Willkommen zu einem weiteren aufschlussreichen Interview! In unserer heutigen Diskussion mit einem hochkarätigen Panel von Experten, darunter Prof. Dr. Elmar Wienecke, Prof. Dr. med. Clemens von Schacky, Dr. med. Manuel Burzler, Prof. Dr. sc. med. Urs Gruber und Prof. Dr. rer. nat. Brigitte König, tauchen wir tief in das Thema ein: 'Versäumte Chancen: Warum die Wurzeln von chronischen Krankheiten oft unbehandelt bleiben.' Erfahren Sie mehr über die oft übersehenen Aspekte der chronischen Krankheiten und wie wir sie besser verstehen und behandeln können. Abonnieren Sie unseren Kanal, um keine unserer fesselnden Diskussionen zu verpassen! ▬ Experten ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Prof. Dr. Elmar Wienecke, Medizinwissenschaftler und Mitglied QS24 Wissenschafts-Gremium Prof. Dr. med. Clemens von Schacky, Internist, Kardiologe, Forscher Dr. med. Manuel Burzler, Arzt, Ausbildner in Epigenetik Prof. Dr. sc. med. Urs Gruber, Medizinwissenschaftler und Mitglied QS24 Wissenschafts-Gremium Prof. Dr. rer. nat. Brigitte König, Wissenschaftlerin und Mitglied QS24 Wissenschafts-Gremium Moderation: Corina Klein Sendungsnummer: KolMed_231013_S7_D
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Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute in unserem Format Colloquium Medicine.
Wir haben heute vier Professoren bei mir und sprechen mal darüber,
was alles so versäumt werden kann an Chancen, wenn ich Menschen habe mit chronischen Entzündungen,
die folgen, aber wo auch wirklich die Ursache sitzt, bis ins kleinste Mitochondrium.
Und wie das funktioniert und was auch wirklich jetzt in der Medizin benötigt wird,
einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen, wie jeder Arzt sich da auch mit auseinandersetzen kann,
das erfahren Sie heute. Bleiben Sie dran.
Hallo in die Runde, schön, dass ihr alle wieder da seid.
Wie gesagt, wir machen keine große Vorstellung, wir haben mehrere Interviews gemeinsam heute
und nur eine kurze Zeit.
Lieber Urs, wir haben ja bei uns in der schulmedizinischen Ausbildung,
haben wir ja mittlerweile wirklich den, es geht ja dahin, dass ich quasi wie bei einem Elefanten,
der eine hält den Schwanz, der andere den Rüssel und keiner sieht eigentlich den ganzen Elefanten
und jeder meint, er ist in seinem Spezialgebiet auf dem richtigen Weg.
Und du hast ja den schönen Ansatz, wirklich in Luxemburg den Campus zu leiten,
wo du wirklich auch wie der Mediziner unterstützt, den Menschen als Ganzes zu sehen
und welchen Einfluss hat es dann auch rauszufinden, wo liegt auch das Thema Ursache,
was bedarf es jetzt auch in der Medizin?
Ja, du hast sehr schön gesagt, der eine zieht am Schwanz, der andere am Rüssel.
Dann könnte es schon ein Elefant sein, das ist richtig, weil nicht alle Tiere haben einen Rüssel.
Wir wissen noch gar nicht, ob es ein Elefant ist oder nicht.
Es gibt, wenn man jetzt das Thema chronische Krankheiten betrachtet,
kann man chronische Krankheiten ja unterschiedlich messen, das ist schon mal das eine.
Dann hat man eine Diagnose vielleicht von einer chronischen Krankheit oder akuten,
aber jetzt sprechen wir ja von den chronischen Krankheiten.
Das ist mal okay und wenn man jetzt sagt, Moment, gibt es denn eine Ursache dafür,
würde ich mich jetzt persönlich nicht wagen, um zu sagen, natürlich gibt es das,
es gibt eine Ursache für eine chronische Krankheit.
Da würde ich im Moment wirklich weit Abstand davon nehmen.
