In diesem faszinierenden Video taucht Dr. Dr. Walter von Lucadou, ein renommierter Physiker, Psychologe und Parapsychologe, tief in die Themen Kommunikation mit Verstorbenen, Channeling und die Unterscheidung echter Medien ein.
Erfahren Sie von Dr. Dr. von Lucadou mehr über die faszinierende Komplexität der Verbindung zur Geisterwelt und wie Phänomene wie das Channeling Einblicke in das Jenseits bieten können. Entdecken Sie die entscheidenden Anzeichen, die Ihnen dabei helfen können, authentische Medien von gängigen Missverständnissen abzugrenzen und ihre Fähigkeiten zu erkennen. Mit seiner umfangreichen Expertise beleuchtet Dr. Dr. von Lucadou die vielfältigen Aspekte des Mediumtums und erläutert, wie echte Medien Trost und Verständnis für diejenigen bieten können, die nach Kommunikation mit Verstorbenen suchen.
Erfahren Sie die zentrale Bedeutung der Unterscheidungskraft beim Navigieren durch die Welt der spirituellen Kommunikation und entdecken Sie die Wahrheit hinter authentischem Mediumtum. In dieser aufschlussreichen Diskussion gewinnen Sie wertvolles Wissen über die charakteristischen Merkmale und Praktiken, die wahre Medien und ihre Verbindung zur Jenseitswelt von anderen unterscheiden.
▬ Zu Gast ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Dr. Dr. Walter von Lucadou, Physiker, Psychologe und Parapsychologe Moderation: Corina Klein Sendungsnummer: SdL_230823-S7_lucadou
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Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute zu unserem Format auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Heute wird es sehr spannend. Ich spreche mit dem Psychologen und Physiker Dr. Dr. Walter Lucadou über paranormale Aktivitäten.
Auch in gewissen spirituellen Szenen gibt es immer wieder auch Begegnungen, vielleicht mit den Vorfahren.
Und ob das alles so stimmt und wie das überhaupt funktioniert und ob es das überhaupt gibt, das erfahren Sie heute. Bleiben Sie dran.
Hallo, lieber Walter. Schön, dass du da bist. Ja, gerne.
Ich freue mich sehr. Du hast schon einige Interviews mit Alexander gemacht.
Und im Laufe der Lebenszeit begegnet man ja auch immer, wenn man sich mit Persönlichkeitsentwicklungen und diesen ganzen Themen beschäftigt,
auch immer wieder Situationen, wo man Menschen begegnet, die sagen, oh, jetzt ist gerade deine Oma da.
Und die sagen dann auf einmal Dinge, wo du denkst, das hat jetzt aber wirklich gestimmt.
Also die saß ja wirklich da immer auf der Terrasse und das Schönste war. Und was passiert da genau?
Also das gibt sehr viel und wird ja auch angeboten als Lebenshilfe zum Teil, aber auch zum Teil als Kontaktaufnahme mit Menschen, die verstorben sind.
Manchmal hilft es den Menschen, weil das ja auch Trost spendet und vor allem auch in einer gewissen Weise Sinn,
weil es ja sozusagen für den Menschen schwer erträglich ist, anzunehmen, dass mit dem Verschwinden des Bewusstseins alles aus ist.
Wir wissen das natürlich nicht, ob das so ist. Also darüber gibt es keine wissenschaftliche Aussage.
Aber es ist eine berechtigte Frage. Also das muss man zuerst mal sagen.
Denn wenn man eine Umfrage macht, dann kann man wohl sagen, dass 90 Prozent der Menschheit glaubt,
dass mit dem Tode sozusagen das Bewusstsein oder die Seele noch nicht am Ende ist.
Das wird in vielen Religionen gesagt mit unterschiedlichen Einfärbungen und unterschiedlichen Resultaten.
Es gibt natürlich philosophische Kritiker wie Feuerbach, die sagen, das ist also Opium fürs Volk.
Das ist ja nur dazu da, um die Gemüter zu beruhigen und mit der Endlichkeit des Menschen zurechtzukommen.
Okay, also darüber kann man endlos diskutieren und was man auch sagen muss, wir wissen es nicht.
