Learn German with the story of Mariana and Till that shows the happenings of their day with funny twists. To have practical learning material, the story is full of natural German dialogs that help you express yourself in German naturally, like a native. Chapters: 00:00 German Story with Subtitles | Practice Listening 16:12 Build Your Vocabulary 20:54 German Listening Practice Without Subtitles The video is perfect for those who want to: • Study or work in Germany • Practice German listening in a fun and interesting way • Expand German vocabulary • Prepare for German exams like Goethe, TELC, DSD, and TestDaF
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Videozusammenfassung
KI-generiert
Till and Mariana experience a chaotic day of preparation for a visit from Mariana's professional chef cousin. Their attempts at perfection—from sourcing expensive organic ingredients to strict scheduling—collapse under a series of comedic mishaps and unexpected guest additions, ultimately teaching them the importance of flexibility over rigid planning.
Kapitel 1 Wenn die Familie kommt
Mariana, vielleicht kaufen wir die Sachen doch besser im Supermarkt.
Die Preise hier sind ja unverschämt hoch.
Till, meine Cousine kommt vielleicht einmal in zehn Jahren zu Besuch.
Ich will nur mit ganz frischen Zutaten kochen.
Du weißt doch, sie ist Profiküchin im Fünf-Sterne-Hotel.
Und ich will nicht, dass sie denkt, dass ich nicht kochen kann.
Schon klar, aber sieben Euro für 100 Gramm Tomaten.
Was können die denn, was andere Tomaten nicht können?
Leuchten die etwa im Dunkeln?
Till, die sind bio und schmecken um Welten besser.
Ach, könntest du bitte schnell von dort drüben 300 Gramm Champignons holen
und achte darauf, dass sie frisch, weiß und nicht verschimmelt sind, ja?
Nur 300 Gramm, das kommt mir ziemlich wenig vor.
Sollten wir nicht lieber etwas mehr nehmen, damit wir auf der sicheren Seite sind?
Ich habe alles exakt durchgeplant, Till.
Ich brauche 300 Gramm, nicht mehr und nicht weniger.
Verstanden, Chefin. 300 Gramm, auf den Punkt genau.
Hier sind die Pilze. Brauchst du sonst noch was?
Ich habe da drüben richtig saftige Äpfel gesehen.
Soll ich welche holen oder bringe ich damit deinen Masterplan durcheinander?
Weißt du was, das ist eigentlich keine schlechte Idee.
Ich könnte einen Apfelkuchen machen, den liebt meine Cousine.
Ich kann den Kuchen backen, Schatz, ehrlich.
Du hast heute wirklich schon genug um die Ohren.
Du willst backen?
Erst letzte Woche hast du eine Tiefkühlpizza mit Plastikfolie in den Ofen geschoben.
Hey, das war ein Versehen.
Nach dem Abkratzen der Plastik hat die Pizza trotzdem noch richtig gut geschmeckt.
Du hast sie gegessen?
Klar, warum nicht?
Warte, heute ist doch der 13.
Da haben wir doch immer unseren romantischen Abend zu zweit.
Schatz, du hast unser Date nicht vergessen, oder?
Ich versuche um drei Feierabend zu machen und lege dann gleich mit dem Kuchen los.
Wenn der halbwegs gelingt, können wir danach ja entspannt den Abend genießen, oder?
War das heute? Oh nein.
Können wir das nicht um ein paar Tage verschieben?
Ich weiß nicht, ob ich bis heute Abend alles geschafft habe.
Und meine Cousine kommt ja schon morgen.
Ich habe noch tausend Sachen zu erledigen und weiß nicht, wo mir der Kopf steht.
Ich habe den Tisch im Restaurant schon vor drei Monaten reserviert.
Unsere Lieblingsjazzband spielt auch.
Deine Cousine hast du erst letzte Woche eingeladen, aber unser Date stand schon lange fest.
Sie hat sich quasi selbst eingeladen, Schatz.
Okay, du hast recht. Wir kriegen das hin. Ich bin auch gegen drei daheim.
Perfekt. So mag ich das.
Kapitel 2
Leider ein Fehlkauf
Hast du gemerkt, dass dir gerade die Pilze heruntergefallen sind, Till?