Wenn es aber so ist, dass ich sage, ja, von wem spreche ich,
dann spreche ich wirklich von einem Elefanten, in Anführungszeichen,
wo wir alle uns versuchen, das Optimalste zu geben,
müsste man erst einmal den Elefanten beschreiben.
Sprich, es gibt ja eine Art, die WHO das glaube ich 2008 mal initiiert,
zu sagen, wir möchten gerne eine Art moderne Medizin,
wir möchten die quasi als integrative Medizin verstanden haben.
Und die integrative Medizin hat dann, nach dieser Definition,
hat sie bestimmte Merkmale, nämlich die, dass man sagt,
natürlich hat die, ich sage in Anführungszeichen, die Schulmedizin,
die wir als Schulmedizin verstehen, die muss selbstverständlich drin enthalten sein,
aber auch ganz andere Konzepte, Modelle, Methoden, Möglichkeiten,
in Anführungszeichen, die jetzt nicht unbedingt in die schulmedizinische Kategorie fallen,
aber bestimmte Nachweise von Wirkung usw. trotzdem erbringen können,
wie diese Nachweise entstehen, sind dann unterschiedlich,
aber, und das ist scheinbar das Wichtigste,
aber alle diese Methoden, Modelle, Konzepte,
sich anhand eines Menschenbildes orientieren,
eines ganzheitlichen Menschenbildes orientieren.
Und wenn man sagt, ja, das ist doch schön einfach,
müsste ich mich erst einmal fragen,
ja, von welchem ganzheitlichen Menschenbild wird jetzt da gesprochen überhaupt?
Wenn man sagt, das ist ein biopsychosoziales Ding, in Anführungszeichen,
dann hat man es vielleicht durch eine Art Wissenschaftsbrille mal betrachtet,
aber der Mensch ist ja viel mehr als nur, nur in Anführungszeichen,
durch eine Wissenschaftsbrille betrachtet.
Und wenn ich jetzt sage, ok, dann stellen wir uns so gut als möglich auf,
Medizindisziplinen, komplementäre oder integrative Medizinformen,
psychoemotionale Bewegung, also Therapieformen,
wo es da um Gesundheitsförderung vielleicht geht,
während einer Krankheit, einer chronischen, oder wo es auch um Behandlungen geht,
während einer chronischen Krankheit, für oder gegen diese entsprechende
chronische Krankheit, gibt es auch gute Untersuchungen dazu,
müssen wir erst einmal kennenlernen, von welchem Bild man ausgehen soll,
welcher Elefant ist denn das überhaupt?
Und da haben wir festgestellt, dass jeder Mensch,
hat er noch so eine profunde Expertise in einem bestimmten Fachgebiet,
immer natürlich durch diese Brille schaut, was nachvollziehbar ist.
Viel effektiver, effizienter wäre es vermutlich, wenn man sagt,
ok, wir haben innerhalb eines Studiums zum Beispiel,
sprechen wir auch mal von einem Menschenbild,
jetzt nicht ausschliesslich von Biochemie oder Biophysik,
oder was auch immer, sondern wir versuchen mal den Menschen
so weit zu erfassen, dass auch jemand, der jetzt eine Labormedizin macht,
aber auch Kenntnis vom Menschen dahinter hat, ohne dass er jetzt
in die Situation geraten muss und sagt, jetzt muss ich noch ein wenig
Verhaltenstherapie machen, oder ich muss da etwas fragen,
weil da scheint mir eine große Ressource da zu sein,
weil die Person sehr spirituell ist, oder was auch immer,
das scheint mir ganz wichtig und das versuchen wir natürlich auch
im Rahmen von Weiterbildung und so weiter, so weiter zu geben,
ohne die Fachkompetenz des entsprechenden Experten da zu berühren,
die ist ja schon da.
Wir haben natürlich, wenn jetzt Menschen kommen und sagen,
du, ich habe ein großes Blutbild gemacht, ist alles in Ordnung?
Ja, da muss ich immer lachen.
Was passiert dann bei dir?
Das ist natürlich immer wieder jeden zweiten Tag das Blutbild,
was ist gemessen worden?