Also das will ich vorausschicken. Dann gibt es natürlich diese ganzen Angebote von Medien.
So nennen die sich Medien, heißt Vermittler. Also ich meine, es ist nicht Fernsehen,
sondern die Vermittler zwischen dem Diesseits und dem Jenseits.
Dahinter steckt eine Vorstellung, die sich aber unterscheidet von den traditionellen religiösen Angeboten,
die eigentlich erst seit 1847, glaube ich, sozusagen mit der Entstehung des Spiritismus oder Spiritualismus in die Welt gekommen sind.
Nämlich die Vorstellung, dass das Jenseits so eine Art Gegenwelt ist, in der es aber so zugeht wie bei uns.
Also es gibt ein sehr schönes Buch von Rudolf Lang und einer Mitarbeiterin über den Himmel,
wo er vor allem diese amerikanische Vorstellung vom Jenseits darlegt.
Und da sieht man, das ist das größte, eigentlich detaillierte Abbild des Diesseits im Jenseits.
Ich persönlich muss dazu sagen, naja, also mich würde es nicht reizen,
also jetzt nochmal das ganze Theater einschließlich Schule, Universität und Fernsehen nochmal zu machen.
Aber in den Religionen ist es ja nicht so gedacht.
Da ist das Jenseits ganz unterschiedlich, eher so ein Ort der Prüfung.
Also zum Beispiel im Christentum, da gibt es das jüngste Gericht und dazwischen wird nicht richtig gesagt, was passiert.
Da gibt es ein Limbo, das ist sozusagen der Ort, wo die ungetauften Kinder hinkommen.
Das ist sozusagen eine Wartesituation.
Dann gibt es relativ spät die Hölle, wo also die Bösewichte hinkommen.
Und dann gibt es noch später eingeführt das Fegefeuer, wo man sich läutern kann.
Und das wird natürlich alles als schrecklich dargestellt.
Im Buddhismus ist es eher so, oder auch im Hinduismus, dass man sich vorstellt,
dass die Seele reinkarniert wird, wieder auftaucht.
Und so lange, bis sie eben ihr Karma abgearbeitet hat,
oder alle Dummheiten, die ein Mensch so im Laufe seines Lebens veranstaltet,
sozusagen daraus gelernt hat, ist also auch die Vorstellung, dass die Seele lernt,
bis sie eben ins Nirvana, ins Nichts eingehen kann.
Und dann ist sozusagen Schluss.
Aber im Gegensatz zu der Darstellung, die wir hier haben,
da poketieren ja die Leute damit, dass sie so und so oft reinkarniert sind.
Und meistens waren das dann ägyptische Tempeltänzerinnen oder Königinnen.
Normale Menschen werden scheinbar gar nicht reinkarniert.
Aber egal, auch da wird es nicht als erstrebenswert angesehen,
sondern es wird sozusagen als eine Art Übung oder Buße,
dass man eben auf den rechten Weg kommt und sich spirituell weiterentwickelt.
Das sind mehr oder weniger, auf Schamanistische gehe ich jetzt nicht mehr ein,
das ist nochmal anders.
Aber im Spiritismus ist eben die Vorstellung, da gibt es eine Gegenwelt,
mit der kann man kommunizieren.
Das ist der springende Punkt.
Und dazu gibt es verschiedene Techniken.
Entweder gibt es ein Medium, was den Kontakt aufnimmt,
oder es gibt die sogenannte instrumentelle Transkommunikation.
So nennt sich das.
Da kann man über Radio und Tonband mit dem jenseitigen Kontakt aufnehmen.
Und in der Tat ist so, wie du erzählt hast, dass das häufig sehr beeindruckend ist.
Also ich muss das immer dazu sagen, weil viele Leute sagen,
ach, das ist doch alles Blödsinn und lachen darüber.
Und wenn sie dann selber in die Situation kommen,
sind sie total vor den Kopf gestoßen, weil sie sagen,
ja, das konnte doch das Medium gar nicht wissen,
wie meine Großmutter drauf war und was sie für Angewohnheiten hatte usw.
Und das ist natürlich erstmal so ein bisschen ein Schock,
wenn man feststellt, hoppla, da ist ja was dran.