Oh nein. Schau mal, die sehen nicht mehr gut aus. Die sind schimmelig, oder?
Das ist kein Schimmel. Bio-Pilze sehen halt so aus. Die sind naturbelassen.
Die kommen schließlich direkt aus der Erde und nicht aus der Plastikverpackung.
Ach was, die sind hinüber. Du hast sie geholt, also bringst du sie auch zurück.
Ach komm, wir sind schon am Auto.
Die Verkäuferin war so nett zu uns. Das ist mir peinlich.
Und mal ehrlich, wer bringt denn Pilze zurück? Die werden doch eh gekocht.
Wie bitte? Kochst du schimmelige Lebensmittel, nur weil du sie nicht zurückgeben willst?
Dann mache ich es halt selbst. Du bist manchmal echt hoffnungslos.
Nein, ich bin pragmatisch. Aber bitte, geh gern zurück, wenn du meinst.
Na, was kann ich für sie tun, junge Frau? War etwas nicht in Ordnung mit den Pilzen?
Entschuldigung, ich habe mir die Pilze gerade nochmal angesehen und ich glaube, sie sind nicht mehr ganz frisch.
Die riechen auch etwas komisch.
Ach, das ist nur der natürliche Waldgeruch. Aber ich verstehe schon.
Bestimmt kommen die Schwiegereltern zu Besuch und da muss alles tippzopp sein.
Nein, schlimmer. Meine Cousine aus München. Profiköchin im Fünf-Sterne-Hotel.
Verstehe. Dann tauschen wir die mal schnell. Ich gebe ihnen was ganz Frisches.
Direkt vom Biohof.
Danke, sie retten gerade mein Wochenende.
Auf Wiedersehen.
Frische Pilze. Die sind genauso alt wie die anderen.
Die merkt nicht, dass ich nur die Tüte gewechselt habe.
Kapitel 3. Ein straffer Zeitplan.
Wir sehen uns dann also 15 Uhr zu Hause.
Ich backe den Kuchen und du kümmerst dich um...
Worum musst du dich eigentlich kümmern?
Apotheke, Post, Bank, ein Geschenk für meine Cousine, Parktickets verlängern.
Puh, das ist ja ein Marathon. Und ich dachte schon, das Backen wäre der stressige Part.
Kriegst du das alles bis 3 Uhr hin?
Ich hoffe. Sorg du nur dafür, dass du pünktlich bist und der Kuchen nicht anbrennt.
Wir sehen uns um 3. Und kein Chaos in der Küche, okay?
Verstanden. Du erledigst deine Sachen, ich gehe zur Arbeit und zaubere danach den Kuchen.
Bis später. Und keine Panik, ich bin pünktlich.
Und falls der Kuchen explodiert, gehen wir einfach mit deiner Cousine Eis essen.
Du Spinner. Los, mach dich jetzt auf den Weg zur Arbeit.
Bin schon weg.
Unglaublich. Einen Euro für jede 10 Minuten wollen die.
Wer denkt sich sowas aus?
2 Euro, 1 Cent, ein Einkaufschip, eine H-Klammer.
Wo ist denn das restliche Kleingeld?
20 Minuten reichen nie aus.
Ich brauche mindestens eine Stunde für meine Erledigungen.
Ich habe jetzt keine Zeit, ewig nach Münzen zu kramen.
Na, junge Frau, kämpfen Sie mit dem Automaten oder mit der Welt?
Mit beidem. Aber danke, ich habe es irgendwie im Griff.
Guten Tag, was kann ich für Sie tun?
Ich brauche dringend etwas gegen meine Allergie.
Meine Nase läuft ständig und ich muss am laufenden Band niesen.
Das ist definitiv eine Pollenallergie.
Ich empfehle Ihnen Cetirizin.
Hilft schnell und Sie werden nicht müde davon.
Nehmen Sie alle 8 Stunden eine Tablette.
Das klingt gut. Dann nehme ich gleich zwei Packungen.
Sicher ist sicher.
Am besten nehme ich sofort eine Tablette.
Heute steht noch so viel an.
Da brauche ich einen klaren Kopf.
Kapitel 8
Wo ist mein Auto?
