much.
Multinational EFP Battlegroup Lithuania, listen to my command.
Das ist schon emotional, weil es schon was Besonderes ist,
als Kommandeur einer multinationalen Battlegroup eingesetzt zu werden.
Also es ist schon emotional und in gewisser Art und Weise auch aufregend.
Es ging tatsächlich, also es ist schon ziemlich kalt, aber es ist aushaltbar auf jeden Fall.
Ich habe auch so Wärmedinger in meinen Handschuhen, sonst wäre es bestimmt schlimmer gewesen.
Wir fahren jetzt nach Gaijonai, dort kommen heute die Kampfpanzer an, die wir gestern umgespurt haben.
Die werden heute dann entladen und in die TSA verbracht.
Wir müssen uns auf das Wetter ein bisschen einstellen und wir machen jetzt Straßenmark.
Die Straßen sind hier nicht 100% geräumt.
Also wir sind jetzt hier im Verladebahnhof Gaijonai in Litauen in der Nähe von Rukla.
Hier kommen grundsätzlich die Gefechtsfahrzeuge der EFP Battlegroup an.
Wie man jetzt hier sieht, ist heute ein Zug gekommen mit ein bisschen schwereren Gefechtsfahrzeugen,
nachdem wir die letzten Tage im Großteil die Radfahrzeuge entladen haben,
sind heute endlich unsere Kampfpanzer angekommen.
Dann könnt ihr an die Fahrzeuge die Teile lösen, die Motoren können an.
Wir sind Panzerleute und freuen uns immer, dass unser Panzer dann wieder da ist
und wir uns darum kümmern können, dass er läuft.
Hinter den ganzen Boxern, es kommen neun Boxer und dann kommen die Kampfpanzer.
Also gestern sind sie alle angesprungen, deshalb gehe ich mal davon aus, dass es heute nicht anders sein wird.
Aber grundsätzlich ist Kälte für die Batterien doch deutlich nicht so schön.
Dazu wird der Kampfpanzer erst ein Stück nach vorne gezogen.
Hinten werden die Keile gelöst mit der Brechstange.
Dann fahren wir anderthalb Meter nach hinten, lösen vorne die Keile
und warten dann darauf, dass die Fahrzeuge vor uns sich entfernen, dass wir dann losfahren können.
Fahrer fährt nach meiner Einweisung.
Wir stehen auf und ziehen dann praktisch zu mir hin.
Straßenmarschbereitschaft her.
Die Straßenverhältnisse sind nicht so weltklasse hier.
Auch der Räumendienst, da es ja in den letzten Tagen, wie man sieht, relativ viel geschneit hat,
ist noch nicht ganz so hinterhergekommen.
Das heißt, es gibt hier teilweise nicht nur Schnee, sondern auch wirklich Eisflächen.
Und da muss man halt entsprechend mit der Geschwindigkeit angepasst fahren.
Viele denken, mit einem Kampfpanzer kann man überall einfach langmölmern.
Das ist gar kein Problem mit den Ketten. Das stimmt aber nicht.
Gerade mit den normalen Ketten, nicht irgendwie Kampfketten oder Ähnliches,
die wir ja auch hier ganz normal wie in Deutschland drauf haben,
ist gerade eine Eisfläche sehr gefährlich, dass der Panzer auch ins Rutschen kommen kann.
Also da muss man schon ein bisschen aufpassen.
Gerade auf der Strecke, wo wir auch gekommen sind, ist nicht geräumt und in den Kurven.
Hier erhöhte Gefahr. Nehmt da die Geschwindigkeit raus,
sodass es hier nicht zum Unfall kommt und wir alle sicher in der Tierlässe sind.
11.05 Uhr ist Motoren an und um 11.10 Uhr rollen wir.
Wir sind hier angekommen in der TSLA, der Temporary Logistics Support Area,
also unser T-Bereich, wie man es in Deutschland nennen würde, da wo die Panzer untergestellt werden.
Das heißt, Gefechtsbereitschaft wird an den Fahrzeugen hergestellt.
Die Schmutzfänger werden abgemacht.
Wir überprüfen nochmal das Wischwasser, dass es nicht gefroren ist.
Falls ja, müssen wir ein bisschen Ethanol, also alkoholhaltiges Zeug zukippen.
Das sind so Kleinigkeiten, alles logistische Maßnahmen, die wir jetzt zu dem Zeitpunkt erst mal machen können.