Und da rate ich auch allen Leuten immer,
sie sollen das nicht auf die leichte Schulter nehmen,
weil das natürlich zu einer ziemlichen Verunsicherung führen kann.
Vor allem für die Leute, die eben glauben, mit dem Tod ist alles um, aus, vorbei.
Da komme ich später nochmal drauf zu sprechen.
Aber jetzt zu diesen Kontakten.
Also da muss man natürlich wissen,
wenn man sich mit dem Thema wissenschaftlich befasst,
also mit der Parapsychologie,
dass es natürlich durchaus Erklärungen für dieses Phänomen gibt.
Also dass das Phänomen gibt, dass also jetzt hier plötzlich jemand,
der angeblich Medium ist, Dinge sagt, die er gar nicht wissen kann,
das ist ein Faktum, da braucht man gar nicht drüber zu reden.
Und jetzt gibt es da eine große Klasse von unterschiedlichen Erklärungen.
Die eine ist, das nennt man Cold Reading.
Das ist ein Verfahren, was man auch lernen kann,
man braucht auch ein bisschen Begabung dazu,
was häufig von Zauberkünstlern, Mentalisten nennen die sich, angewendet werden.
Und das sieht so aus, dass zum Beispiel,
früher war das ein großer Event, das gibt es heute nicht mehr so,
eine Person versteckt irgendwas im Raum
und dann kommt der große Seher rein
und läuft mit der Person durch die Gegend und findet den Gegenstand.
Also da steckt kein Trick dahinter, sondern das ist Cold Reading.
Er kann an der Körpersprache der betreffenden Person ablesen,
wo der versteckte Gegenstand ist.
Und das kann man wirklich sehr optimieren.
Und eine These ist, dass eben diese Medien,
das sind einfach sozusagen intuitive, gute Cold Reader,
die eben sozusagen anhand der Reaktion von dem, was sie sagen,
sofort feststellen, ob sie auf dem richtigen Weg sind.
Und es ist tatsächlich erstaunlich, dass man mit relativ wenigen Fragen,
das ist so wie beim heiteren Berufsberaten,
mit relativ wenigen Fragen wirklich zum Ziel kommt.
Und das wird häufig unterschätzt.
Also es könnte Cold Reading sein,
also sozusagen einfach die Fragen an der Nase ablesen
oder, wie sagt man, aus der Nase ziehen.
Das ist die eine Position.
Die andere Position sagt,
ja, nee, das ist jetzt wirklicher Kontakt mit dem Verstorbenen.
Aber das sage ich gleich was dazu.
Also die stehen sich sozusagen diametral gegenüber.
Wenn man nicht noch berücksichtigt, dass es natürlich auch Schwindler gibt.
Also nachgewiesenermaßen.
Also es gibt Leute, solche Anbieter, die,
also jetzt verrate ich Ihnen mal was,
die haben in ihrem Warteraum ein Mikrofon hängen
und hören sich ganz genau an, was die Leute so untereinander reden.
Und da erfahren die so viel über eine Person,
dass die natürlich genau wissen, was das Thema ist,
weil die Leute vorher darüber schwatzen.
Andere Leute, wenn es um viel Geld geht,
forschen sogar ihre Klientel aus.
Also durch Detektive.
Das hat es alles gegeben.
Also das ist jetzt nicht erfunden.
Also das heißt, das wäre dann also regelrechter Schwindel.
Ja, und das dann als Transkommunikation zu bezeichnen.
Also das, da will ich jetzt mal von absehen,
weil das natürlich dann nur darum geht, viel Geld zu machen.
Und da wird natürlich auch entsprechend abkassiert.
Man spricht da auch von einer Psychic Mafia,
also von wirklich einer organisierten kriminellen Organisation,
die die Leute ausnimmt.
Das will ich jetzt mal gar nicht annehmen.
Also ich würde sagen, fangen wir mit intuitivem Cold Reading an
und auf der anderen Seite wirklich einen Jenseitskontakt.
So, und dazwischen gibt es natürlich alle Möglichkeiten.