Das ist die ganz konkrete Frage ja auch, wenn richtig messen,
wenn auf der Mikronährstoffebene zellulär messen,
weil man dort nur da Defizite sehen kann und das Entscheidende bedeutet eben,
wenn man das jetzt mal so kritisch Revue passieren lässt,
bei den letzten 10, 15 Jahren, bei den Analysen, die wir gemacht haben,
gehen sie mal davon aus, dass 70 bis 80 Prozent der Menschen
nicht adäquat versorgt sind und dass man wirklich überlegen muss,
was kann ich da tun?
Also das muss man ganz klar sagen.
Das ist vollkommen richtig, was er gerade gesagt hat,
aber entscheidender Faktor, die fehlende biochemische Voraussetzung,
die über Ernährung zustande kommt, ist nicht unerheblich
und die führt zu einer extrem chaotischen Situation in den Mitochondrien.
Da kann Brigitte gleich was zu sagen.
Und wenn die Kraftwerke der Zellen nicht da sind, ist alles durcheinander.
Was habt ihr denn gemeinsam für Untersuchungen gemacht?
Wir kennen uns schon sehr lange, wir haben viele Analysen gemacht,
immer wieder Patienten, wir haben eine Fußballmannschaft damals,
ich weiß nicht, ob sie noch eine Fußballmannschaft, Profimannschaft,
die hast du dann bezüglich deines BR Index nochmal untersucht.
Wir hatten einige, die sehr gut waren und einige, die unterirdisch waren.
Mehr unterirdische als gute.
Das heißt, sie ist auch involviert in dem Studiengang, den wir machen,
weil manche Studenten, wenn sie referiert, die saugen das auf,
weil das ein unglaublich spannendes Thema ist, Kraftwerke der Zellen.
Und gerade in Bezug auf chronische Erkrankungen und Ursachen?
Bezüglich chronischer Erkrankung ist es so,
was ist chronische Erkrankung, was ist gerade definiert?
Eine chronische Erkrankung ist, wenn es über lange Zeiträume da ist.
Wenn der Arzt Kortison und Ibuprofen nicht mehr anschlägt, würde ich sagen.
Ja, aber das ist ja bei vielen so, dass es nicht mehr anschlägt.
Im Grunde genommen ist es so, du hast gefragt, wo die Berührung,
die Berührung ist ganz klar da, dass wir die Effektivität
von therapeutischen Maßnahmen, ob es die Mikronährstofftherapie sind
oder was auch immer, die müssen auf der Methodalen Ebene messbar sein.
Und wenn sie nicht messbar sind, kann ich auch nichts dokumentieren.
Und deswegen bin ich auch Gitte sehr dankbar,
dass sie da wirklich dieses Verfahren entwickelt hat,
weil sie ist ein Geschenk für die Welt.
Das ist zu schön, oder?
Ja.
Aber jetzt mal, gibt es aus deiner Sicht wirklich chronisch
oder konntest du einfach auch zeigen, wenn alles optimal abgedeckt ist
und die Mitochondrien alles diese Themen haben von außen,
was sie benötigen, dann kommt der Körper in eine Selbstregulation,
da greift ein innerer Arzt.
Gehen wir vielleicht nochmal zu dem Begriff chronisch.
Chronisch heißt, und jeder darf das korrigieren
oder eine andere Sichtweise haben, chronisch heißt,
dass ich weiß, wenn ich jetzt eine Diagnose stelle,
dass diese Krankheit eigentlich länger anhält
oder beziehungsweise gar nicht mehr geheilt wird.
Davon geht man aus.
Ich würde sagen, das ist eigentlich schon mal etwas Falsches,
weil man sollte versuchen zu sehen, was sind die Ursachen
und kann ich das vielleicht wieder rückgängig machen
oder zumindest so, dass es nicht weiter fortschreitet
für diese Diagnostik gestellt.
Ist es schon sehr spät fortgeschritten, weil dieser Mensch
ganz einfach nicht zum Arzt gegangen ist,
obwohl er sich schon sehr schlecht fühlt?
Oder war es gerade ein Zufallsbefund?
Sie haben auf einmal Diabetes, weil es eine Routineuntersuchung war.
