
Die Reise in den Westen – Kapitel 7 – Lied 3: Der Spiegel des wahren Selbst

„Der Spiegel des wahren Selbst“ führt tiefer in die inneren Prüfungen der Reise. Der Held begegnet nicht einem Dämon, sondern sich selbst – seinen Ängsten, seinem Licht, seinem wahren Kern. Ein Lied über Selbsterkenntnis, Wahrheit, innere Reinigung und den Mut, das eigene Herz zu sehen.
Ein spirituell-episches Kapitel der Reise in den Westen – voller Weisheit, Licht und Befreiung.
Die Reise in den Westen – Kapitel 7 – Lied 3: Der Spiegel des wahren Selbst
Im Herzen liegt ein stiller Ort,
verhüllt von Zeit und schwerem Wort.
Dort ruht ein Bild, so klar, so rein,
doch selten wagt ein Mensch hinein.
Ein Spiegel steht im Heiligtum,
von altem Licht und heiligem Ruhm.
Kein Wasser, das sein Zeichen trägt –
ein Blick genügt, der dich bewegt.
Er zeigt nicht Haut, nicht Fleisch, nicht Stein,
nur das, was tief im Innern sein.
Die Wahrheit, die du lang vermisst,
und alles, was verborgen ist.
Ein Atemzug – und Bilder steigen,
sie zeigen Wege, Wunden, Schweigen.
Die Kämpfe, die du nie benannt,
die Schatten, die dein Herz entwandt.
O Spiegel des wahren Selbst,
du brennst, du reinigst, du erhellst.
Was wir verbergen, bringst du ans Licht,
du löschst die Lügen Schicht für Schicht.
Du bist der Weg, du bist das Tor,
zur Wahrheit, die in uns verlor’n.
Im Strahlen deiner Klarheit mild
wird Mensch zu Mensch, wird Herz zum Schild.
Ich sah mein Bild, doch nicht mein Gesicht –
ich sah mein Zögern, sah Pflicht und Pflicht.
Die stolzen Wege, die ich ging,
und jede Täuschung, die mich fing.
Ein Funken Schmerz, ein Tropfen Licht –
die Schwere brach, der Nebel wich.
Ich sah, wo Gier mich einst betört,
wo ich mein Inneres nie gehört.
Doch auch das Gute kam ans Licht,
die Liebe, die durch Dunkel bricht.
Die Schritte, die im Glauben stehn,
die Kräfte, die im Stillen gehn.
Es zeigt, was war und was noch wird,
den Weg, der durch das Schicksal führt.
Und wer sich selbst zu sehen wagt,
geht weiter, als das Herz je sagt.
Der Spiegel fragt nicht, wer du bist…
nur, ob dein Herz bereit nun ist.
Bereit, das zu erkennen klar,
was immer schon in dir war.
Kein Urteil fällt, kein Finger zeigt –
nur Wahrheit, die den Schleier neigt.
Und plötzlich spürst du still und weit:
Der Mut entsteht aus Reinigkeit.
O Spiegel des wahren Selbst,
du zeigst, was uns von innen fesselt.
Doch wer dich sieht und nicht mehr flieht,
der findet wieder das wahre Lied.
Du öffnest Tore, tief und groß,
machst jedes Herz vom Zweifel los.
Du bist die Prüfung, die uns trägt,
der Schritt, der alles neu erweckt.
Im Spiegel fand ich meinen Kern…
Ich sah mich selbst – mir nicht mehr fern.
Und weiter trägt uns nun der Weg,
gereinigt, klar – ein neuer Steg.
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