Eine Detox Kur muss nicht teuer sein. Das Thema Körper entgiften wird ein immer wichtigeres Thema in unserer Gesellschaft. Hohe Belastungen durch die Umwelt, das Trinkwasser, Giftstoffe, Pestizide und Schwermetallen lagern sich in unserem Körper ab. Selbst die jahrelang von der Schulmedizin belächelten Schlackenstoffe werden nun mit verschiedenen Methoden den Kampf angesagt.
Sehr interessant sind die Aussagen von Dr. Schmiedel bezogen auf die unglaublich teuren Entgiftungskuren und seine durchaus günstigen und doch effizienten Alternativen. Angefangen von Selen, Zink über Omega 3 hat er aus seiner Erfahrung heraus eine wirkungsvolle Kombination entwickelt, die in Ihren Wirkungsgraden noch individuell optimiert werden an.
▬ Zu Gast ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Dr. med. Volker Schmiedel, Facharzt für physikalische und rehabilitative Medizin und Naturheilverfahren Moderation: Alexander Glogg Sendungsnummer: NHol_201207-S6_Schmiedel
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Herzlich willkommen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,
heute zu unserem Format Naturmedizin.
Eines unserer interessantesten Themen
ist doch immer wieder die Entgiftung,
spezifisch und spezifisch.
Und dafür hab ich heute einen Experten da.
Unser Dr. Volker Schmiedl, er ist seit über 36 Jahren Arzt
und begleitet Menschen mit vielen verschiedenen Möglichkeiten
auf diesem Weg.
Ich freu mich, sehr darüber mit ihm sprechen zu dürfen.
Hallo, Volker.
Hallo, Corinna.
Ja, Volker, du bist seit 36 Jahren Arzt und für den Menschen da
und orientierst dich natürlich immer an vielen Möglichkeiten,
grad bei dem Thema Entgiftung.
Wie siehst du dieses Thema Entgiftung?
Spielt das heute eine größere Rolle wie bisher, früher?
Oder sagst du, na ja, gut ...
Ja, in der Wahrnehmung, in der Bevölkerung
und auch im Therapieangebot spielt das meines Erachtens
schon eine viel größere Rolle als früher.
Wir haben das früher Entgiftung genannt,
das heißt ja heute alles Detox.
Ja, Detox-Tee, detoxiert, ja.
Und ich bin da immer so ein bisschen skeptisch,
was so neue Hypes angeht, ja.
Wir haben schon immer entgiftet,
und ich bin von Hause aus und von Herzen Naturkundler.
Und eigentlich ist die Naturkunde immer ganz einfach.
Sie geht immer von der Natur aus, von den einfachen Dingen.
Und wir haben doch körpereigene Entgiftungssysteme.
Und eigentlich müssten wir die nur unterstützen.
Wir haben den Darm, wir können ausleiden über den Darm.
Bei Fastenkohl wird das ja auch gemacht.
Oder Kohlenhydrotherapie, das wäre eine etwas aufwendigere Therapie,
aber das wäre Entgiftung.
Im Basis wäre erst mal, dass wir eine gute Verdauung haben,
dass wir keine Verschöpfung haben.
Das wäre auch schon geliebte Entgiftung.
Und dann haben wir die Leber, unser größtes Entgiftungsorgan,
neben der Niere.
Also, wir müssen die Leber anregen, gut entgiften zu können.
Durch Bitterstoffe wahrscheinlich, oder?
Genau.
Bevor ich Medikamente einnehme,
sollte ich immer mit den Lebensmitteln anfangen.
Leider sind wir heute in einer schlechteren Lage als früher.
Weil unsere Lebensmittel, die bitter sind, das sind wenige genug,
die sind von der Industrie noch so verschandelt worden,
dass sie heute gar nicht mehr bitter sind.
Früher den Chicorée konnte man kaum essen.
Und heute, das schmeckt der Lasch einfach.
Also, so gut es geht, schon noch bittere Lebensmittel einbauen.
Oder selber Löwenzahn im Frühjahr sammeln.
Löwenzahn, wollt ich grad sagen.
Löwenzahnblätter und Salat machen.
Wir haben so tolle Entgiftungsdinge von der Natur bekommen.