Okay, das kann jetzt nicht wahr sein.
Die Tablette scheint sich auf mein Gedächtnis geschlagen zu haben.
Wo hatte ich noch mal mein Auto geparkt?
Entschuldigung, haben Sie zufällig hier irgendwo in der Nähe einen grauen VW gesehen?
Ich habe ihn irgendwo abgestellt und kann mich nicht mehr erinnern, wo.
Hier stehen etwa 30 graue VWs.
War er groß, klein, alt, neu?
Ach, ehm, eher mittelgroß und etwas verstaubt.
Ich weiß nicht mal mehr, auf welcher Straßenseite ich ihn geparkt habe.
Hier in den Seitenstraßen darf man ohne Bewohnerparkausweis gar nicht parken.
Sind Sie sich sicher, dass Sie Ihr Auto hier geparkt haben?
Sind Sie überhaupt mit dem Auto hergekommen?
Jetzt erinnere ich mich.
Ich habe nicht hier in den Seitenstraßen geparkt, sondern auf dem Parkplatz in der Nähe vom Markt.
Sie haben mir den Tag gerettet. Danke!
Keine Ursache. Gerne.
Kleiner Tipp, nächstes Mal einfach das Auto zu Hause lassen.
Dann können Sie es auch nicht verlieren.
Herr Blaschke, ich stehe vor Ihrer Tür mit den Solarmodulen.
Hatten wir nicht 14.30 Uhr für die Installation Ihrer Solaranlage vereinbart?
Oh, Mist, stimmt.
Ich sitze noch im Büro.
In einer Stunde bin ich da, okay?
Eine Stunde?
Okay, ich warte.
Geben Sie mir einfach Bescheid, wenn Sie auf dem Weg sind.
Na toll, eine Stunde warten.
Und ich habe Mariana versprochen, den Kuchen zu backen.
Plus unser Date heute Abend.
Das wird richtig eng.
Eine Stunde herumsitzen.
Soll ich vielleicht schon mal die Zutaten kaufen und den Kuchen auf der Motorhaube backen?
Hauptsache, ich stehe vor Mariana nicht wieder als der verplante Chaot da.
Kapitel 8
Das Date fällt aus
Till, ich schaff's nicht pünktlich.
Mein ursprünglicher Zeitplan ist komplett im Eimer.
Wir müssen unser Date leider verschieben.
Moment mal, du sagst unser Date ab?
Ich hetze mich hier bei meinen Kunden ab, um rechtzeitig fertig zu werden und du …
Till, mal ehrlich, bist du überhaupt schon auf dem Weg nach Hause?
Es ist ja immerhin schon kurz vor drei.
Okay, okay, ich bin noch hier bei der Arbeit.
Aber mental bin ich schon kurz vor unserem Garagentor.
Haha, sehr witzig.
Hör zu, wir verschieben unseren romantischen Abend.
Ich muss noch zu viel für den Besuch meiner Cousine regeln.
Okay, schade.
Ich war schon voll motiviert.
Ich hatte sogar überlegt, den Kuchen gleich hier auf der Motorhaube zu backen,
damit wir Zeit zu zweit haben.
Kapitel 9
Überraschungsgäste
Hey Lisa, na, ist alles klar für morgen?
Mariana, hi.
Sorry, aber ich muss dir was sagen.
Es wird doch nicht ganz so wie geplant.
Mein Mann und die Kinder kommen auch mit.
Wir haben leider niemanden gefunden, der auf die Kinder aufpasst.
Ah, okay.
Kein Problem.
Kein Problem?
Spinnst du, Mariana?
Natürlich ist das ein Problem.
Ich habe für drei Leute eingekauft, nicht für eine Großfamilie.
Und was ist das für ein Vater, der nicht mal einen Tag auf seine Kinder aufpassen kann?
Meine Liebe, wie viele seid ihr denn dann?
Fünf.
Sorry, ich hoffe, das macht jetzt keine Umstände.
Die Kinder sollten zu meinen Eltern, aber die haben jetzt spontan einen Wellness-Tag gebucht.
Fünf Personen?
Das ist ja richtig gemütlich.
