Video in Zeitlupe! So könnt ihr euer Pferd rund und durchs Genick reiten! In dieser F-Serie auf diesem Kanal der online Reitschule Riding Academy by Wolfgang Rust lernt ihr dies und noch viel mehr über Reiten und Pferde! F6... ein neues Video über Rund reiten unserer Pferde; durchs Genick reiten, Beuger- und Streckerkette = Muskulatur des Pferdes! Hier bekommt ihr Tipps und auch eine Anleitung für die Hilfen wie ihr eure Pferde durchs Genick reiten lernen könnt. Wir unterstützen euch online beim Reiten lernen. SERIE Lektionen Richtig Reiten bzw Richtig Reiten Lernen! Auf diesem Kanal lernt ihr eure Pferde richtig rund reiten.
In diesem Video erkläre ich euch was wir unter der Beuger- und Streckerkette des Pferdes verstehen, ich zeige euch auch die körperlichen Reaktionen unserer Pferde ohne Sattel und danach mit Sattel unter dem Reiter.
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Seht es euch an und ihr werdet eure Einwirkung mit Schenkel und Kreuz viel besser verstehen lernen. Es ist die Basis für die Harmonie zwischen Reiter und Pferd.
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Erklärung zum „durchs Genick reiten“: Der erste Teil dieses Videos beschreibt das Rund werden eines Pferdes durch das aufwölben des Pferderückens und dem damit verbundenen senken des Halses, sowie die Möglichkeit des untertretens der Hinterhand durch abkippen des Beckens.
Erst wenn die Pferde durch das aktivieren der Beugerkette die Wirbelsäule von unten stützt, die Hinterbeine des Pferdes mehr unter den Körper treten und dadurch mit dem Kopf abkippt, darf man das Pferd mit den Zügeln im Hals verkürzen.
Wenn es dann im Genick nachgibt, sich durch das Wechselspiel von Strecker- und Beugerkette an die Hand dehnt und sich weich vom Gebiss anstoßen kann, nennt man das dann „durchs Genick gehen“. 😉 Ob Dressurreiten, Springreiten, Vielseitigkeitsreiten oder Freizeitreiten...Reiten basiert immer auf der klaren Kommunikation mit Pferden, hier bekommt ihr das Wissen und die Anleitung dazu. Reiten: Mentaltraining und Praxis- so gehts!
Hallo, ich begrüße euch wieder mal zu unserer Serie
Lektionen richtig reiten bzw. richtig reiten lernen.
Heute wie angekündigt im Video F5 über die Schrittbereiten, kurz gehört,
Beugerkette, Streckerkette.
Ich möchte euch im Vorfeld kurz erklären, was verstehen wir unter Beugerkette, Streckerkette
und wozu sind sie notwendig, nützlich.
Wir haben die Wirbelsäule des Pferdes, Genick begonnen,
hier nach unten verlaufen, nach hinten, dann bis zum Becken, die Hüfte
und alles was unter, hier geht das Bein weiter, so nach vorne
und alles was unterhalb der Wirbelsäule liegt bzw. vor der Hüfte, nennen wir Beugerkette.
Das ist wie wenn wir eine Sit-Up machen, wir rollen uns zusammen, genau das gleiche macht das Pferd.
Die Bauchmuskulatur, Brustmuskulatur, Unterhalsmuskulatur hat die Aufgabe,
das Pferd zusammenzuziehen, wenn das Pferd also das Kinn zur Brust nimmt,
ist das wie bei uns, wir ziehen uns mit der vorderen Muskulatur zusammen,
beim Pferd sagen wir die untere Muskulatur.
Die Streckerkette ist alles ober der Wirbelsäule, sprich Splineas,
die gesamte Halsmuskulatur oben, dann die Rückenmuskulatur
und die große Gesäßmuskulatur auch nach hinten runter.
Die Streckmuskulatur hat die Aufgabe, das Pferd nach vorne zu bewegen.
Die Beugerkette zieht die Hinterbeine unter den Körper, somit tritt das Pferd drunter.
Die Streckerkette ist dann verantwortlich, dass sich das Pferd streckt,
so wie es bei uns auch ist, wir können uns beugen, zusammenziehen oder strecken.
Der Rücken spannt an und wir werden lang, das gleiche ist es beim Pferd.
Das nur im Vorfeld, wir werden es im Video dann genauer betrachten,
somit wisst ihr, wenn ich sage die Beugerkette oder die Streckerkette,
ist die Muskulatur unter der Wirbelsäule oder ober der Wirbelsäule gemeint.
Ich wünsche euch nun viel Spaß mit dem Video.
Wir sehen hier nun Hochadelshot Chocolate, hier drücke ich rechts mit meinen Fingern in die Seite,
er bewegt den Kopf nach rechts, nun nach links.
Das ist die körperliche Reaktion auf den Druck in die Muskulatur.
Genau das gleiche machen wir auch mit unseren Schenkeln.
Dadurch kann sich das Pferd innen in der Rippe annähern und außen aufwächern,
dadurch entsteht die Biegung, hier sprechen wir von Biegung.
Die nächste Reaktion sehen wir im Rücken.