Wenn man heute noch was dazutun will,
könnte man auch Kräuter nehmen.
Sehr viele Kräuter regen die Leber an.
Chili, Ingwer, Curry.
Oder einfach nur, wer die Schärfe im Curry nicht mag,
Kurkuma-Pulver.
Und Kurkuma ist eines der spannendsten sekundären Pflanzen
und Lebensinhaltsstoffe in den letzten Jahren.
Die wissenschaftlichen Studien explodieren grade beim Kurkuma.
Ja, das wirkt für die Leber gut.
Das wirkt sogar gegen Depressionen, das wirkt gegen Rheuma.
Also, wirklich ein Superfood, dieses Kurkuma.
Auch für den Darm, hab ich auch schon gehört, gegen Entzündungen.
Auch bei Darmentzündungen kann man es einsetzen.
Wirklich ein super Mittel,
wo das Ende der Fahnenstange längst noch nicht erreicht ist.
Und vor allen Dingen tun wir was für die Leber.
Diese ganzen Bitterstoffe haben eine, wie heißt das so schön,
choleretische und kollagoge Wirkung.
Was heißt das jetzt?
Ja, genau.
Also, das eine heißt, ich weiß jetzt immer nicht,
was, kann ich selber immer nicht zuordnen.
Also, das eine heißt,
es wird in der Leber mehr Gallenflüssigkeit gebildet.
Und das andere, die Gallenblase kann sich besser zusammenziehen
und kann es ausscheiden.
Das heißt, wir können darüber entgiften.
Und der Körper lässt halt besonders fettlösliche Stoffe,
die wir nicht über das Wasser, nicht über die Niere entgiften können,
die müssen alle über die Galle entgiftet werden.
Wenn wir die anregen,
dann regen wir natürlich auch die entsprechende Entgiftung an.
Das wäre schon mal sehr gut.
Und dann wäre es noch wichtig,
wir haben ja schon im Darminterview über Ballaststoffe geredet.
Und die Ballaststoffe, die haben noch eine wichtige Aufgabe.
Die binden dann nämlich fettlösliche Giftstoffe,
die die Galle ausgeschieden hat.
Weil ansonsten könnten die leicht wieder zurückresorbiert werden.
Und das wollen wir ja nicht.
Ich denke da besonders an den Giftstoff Östrogen.
Oh.
Okay, also erst mal, Östrogen ist ein lebensnotwendiges Hormon.
Erst mal, ja.
Aber wir wissen eben zu viel, wenn wir Hormonpräparate nehmen.
Oder übergewichtige Frauen, die mehr Östrogen produzieren,
die kriegen viel leichter Brustkrebs.
Ja.
Man hat festgestellt,
Frauen, die viel Ballaststoff in der Nahrung haben,
die kriegen weniger Brustkrebs.
Okay, da stutzt man ja erst mal. Wie kann das denn sein?
Ich meine, dass jetzt Giftstoffe im Darm gebunden werden
und wir weniger Darmkrebs kriegen, das kann sich jeder vorstellen.
Aber weniger Brustkrebs, das kommt halt daher,
dass die Ballaststoffe das Östrogen binden.
Dann wird es nicht wieder in den Körper zurückgeführt.
Das heißt, Ballaststoffe haben eine antiöstrogenartige Wirkung.
Was ja sehr gut ist, ja.
Weil wir haben ja oft eine Östrogendominanz.
Ganz genau.
Das geht ja das Progesteron runter.
Dann fehlt uns wieder das Schönheitshormon.
Dann müssen wir das wieder ...
Okay, dann Ballaststoffe.
Also, die effizienteste Möglichkeit, Ballaststoffe zu sich zu nehmen,
würdest du dann die Rohkost sehen?
Oder gibt's da noch mal so einen richtigen Ballaststoffbooster?
Keine Ahnung, Flohsamen oder irgendwas in der Richtung?
Ja, ich würde natürlich versuchen,
die Nahrung mit ballaststoffreichen Lebensmitteln wirklich zu gestalten.
Und wir wissen ja, alle Milchprodukte,
alle Fleischprodukte, Öl, Zucker, das sind Nullballaststoffprodukte.
0,0.
Also, ich kann's nur decken über Gemüse, Salat, Obst,
Hülsenfrüchte, Nüsse, vollkommen Getreideprodukte.