Sag mal, haben deine Kinder nicht vielleicht Lust auf einen ganztägigen Ausflug in den Zoo?
Ganz ohne Erwachsene?
Zoo? Mariana, die sind zwölf, dreizehn und vierzehn.
Die würden denken, ich bin verrückt geworden.
Außerdem freuen sie sich schon total darauf, dich kennenzulernen.
Ich habe so viel von dir erzählt.
Ah, na, ich hoffe nur Gutes.
Ja, kommt einfach alle vorbei.
Wir kriegen das irgendwie hin.
Echt? Du bist die Beste, Mariana.
Wir sehen uns dann morgen. Bis dann.
Teenager, die können den ganzen Kühlschrank leer essen.
Denkt die eigentlich, dass ich zaubern kann?
Meine ganze Planung ist im Eimer.
Und jetzt gibt es hier auch noch eine Straßensperrung.
Kapitel 10
Alles wird gut, oder?
Till, Lisa bringt morgen alle mit.
Ihren Mann, ihre Kinder, vermutlich auch noch den Hund.
Ich habe doch nur für drei eingekauft, nicht für eine Großfamilie.
Ich habe dir gesagt, kauf mehr Pilze.
Aber nein, 300 Gramm reichen, hast du gesagt.
Und hey, sag ihnen doch einfach, sie sollen noch drei Tiefkühlpizzen mitbringen.
Sehr witzig.
Till, sowas geht vielleicht in deiner Familie, aber nicht bei uns.
Und morgen ist Sonntag, da sind alle Geschäfte zu.
Wie soll ich aus drei Portionen fünf zaubern?
Sollen wir jetzt noch mal in die Stadt fahren?
Entspann dich erstmal, Schatz.
Wir machen einfach heute unseren romantischen Abend zu zweit, wie geplant.
Und morgen laden wir die ganze Bande ins Restaurant ein.
Ins Restaurant? Till, das wird teuer.
Na und? Kein Problem.
Vielleicht nutze ich die Gelegenheit und rede mit Lisas Mann über Solaranlagen.
Die wollten doch auch eine für ihr Dach.
Das finde ich keine gute Idee.
Bitte trenne Berufliches und die Familie voneinander.
Die haben schon genug Chaos.
Chaos? Das ist doch das ganz normale Leben, Schatz.
Und von irgendwas müssen schließlich die teuren Bio-Tomaten und der Restaurantbesuch bezahlt werden.
Interessante Vokabeln und Ausdrücke.
Unverschämt hohe Preise.
Überteuert. So teuer, dass es unfair erscheint.
Die Preise hier sind ja unverschämt hoch.
Umwelten besser.
Viel, viel besser.
Die Tomaten sind bio und schmecken umwelten besser.
Auf der sicheren Seite sein.
Kein Risiko haben.
Sich gegen unangenehme Folgen absichern.
Sollen wir nicht lieber etwas mehr Pilze nehmen, damit wir auf der sicheren Seite sind?
Genug um die Ohren haben.
Sehr viel zu tun haben.
Ich kann den Kuchen backen, Schatz, ehrlich.
Du hast heute wirklich schon genug um die Ohren.
Das Versehen.
Ein Fehler, den man nicht absichtlich macht.
Erst letzte Woche hast du eine Tiefkühlpizza mit Plastikfolie in den Ofen geschoben.
Hey, das war ein Versehen.
Feierabend machen.
Mit der Arbeit aufhören.
Ich versuche, um 3 Uhr Feierabend zu machen.
Mit etwas loslegen.
Mit etwas anfangen.
Ich versuche, um 3 Uhr Feierabend zu machen und lege dann gleich mit dem Kuchen los.
Nicht wissen, wo einem der Kopf steht.
So viel gleichzeitig zu tun haben, dass man ganz durcheinander ist.
Ich habe noch tausend Sachen zu erledigen und weiß nicht, wo mir der Kopf steht.
Feststehen.
Fest sein und sich nicht mehr verändern.
Deine Cousine hast du erst letzte Woche eingeladen, aber unser Date stand schon lange fest.
Schimmelig.
Mit Schimmel, also einem ungesunden Pilz, bedeckt.
Schlecht geworden.
