HEINRICH HEINE - DIE LORELEY

HEINRICH HEINE - DIE LORELEY

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61 Videoaufrufe·13.07.2024

Dichtung von Heinrich Heine entst. 1824 /
Rezitation: Ulrich Matthes (Foto) /
Anmerkung: In der Jugend ist die Liebe stürmischer, aber nicht so stark, so allmächtig wie später. (H.Heine)

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
daß ich so traurig bin;
ein Märchen aus alten Zeiten,
das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
und ruhig fließt der Rhein;
der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar;
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
und singt ein Lied dabei;
das hat eine wundersame,
gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh;
er schaut nicht die Felsenriffe,
er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
am Ende Schiffer und Kahn;
und das hat mit ihrem Singen
die Lore-Ley getan.

Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Heine
https://www.duesseldorf.de/heineinstitut/ueber-heine/heine-in-duesseldorf.html
https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/heinrich-heine/DE-2086/lido/57c82947cc8189.90141056
https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Matthes

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