Das sind taktische Bezeichnungen, wo wir dann kompanieintern sehen können,
welche Kompanie dieser Panzer eingehört, welcher Zug, welcher Panzer an sich das ist.
Der Schlagschatten, und zwar ist das, um die Konturen zu verschleiern.
Wenn der Kampfpanzer jetzt irgendwo in Stellung steht und das Licht fällt von hinten rein,
würde das Licht auch zwischen den Ketten unter der Wanne durchstrahlen
und man würde ganz klar erkennen, dass dort ein Fahrzeug steht.
Dementsprechend der Schlagschatten, der soll das Ganze verschleiern.
Später mit dem Tarnnetz, mit der Naturtarnung, dass das so aussieht wie ein Busch,
der soll halt im Gelände verschwinden.
Wir haben jetzt das folgende Problem, und zwar ist unsere Wischwasseranlage eingefroren.
Ganz einfach aus dem Grund, dass wir nicht genug Gefrierschutz reingeschüttet haben in die Anlage in Deutschland.
Das ist unser größtes Problem jetzt gerade.
Deswegen müssen wir die neu befüllen.
Das läuft auf jeden Fall nach, scheinbar.
Wir aufrüsten unter Timeline mehrere Abschnitte.
Zum einen das eigentliche Aufrüsten, was jetzt das ganze Werkzeug und das ganze Gerät,
was zum Panzer gehört, aufgerüstet wird.
Im späteren Verlauf gibt es dann noch die Tarnnetze dazu,
um den Panzer dementsprechend in die Konturen zu verschleiern.
Jetzt hier in Litauen ist das natürlich eine etwas andere Situation, eine Besonderheit.
Und zwar arbeiten wir natürlich mit Alarmierung.
Dementsprechend hat der Soldat seine persönliche Ausrüstung bei sich auf Stube.
Sollte es zur Alarmierung kommen, schnappt er sich seine persönliche Ausrüstung,
weg zur Waffenkammer, weg in die TLSA, Kampfpanzer fertig machen
und dann alles Weitere nach Maßgabekompanie schicken.
Also wir passen uns jetzt der Witterung hier an.
Einmal weiß die Farbe, also Tarn.
Und wir nehmen jetzt an der Kette, alle zwölf Ketten wieder lang, die Gummipolster raus,
damit es uns nachher schneller möglich ist, die Schneegreifer einzubauen.
Schneegreifer sind hier vorne.
Die ersetzen wir dann praktisch, also die Gummipolster ersetzen wir durch Schneegreifer,
um halt mehr Grip zu haben auf rutschigem Terrain.
Das ist Jute.
Damit stopfen wir im Normalfall ein normales Tarnnetz, was dunkel ist, ein aus.
Dass es farblich auch ein bisschen unterscheidet.
Hier in dem Fall machen wir das jetzt so.
Wir machen die Jute auf unsere eigentliche Schlagschattentarnung drauf
und machen die dann mit Schlemmkreide voll, dass die komplett weiß ist.
Schlemm bedeutet, wir tun weiße Farbe dementsprechend auf den Panzer auf.
Also gerade die braunen und grünen Stellen werden dann dementsprechend weiß übermalt.
Ist natürlich auch je nachdem, wie viel Schnee liegt.
Wenn so wie hier sehr viel Schnee liegt, macht man das so.
Wenn ein bisschen weniger liegt, dann nimmt man natürlich nur braun.
Ja, also wenn die so lange stehen, dann ist halt einfach alles kalt an diesem Panzer.
Wenn man dann damit unterwegs ist und so, dann bin ich froh, dass wir auf dem Panzer sind
und nicht hier zu Fuß irgendwo im Schnee liegen müssen.
Aber ich habe eben gedacht, als ich in der Tiefkühltruhe saß, genannt Kampfpanzer eigentlich,
dass wir sind zum Glück im Schlimmsten gelandet und jetzt können wir, es kann nur besser werden.
Es kann nur noch besser werden.
Ich sage mal, wir haben die Panzer jetzt erst mal soweit gefechtsbereit gemacht.
Wird nochmal geguckt, passt das jetzt alles mit den Füllständen?
Sind die Panzer komplett einsatzbereit?
Haben wir irgendwo technische Schwierigkeiten?
Ja, und dann sind wir fertig.
Das ist einkalkuliert und kommt durchaus häufiger vor.