Das spielt sicherlich eine Rolle.
Das sind also die Aussichten bei einer chronischen Erkrankung.
Dann sagt der Begriff das aber auch aus,
dass bis zu dieser Diagnosestellung die Krankheit schon lange da war.
Man hat eine akute Krankheit gehabt.
Das war in diesem Fall vielleicht nicht so sichtbar,
als wenn man eine Erkältung hat, die dann wieder verschwindet
und vielleicht in eine chronische übergehen kann.
Aber eine chronische Krankheit entsteht nicht plötzlich
mit der Diagnose, sondern 10, 20, 30 Jahre vorher entsteht sie.
Und da muss man sagen, was sind da die Marker?
Ein Blutbild ist sicherlich kein Marker für das Entstehen
einer chronischen Erkrankung.
Ein Blutbild kann mir sagen, habe ich eine akute Entzündung
oder habe ich eine chronische Erkrankung?
Man sieht, da fällt irgendetwas auf.
Ich muss überlegen, welche Marker habe ich denn,
die schon 10, 20, 30 Jahre vorher zeigen,
dass es in eine chronische Erkrankung kommen kann?
Wir wissen, dass Schadstoffe minimiert werden müssen,
dass wir Mineralstoffe und Vitamine brauchen,
damit alles funktioniert.
Und natürlich auch, dass die Mittel schon in Ordnung sind.
Wenn man die zeigt schon,
dann fängt man schon sehr frühzeitig an,
dass etwas nicht geht, ohne dass man krank ist.
Das ist auch das Schwierige bei der Medizin,
wenn man es so nennen kann.
Es ist eigentlich auch in den Hochschulen,
auch in der Uni Magdeburg,
das wurde schon vor 10, 15 Jahren analysiert
und gezeigt, dass die Medizinfunktion
auch bei neurodegenerativen Erkrankungen
sehr frühzeitig nicht mehr in Ordnung ist.
Wenn die Medizinfunktion nicht in Ordnung ist,
sag mir doch bitte, welche Krankheit kriegt der Mensch?
Und das kann ich halt nicht.
Die Schwächste Stelle.
Deswegen hat es sich auch so lange nicht durchgesetzt.
Dann können wir aber auch die Brücke schließen
zur Psychoneuroimmunologie.
Wenn die Schwächste Stelle im Außenbereich,
Wut, Leber, Verlassen worden, Verlust,
unverarbeiteter Trennungskonflikt,
wenn da eigentlich auch eine Verbindung hergestellt werden?
Nein, jeder psychische Stress,
sag mir, wenn es nicht richtig ist,
führt natürlich zu bestimmten Sauerstoffradikalen.
Wenn ein Mensch sehr gut aufgestellt ist,
mag es vielleicht gar nicht so schlimm sein,
oder er wird damit fertig.
Wenn er jetzt aber schon ein System hat,
was schon gar nicht so optimal ist,
dann macht es etwas, vielleicht nicht gleich,
aber es gibt natürlich wieder die Mitochondrien,
die ein Teil sind.
Und dann ergänzt sich das mit anderen Faktoren oder Regelkreisen,
die da nicht funktionieren.
Kann ich für mich wirklich eine individuelle Analyse machen,
so wie jetzt bei Elma, zu gucken,
was braucht meine Mitochondria, um wirklich gepusht zu werden?
Was fehlt der in meinem System individuell?
Wir können auf jeden Fall schon ziemlich genau sagen,
in welchem Zustand befinden sich die Mitochondrien.
In welchem Boot eventuell ein Problem ist.
Ist es die Membran, ist es woanders?
Um genau zu sagen, was fehlt mir exakt,
daran arbeiten wir und werden es sicherlich auch in Zukunft
oder bald zur Verfügung stellen können.
Super.
Was gibt es bei dir gerade zum Thema chronische Erkrankungen?
Gerade auch mit dem kardiologischen Hintergrund
gibt es ja auch diese ganzen Dauersupplementationen
nach Herzoperationen mit Cholesterinsenkern.
Was sagst du dazu?
