Absichtserklärung zwischen Österreichischem Bundesheer und Österreichischem Bundesfeuerwehrverband

Österreichs Bundesheer
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09.12.2024
Am Dienstag, den 9. Mai 2023, findet im Bundesministerium für Landesverteidigung eine Pressekonferenz mit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und dem Präsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbands, Robert Mayer, statt. Durch die Unterzeichnung einer Absichtserklärung soll die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesheer und dem Bundesfeuerwehrverband gestärkt werden.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich darf Sie recht herzlich hier in der Rosauer Kaserne begrüßen
zur heutigen Pressekonferenz und zur Unterzeichnung einer Absichtserklärung
gemeinsam mit Verteidigungsministerin Claudia Tanner und dem Präsidenten des Bundesfeuerwehrverbandes,
Herrn Robert Mayer. Sehr geehrte Frau Verteidigungsminister, ich würde Sie um Ihre Worte ersuchen.
Ja, vielen Dank, sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren der Medien.
Leben schützen und Leben retten, das österreichische Bundesheer und die Feuerwehr haben, glaube ich, sehr vieles gemeinsam.
Nicht nur, dass die Frauen und Männer beider Organisationen Uniformen tragen und körperliche Fitness und Training
und eine solide Ausbildung vorweisen müssen, um dann am Ende des Tages schützen, helfen und retten zu können,
sondern ich glaube auch, die Eigenschaften, Mut, Disziplin, der Wille zu helfen und die Bereitschaft,
auch unter durchaus gefährlichen Rahmenbedingungen bei jedem Wind und Wetter im Einsatz zu stehen,
das verbindet unsere beiden Organisationen. Bis jetzt war es schon so, ist es so, dass die Feuerwehr und das Bundesheer
immer wieder zusammenarbeitet bei Katastrophenfällen und da hatten wir in den vergangenen Jahren tatsächlich
sehr vieles vermehrt zu bewältigen miteinander, von Naturkatastrophen, starke Unwetter, Stürme, Hochwasser und Hagel
und so wie die Feuerwehr steht auch das österreichische Bundesheer oft im Einsatz, um eben der Bevölkerung
bei der Bewältigung von Naturkatastrophen oder in Fällen von zum Beispiel auch Waldbränden zu helfen.
Was wir erleben müssen, leider Gottes erleben müssen, ist, dass Krisen und Katastrophen mehr werden und was wir auch sehen,
ist, dass es umso wichtiger ist, dass wir zusammenarbeiten, dass wir effizient zusammenwirken,
die Behörden und Organisationen, die eben mit Sicherheitsaufgaben beschäftigt sind.
Und damit wir das gemeinsam eben noch besser tun können und auf mögliche bevorstehende Katastrophen vorbereitet sind,
haben wir uns entschlossen, die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesheer und der Feuerwehr in Form einer Absichtserklärung zu manifestieren,
um Synergien besser nutzen zu können, um Abläufe bei gemeinsamen Einsätzen noch effektiver gestalten zu können.
Es sind insgesamt zehn Punkte, die diese Erklärung umfasst.
Da geht es um regelmäßige gemeinsame Übungen zur besseren Zusammenarbeit im Einzelfall,
genauso wie um den strukturierten Einsatz von Mitgliedern der Feuerwehr beim Grundwehrdienst.
Das heißt, wir wollen hinkünftig, dass die Grundwehrdiener bei den Pionieren, bei der ABC-Abwehrtruppe,
bei den Feuerlösch- und Brandschutzzügen auf unseren Fliegerhorsten eingeteilt werden.
Und was wir auch noch machen werden, ist, dass die Grundwehrdiener auch die Möglichkeit zur Ausbildung vom C-Führerschein bekommen.
Weiters werden wir gegenseitige Nutzung der Ausbildungsanlagen ermöglichen.
