Entenküken im Dezember #tiere #tierrettung #animalrescue

Entenküken im Dezember #tiere #tierrettung #animalrescue

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Tiernotruf.de
1 Videoaufrufe·08.12.2024

Fast jedes Jahr im Winter taucht eine Ente mit ihrem Nachwuchs in der Essener Parkanlage „Grüne Mitte“ auf. Wer die Grüne Mitte nicht kennt hat vielleicht ein idyllisches Naturparadies mitten in der City vor Augen. Tatsächlich aber ist es ein lebensfeindlicher Ort für Wildtiere, die hier ohnehin nicht erwünscht sind. Denn wären sie erwünscht, müssten die Gänse nicht erst einen stark frequentierten Weg mit Passanten, Hunden, Fahrrädern und E-Rollern passieren, um auf der anliegenden, immer kurz gehaltenen Wiese grasen zu können. Wären sie erwünscht, wären die künstlich angelegten Gewässer keine reinen Betonbecken, die nur auf einer Seite Ausstiege anbieten, nämlich da, wo die Menschen sind. Dann wären die Inseln im Gewässer, eigentlich nur erhöhte Pflanzkübel, nicht nachträglich mit Gittern versehen worden um die Wildgänse am Brüten zu hindern. Man könnte denken, die ausführenden Köpfe hinter diesem „Park“ hätten alle zuvor eine Dose Lack gesoffen, bevor sie ihre Ideen zu Papier gebracht haben. Und so schlecht dieses Stück Essen für Wasservögel auch ist… baue ich irgendwo Gewässer hin, die größer als ein Brunnen sind, kommen die Wasservögel. Sie siedeln sich in der Umgebung an und müssen fortan mit den kläglichen Lebensbedingungen klarkommen. Wasservogelküken, die gerade in der ersten Zeit Unmengen an Wasserinsekten benötigen, wie z.B. Stockentenküken, finden hier einfach nicht genügend Nahrung und verhungern. Auch im Sommer. Rückzugsorte für Vogelfamilien gibt es ebenfalls nicht. Da die Küken nicht fliegen und auch nicht dauerhaft auf dem Wasser bleiben können, müssen die Familien mit ihrem Nachwuchs auf den Gehwegen und den stark von Menschen und Hunden genutzten Wiesen nach Ruheorten suchen, die es dort einfach nicht gibt.

Doch zurück zum aktuellen Einsatz: Warum die Ente ihr Nest immer außerhalb der Brutzeit anlegt ist schwer zu sagen. Das kommt aber bei Stockenten durchaus vor. Während es bei Nilgänsen und Trauerschwänen nicht ungewöhnlich ist, den Nachwuchs auch im Winter durchzubekommen, klappt das bei Stockenten so überhaupt nicht. Feuchte, kalte Nächte sind für die Küken ein Todesurteil. Keines von ihnen würde jetzt noch leben, hätten Dustin von der Tiernothilfe Essen und ich die Familie nicht eingesammelt und ins Federheim des Tierschutzvereins Notpfote Animal Rescue e.V. in Neuss gebracht. Allen Küken und auch der Mama geht es gut und wenn die Kleinen ihre Flugfähigkeit erreichen, geht es hinaus in die große weite Welt.

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