Oh nein, schau mal, die Pilze sehen nicht mehr gut aus.
Die sind schimmelig, oder?
Naturbelassen.
Ohne Chemie.
Nicht bearbeitet.
Bio-Pilze sehen halt so aus.
Die sind naturbelassen.
Hinüber sein.
Kaputt.
Nicht mehr gut sein.
Ach was, die Pilze sind hinüber.
Hoffnungslos.
Unfähig, ohne Hoffnung auf Verbesserung.
Dann mache ich es halt selbst.
Du bist manchmal echt hoffnungslos.
Für etwas sorgen.
Sicherstellen, dass etwas klappt.
Sorg du nur dafür, dass du pünktlich bist und der Kuchen nicht anbrennt.
Die Erledigungen.
Dinge, die man machen muss, zum Beispiel einkaufen.
Ich brauche mindestens eine Stunde für meine Erledigungen.
Etwas im Griff haben.
Etwas unter Kontrolle haben.
Danke, ich hab's irgendwie im Griff.
Am laufenden Band.
Immer wieder ohne Pause.
Meine Nase läuft ständig und ich muss am laufenden Band niesen.
Es steht viel an.
Es gibt noch viel zu tun.
Heute steht noch so viel an.
Da brauche ich einen klaren Kopf.
Das Gedächtnis.
Die Fähigkeit, sich zu erinnern.
Die Tablette scheint sich auf mein Gedächtnis geschlagen zu haben.
Versetzt werden.
Auf jemanden warten, der dann aber trotz Verabredung nicht kommt.
Till wird von einem Kunden versetzt.
Die Solaranlage.
Ein Gerät, das Sonnenenergie in Strom umwandelt.
Hatten wir nicht 14.30 Uhr für die Installation ihrer Solaranlage vereinbart?
Im Eimer sein.
Zerstört.
Nicht mehr brauchbar sein.
Mein ursprünglicher Zeitplan ist komplett im Eimer.
Wir müssen unser Date leider verschieben.
Sich abhetzen.
Sehr gestresst und schnell arbeiten.
Ich hetze mich hier bei meinen Kunden ab, um rechtzeitig fertig zu werden.
Keine Umstände machen.
Keine extra Mühe machen.
Keine Probleme bereiten.
Sorry, ich hoffe, das macht jetzt keine Umstände.
Marianna, vielleicht kaufen wir die Sachen doch besser im Supermarkt.
Die Preise hier sind ja unverschämt hoch.
Till, meine Cousine kommt vielleicht einmal in zehn Jahren zu Besuch.
Ich will nur mit ganz frischen Zutaten kochen.
Du weißt doch, sie ist Profiköchin im Fünf-Sterne-Hotel.
Und ich will nicht, dass sie denkt, dass ich nicht kochen kann.
Schon klar, aber sieben Euro für 100 Gramm Tomaten.
Was können die denn, was andere Tomaten nicht können?
Leuchten die etwa im Dunkeln?
Till, die sind bio und schmecken um Welten besser.
Ach, könntest du bitte schnell von dort drüben 300 Gramm Champignons holen?
Und achte darauf, dass sie frisch, weiß und nicht verschimmelt sind, ja?
Nur 300 Gramm, das kommt mir ziemlich wenig vor.
Sollten wir nicht lieber etwas mehr nehmen, damit wir auf der sicheren Seite sind?
Ich habe alles exakt durchgeplant, Till.
Ich brauche 300 Gramm, nicht mehr und nicht weniger.
Verstanden, Chefin.
300 Gramm, auf den Punkt genau.
Hier sind die Pilze. Brauchst du sonst noch was?
Ich habe da drüben richtig saftige Äpfel gesehen.
Soll ich welche holen?
Oder bringe ich damit deinen Masterplan durcheinander?
Weißt du was, das ist eigentlich keine schlechte Idee.
Ich könnte einen Apfelkuchen machen, den liebt meine Cousine.
Ich kann den Kuchen backen, Schatz, ehrlich.
Du hast heute wirklich schon genug um die Ohren.
Du willst backen?
Erst letzte Woche hast du eine Tiefkühlpizza mit Plastikfolie in den Ofen geschoben.
Hey, das war ein Versehen.
