FRIEDRICH HÖLDERLIN - O ENDE MEINER ZEIT

FRIEDRICH HÖLDERLIN - O ENDE MEINER ZEIT

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03.11.2024

Dichtung von Johann Christian Friedrich Hölderlin aus: Der Tod des Empedokles /
Rezitation: Mathias Wieman /
Anmerkung: Weinet nicht, wenn das Trefflichste verblüht, bald wird es sich verjüngen! Trauert nicht, wenn eines Herzens Melodie verstummt, bald findet eine Hand sich, wieder es zu stimmen. (F. Hölderlin)
Foto: André Wilms (1947-2022) als Scardanelli. Film von Harald Bergmann Deutschland 2000 /

(Originaltext leicht verändert)
O Geist, der uns erzog, der du geheim
Am hellen Tag und in der Wolke waltest,
Und du o Licht! und du, du Mutter Erde!
Hier bin ich, ruhig, denn es wartet mein
Die längstbereitete, die neue Stunde.
Nun nicht im Bilde mehr, und nicht, wie sonst,
Bei Sterblichen, im kurzen Glück, ich find
Im Tode find ich den Lebendigen
Und heute noch begegn' ich ihm, denn heute
Bereitet er, der Herr der Zeit, zur Feier,
Zum Zeichen ein Gewitter mir und sich.

Kennst du die Stille rings? kennst du das Schweigen
Des schlummerlosen Gotts? erwart ihn hier!
wenn itzt, zu einsam sich,
Das Herz der Erde klagt, und eingedenk
Der alten Einigkeit die dunkle Mutter
Zum Aether aus die Feuerarme breitet
Und itzt der Herrscher kömmt in seinem Strahl,
Dann folgen wir, zum Zeichen, daß wir ihm
Verwandte sind, hinab in heilge Flammen.

Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_H%C3%B6lderlin
https://www.hoelderlin-gesellschaft.de/website/de/friedrich-hoelderlin/leben
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tod_des_Empedokles
https://de.wikipedia.org/wiki/Mathias_Wieman

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