Macht so etwas Sinn?
Das muss dann für immer so sein?
Die Daten auf die Cholesterinsenker
oder besser gesagt die LDL-Senker,
die geben werden,
die sind felsenfest.
Felsenfest.
Es ist natürlich nicht so,
dass jedes Medikament oder jeder Ansatz der LDL senkt.
Auch klinische Ereignisse senken.
Weniger Herzinfarkte zur Folge.
Deswegen ist in der präventiven Kardiologie
immer die Forderung,
dass nicht nur der Laborwert gesenkt wird,
sondern auch klinische Ereignisse.
Diesen Test haben einige Medikamente,
die auf den Markt gekommen sind, nicht bestanden.
Die zweite Anforderung, die wir da haben,
ist, dass wir ein sehr günstiges Verhältnis haben müssen
z.B. mit einem LDL-Senker.
20-30 Leute behandeln, 2-3 Jahre lang,
damit einer davon profitiert.
D.h. ich produziere Nebenwirkungen bei 20-30 Personen
und einer hat davon dann einen Benefit.
Das sind sehr hohe Anforderungen
an das Sicherheitsprofil dieser Medikamente,
die da eingesetzt werden.
Das ist natürlich bei Impfungen ähnlich,
weil ich ja viel mehr Menschen impfe
und ich habe mehr Menschen,
die in Zukunft der Erkrankung exponiert werden.
In der Zukunft exponiert werden.
Deswegen ist das eine spezielle Disziplin,
die Prävention,
in der die Sicherheit der Maßnahme
einen hohen Stellenwert hat.
Die Sicherheit der Maßnahme
ist natürlich immer am einfachsten,
wenn man etwas weglassen kann, was schädigt.
kann nicht von Null gebracht werden.
Das ist übertrieben.
Das hatte ich letztens gehört.
Deswegen frage ich dich,
wenn ich dich schon hier habe.
Ich versäume eine Tagung
der Deutsch-Österreich-Schweizer Gesellschaft
für Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die tagen heute und morgen.
Ich habe die entsprechende Literatur ständig gelesen.
Von Null redet niemand,
sondern man bewegt sich immer niedriger.
Das ist völlig richtig.
Was aber auch richtig ist,
ist, dass die Maßnahmen, um an die 50 zu kommen,
oder vorher waren es 70,
dass die immer drastischer werden
und dann immer wieder an dem Punkt,
den ich gerade angesprochen habe, scheitern.
Das sind PCSK9-Inhibitoren.
Das sind Medikamente,
die man sich einmal in der Woche spritzt.
Ein vielversprechendes Medikament
ist vom Markt genommen worden,
weil es Reizungen an der Einstichstelle gab.
Die Anforderungen an die Arzneimittelsicherheit
sind hoch bei den Medikamenten,
die in die Prävention gehen wollen.
Andere hingegen hatten keine Reizungen an der Einstichstelle,
weil sie nicht nur das LDL senken,
sondern auch die klinischen Ereignisse.
Ich weiß,
dass insbesondere der Klasse der Statinen
ein gewisser Vorbehalt entgegenweht.
Viele Menschen meinen,
dass ihre muskulären Beschwerden
mit der Einnahme von Statinen im Zusammenhang stehen.
Das war übrigens einer der Gründe,
warum man neue Klassen von LDL-Senkern entwickelt hat.
Aber auch da ist es so,
dass das nicht immer der Fall ist.
Da gibt es Tricks.
Ein Trick ist, Statinen zu wechseln.
Ein anderer Trick ist,
dass man Coenzym-Q gibt,
weil Statinen in die Entstehung
der körpereigenen Synthese von Coenzym-Q eingreifen.
Wenn man das ersetzt,
kann man diese Beschwerden verhindern.
Das andere ist,
dass wir hier auch einen Nocebo-Effekt beobachten.
Die Leute hören und lesen und sagen,
jetzt kriege ich dieses Medikament,
das wird mir Muskelschmerzen machen.
Und oh Wunder, dann bekommen sie Muskelschmerzen.
Das ist die Erwartungshaltung, die dann erfüllt wird,
unabhängig davon, was tatsächlich passiert.