Unter dem Sattel haben wir natürlich den Sattel dazwischen, darum reagieren die Pferde nicht ganz so arg.
Es sind auch Punkte, auf die die Pferde natürlich sehr sensibel reagieren,
darum kann man es hier schön zeigen.
Einerseits in der Oberlinie, wie das Pferd nach unten ausweicht,
wir sehen auch, er macht den Schritt nach vorne, er weicht aus, er ist immer länger,
das Hinterbein steht weit draußen.
Nun die Unterlinie, die Beugerkette und er wölbt sich nach oben.
Noch einmal, die Beugerkette, der Hals geht nach unten, der Rücken wölbt sich.
Nun oben, sie sehen, er ist nicht empfindlich, erst wenn ich die Punkte drücke,
hier suche ich die Punkte und er reagiert, drückt den Rücken weg.
Das gleiche passiert, wenn wir beim Schrittreiten oder Anreiten mit dem Kreuz extrem schieben.
Beugerkette, der Hals geht nach unten, Streckerkette, Hals geht nach oben.
Hier, wo meine Hand liegt, ist das Lumbosakralgelenk.
Sie sehen jetzt gleich die Reaktion, warum dies wichtig ist.
Im Lumbosakralgelenk hat das Pferd die Möglichkeit, die Wirbelsäule 30 Grad zu wölben.
Hier sehen wir, die Gruppe ist gleich wie das Lumbosakralgelenk.
Noch einmal, beim Galoppieren springt das Pferd mit dem Hinterbein weit unter.
Der nächste Punkt, hier ist der Atlas, wo meine Hand liegt.
Das ist der erste Halswirbel.
Hier drinnen ist der Atlasflügel, hier runter.
Und das nennt man Garnaschenfreiheit, wo meine zwei Finger drin liegen.
Wenn ein Pferd hier eng ist und die Finger passen da nicht rein,
tut sich das Pferd sehr schwer, durchs Genick zu gehen.
Hier sehen wir nun durch, ich mache es jetzt nur mit der Trense,
dieses links-rechts stellen, die Bewegung im Atlanto-Occipitalgelenk,
sprich dem Gelenk zwischen Atlas und Hinterhauptbein.
Und das ist die sogenannte Stellung.
Die Freiheit in den Garnaschen ermöglicht dem Pferd hier die Stellung.
Hat ein Pferd hier wenig Freiheit, wird es immer wieder gegen die Hand gehen.
Und quält eure Pferde nicht, wenn sie da anatomisch nicht die Möglichkeit dazu haben,
nachzugeben, werden sie sich wehren.
Als nächstes sehen wir nun die Reaktion der Beugerkette und dem Sattel.
Ich mache hier nur mit der Wade den Druck, sitze ganz ruhig im Sattel.
Ihr könnt jetzt beobachten, aufgrund dieser Aktivierung der Beugerkette,
geht das Pferd mit dem Kopf runter, nun mache ich mit der Wade weiter,
das Pferd geht mit dem Kopf noch weiter runter
und je mehr ich das mache, umso mehr geht auch der Hals nach unten,
so wie wir es gerade ohne Reiter gesehen haben.
Das Nachgeben ist somit eine Reaktion der Beugerkette auf unsere Wade.
Nun kommt zur Wade das Kreuz dazu, ihr seht meinen Kreuzeinsatz,
jetzt kommt auch eine Bewegung ins Pferd.
Und je mehr ich hier mit Wade und Kreuz arbeite,
umso höher kommt das Pferd im Genick, weil das Kreuz auf die Streckerkette wirkt.
Und das Pferd schließt sich nun von hinten nach vorne.
Wieder mit der Wade, gleichzeitig mit Kreuz.
Ihr könnt euch das Video nochmal ansehen, dann habt ihr auch schon die Information.
Ihr seht das leichte Kippen mit meinem Becken und das ist die Kreuzeinwirkung.
Dann ist das Pferd oben. Hier noch einmal.
Wir sehen auch, er steht jetzt schon viel weiter drunter.
Die Wade aktiviert, nur Wade, der Hals geht nach unten,
Wade, Kreuz und das Pferd kommt dann wieder nach oben.
Ihr seht, immer mehr geht das Pferd runter, nur durch Wade, Wade, Wade.
Die Hand lockert hier nur ganz leicht ab.
Nun Zügel verkürzen, Wade, Kreuz.
Durch das Kippen des Beckens geht das Pferd dann nach oben.
Genau.
Und somit kann das Pferd dann so weit nach oben geritten werden,
bis das Genick der höchste Punkt ist.
Also noch ein bisschen mehr nach vorne.
Die Wade aktiviert.
Immer Wade, Kreuz, abfangen, loslassen.
Und ihr seht, Genick ist der höchste Punkt.
Das nennt man von hinten nach vorne an die Hand reiten.
Und nun steht er auch schön geschlossen.
Das Pferd ist von hinten nach vorne geritten.
Nun sehen wir uns die Reaktion an Beugerkette, Streckerkette.
Falsches Anreiten.
Der Reiter möchte das Pferd schieben, in dem Fall ich.
Es funktioniert nicht.