Da geht es um Ausbildungen zum Beispiel auf Truppenübungsplätzen und Häuserkampfanlagen
und um Feuerwehreinrichtungen wie Atemschutzstrecken.
Die strukturierte Zusammenarbeit im Bereich der Waldbrandbekämpfung,
besonders mit den Luftstreckenreifen, ist, glaube ich, das mussten wir ja auch schon erleben, ein ganz, ganz wichtiger Punkt.
Erfahrungsaustausch aus Einsätzen und Übungen soll künftig ebenfalls strukturiert erfolgen,
auch der Erfahrungsaustausch beim Einsatz von Drohnen.
Ja, sehr geehrte Damen und Herren, warum betone ich immer wieder das Wort strukturiert?
Ich glaube, weil dies der Weg zu einer professionelleren Zusammenarbeit zwischen uns beider Organisationen ist.
Die Feuerwehr ist ein ganz wichtiger Partner für uns, für das Bundesheer,
und es ist mir wirklich ein Bedürfnis, Danke zu sagen.
Danke zu sagen dir, Herr Präsident, dass diese Absichtserklärung
und diese noch bessere, professionellere Zusammenarbeit möglich geworden ist.
Diese Kooperation zwischen dem Verteidigungsministerium und dem österreichischen Bundesfeuerwehrverband
ist ein wichtiger Schritt um bestehende Synergien durch gemeinsame Ausbildungen,
Übungen und eine verstärkte Zusammenarbeit der Führungskräfte auch für die Zukunft zu sichern und zu vertiefen.
Denn jedes Menschenleben, das gerettet werden kann, zählt. Vielen Dank.
Ich würde nun das Wort an den Präsidenten des Bundesfeuerwehrverbandes, Herrn Robert Mayer, übergeben.
Ja, ein herzliches Dankeschön, geschätzte Frau Bundesministerin, geschätzte Damen und Herren.
Ja, es ist für uns auch ein wichtiger Tag heute, den wir hier begehen können,
die Zusammenarbeit zu vertiefen, zu professionalisieren, uns auszurichten auf die neuen Herausforderungen,
die vor uns liegen, die durch unterschiedlichste Einflüsse, schaut man nur auf den Klimawandel
und deren Auswirkungen, mit denen wir zu Rande kommen müssen.
Hier ist Zusammenarbeit und das näher Zusammenrücken das Gebot der Stunde.
Und ich denke, wir bauen auf bestehende gute Zusammenarbeit auf, wollen das intensivieren,
noch mehr professionalisieren, vor allem aber weiterhin und stetig ausbauen auf verschiedenen Ebenen.
Und Frau Bundesministerin, ich bedanke mich gleich vorweg sehr herzlich für diese Möglichkeit,
dass unsere beiden Organisationen hier noch ein engeres und gemeinsames Commitment finden.
Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg in all der Bewältigung unserer Einsatzaufgaben,
die wir tagtäglich in den Feuerwehren absolvieren müssen, ob es die Berufsfeuerwehren sind,
ob es die Betriebsfeuerwehren sind oder ob es die freiwilligen Feuerwehren sind.
Und wir arbeiten hier stets mit Partnern, mit anderen Einsatzorganisationen zusammen.
Vor allem aber dann, wenn es auch um Großschadenslagen geht,
dann ist besonders auch die Zusammenarbeit mit dem Bundesheer eine ganz essentielle Thematik auch für uns.
Und auch hier nicht nur im Einsatzfall bestmöglich zusammenzuarbeiten,
schon in der Einsatzvorbereitung, in der Ausbildung, in der Übung wollen wir hier auch einen neuen Weg beschreiten.
Und vor allem die Einsatzvorbereitung, die Ausbildung, Übung, das gemeinsame Voneinander-Wissen,
wie die Organisationen funktionieren und laufen, sind von großer Bedeutung,
wenn es dann am Einsatzgeschehen gilt, zusammenzuarbeiten.