Das sind meine Ballaststoffkellen.
Von denen soll ich möglichst viel haben.
In der Regel, der Rohköstler isst sehr viel Salat dann auch.
Und manche Ballaststoffe können wir etwas besser verdauen,
wenn sie gewärmt sind, ja.
Also hat der Rohköstler da noch ein bisschen mehr.
Aber derjenige, der kein Rohköstler ist,
kann seinen Ballaststoffbedarf auch ohne Weiteres decken.
Das wäre schon mal ganz wichtig, auch für die Entgiftung.
Brauche ich keine tollen Medikamente und Kuren und so.
Die Ballaststoffe im Darm ist schon eine sehr wichtige Quelle
der Entgiftung im Zusammenhang,
in der Unterstützung, im Synergismus mit Leber und Galle.
Dann haben wir noch die Haut.
Ich kann nur die Haut entgiften.
Haben ja dann manche auch wirklich Ausschläge oder extreme Effekte.
Ja, das ist ja quasi eine pathologische Entgiftung,
quasi ein Selbstheilungsversuch des Körpers mit Nebenwirkungen.
Vielleicht sollte man die Entgiftungsfunktion der Haut
anregen.
Und da gibt es zwei Möglichkeiten, mit der wir das tun können.
Wir können unseren Körper über Bewegung zum Schwitzen bringen,
also moderate Ausdauerbelastung.
Oder über Verfahren wie die Sauna zum Beispiel, ja.
Dann können wir auch mehr ausschwitzen.
Das macht durchaus was aus.
Und das vierte Entgiftungssystem wäre dann noch die Lunge.
Da sind wir wieder beim Ausdauertrinken.
Ich muss einfach mehr atmen.
Wenn ich mehr atme, dann atme ich auch mehr Kohlensäure aus.
Aber möglicherweise eben auch ...
Giftstoffe, die eben über die Lunge gehen können.
Mhm.
Und dann haben wir noch die Nieren.
Und das ist das Wichtigste natürlich,
einfach viel zu trinken, ja.
Viele Menschen, gerade ältere Menschen,
die trinken viel zu wenig.
Die haben keinen Durst, die trinken teilweise unter einen Liter.
Da kann ich natürlich auch nicht gut entgiften.
Ich selber, ich hab immer eine Flasche Wasser
auf meinem Schreibtisch.
Und sag so, im Laufe des Tages, die Flasche muss alle werden.
Die muss aufgebraucht werden.
Morgens trink ich was, abends auch noch was.
Dann komm ich auf meine zwei bis zweieinhalb Liter,
das sollte es mindestens sein.
Man muss sich teilweise dazu zwingen.
Und wenn man sich nicht selber immer Gelegenheit bietet,
dann hat man Schwierigkeiten, um diese Menge zu kommen.
Ich muss jede Stunde einen Schluck trinken,
und am Ende muss die Flasche leer sein.
Das muss einfach so sein.
Dann klappt das auch, dann geht das auch.
Hast du eine spezielle Wasser- ... ja, Information?
Was nimmst du beim Thema Wasser?
Erst mal kommt's nur auf Wasser hin, egal, was für ein Wasser.
Da gibt's auch die tollsten Geschichten,
wo du sagst, ja, wir müssen das Hochomige nehmen,
wo wenig Mineralstoffe drin sind, weil die können mehr entgiften.
Dann hab ich gesagt, Mensch, ich war doch mal im Chemieunterricht.
Da haben wir so einen Versuch gemacht,
wie viel Kochsalz können wir in Wasser lösen?
Ich glaub, wir können 31 Gramm Kochsalz in Wasser lösen.
Und dann ist Schluss, dann ist gesättigt, mehr geht nicht.
Wenn ich jetzt gucke, ein sehr mineralreiches Mineralwasser,
das hat ja, hast du etwa ein Gramm.
Also, das könnte dann theoretisch nur 30 Gramm noch binden.
Aber das, was gar keine Mineralstoffe hat,
das könnte 31 nehmen.
30, 31, ist kein so großer Unterschied.
Also, es kommt erst mal auf die Menge an.
Ja? Also, wer will und wem das schmeckt,
der kann gern diese mineralarmen Mineralwässer nehmen.
