In Japan gibt es weit mehr zu entdecken als nur Mangas und Sushi. Unser Blick auf die asiatische Insel erweitert sich, um die vielen köstlichen Spezialitäten und schönen Dinge zu erkunden, die dort auf uns warten.
Freigegeben ab 6 Jahren ***************************************
Neugierig, ehrlich, wissenswert und spannend berichtet Abenteuer Leben über Themen aus den Bereichen Wissen, Alltag und Leben. Die Sendung zeigt echte Menschen und ihre spannenden Herausforderungen.
Dabei bringt Abenteuer Leben die Zuschauer immer wieder aufs Neue mit Superlativen zum Staunen! Durch starke Themen in starken Bildern -- mit starken Protagonisten, die ihre Geschichte erzählen.
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Los geht's! Richtig lecker mit Yakiniku, gegrilltem Fleisch und einem typisch japanischen Restaurant-Konzept.
Maki nimmt uns mit.
Das Besondere daran ist, dass ich mein eigenes kleines Cockpit habe, um mein Yakiniku zu grillen.
Die Single-Restaurants passen perfekt zur japanischen Mentalität. Sie legen Wert auf Effizienz und Privatsphäre.
Yakiniku ist neben Sushi oder Udon ein Klassiker der japanischen Küche.
Die Bestellung erfolgt maschinell und der kleine Bereich wird zum privaten Territorium.
Ich esse viel und gerne Fleisch. Normalerweise bestelle ich 200 Gramm.
Das würde ich eigentlich nicht machen, wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin.
Das ist für eine Frau schon eine große Portion. Hier kann ich einfach so viel essen, wie ich möchte.
Bescheidenheit ist in Japan nämlich eine Tugend und auch Pflicht. Im Single-Restaurant kann Maki das ausblenden.
Und du kannst dein Fleisch so durchbraten, wie du willst. Ohne Kritik von anderen.
Maki mag es nämlich gerne mehr als durch. Ein bisschen angebrannt an den Seiten soll es sein.
Und von vorn könnte man sie hier glatt übersehen.
Noch ein Grund, warum ich es liebe, hier zu essen. Der Balken verhindert den Blickkontakt.
Mein Gegenüber sieht mich nicht, ich sehe ihn auch nicht und ich kann mein Grillfleisch einfach essen, so wie ich es eben essen will.
Die eigene Privatsphäre und die der Mitmenschen hat in Japan einen extrem hohen Stellenwert.
Mit einer skurrilen Geschichte aus Japan geht's weiter.
Abgetrennte Finger als Stempel oder USB-Sticks nutzen, Würfel mit Augen, die zwinkern.
In Tokiotas Stadtteil Kawasaki treffen wir Du. Er ist auf die schaurige Idee gekommen und stellt die Objekte mit Gruselfaktor her.
Meine jungen Flash-Objekte.
Das fühlt sich wirklich an wie echte Haut. Es lebt.
Zu seinen fleischigen Objekten inspiriert hat ihn das Kino.
Ich liebe Horrorfilme und Mangas.
Du ist der Meister der funktionstauglichen Gruselkörperteile. Das Besondere ist die Detailtreue.
Das sieht unglaublich echt aus. Man sieht sogar die Venen.
Die Teile sind alle Gebrauchsgegenstände. Ob USB-Stick, Audiokabel, Geldbörse, Ladeadapter oder Handyhülle.
25 verschiedene Objekte hat Du schon zu solchen Accessoires verwandelt.
Okay, das ist also ein Flaschenöffner hier. So? Ja. Mit dem Ohr kann man hier Flaschen aufmachen.
Auf seiner Website verkauft Du die gruseligen Objekte. Sehr erfolgreich.
Und was kosten die so?
Das kommt darauf an, wie groß das Objekt ist. Generell würde ich sagen zwischen 3 und 10.000 Euro pro Stück.
Das ist ganz schön teuer.
Du gibt uns einen Einblick, wie Frankensteins kleine Brüder entstehen.
Das sind also die Formen? Genau.
Aber erst forme ich das Objekt aus Ton. Das mache ich in Handarbeit.
Wirklich? Ja, das ist alles Handarbeit.
Und dann kommt hier Silikon rein? So? Wie lange muss das trocknen?
Ein bis zwei Wochen.
Für ein perfektes Ergebnis trägt er bis zu 10 Schichten Silikon auf.
Diese Augendiskokugel zum Beispiel ist ein Mix aus weichem und hartem Silikon.
Zwischen einem und sechs Monaten braucht Du zum Herstellen eines Objekts.
Unterstützt wird er dabei von seinen Mitarbeiterinnen. Die Augen blinzeln aber nicht durch Hexerei.
Du hat einen eigenen Funkcontroller entwickelt, mit dem er die Augen bewegt.
Das eine Ding ist ja wirklich nur dieses Silikonteil. Aber bei dem Gebiss ist ja innen drin noch ein komplettes Gehäuse drin mit den echten Zähnen.