Und nun hat man eben in der wissenschaftlichen Parapsychologie
herausgefunden, dass es natürlich so etwas,
ich sage ganz vorsichtig, wie Hellsehen gibt oder Telepathie gibt.
Das ist aber jetzt nur auch zunächst mal nur ein Wort.
Ich würde sagen, es handelt sich um Verschränkungswahrnehmung.
Und da kann es passieren, dass eben so ein intuitiv begabter Medium,
und das sind natürlich häufig intuitiv begabte Menschen,
auch ohne Cold Reading einem sozusagen, wir nennen das Abzapfen,
sozusagen eigene Befürchtungen, Gedanken, Wünsche wiedergeben,
widerspiegeln, ohne dass sie wissen, was es bedeutet.
Und da gibt es eine Gefahr dabei.
Und die Gefahr besteht darin, dass man da eben sozusagen
nicht mit realen Dingen konfrontiert wird,
sondern mit eigenen Wunschvorstellungen oder Hoffnungen.
Und das kann gehörig ins Auge gehen.
Oder es kann einem, weil es ja häufig um Verstorbene geht,
auch den Trauerprozess verzögern.
Ich will da einfach mal ein Beispiel bringen,
weil das das ganz deutlich zeigt.
Das war eine Frau, die rief mich an, und es war wirklich ein sehr tragischer Fall.
Die Tochter war vier Jahre alt, glaube ich, oder so,
in dem Alter halt, wo es im Kindergarten geht,
auf dem Weg zum Kindergarten von einem Auto überfahren worden.
Und zwar hat das Kind sich richtig verhalten.
Das Auto hat eine Ampel übersehen, war also bei Rot über die Ampel gefahren
und hat das Kind überfahren, und es war tot.
Und die Mutter hat sich natürlich fürchterliche Vorwürfe gemacht,
weil sie nicht dabei war, obwohl das Kind ja schon alleine
zum Kindergarten gehen konnte.
Und war total verzweifelt, das kann man sich ja leicht vorstellen.
Und in ihrer großen Not und Verzweiflung
ging sie zu so einer Seherin, also einem Medium.
Und dieses Medium, das gehört auch zu den Techniken,
geht dann in so einen Trance-Zustand
und spricht dann in einer veränderten Stimme.
Und das Medium ging in einen Trance-Zustand
und sprach mit der Stimme der verstorbenen Tochter
und hat dann der Mutter mitgeteilt,
ja, es geht ihr gut, sie sei auch nicht schuld an dem Unfall
und sie soll sich keine Sorgen machen und so.
Und das hat die Frau mir alles am Telefon erzählt.
Und da habe ich mich natürlich gefragt,
ja, weshalb ruft sie mich eigentlich an?
Ich meine, es ist doch gut für sie, wenn sie das jetzt weiß.
Und dann habe ich sie nur ...
Also ich meine, ich höre ja immer nur mal zu
und ich stelle dann auch nicht so einfach irgendwas in den Raum,
sondern ich habe sie gefragt, ob das jetzt für sie okay wäre.
Und dann stutzt sie eine Weile und sagt zu mir,
sie hätte eigentlich das Gefühl, das gehört sich nicht.
Man schaut dem lieben Gott nicht in die Karten.
Und sie würde das eher als so ein Frevel ansehen.
Und sie würde jetzt aber auch viel mehr in die Kirche gehen.
Das würde ihr viel mehr Trost geben
als dieser Kontakt mit dem Jenseits.
Und dann habe ich gesagt, na gut, dann ist ja alles okay.
Dann können sie ja damit umgehen.
Und damit war eigentlich das Gespräch zu Ende.
Und so ein normales Gespräch.
Ungefähr 4 Wochen später ruft mich die gleiche Frau wieder an
und sagt zu mir,
ja, aber Sie haben meine Frage gar nicht beantwortet.
Und ich sage, ja, welche Frage denn?
Sie haben mir doch gar keine Frage gestellt.
Ja, ich wollte doch von Ihnen wissen,
ob ich jetzt wirklich mit meiner verstorbenen Tochter gesprochen habe.
Und da konnte ich natürlich jetzt nicht so ohne Weiteres
irgendwas erzählen, was man nicht wirklich vertreten kann.