Fahren macht natürlich ein bisschen mehr Spaß.
Wir sind jetzt hier in Paprade auf dem Truppübungsplatz im Camp Adrian Rohn.
Das hieß früher mal Camp 500, weil hier 500 Soldaten unterkommen können
und wurde dann umbenannt, ich meine 2019 war das, in Camp Adrian Rohn.
Der Name kommt daher, es war 2018.
Und hier auf einer Übung auf dem Truppübungsplatz Paprade kam es dann leider zu dem Vorfall,
dass er mit seiner Bergewanne einen Baum etwas härter toschiert hat
oder auf jeden Fall einen Baum getroffen hat.
Und da kam es dann halt leider zu der unglücklichen Verkettung,
dass ein relativ massiver Ast dann doch aus dem Gast rausgebrochen ist
und leider so unglücklich auf die Bergewanne runtergestürzt ist
und den Kameraden Rohn getroffen hat, dass der leider dann daran verstorben ist.
Also heute nutzen wir den Tag hier in Paprade,
den Hauptübungsplatz der Battle Group,
weil es uns die Möglichkeit gibt, auch mit den Kampfpanzern und den Schützenpanzern
hier auch im Scharfeschuss zu üben, zu erkunden,
welche Möglichkeiten bietet uns dieses Übungsgelände hier gemeinsam zu üben und zu trainieren.
Also Little Vilnius, Ortskampfanlage, du kannst scharf schießen in den Schießhaus
und die zwei Gebäude dort, die sind freigegeben für Zugangssprengung.
Wir sind jetzt in Little Vilnius und das hier sind zum Beispiel die Häuser,
wo man auch Orts- und Häuserkampf mit Manövermunition ausbilden darf.
Manche wundern sich dann immer, weil ja, das ist ja nicht wie die Realität.
Kein Haus ist ja so leer oder so steril gebaut, aber das reicht.
Also man muss jetzt nicht irgendwie hier eine schicke Tapete haben oder so,
damit der Soldat das wechseln kann.
Nein, wir gucken jetzt erstmal an, was man hier insgesamt für Orts- und Häuserkampf-Szenarien drin abbilden kann.
Es bringt ja nichts, wenn man einfach falsche Bilder oder irgendwas zusammenstellt
und im Ernstfall kann der Soldat dann die Situation nicht anwenden.
Er muss ja hier Sachen auch drillmäßig lernen, die er dann in die Realität im Ernstfall umsetzen kann,
damit es da dann auch funktioniert.
Ich sag mal, wenn ich jetzt im Wald bin, dann spielt sich halt alles auf meiner Ebene ab.
Aber im Orts- und Häuserkampf muss ich halt, noch Stockwerke kommen da drüber,
ich kann von oben, ich kann von unten geschossen werden und, und, und.
Und es ist halt sehr schnell sehr unübersichtlich.
Also grundsätzlich als Panzertruppen, also Panzer und Panzergrenadier meiden wir Ortschaften.
Da können sich andere drum kümmern.
Wir umgehen die und greifen weiter an auf Angriffsziele.
Ich sag's mal so, wenn hier in der Ortschaft draußen rum eine Panzerkompanie steht
und hier irgendeiner Mucken macht, dann sagt einmal die 120mm Hallo in die Ortschaft rein
und dann ist auch schnell wieder Ruhe.
Aber es kann halt Szenarien geben, wo die Ortschaft freigekämpft werden muss.
Also man versucht dann schon, nicht einfach alles zu Klump zu schießen.
Wenn natürlich klar ist, okay, hier drin ist massiv Feind und man kommt da nicht vernünftig ran,
dann schießt man das Haus natürlich von draußen auch mit schweren Waffen.
Fazit heute Erkundung Truppübungsplatz Palprade.
Ich sag immer, wir sind so ein bisschen Munsterbergen verwöhnt,
weil das sind natürlich große Übungsplätze, wo sehr viel geht, auch gerade mit Panzern.
Das geht hier natürlich nicht, aber der Übungsplatz hat schon so seine Raffinessen, sag ich mal,
wo man schon vieles ausbilden kann und vielleicht auch mal anderes ausbilden kann
oder unter anderen Voraussetzungen wie in Deutschland.
Das war's von uns hier aus Litauen.
Wir werden euch auf jeden Fall weiter auf dem Laufenden halten
und als nächstes werdet ihr Iron Wolf sehen.
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