Aber wenn man sich mal umguckt, im alten Griechenland,
im alten Rom, in Deutschland, in Baden-Baden, in Bad Wildungen,
alle Heilquellen, die sind alle extrem mineralreich.
Und die haben dort ihre Trinkkuren
mit den mineralreichen Wässern gemacht.
Warum haben die nicht mineralarme Mineralquellen
als Entgiftungsmittel gefunden?
Das wundert mich immer so ein bisschen.
Und die haben das nicht messen können.
Die wussten nicht, wie viel Magnesium und Kalzium da drin ist.
Die haben das gemacht, weil sie gesehen haben,
damit werden die Leute heil.
Die Heilwässer waren immer mineralreiche.
Also, ich bin da ganz unentschieden.
Trinkt Wasser, ob Leitungswasser oder mineralarmes oder mineralreiches.
Das Wichtigste ist erst mal, Wasser zu trinken.
Und über alles andere kann man nur noch schreiten.
Oder eben Teestern, da kann ich noch was mit reintun.
Da kann ich Birke mit reintun, da kann ich Goldrote mit reintun.
Da kann ich andere Kräuter mit reintun, Brennnessel.
Einfach Dinge, die die Entgiftung über die Niere noch mal anregen.
Das wäre für mich wertvoller, als noch mal zu sagen,
da ist aber viel Mineral drin, da ist weniger.
Die Frage ist für mich zweitrangig.
Volumen ist wichtig, Heilkräuter für die Niere sind wichtig.
Und das andere, also keiner hat bewiesen,
ob sein Wasser nun wirklich mehr entgiftet.
Da würde ich gerne mal Studien dazu sehen.
Bei dem Thema spezifisch und unspezifisch,
da gibt es ja natürlich Möglichkeiten,
die sich im Körper ansammeln.
Klar, wir können einmal Garn, Quecksilber als Endprodukt,
dann eben auch Giftstoffe vom Kriegsabfällen,
haben wir natürlich auch noch bei uns im Körper gelagert.
Würdest du da jetzt spezifisch vorgehen?
Oder sagen, nee, ich hab da einfach rundum Entgiftungsprodukte
oder Methoden, wo ich sag, es spielt jetzt mal keine Rolle.
Wir gucken einfach, dass der Körper gestärkt wird
in der Gesamtentgiftung.
Also, diese Dinge, die ich eben genannt habe,
sind immer die Basis, damit machen wir niemals etwas falsch.
Wenn jetzt jemand zu mir kommt,
und wir haben wirklich den konkreten Verdacht
auf eine Schwermetallbelastung, weil er viel Amalgam getragen hat,
weil er in der Industriearbeit mit Metallen umgegangen ist, ja,
und er möglicherweise über Inhalation was in den Körper bekommen hat,
dann kann man je nach Metall noch mal ganz spezifisch entgiften.
Der Gegenspieler von Cardmion zum Beispiel ist das Zink.
Okay.
Der Gegenspieler von Blei ist das Kalzium.
Der Gegenspieler von Quecksilber ist das Selen.
Ja.
Ich mach's dann so, wenn ich wirklich den konkreten Verdacht habe,
dann mach ich eine Schwermetalldiagnostik.
Das heißt, derjenige lässt eine Probe Urin,
und das wird auf ganz, ganz viele Metalle untersucht.
Und dann bekommt er ein Mittel, ein chemisches Medikament,
was bei akuten Vergiftungen auf der Intensivstation eingesetzt wird.
Mhm.
Das geb ich dann als Tablette.
Nach einer Stunde wird noch mal eine Urinprobe genommen.
Dann wird geguckt, wie viel ist denn provoziert worden,
wie viel ist ausgeleitet worden.
Wenn jemand nix im Körper hat, dann geht's auch nicht stark hoch.
Aber wenn jemand von ein oder zwei Metallen viel hat,
dann find ich das auch im Urin wieder.
Dann weiß ich genau, wo ich ansetzen muss.
Okay.
Ja, das macht Sinn. Dann weiß ich genau, was ich tun kann.
Es gibt viele verschiedene Entgiftungsprogramme.
Und jeder hat so sein eigenes.