Und hier sind in diesem Übereinkommen, das wir heute auch unterzeichnen, viele neue Aspekte dabei,
wo wir das entsprechend intensivieren und ausbauen können.
Expertise und Erfahrungen zu nutzen, Synergieeffekte entsprechend zu nutzen und auszubauen, sind genauso enthalten.
Und ich denke, hier sind viele Bereiche möglich, auch für uns möglich, die wir dazu nutzen können.
Aber wir geben auch unser Know-how entsprechend zurück.
Und wenn man rückwärts hinter uns schaut, rechts und links zwei Farbefahrzeuge,
der einzige Unterschied, würde ich sagen, ist nur die Farbe.
Klarerweise aber dahinter steckt eben viel Technik, viel Know-how, auch viel Expertise.
Und hier sind viele Synergieeffekte vorhanden, die wir in der Bekämpfung von den diversen Schadenslagen auch anwenden können.
Und die Herausforderungen, sie nehmen zu, sie steigen stetig.
Und wir sehen es im Bereich der Naturkatastrophen, aber auch im Bereich der ABC-Abwehr.
Also es gibt viele Bereiche, wo uns heute schon Themen verbinden, wo uns Herausforderungen verbinden.
Und dementsprechend möchten wir uns hier wirklich auch gemeinsam auf diese Herausforderungen konzentrieren
und auch wirklich hier gemeinsame Schritte in die Zukunft setzen.
Es gibt so viele Themen, die uns auch in der Technisierung beschäftigen,
ob das Robotik ist, ob das Drohnentechnologien sind,
bis hin zu dem ganz großen Thema natürlich der ABC-Abwehr, der Waldbrandbekämpfung.
Das Zusammenarbeiten mit den Luftfahrzeugen eine bewährte Form, aber auch immer mehr von Bedeutung natürlich ist,
bis hin, dass wir auch als österreichischer Bundesfeuerwehrverband uns jetzt durchaus auch strukturell aufgestellt haben,
um im Bereich Wissenschaft und Forschung hier näher uns mehr mit den Themen auseinanderzusetzen.
Und hier hat es bereits begonnen, auch erste Synergieeffekte und Zusammenarbeitsmodelle auch in diese Richtung aufzubauen.
Das heißt, der Bogen ist ein großer, er spannt sich mittlerweile dann vom Einsatzgeschehen,
das natürlich unser Kerngeschäft ist, bis hin auch zur Unterstützung der Expertise durch die Heeresbekleidungsanstalt,
wenn es auch darum geht und auch unsere neue Bekleidung haben wir hier abgestimmt mit dem großen Erfahrungsschatz, der hier vorhanden ist.
Also es gibt ganz, ganz viele Kontakte und vor allem auch in den Bundesländern der unmittelbare Kontakt dann zwischen den Militärkommandanten
und den Landesfeuerwehrkommandanten vor Ort besteht ja auch eine sehr gute Basis in der Zusammenarbeit.
Auf das wollen wir aufbauen und daher bin ich sehr dankbar, dass wir heute hier diese Unterschrift zum einen setzen können,
aber vor allem das, was dahintersteckt, hat Bedeutung und dafür sind wir dankbar
und ich freue mich hier auf weitere tolle gemeinsame Projekte, die wir hier angehen können. Dankeschön.
Die Zusammenarbeit und das Zusammenrücken wurde bereits angesprochen und daher würde ich Sie einmal mehr ersuchen,
zusammenzurücken und den Kooperationsvertrag auch zu unterzeichnen, bevor wir dann anschließend zu den Fragen übergehen.
Gibt es Fragen von Seiten der Medienvertreter?
Nachdem es keine Fragen mehr gibt, darf ich die Pressekonferenz für beendet erklären
und lade die hier anwesenden Gäste nun gerne zu einem Rundgang einerseits um das Löschfahrzeug der ABC-Abwehr
und andererseits um das Feuerwehrfahrzeug der Berufsfeuerwehr Wien ein. Danke sehr.