Das muss ja auch alles besprüht werden und angemalt werden. Dann muss da hinten ein Gelenk reingemacht werden.
Das ist halt alles Handarbeit und deswegen ist das auch so wahnsinnig teuer, weil das wird ja nicht industriell in einem Prozess hergestellt.
Bis zu sechs Objekte stellt er so pro Monat fertig. Wir sind gespannt, was er als nächstes zur gruseligen Fleischversion umbaut.
Weiter geht's mit Unglaublichem aus Japan in Kyoto. Hier finden wir Kristalle. Schön und lecker, denn tatsächlich sind es Kuchen. Täuschend echt.
Und die treiben diesem Laden haufenweise Kunden ins Haus, was selbst den Erfinder Koichi Yoshimura immer noch überrascht.
Seit dem Verkaufsstart ist der Kuchen der Renner. Sowohl hier als auch in den sozialen Medien. Er war sogar schon im japanischen Fernsehen.
Konditorin Narumi zeigt uns, wie am Tüstkuchen geht. Die Grundzutaten für den Teig sind zerkleinerte Mandeln, Milch, Ei, Butter, Zucker, Mehl und etwas Bambuskohle für die Farbe.
Nacheinander verknetet ergibt das einen Teig, der die Steinmasse nachbildet. Das genaue Rezept der Kristalle ist geheim. Wichtig sind Temperatur und Timing.
Sobald die Zitronensäure drin ist, beginnt die Masse steif zu werden. Ich muss mich beeilen und Alkohol darauf sprühen, um alle Luftblasen zu entfernen.
Die Flüssigkeit bleibt einen Tag lang im Kühlschrank. So entsteht eine geleeartige Masse, die erst dann in Form gebracht werden kann.
Jede nachgeahmte Kristallform ist handgefertigt, keine gleicht der anderen. Jetzt muss der Kristallkuchen nur noch gebacken werden, bei 180 Grad.
Nach 15 Minuten sind die Unikate fertig. Verkauft werden sie ab 3 Euro pro Stück. Fast zu hübsch zum Essen. Und wie kommen sie bei den Kunden an?
Ich schmecke etwas Geröstetes. Schwarzer Sesam. Röntgen. Ah, ich glaube, das schmeckt gut zu was Alkoholischem.
Ich kann die Beeren rausschmecken. Es schmeckt wie Himbeere.
Überraschender Geschmack und echt coole Optik. Kristallkuchen aus Japan. Und mit einer innovativen Idee aus Japan geht's weiter.
Ein Klamottengeschäft in Tokio. Was auffällt, sind die hohen Preise. Pullover und Jacken kosten zwischen 500 und 800 Euro. Warum? Liegt es am Material?
Bei so einer Jacke würde man normalerweise Nylon nehmen, aber das ist nicht gut für die Umwelt. Das Brutprotein ist dafür teuer.
Übersetzt gebrautes Protein. Aber was ist das?
Proteine kennen wir eigentlich aus der Nahrung. Aber auch Spinnenseide besteht daraus. Hier werden also Fäden verwendet wie von der Spinne, aber aus künstlichen Proteinen und extrem robust.
Beim Hersteller Spiber erfahren wir, warum ausgerechnet die Spinne als Vorbild dient.
Sie macht sieben unterschiedliche Fadenarten, die aus unterschiedlichen Proteinen bestehen. Man muss sich also einen oder mehrere heraussuchen, was man gerade braucht.
Superkräfte aus der Tierwelt. Chemikalien oder Kunststoffe können damit ersetzt werden.
Haben die Forscher den Bauplan für ein Superprotein gefunden, setzen sie ihn in Mikroben ein.
Gefüttert mit Zucker- oder Maisstärke teilen sich die Kleinstlebewesen immer wieder und produzieren so die Proteine wie eine kleine Fabrik, genannt Fermentation.
Kimchi oder Joghurt enthalten auch fermentierte Mikroben. Wir stellen hier die Bedingungen her, bei denen sich die Mikroben optimal vermehren.
Mit dem Ziel, Kleidungsfasern aus gezüchteten Proteinen herzustellen, die die Eigenschaften von Wolle oder Seide haben. Für den Umweltschutz ein echter Durchbruch.
Die Herausforderung ist, möglichst viel der neuen Wunderfaser aus Proteinen herzustellen, damit sie günstiger wird, erklärt Entwicklungschef Kanji.
Wenn wir mehr produzieren, wird der Preis für unsere Materialien sinken.
Momentan produzieren wir 500 Tonnen. Aber wenn wir 5.000, 50.000 oder 500.000 Tonnen produzieren, dann wird der Preis deutlich sinken.
Das ist wichtig für uns, denn so können wir wirklich etwas für die Erde tun.
Das Protein wird gereinigt und getrocknet. Es entsteht ein Granulat. Wieder verflüssigt wird es zu Fasern gezogen.
Daraus können nun alle möglichen Stoffe und Garne hergestellt werden. Klamotten aus Proteinen könnten also in eine bessere Zukunft führen.