Es gibt kaum Forschung, die das jetzt vergleicht
oder überhaupt die Effektivität
auch nur irgendeines Entgiftungsprogramms belegt hat.
Da haben wir wirklich keine festen Daten.
Da sind wir alle auf schwemmingem Boden, das muss ich sagen.
Ich bin noch einigermaßen sicher,
weil mein Programm, ich bin ein großer Fan der Ottomunikalen Medizin,
also ich gebe gern ...
Bei Quecksilber gebe ich gern Selen als direkten Entgiftungsstoff.
Was also auch das Quecksilber in eine ungiftigere Verbindung überführt.
Ah, das ist spannend, okay.
Manche sagen dann, ja, das ist ungiftiger,
aber es bleibt dann auch länger im Körper drin.
Selbst da gibt's unterschiedliche Meinungen.
Ich gebe gern das Zink.
Das Zink ist Bestandteil des Metallothioinins.
Wir haben ein eigenes Entgiftungsenzym.
Aber das arbeitet nur, wenn wir gut mit Zink ausgestattet sind.
Ich gebe gern Vitamin C,
weil Vitamin C Schwermetalle löslicher macht.
Sie können leichter über die Niere ausgeschieden werden.
Und ich gebe auch gerne,
wenn die Werte jetzt wirklich sehr hoch sein sollten,
oder jemand hat starke Beschwerden,
oder Polyneuropathie durch Blei zum Beispiel,
dann gebe ich auch gern noch Alpha-Liponsäure.
Das ist eine körpereigene Substanz, die ich oral geben kann,
mit der ich in ganz schweren Fällen auch mal Infusionen machen kann.
Und dann werden oftmals die Nervenbeschwerden
durchaus rasch besser.
Nicht selten, nicht immer, kann man nicht versprechen.
Aber ich mache dann nach sechs Monaten noch mal eine Kontrollmessung.
Und dann sehe ich ja, ob ich dann im DMPS-Test,
in diesem Provokationstest, weniger finde.
Und das ist in der Regel der Fall.
Ich kann mich erinnern, ich hatte mal eine Patientin,
das ist schon über 20 Jahre her,
die hatte starke Migräne und die hatte starke Eczeme gehabt.
Und sie hatte viele Plomben drin.
Und ein ganzheitlicher Zahnarzt war gerade dabei,
die Plomben zu ersetzen.
Und hat gesagt, so mach doch mal begleitmäßig
eine Entgiftungstherapie und eine Diagnostik.
Und wir haben gemessen, Quecksilber war tatsächlich hoch gewesen.
Ich habe ihr nur damals Vitamin C und Zink und Selen gegeben.
Und nach sechs Monaten noch mal gemessen.
Und die Werte waren massiv niedriger gewesen.
Die Kopfschmerzen, die Migräne waren nach einer Woche weg gewesen.
Das Eczeme erst nach drei Monaten.
Aber es war komplett weg gewesen.
Ja, aber es ist auch echt interessant zu hören,
dass jetzt gerade nur die drei Teile teilweise doch dann so hoch ...
Teure Detox, da gibt es ja unglaublich viele Infusionen
und Möglichkeiten, teure Präparate.
Und das hört sich jetzt preislich sehr unspektakulär an.
Ja.
Wenn jetzt jemand wirklich einen großen Leidensdruck hat
und er will es schneller machen,
kann man natürlich auch mal eine Vitamin-C-Infusion machen.
Oder wenn jemand eine Nervenbeteiligung hat,
weil Alpha-Liponsäure ist auch sehr stark nervenregenerierend,
da würde ich zumindest zu Beginn
auch eine Alpha-Liponsäure-Infusionsserie sehr nahe legen.
Da kann man gerade bei Polyneuropathie
wirklich sehr, sehr schöne Erfolge sehen.
Also, es fängt so ein bisschen von dem Bedürfnis,
dem Leidensdruck des Patienten ab,
ein bisschen auch vom Geldbeutel des Patienten.
Das muss man mit ihm dann einfach diskutieren.
Also sagen, du musst jetzt das machen und die Entgiftung.
Ich kenne halt Hotels, die fordern 7.000 Franken
für eine Entgiftungswoche.