Ich habe ihr gesagt, es sei also so,
es sei überhaupt nicht erstaunlich,
dass sie die Stimme ihrer Tochter hört
in dem, was da das Medium sozusagen vermeldet.
Denn sie hat ja die Stimme ihrer Tochter im Ohr.
Und es ist ganz normal
und kommt übrigens in 80% aller Fälle vor,
dass wenn man einen Menschen verliert,
dass man dessen Anwesenheit immer spürt,
die Stimme hört, seinen Duft wahrnimmt und so weiter.
Das ist normal.
Das gehört sozusagen zu der Verarbeitung dazu.
Und deswegen war es gar kein Wunder,
egal was das Medium gesagt hat,
sie hat halt ihre Stimme ihrer Tochter gehört.
Und dann habe ich ihr gesagt,
na ja, das kann man eigentlich erklären,
dass sie jetzt die Stimme ihrer Tochter gehört haben.
Ich kann Ihnen leider nicht sagen,
ob das jetzt im Jenseits war oder so.
Dann war erst mal wieder Ruhe im Telefon.
Dann sagt sie zu mir, Sie sind jetzt der erste Mensch,
der mir hier eine anständige Antwort gibt.
Denn ich glaube selber nicht,
dass ich mit meiner Tochter gesprochen habe.
Was kann man daran lernen?
Da kann man eine ganze Menge lernen.
Erstens kann man daran lernen, dass es situationsbedingt ist,
ob jemand so ein Angebot in Anspruch nimmt,
ungeheuer beeindruckt ist davon.
Das kann man absolut verstehen.
Und dass es auch eine Hilfe sein kann,
vorderhand mal eine Hilfe über diesen Verlust hinwegzukommen.
Dass es aber auf Dauer eher problematisch ist.
Denn sie muss ja irgendwie Abschied nehmen von ihrer Tochter.
Und es kann nicht sein, dass sie dann immer wieder,
und das machen manche, zu einem Medium rennt,
um wieder ihre Tochter zu hören.
Denn die Tochter wird nicht zurückkommen.
Deswegen wird es für sie auf Dauer
diesen Trauerprozess verlängern, hinauszögern.
Und es kann so weit gehen, dass sie dann,
das muss man wirklich so sagen, das kommt vor,
regelrecht von dieser Stimme, die sie ja nicht kontrollieren kann,
verfolgt und besetzt wird.
Das geht dann in den Bereich der Besessenheit.
Da leiden die Leute dann sehr darunter.
Deswegen fand ich das sehr gut, dass sie das selbst erkannt hat.
Da brauchte ich dann auch nichts dazu zu sagen.
Ich habe ihr dann nur gesagt,
fairerweise können wir überhaupt nicht sagen, was nach dem Tode ist.
Das kann kein Mensch und kein Wissenschaftler.
Alle wissen es natürlich gerne, aber wir wissen es halt nicht.
Und das muss man ehrlich zugeben.
Und diese medialen Botschaften können manchmal eine Hilfe sein,
aber es sind fragwürdige Hilfen.
Und deswegen ist es tatsächlich so,
dass viele Religionen davor warnen.
Im Christentum wird ja explizit davor gewarnt,
man soll keine Toten beschwören, bei Samuel steht das.
Aber in anderen Religionen ist das auch so.
Da wird gesagt, das ist eigentlich Beiwerk,
das lenkt uns von der wahren Sicht auf die Welt ab.
Und deswegen würde ich sagen, na ja, ist eine zweifelhafte Sache.
Aber ich muss dazu sagen,
ich habe natürlich auch solche Leute manchmal am Telefon,
die gerade jemanden verloren haben.
Und da muss man sich schon Mühe geben.
Ich war auch schon mal in einer Fernsehsendung.
Da hat dann so jemand, also so ein Medium,
dann eine verzweifelte Mutter,
der einen Sohnsuizid begangen hat.
Das wollte ich nur fragen, wenn so etwas passiert.
Dann alles Mögliche erzählt.
Die gute Frau ist in Tränen ausgebrochen
und war total verunsichert und verzweifelt.