Wir sehen, nur der Hals kommt hoch, der Rücken weg.
Denkt an die Reaktion ohne Sattel, wie ich mit den Händen reingedrückt habe.
Nun kommt das richtige Anreiten, leicht übertrieben mit meinem Oberkörper.
Die Wade aktiviert die Beugerkette, er kippt ab.
Und ich kann mit dem Kreuz wegreiten.
Noch einmal mit weniger Aufwand.
Wade, Kreuz, wegreiten.
Ihr könnt euch das Video dann nochmal ansehen.
Wade aktiviert.
Das Pferd reagiert.
Und auch hier ist wichtig, mein Bein drückt nicht unten beim Sporen,
sondern dort, wo die Wade am Pferd anliegt.
Das ist jetzt ungefähr dort, wo die Satteldecke endet.
Die Schabracke.
Der untere Rand der Schabracke.
Da wirkt meine Wade wirklich ein.
Ihr seht, das Pferd kann weggehen.
Wenn ich die Wade dann dran habe, kippt das Pferd ab.
Nun möchte ich euch die Reaktion Beugerkette, Streckerkette in der Bewegung zeigen.
Richtig geritten hat das Pferd immer die Chance auf die Wade.
Wir haben hier schon ein Video gemacht, richtig Schritt reiten.
Auf die Wade zu reagieren.
Hier sehen wir ein übertriebenes Einwirken des Reiters mit dem Kreuz.
Das geht nicht. Ich kann das Pferd mit dem Kreuz nicht vorschieben.
Das Pferd geht immer langsamer.
Meine Beckenbewegung darf nur die Bewegung des Pferderhythmus mitmachen.
Hier wieder die Ruhe.
Das Spüren des Pferdes.
Das Pferd kann wieder losgelassen schreiten.
Mit der Wade kommt die Aktivierung der Beugerkette.
Das Pferd tritt unter. Das Kreuz kann mitmachen.
In der Bewegung. Das Pferd hat die Nickbewegung des Mittelschritts.
Hier sehen wir das korrekte Schritt reiten.
Nun kommt nochmal das übertriebene Falsche mit dem Schieben.
Und denkt daran, wie das Pferd ohne Sattel auf meine Finger reagiert hat.
Wenn wir den Sattel nicht drauf hätten und wir würden so mit dem Kreuz arbeiten,
wie wir es gleich nochmal sehen, ist der Rücken komplett weg.
Es passt nicht zum Pferd.
Das sieht aus, wie wenn zwei verschiedene tanzen.
Der eine tanzt langsam, der andere tanzt schnell.
Ihr könnt die Pferde mit dem Kreuz nur unterstützen.
Das Mitschwingen oder in dem Fall mitgehen mit meinem Becken, mit der Bewegung des Pferdes,
ermöglicht dem Pferd ein losgelassenes Schreiten.
Ihr seht, der Hals geht nach unten.
Das Pferd entspannt sich.
Wenn ich jetzt mit dem Kreuz ein bisschen mehr mache, kommt er sofort wieder mit dem Hals hoch.
Wenn ich in der richtigen Relation bade, aktiviert die Beugerkette,
zieht der Beinfuß unter, das Kreuz macht die Bewegung mit, sprich die Sitzknochen
und ich kann das Pferd langsam vor mir herreiten.
Ihr seht, das Pferd bleibt locker, tiefschreitend.
Auch wenn er hier hinter das Senkrechten ist, ist das Pferd locker.
Denkt an die Beugerkette, an die Genickfreiheit.
Würde ich hier jetzt die Nase nach vorne reiten wollen,
dann müsste ich anzupfen, dann müsste ich ihn mit der Bademärde aktivieren.
Das wäre ein quälereifes Pferd.
Wenn er sich in dieser Position da unten wohlfühlt und ich lasse ihn einfach mal gehen,
dann lasse ich ihn gehen.
Wenn er schaut, dann nimmt er den Kopf sowieso hoch.
Wenn er gelassen seinen Kopf nach unten nimmt, auch okay.
Macht hier keine Hexenjagd aus Nase vor und nicht.
Ihr seht, der Zügel muss fein am Maul sein.
Solang der Zügel fein ist, ist das alles gut.
Wir sehen hier eine korrekte Haltbarade.
Das Pferd steht geschlossen, wartet auf die Hilden des Reiters.
Im Pult mit Bade, leicht mit dem Kreuz, das Pferd kann wieder weggehen.
So sollte es aussehen.
Ich hoffe, das Video hat euch gefallen und ihr konntet euch viel Information mitnehmen.
Auch wie wir auf die Pferde einwirken, welche Auswirkung unsere Einwirkung hat
und wie die Pferde darauf reagieren.
Beim nächsten Video werden wir uns den einfachen Wechsel genauer ansehen.
Da haben wir ebenfalls wieder den Schritt dabei.
Und auch die korrekte Galoppschrittbarade, korrekte, klare Schritte,
wieder angaloppieren aus dem Schritt.
Ich wünsche euch bis dahin viel Spaß beim Üben
und ich hoffe, wir sehen uns beim nächsten Mal. Bis dann!