7.000 Franken, und da ist die Hotelübernachtung noch nicht dabei.
Das ist dann, ich sag mal vorsichtig ausgewählt, etwas überzogen.
Also, ich würde es preiswerter machen.
Okay. Hört sich so an, als ob deine Version deutlich preiswerter ist.
Also, gerade ...
Ich mein, das kostet auch Geld.
Allein dieser Schwermetalltest, der kostet allein um die 350 Franken.
Also, billig ist das auch nicht.
Aber die Präparate, die sind dann im Bereich von ein bis zwei Franken
maximal am Tag, wenn man diese orale Gabe macht.
Und manche arbeiten mit Chlorella und Spirulina.
Ich will das jetzt gar nicht schlechtreden.
Dann haben die ihre Erfahrungen damit gemacht.
Ich hab da nicht die Erfahrung damit, ja.
Ich bin mit meinen Präparaten bisher gut zurechtgekommen.
Ich kann auch nachweisen, es sind weniger Schwermetalle da.
Ich weiß es ja.
Ich hab's zumindest im Einzelfall, nicht in der Studie,
aber im Einzelfall hab ich's bewiesen.
Da fällt mir jetzt grad ein, es gibt ja doch auch die Möglichkeiten,
die immer wieder in Erwägung gezogen werden,
dieses Bentoidid, Zeolit.
Wie stehst du dazu? Da gibt's ja auch viele ... Meinungen.
Prinzipiell gut.
Mhm.
Warum wirken die überhaupt alle?
Die wirken, weil sie eine wahnsinnig große Oberfläche haben.
Die binden dann einfach Giftstoffe.
Könnte sein, dass sie zum Beispiel auch Estrogen binden.
Das ist ähnlich wie die Ballaststoffe.
Ich finde die meisten dieser Präparate gnadenlos überteuert.
Ich mein, was sind die Präparate?
Die sind im Prinzip zermahlener Fels oder zermahlene Steine.
Und dafür dann teilweise über 100 Franken für das Kilogramm.
Also, die kleine Dose müsste man mal hochrechnen,
was kostet denn ein Kilogramm?
Also, da kommt man auf dreistellige Kilogramm-Beträge für Steine,
für gemahlene Steine.
Okay.
Finde ich dann schon happig.
Und wenn jetzt jemand Ballaststoffpräparate nicht mag
oder nicht verträgt und will so was haben,
dann empfehle ich die gute alte Heilerde.
Das ist quasi Lehm, Lehm aus der Eiszeit, ja?
Der auch eine wahnsinnig hohe Oberfläche hat.
Das ist ganz preiswert,
kostet viel weniger als die meisten anderen Präparate
und tut den Zweck aber genauso gut.
Wenn man das machen möchte, dann bitte mit der ...
Nicht billig, billig ist falsch, mit der preiswerten Heilerde.
Das wär jetzt mein Konzept.
Ich weiß, hab ich jetzt wieder viele vor den Kopf gestoßen,
aber ich versuch's immer so einfach wie möglich,
aber auch so preiswert wie möglich für den Patienten.
Gut, dann haben wir jetzt zum Entgiften die Heilerde.
Dann können wir Kurkuma nehmen, unsere Kräuter, Bitterstoffe.
Mal eine Vitamin-C-Infusion.
Oder eben Vitamin C, ganz normal, als Ascorbinsäure.
Oder bist du da eher, dass du sagst, ist mir lieber aus der Acerola.
Ja, ich bin nicht unbedingt der Freund vom Acerola,
weil das auch sehr teuer ist,
aber generell mit einer organischen Bindung.
Ich nehm da gerne ein Vitamin-C-Präparat,
wo dann auch noch Bioflavonoide oder Quercetin oder OPC mit dabei ist.
Ich bin gar nicht der OPC-Fan, überhaupt nicht,
weil die Datenlage ist da sehr spärlich dazu.
Aber jetzt in Verbindung mit dem Vitamin C
können diese Flavonoide die Vitamin-C-Wirkung noch mal verstärken.
Also, da macht ein bisschen OPC, Quercetin, Rutin, das macht dann Sinn.
Also, da geb ich gern so eine organische Verbindung, das macht Sinn.