Obwohl ihr Sohn da aus dem Jenseits das Übliche gesagt hat,
dass es ihm gut geht und so weiter und so fort.
Das hätte ich der Frau auch alles sagen können.
Das sind ja schon die ähnlichen Sätze, die immer kommen.
Ja, natürlich. Es ist immer das Gleiche.
Man nennt das so Barnum-Statements.
Das sind so allgemeine Aussagen, die natürlich immer richtig sind
und nie falsch, die man immer sagen kann.
Und die natürlich dann unter Umständen
die Leute mehr verunsichern, als ihnen helfen.
Und deswegen bin ich da sehr, sehr vorsichtig.
Und dann habe ich auch noch etwas dazu zu sagen.
Wenn man die Technik dieser Leute betrachtet,
dann würde ich persönlich annehmen,
das ist meine Erfahrung gewesen,
ich will das nicht generalisieren,
aber die meisten arbeiten so,
dass sie ganz viele Informationen raushauen,
ganz schnell sprechen.
Ihr Sohn war doch noch nicht 30.
Ja, stimmt.
Er war ja mal krank.
Und dann fängt sie, fischt nach Details.
Und das geht so schnell,
dass sie an Zustimmung und Ablehnung sofort weiß,
was richtig ist.
Und dann entsteht eben der Eindruck,
der liest jetzt seinem Jenseits.
Das ist also noch nicht mal ein paranormales Phänomen,
sondern eigentlich ein Manipulationsverfahren.
Und das ist natürlich in Bezug auf die existenzielle Bedeutung,
die so etwas für die Menschen, für die Klienten hat,
unangemessen.
Und würde man sagen, auch manchmal unanständig.
Woran würde ich denn erkennen,
dass etwas authentisch ist?
Ich hatte ja die Situation,
das hatte ich dir vorhin erzählt,
wo ich wirklich auf so ein Medium getroffen bin.
Und da ging es nur darum,
du kannst irgendwie mit Toten Kontakt aufnehmen.
Und ich hatte aber bewusst niemand Toten.
Ich habe gedacht, ich will mal hören, was die geistige Welt mir sagt,
wo mein Leben hingeht.
Ich wollte irgendwas ein bisschen wissen über die Zukunft.
Und dann war meine Oma da.
Na ja, wer hat keine Oma, die gestorben ist?
Es kam dann halt eben, wo sie sitzt,
auf was sie wartet, mit den Söhnen.
Das war sehr präzise.
Und ich habe wirklich nichts gesagt.
Ich habe gesagt, ich habe noch nicht mal jemanden, der gestorben ist.
Ja, das ist eben dann diese weitere Möglichkeit,
die ich ja schon angesprochen habe.
Was am gefährlichsten ist,
ist tatsächlich, wenn man so etwas ausprobiert
und gar nicht erwartet, was dabei rauskommt.
Ich würde mal so sagen,
dann besteht am ehesten die Chance,
dass jemand einem sozusagen,
wir nennen das ja Abzapfen,
emotional betonte Inhalte,
die nicht bewusst sind, widerspiegelt.
Und das ist deswegen tückisch,
weil man davon total beeindruckt ist.
Verwältigend.
Ja, ganz genau.
Und das ist natürlich ein Mechanismus,
auf dem die meisten überhaupt nicht vorbereitet sind.
Das Gleiche findet sich übrigens auch bei den sogenannten Botschaften.
Es gibt ja diese Gläserrückentechnik,
war bei Jugendlichen sehr beliebt.
Oder eben Pendeln und so.
Und da habe ich hunderte von Beispielen,
wo eben das Gläschen Sachen buchstabiert,
die die Einzelnen gar nicht wissen können.
Und wo die Betroffenen dann total beeindruckt sind.
Und ja, das wundert mich nicht, dass sie beeindruckt sind.
Dabei kommen natürlich häufig unbewusste Ängste,
Befürchtungen, aber auch Hoffnungen raus.
Typischerweise haben die Youngsters da in der Schule
dann immer nach Schulnoten gefragt.
Die haben meistens nicht gestimmt.
Oder später nach Partnern. Die haben meistens auch nicht gestimmt.