Nach dem Abkratzen der Plastik hat die Pizza trotzdem noch richtig gut geschmeckt.
Du hast sie gegessen?
Klar, warum nicht?
Warte, heute ist doch der 13.
Da haben wir doch immer unseren romantischen Abend zu zweit.
Schatz, du hast unser Date nicht vergessen, oder?
Ich versuche um drei Feierabend zu machen und lege dann gleich mit dem Kuchen los.
Wenn der halbwegs gelingt, können wir danach ja entspannt den Abend genießen, oder?
War das heute? Oh nein!
Können wir das nicht um ein paar Tage verschieben?
Ich weiß nicht, ob ich bis heute Abend alles geschafft habe.
Und meine Cousine kommt ja schon morgen.
Ich habe noch tausend Sachen zu erledigen und weiß nicht, wo mir der Kopf steht.
Ich habe den Tisch im Restaurant schon vor drei Monaten reserviert.
Unsere Lieblingsjazzband spielt auch.
Deine Cousine hast du erst letzte Woche eingeladen, aber unser Date stand schon lange fest.
Sie hat sich quasi selbst eingeladen, Schatz.
Okay, du hast recht.
Wir kriegen das hin.
Ich bin auch gegen drei daheim.
Perfekt! So mag ich das.
Kapitel 2
Leider ein Fehlkauf
Hast du gemerkt, dass dir gerade die Pilze heruntergefallen sind, Till?
Oh nein!
Schau mal, die sehen nicht mehr gut aus.
Die sind schimmelig, oder?
Das ist kein Schimmel.
Bio-Pilze sehen halt so aus.
Die sind naturbelassen.
Die kommen schließlich direkt aus der Erde und nicht aus der Plastikverpackung.
Ach was, die sind hinüber.
Du hast sie geholt, also bringst du sie auch zurück.
Ach komm, wir sind schon am Auto.
Die Verkäuferin war so nett zu uns.
Das ist mir peinlich.
Und mal ehrlich, wer bringt denn Pilze zurück?
Die werden doch eh gekocht.
Wie bitte?
Kochst du schimmelige Lebensmittel, nur weil du sie nicht zurückgeben willst?
Dann mache ich es halt selbst.
Du bist manchmal echt hoffnungslos.
Nein, ich bin pragmatisch.
Aber bitte, geh gern zurück, wenn du meinst.
Na, was kann ich für sie tun, junge Frau?
War etwas nicht in Ordnung mit den Pilzen?
Entschuldigung, ich habe mir die Pilze gerade nochmal angesehen.
Und ich glaube, sie sind nicht mehr ganz frisch.
Die riechen auch etwas komisch.
Ach, das ist nur der natürliche Waldgeruch.
Aber ich verstehe schon.
Bestimmt kommen die Schwiegereltern zu Besuch.
Und da muss alles tippzopp sein.
Nein, schlimmer, meine Cousine aus München.
Profiköchin im Fünf-Sterne-Hotel.
Verstehe.
Dann tauschen wir die mal schnell.
Ich gebe ihnen was ganz Frisches.
Direkt vom Biohof.
Danke, sie retten gerade mein Wochenende.
Auf Wiedersehen.
Frische Pilze.
Die sind genauso alt wie die anderen.
Die merkt nicht, dass ich nur die Tüte gewechselt habe.
Wir sehen uns dann also 15 Uhr zu Hause.
Ich backe den Kuchen und du kümmerst dich um...
Äh, worum musst du dich eigentlich kümmern?
Apotheke, Post, Bank, ein Geschenk für meine Cousine,
Parktickets verlängern.
Puh, das ist ja ein Marathon.
Und ich dachte schon, das Backen wäre der stressige Part.
Kriegst du das alles bis 3 Uhr hin?
Ich hoffe.
Sorg du nur dafür, dass du pünktlich bist und der Kuchen nicht anbrennt.
Wir sehen uns um 3.
Und kein Chaos in der Küche, okay?
Verstanden.
Du erledigst deine Sachen.
Ich gehe zur Arbeit und zaubere danach den Kuchen.
Bis später.
Und keine Panik, ich bin pünktlich.