Wenn das jemand auch gar nicht haben möchte oder sich nicht leisten kann,
ist es nicht furchtbar teuer,
dann tut sie das Ascorbinsäurepulver auch.
Aber wie gesagt, mittlerweile bin ich da doch Anhänger
dieser organischen Vitamin-C-Präparate geworden.
Und es muss eben nicht die Acerola-Kirsche sein,
weil die ist einfach wahnsinnig teuer.
Gerade bei diesen günstigen Alternativen aus der Natur,
die gegebenenfalls auch gar nicht mehr patentiert werden können,
macht sich da wirklich jemand die Mühe,
überhaupt noch Studien anzufertigen?
Oder ist die Datenlage deswegen so spärlich,
weil man eben damit keine großen Umsätze mehr machen kann?
Während wenn wir jetzt was Neues haben,
wo wieder auf den Markt mit viel Marketing
natürlich zu einem teuren Preis verkauft werden kann.
Ich höre auch oft die Argumentation, da gibt es dazu Studien.
Und ich sag manchmal auch, es muss sich auch jemand zahlen
und jemand Geld dafür investieren wollen,
um zu beweisen, dass Kurkuma diesen Effekt hat.
Und dann stellt sich natürlich auch die Frage, Cui bono?
Also, wenn da ...
Die Hersteller dieser Mittel können sich diese Studien nicht leisten.
Die haben einfach gar nicht das Geld dafür.
Wenn es solche Studien gibt,
dann sind das wirklich zum Beispiel universitäre Studien,
wo wirklich Forscher sagen,
wir wollen jetzt nicht mit der Industrie zusammenarbeiten,
wir wissen, wir können da keinen großen Reibach machen.
Wir machen das, weil uns das interessiert.
Das ist ein wahnsinnig spannender Stoff.
Sonst gäbe es auch keine 3.000 Omega-3-Studien
und keine 4.000 Vitamin-D-Studien.
Das sind wirklich Forscher, die, ich sag mal, nicht profitorientiert sagen,
ich will jetzt einen Erkenntnisgewinn haben.
Ich staune immer, dass es dann doch so viele Studien gibt.
Ja, das wundert mich auch.
Und mit vielen Dingen hat sich die Forschung eben noch nicht beschäftigt,
weil, wenn sie schon keinen Profit haben wollen,
dann wollen sie wenigstens ein bisschen Reputation haben.
Dann wollen sie wenigstens Studien machen,
wo sie glauben, dass sie neue und tolle Erkenntnisse kriegen.
Darum explodieren im Moment die Kurkuma-Studien gerade.
Oder auch die Darm-, die Mikrobiom-Studien
explodieren im Moment auch gerade.
Vielleicht gibt es irgendwann dann auch noch mal Stoffe,
für die sich die Wissenschaft dann auch zu interessieren beginnt.
Aber von den Herstellern können wir da aus finanziellen Gründen
mit der Forschung nichts erwarten.
Ja, deswegen gibt es auch eben manchmal Wirkstoffe,
die funktionieren, auch wenn jetzt nicht viel Studien dazu vorliegen.
Das ist einfach dann aus der Natur dann eben auch.
Genau, und wenn ich einen akuten Durchfall habe,
dann weiß ich, dann tut mir Heilerde oder Fluorosam,
das tut mir einfach gut.
Da merke ich einfach, der Durchfall geht ein bisschen schneller weg,
ich fühle mich ein bisschen wohler damit.
Du hattest vorhin noch so einen Fachbegriff
vor unserer Sendung zu mir gesagt,
wo ich gesagt habe, den wiederhole ich nicht noch mal.
Diese Enzym, ja.
Wir haben natürlich auch vielfältige Entgiftungssysteme.
Die Natur muss ja seit Jahrmillionen
auch mit allen möglichen Giften fertig werden.
Die hat sich natürlich mittlerweile gut daran angepasst.
In der Leber existiert ein System, das nennt sich Cytochrom-P450.
Das ist dieses schwierige Wort, Cytochrom-P450.
Das sind bestimmte Enzyme,
die alle eine bestimmte chemische Reaktion machen
oder eine bestimmte chemische Gruppe entgiften.
Da gibt es also viele verschiedene Systeme,
die heißen 1A2, 2D3 und was weiß ich.