Aber so Sachen wie zum Beispiel, wann Caesar gelebt hat,
das war dann richtig,
weil sie das vielleicht aus dem Geschichtsunterricht wussten.
Also das ist natürlich faszinierend.
Meine Erfahrung ist die,
dass bei Jugendlichen das im Allgemeinen kein Problem darstellt,
weil die hören auf, wenn die Sache kritisch wird.
Da können wir auch mal davon reden.
Wenn die Sache aus dem Ruder läuft,
dann kriegen die so viel Angst, dass sie aufhören.
Aber Erwachsene tun das nicht.
Und da gibt es einen typischen Fall,
da gibt es sogar ein Buch darüber von der Carola Cutumo.
Das ist ein Pseudonym, aber ich kenne die Person.
Die hat ein Buch geschrieben, das heißt
Medialität, Besessenheit, Wahnsinn.
Und in dem Buch schildert sie,
wie sie eben Kontakt aufgenommen hat durch Gläserrücken
mit einer Wesenheit, einer kosmischen Wesenheit,
die sich als ungeheuer Gelehrig herausstellte,
philosophische Texte von sich gab,
Gedichte schreiben konnte und alles Mögliche.
Sie war ungeheuer beeindruckt.
Sie musste das immer mit ihren Freundinnen zusammen machen.
Da braucht man ja 2 oder 3 Leute dazu, um das Gläserrücken zu machen.
Ich weiß nicht, ob Sie wissen, wie das geht.
Man legt die Buchstaben aus im Kreis,
dann kommt ein Glas in die Mitte und alle legen leicht einen Finger drauf.
Dann wandert aufgrund von Fragen das Glas zu den einzelnen Buchstaben hin.
Diesen Vorgang kann man recht gut verstehen
und auch wissenschaftlich erklären,
bis auf einige Details.
Da bekam sie ihre Botschaften.
Sie war tief beeindruckt und hat sich danach gerichtet,
hat auch diese Texte gesammelt.
So weit, so gut.
Eines Tages meldet sich dieser Geist
und sagt zu ihr,
du brauchst jetzt nicht mehr deine Freundin zu laden,
du kannst das auch selber.
Leg einfach mal die Hand ganz leicht auf das Gläschen,
dann wird das Gläschen zu den einzelnen Buchstaben hinlaufen,
aber du darfst an nichts denken.
Dann ging das halt gerade so weiter
und weiter kamen philosophische Texte
und alles, was sie so wissen wollte.
Sie war total begeistert davon.
Eines Morgens kriegt sie die Nachricht,
sagt der Geist zu ihr,
dieses Einzelbuchstabieren ist mir doch zu lästig.
Nimm einfach mal einen Bleistift in die Hand,
setz dich ganz entspannt hin und dann kann ich durch deine Hand hindurchschreiben.
Dann stellt sie fest,
dass ihre Hand in einer fremden Handschrift,
also nicht ihre eigene, ihr Texte schreibt.
Man nennt das Phänomen automatisches Schreiben.
Das ist eine Weiterentwicklung dieser medialen Technik,
wurde auch im Spiritismus entwickelt.
Der französische Schriftsteller und Künstler André Breton
hat es sogar zu Kunstform erhoben.
Da wurden ganze Romane geschrieben.
Sie bekamen unendlich viele Texte, die sie ganz großartig fanden,
aber bei allen Entscheidungen, die jetzt ihre Familie betraf,
hat sie eben diesen Geist gefragt.
Und der wusste natürlich immer eine Antwort.
Da kann man sagen, gut, so weit auch nicht so schlimm.
Da kann man sagen, das ist ihr Bauchgefühl,
wo die Kinder in Urlaub fahren oder was für ein Auto man kauft usw.
Aber irgendwann sagte der Geist zu ihr,
das Schreiben ist mir auch zu lästig,
morgen früh um neun, da kannst du mich hören.
Und dann hört sie tatsächlich zu der angegebenen Zeit
plötzlich neben sich eine Stimme sprechen,
die so laut und deutlich spricht wie ich jetzt zu dir
und sagt ihr, was sie machen soll.
Und das ist der Point of No Return.