Das wird alles überfrachtet.
Dadurch ist eine Haltung in Teilen der Bevölkerung entstanden,
das ist aber nicht richtig.
Habe ich durch Omega-3 Einfluss auf das HDL?
Kriege ich da ein gutes Verhältnis hin,
dass ich nicht auf die Chemie zurückgreifen müsste?
Omega-3-Fettsäuren sind ja,
wir hatten es gerade, Bestandteile der Zellmembran.
Sie haben letztlich mit dem Lipoproteinstoffwechsel
so gut wie nichts zu tun.
Ich kann den HDL dadurch nicht beeinflussen?
Ich kann ihn ein bisschen beeinflussen,
um da kurz klar zu machen, was HDL eigentlich ist.
Das weiß nämlich kein Mensch.
Das ist das Verhalten in einer Ultrazentrifugie.
Wenn ich ein Blutplasma 24 Stunden zentrifugiere,
mit 100.000 mal Erdanziehungskraft,
dann bekomme ich eine Trennung.
Und eine Schicht, die ich sehe,
ist das High-Density, also das Hochdense-Lipoprotein.
Und eine andere Schicht, die ich sehe,
ist das Low-Density, also das Geringdense-Dichte-Lipoprotein.
Und in diesen Schichten
sind zigtausende verschiedene Moleküle.
Wir sprechen also nicht von einer Substanz,
sondern wir sprechen von einem physikalischen Verhalten.
Das heißt letztlich,
wenn man ganz gemein sein will,
weiß man gar nicht, wovon man spricht.
Das Gefühl habe ich manchmal auch.
Das ändert aber nichts daran,
dass z.B. Satine LDL senken.
Und das ändert auch nichts daran,
dass allein das LDL-Senken nicht reicht.
Im Gegenteil, das unterstreicht es,
dass LDL-Senken alleine nicht ausreicht.
Sondern es müssen die klinischen Ereignisse gesenkt werden.
Das ist die elementare Forderung.
Deswegen müssen diese Studien so groß sein.
Deswegen muss das Verhältnis von Nutzen und Risiko
bei diesen Medikamenten so besonders gut sein.
Das wäre natürlich dann doch
der schöne ganzheitliche Ansatz,
den Körper zu stärken, das Milieu zu optimieren.
Da haben wir natürlich viele unserer Gäste und auch ihr,
die die Menschen dabei unterstützen.
Und was ist für euch einfach noch mal wichtig?
Wenn die Diagnose kommt,
Sie haben jetzt eine chronische Erkrankung,
was gebe ich dem Patienten für einen Tipp?
Oder eine Möglichkeit einfach auch da,
die selbst verantwortlich ist?
Also vielen Kräften auch der Selbstregulation
oder der Resilienz,
auch der gesamten Resilienz zu fördern,
ist bestimmt auch die Motivation,
dass die Hoffnung nicht verloren geht.
Auf keinen Fall.
Es gibt Dinge, die sind vielleicht nicht veränderbar.
Vielleicht auch im Rahmen einer chronischen Krankheit.
Und trotzdem kann man vielleicht
sehr, sehr gut damit leben und weiterleben,
wenn sich andere Faktoren entsprechend ändern.
Manchmal eine chronische Krankheit
ist quasi eine Definition.
Wir haben sie sehr schön gehört, was sie ist.
Und das soll für, die man in der Regel
im Körper findet, anhand von Messdaten.
Und wir dürfen nie vergessen,
dass wir ein Teil in uns sind.
Wir haben mentale Kräfte.
Wenn wir die nicht aus Angst
gegen dieses oder jenes einsetzen,
sondern wirklich für uns entsprechend einsetzen
und die Gesundheit auch in diese Richtung fördern,
damit wir Ressourcen und Möglichkeiten haben,
um auch gegen eine chronische Krankheit
Veränderungen herbeizuführen,
dann sind wir eher auf der besseren Seite.
Das ist chronisch nur aus der Schulmedizin.