Die haben alle solche komischen Namen und Buchstabenkombinationen.
Ein Beispiel, ich bin Homozygoutamutant
für das Cytochrom-P150-1A2.
Oh Gott.
Was ist das denn?
Das heißt nichts anderes, ich hab da mal so einen Gentest gemacht.
Du bist bei so einer Single-Börse, was ist das für ein Grund?
Ich bin mutant.
Das heißt nichts anderes, als dass ich kann Koffein nicht gut entgiften.
Ah ja, okay.
Hat den Nachteil,
dass ich nach 15 Uhr keinen Kaffee mehr trinken darf.
Sonst stehe ich nachts im Bett.
Hat den Vorteil, wenn ich morgen so eine Tasse Kaffee trinke,
dann bin ich aber den ganzen Tag richtig fit.
So gibt es für verschiedene Medikamente
eben diese verschiedenen Entgiftungssysteme.
Und das Schönste wäre eigentlich,
jeder hätte das einmal alles durchgetestet,
kostet 500 bis 1.000 Franken, nicht ganz billig.
Und dann wüsste er genau,
okay, dieses Antidepressivum, das darf ich nicht nehmen,
das kann ich nicht gut entgiften.
Dann werde ich wahnsinnige Nebenwirkungen kriegen
oder sogar dran sterben.
Dieses Antiarhythmikum, das brauche ich gar nicht zu probieren,
weil mein Entgiftungssystem ist so gut,
es gibt auch ein zu gutes Entgiftungssystem,
das baue ich sofort ab, das wirkt gar nicht bei mir.
Aber das kann sich nicht jeder leisten,
das haben wir einfach alles nicht.
Wenn wir das hätten, es sterben ja in Deutschland 25.000 Menschen pro Jahr
an Arzneimittellebenwirkungen von korrekt gegebenen Arzneimitteln.
Und viele wären vermeidbar, wenn wir das vorher müssten,
dass der dieses Mittel und der verträgt dieses Mittel
und der verträgt dieses Mittel nicht.
Als Screening wird sich das im Moment nicht durchsetzen lassen.
Vielleicht mal, wenn die Kosten dafür unter 100 Franken oder Euro sind,
dann würde es sich lohnen, das gleich bei der Geburt zu machen.
Dann hätte man so einen Pass und sagen,
das nicht und das nicht und das brauchst du nicht.
Das wäre wünschenswert, das wäre schön,
ist im Moment einfach zu teuer, aber vielleicht kommen wir mal dahin.
Das wäre toll, wenn wir so was hätten.
Im Moment kann man es machen, wenn jetzt jemand wissen würde,
ich vertrage so wenig Medikamente.
Dieses einatmende Depressionen kann ich überhaupt nicht vertragen,
aber das andere, das habe ich ganz gut vertragen.
Dann kann man mal das messen, dann wüsste man,
welche anderen Medikamente man auch nicht verträgt.
Das wäre eine superspezifische Entgiftungsdiagnostik,
aus der dann natürlich auch die Therapie folgt,
dass man bestimmte Medikamente gar nicht so nehmen braucht
oder nicht nehmen darf.
Die höchste Kunst der Heilung wäre natürlich,
gesund und ohne Medikamente durchs Leben zu kommen.
Ja, super.
Vielen Dank, lieber Volker, dass du heute wieder da warst.
Und wenn man sich dazu informieren möchte,
gibt es da gute Quellen oder Möglichkeiten zum Thema Entgiftung?
Da kenne ich jetzt keine ganz spezifischen Entgiftungsbücher,
wo ich sagen würde, ja, das ist toll, das muss jetzt jeder gelesen haben.
Nee, da stehe ich jetzt so ein bisschen auf den Schlauch.
Ja, nee, aber hast du einen ... ja. Genau, perfekt.
Dann vielen Dank, dass du heute da warst.
Und ich freue mich auf weitere Interviews mit dir.
Gerne. Ich auch. Danke.
Sie sehen wieder das Thema Entgiftung begleitet uns noch weiter.
Es kommen immer neue, weitere spannende Informationen
und auch Studien mit hinzu.
Und ja, wir bleiben am Ball und ich hoffe, Sie auch.
Und vielen Dank fürs Zuschauen. Bis bald. Tschüss.