Das ist der Punkt, wo die Sache aus dem Ruder läuft.
Spätestens da.
Wäre man dann schizophren in der Schulmedizin?
Man ist da noch lange nicht schizophren.
Nein, aber das würde man dem jetzt unterstellen.
Das würde ihr unterstellt.
Aber jetzt fängt die Sache an tragisch zu werden.
Denn dieser Geist ist keineswegs freundlich,
sondern kommandiert sie rum.
Ständig will er was von ihr, ständig muss sie was machen.
Und wenn sie sagt, ich will es aber nicht,
dann sagt der Geist zu ihr, dann bringe ich dich um.
Das ist kein Spaß.
Dann schildert sie, wie sie Sachen kaufen muss,
die sie nicht haben will.
Und wenn sie sich weigert, spürt sie,
wie eine Hand sich um ihren Hals legt und Zug gedrückt wird.
Der Notarzt kommt, sie bricht zusammen.
Der Notarzt bringt sie in ein Krankenhaus.
Die Ärzte können nichts feststellen.
Sie kommt in die Psychiatrie.
In der Psychiatrie können die Ärzte auch nichts feststellen,
weil sie nicht schizophren ist.
Man nennt es mediumistische Psychose.
Das ist auch ein schlechter Begriff.
Der stammt von Henneberg, einem deutschen Psychiater,
der das in den 20er-Jahren beschrieben hat.
Sie kommt in die Psychiatrie, man kann ihr nicht helfen.
Sie kommt wieder raus.
Der Geist quält sie, wo es nur geht.
Sie ist total verzweifelt.
Die Geschichte hat ein überraschendes und tragisches Ende.
Sie muss wieder rumkommandieren.
Geh in das Café, bestell dir einen Kuchen.
Nein, den darfst du nicht essen.
Geh in das Kaufhaus, kauf dir ein Kleid.
Sie schreibt, wie sie sich auf den Brunnenrand setzt.
So kann ich nicht mehr weiterleben.
Dann bring mich halt um.
Sie hatte schon einen Suizidversuch gemacht.
Dann sagt sie, dann bring mich doch halt um.
Da passiert gar nichts.
Warum?
Weil dieser Geist ist gar kein Geist.
Ich nenne das einen psychischen Parasiten.
Das ist eine mentale Struktur.
Ein zweites Bewusstsein, was sie da antrainiert hat.
Wie ein Künstler, der automatisch Klavier spielen kann.
Das ist eigentlich der gleiche Prozess.
Aber der sie dann quält.
Warum?
Weil der das toll findet, sie da rumzukommandieren.
Sie lernt dann zum Glück einen Psychotherapeuten,
mit dem sie das wieder aufarbeiten kann.
Dann ist die Sache vorbei.
Es ist keine Psychose, keine Schizophrenie.
Aber das wissen die meisten Ärzte nicht.
Da erreicht man mit den üblichen Neuroleptika auch nichts.
Das ist eine ganz spezifische Form von Störung,
die aufgrund von solchen medialen Techniken zustande kommt.
Am häufigsten durch automatisches Schreiben.
Oder, das habe ich vorhin kurz erwähnt,
dieses Tonbandstimmenhören.
Wo man dann über ein Tonband Stimmen hört.
Da ist man gleich im Stimmenhören drin.
Vorher muss man sich das antrainieren.
Ich kann dir stundenlang zuhören.
Es ist so spannend.
Deswegen muss man da vorsichtig sein.
Aber die Frage haben wir nicht gelöst.
Was ist mit dem Ende des Lebens zu tun?
Da können wir noch mal drüber reden.
Sehr gerne.
Vielen lieben Dank, Walter, dass du da warst.
Dann machen wir noch eine Sendung zusammen.
Ich freue mich drauf.
Liebe Zuschauer, ein unglaublich mystisches und spannendes Thema.
Ich denke, der eine oder andere hat schon Erfahrungen gemacht.
Es ist immer wieder schön, Gäste zu haben,
die uns in diesen Wegen begleiten.
Ich wünsche Ihnen alles Gute. Vielen Dank fürs Zuschauen.
Bis bald. Tschüss.