Ach, und falls der Kuchen explodiert,
gehen wir einfach mit deiner Cousine Eis essen.
Du Spinne.
Los, mach dich jetzt auf den Weg zur Arbeit.
Bin schon weg.
Kapitel 4. Erste Hindernisse
Unglaublich.
Einen Euro für jede 10 Minuten wollen die.
Wer denkt sich sowas aus?
2 Euro,
1 Cent,
ein Einkaufschip,
eine Haarklammer.
Wo ist denn das restliche Kleingeld?
20 Minuten reichen nie aus.
Ich brauche mindestens eine Stunde für meine Erledigungen.
Ich habe jetzt keine Zeit, ewig nach Münzen zu kramen.
Na, junge Frau.
Kämpfen Sie mit dem Automaten oder mit der Welt?
Mit beidem.
Aber danke, ich habe es irgendwie im Griff.
Kapitel 5. In der Apotheke
Guten Tag.
Was kann ich für Sie tun?
Ich brauche dringend etwas gegen meine Allergie.
Meine Nase läuft ständig
und ich muss am laufenden Band niesen.
Das ist definitiv eine Pollenallergie.
Ich empfehle Ihnen Cetirizin.
Hilft schnell und Sie werden nicht müde davon.
Nehmen Sie alle acht Stunden eine Tablette.
Das klingt gut.
Dann nehme ich gleich zwei Packungen.
Sicher ist sicher.
Am besten nehme ich sofort eine Tablette.
Heute steht noch so viel an.
Da brauche ich einen klaren Kopf.
Kapitel 8. Wo ist mein Auto?
Okay, das kann jetzt nicht wahr sein.
Die Tablette scheint sich auf mein Gedächtnis geschlagen zu haben.
Wo hatte ich noch mal mein Auto geparkt?
Entschuldigung,
haben Sie zufällig hier irgendwo in der Nähe
einen grauen VW gesehen?
Ich habe ihn irgendwo abgestellt
und kann mich nicht mehr erinnern, wo.
Hier stehen etwa 30 graue VWs.
Weil groß, klein, alt, neu.
Ach, eher mittelgroß und etwas verstaubt.
Ich weiß nicht mal mehr,
auf welcher Straßenseite ich ihn geparkt habe.
Hier in den Seitenstraßen
darf man ohne Bewohnerparkausweis gar nicht parken.
Sind Sie sich sicher,
dass Sie Ihr Auto hier geparkt haben?
Sind Sie überhaupt mit dem Auto hergekommen?
Jetzt erinnere ich mich.
Ich habe nicht hier in den Seitenstraßen geparkt,
sondern auf dem Parkplatz in der Nähe vom Markt.
Sie haben mir den Tag gerettet.
Danke.
Keine Ursache.
Gerne.
Kleiner Tipp.
Nächstes Mal einfach das Auto zu Hause lassen.
Dann können Sie es auch nicht verlieren.
Kapitel 7
Till wird versetzt.
Herr Blaschke?
Ich stehe vor Ihrer Tür mit den Solarmodulen.
Hatten wir nicht 14.30 Uhr
für die Installation Ihrer Solaranlage vereinbart?
Oh, Mist.
Stimmt.
Ich sitze noch im Büro.
In einer Stunde bin ich da, okay?
Eine Stunde?
Okay.
Ich warte.
Geben Sie mir einfach Bescheid,
wenn Sie auf dem Weg sind.
Na toll.
Eine Stunde warten.
Und ich habe Mariana versprochen,
den Kuchen zu backen.
Plus unser Date heute Abend.
Das wird richtig eng.
Eine Stunde herumsitzen.
Soll ich vielleicht schon mal
die Zutaten kaufen
und den Kuchen auf der Motorhaube backen?
Hauptsache, ich stehe vor Mariana
nicht wieder als der verplante Chaot da.
Kapitel 8
Das Date fällt aus.
Till, ich schaff's nicht pünktlich.
Mein ursprünglicher Zeitplan
ist komplett im Eimer.
Wir müssen unser Date leider verschieben.
Moment mal.
Du sagst unser Date ab?
Ich hetze mich hier bei meinen Kunden ab,
um rechtzeitig fertig zu werden.
Und du?
Till, mal ehrlich.
