Depression: Christian Lells Scheitern wurde zum Wendepunkt
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Christian Lell berichtet öffentlich
vom lebensgefährlichen Tiefpunkt seiner schweren
Depression. Im Podcast Tommy Unlocks spricht
der frühere Bayern-Profi über den Absturz nach seiner
Sportkarriere. Mit großen Bauprojekten hatte er sich in München
und Umgebung eine neue Existenz
aufgebaut. Doch die Immobilienkrise zwang ihn,
seine Holding für einen symbolischen Euro abzugeben.
Das Scheitern verschärfte eine dunkle Phase,
die laut Lell mehr als zwei Jahre dauerte. Ohne den
roten Faden des Profifußballs verlor er zunehmend den Halt.
Auf einer Yacht ließ er sich in die
Heckwelle fallen und geriet dabei in Lebensgefahr.
Die Schiffsschrauben zogen ihn nicht an, sondern
drückten ihn weg. Danach begann er,
sein Leben und seine bisherigen Werte grundlegend zu
hinterfragen. Zuvor bestimmten Drogen, Partys,
Frauen, große Yachten und andere Statussymbole
seinen Alltag. Hinter der Fassade wuchsen nach seinen Angaben Leere,
Unzufriedenheit und Schmerz.
Als Gründe für seine Flucht nennt er eine von Alkohol
und Gewalt geprägte Kindheit sowie den Tod seiner Schwester.
Heute glaubt Lell, dass das geschäftliche
Scheitern ihm womöglich das Leben gerettet hat.