Bist du überhaupt schon auf dem Weg nach Hause?
Es ist ja immerhin schon kurz vor drei.
Okay, okay.
Ich bin noch hier bei der Arbeit.
Aber mental bin ich schon
kurz vor unserem Garagentor.
Haha, sehr witzig.
Hör zu.
Wir verschieben unseren romantischen Abend.
Ich muss noch zu viel
für den Besuch meiner Cousine regeln.
Okay, schade.
Ich war schon voll motiviert.
Ich hatte sogar überlegt,
den Kuchen gleich hier
auf der Motorhaube zu backen,
damit wir Zeit zu zweit haben.
Kapitel 9
Überraschungsgäste
Hey Lisa.
Na, ist alles klar für morgen?
Mariana, hi.
Sorry, aber ich muss dir was sagen.
Es wird doch nicht ganz so wie geplant.
Mein Mann und die Kinder kommen auch mit.
Wir haben leider niemanden gefunden,
der auf die Kinder aufpasst.
Ah, okay.
Kein Problem.
Kein Problem?
Spinnst du, Mariana?
Natürlich ist das ein Problem.
Ich habe für drei Leute eingekauft.
Nicht für eine Großfamilie.
Und was ist das für ein Vater,
der nicht mal einen Tag
auf seine Kinder aufpassen kann?
Meine Liebe,
wie viele seid ihr denn dann?
Fünf.
Sorry, ich hoffe,
das macht jetzt keine Umstände.
Die Kinder sollten zu meinen Eltern,
aber die haben jetzt spontan
einen Wellness-Tag gebucht.
Fünf Personen?
Das ist ja richtig gemütlich.
Sag mal,
haben deine Kinder nicht vielleicht Lust
auf einen ganztägigen Ausflug in den Zoo?
Ganz ohne Erwachsene?
Zoo?
Mariana, die sind zwölf, dreizehn und vierzehn.
Die würden denken, ich bin verrückt geworden.
Außerdem freuen sie sich schon total darauf,
dich kennenzulernen.
Ich habe so viel von dir erzählt.
Ah, na, ich hoffe, nur Gutes.
Ja, kommt einfach alle vorbei.
Wir kriegen das irgendwie hin.
Echt?
Du bist die Beste, Mariana.
Wir sehen uns dann morgen.
Bis dann.
Teenager,
die können den ganzen Kühlschrank leer essen.
Denkt die eigentlich,
dass ich zaubern kann?
Meine ganze Planung ist im Eimer.
Und jetzt gibt es hier auch noch
eine Straßensperrung.
Kapitel 10
Alles wird gut.
Oder?
Till, Lisa bringt morgen alle mit.
Ihren Mann,
ihre Kinder,
vermutlich auch noch den Hund.
Ich habe doch nur für drei eingekauft.
Nicht für eine Großfamilie.
Ich habe dir gesagt,
kauf mehr Pilze.
Aber nein, 300 Gramm reichen,
hast du gesagt.
Und hey,
sag ihnen doch einfach,
sie sollen noch drei Tiefkühlpizzen mitbringen.
Sehr witzig.
Till,
sowas geht vielleicht in deiner Familie,
aber nicht bei uns.
Und morgen ist Sonntag.
Da sind alle Geschäfte zu.
Wie soll ich aus drei Portionen
fünf zaubern?
Sollen wir jetzt nochmal in die Stadt fahren?
Entspann dich erstmal, Schatz.
Wir machen einfach heute
unseren romantischen Abend zu zweit.
Wie geplant.
Und morgen
laden wir die ganze Bande
ins Restaurant ein.
Ins Restaurant?
Till, das wird teuer.
Na und?
Kein Problem.
Vielleicht nutze ich die Gelegenheit
und rede mit Lisas Mann
über Solaranlagen.
Die wollten doch auch eine für ihr Dach.
Das finde ich keine gute Idee.
Bitte trenne Berufliches
und die Familie voneinander.
Die haben schon genug Chaos.
Chaos?
Das ist doch das ganz normale Leben, Schatz.
Und von irgendwas
müssen schließlich die teuren
Bio-Tomaten und der Restaurantbesuch
bezahlt werden.