Könnte ich rein theoretisch auch sagen,
wenn jemand zu mir sagt, es ist eine chronische Krankheit,
sind einfach seine Mittel der Behandlung erschöpft?
Das glaube ich eher nicht.
Es gibt schon bestimmte Definitionen.
Da bin ich auch sehr dankbar.
Ich bin dankbar, dass es die Definition einer chronischen Krankheit gibt.
Je nachdem, durch welche Brille man schaut.
Es gibt zum Teil Krankheiten, wo man denkt,
es ist schwierig, um das jetzt einfach wieder umzudrehen
und wieder so heile zu machen, wie es geht.
Ich würde es nicht ausschliessen, auf keinen Fall.
Ich glaube, es gibt niemand, der sagt,
die Wahrscheinlichkeit liegt bei 100 Prozent,
dass das jetzt so und so ist.
Das wäre sehr vermessen.
Wenn das jemand sagt, würde ich da nicht in die Behandlung gehen.
Aber es gibt doch ebenso Wahrscheinlichkeiten,
die man sehr gut rechnen kann.
Die Hoffnung, die ich da aufgeben soll eigentlich,
dass man sagt, okay, wir werden trotzdem
und erst recht daran arbeiten.
Dafür brauche ich aber nicht nur den Körper,
sondern die ganze mentale Kraft.
Mittlerweile gibt es auch sehr gute Untersuchungen dazu.
Kommen teilweise aus den USA vermehrt.
Wie viel Power das eigentlich, eine Art mentale Kraft,
im Rahmen dieser, wie sieht denn so ein ganzer Mensch,
ganzheitlich ganzer Mensch aus,
und soll man diese Ressourcen nicht mit quasi ins Spiel bringen,
kennt man nicht zuletzt, abschließend das Wort,
auch aus der Psychoneuroimmunologie selbstverständlich.
Ich sage das mal als Trainer, als ehemaliger Fußballtrainer.
Liebe Zuschauer, kennen Sie den Begriff Reframing?
Reframing bedeutet umdeuten.
Aus einem schlechten Spiel Gutes zu machen, das ist mir schwer gefallen.
Wir haben auch schlechte Spiele gemacht,
die sind mir nicht so einfach gefallen.
Das heißt, einen Perspektivwechsel vorzunehmen.
Ich kann medikamentöse Dinge, die notwendig sind, machen.
Ich kann Mikronährstofftherapie begleitend machen,
um Dinge zu reduzieren.
Aber das Ganze, liebe Zuschauer, ist wichtig, Perspektivwechsel vorzunehmen.
Nicht jeden Morgen wach zu werden, ich bin chronisch krank,
da werde ich richtig krank, sondern einfach, geh anders mit den Dingen um.
Du kannst eine ganze Menge tun.
Das ist genau das, was ich sagen wollte.
Man soll den Menschen mit der chronischen Erkrankung
nicht auf seine chronische Erkrankung reduzieren,
wenn man eine chronische Erkrankung hat.
Das andere, was man erwähnen sollte,
ist, dass die Diagnose dieser chronischen Erkrankung
den Zugang zur Therapie öffnet.
Die chronische Polyarthritis ist eine standardchronische Erkrankung.
Da gibt es inzwischen hochwirksame Medikamente,
monoklonale Antikörper,
die diese Erkrankung sehr stark beeinflussen können.
Erst die Diagnose macht den Zugang.
Natürlich wirken der Omega-3-Fettsäuren auch,
muss ich ganz ehrlich sagen, nicht so stark
wie die monoklonalen Antikörper,
und erst die Diagnose macht den Zugang.
Das heißt, wenn sich jemand entsprechend fühlt,
sollte er schauen, dass er auch die chronische Erkrankung
bei sich diagnostizieren lässt oder ausschließen lässt,
weil erst die Diagnose den Zugang zu einer wirksamen Therapie öffnet.
Ja, super.
Brigitte, zum Schluss.
Vielen Dank, das ist sicherlich in Ordnung.
Ich würde trotzdem sagen,
je nachdem, wie stark die chronische Erkrankung ist,
in welchem Stadium,
ist es immer gut, dass wir Medikamente haben.
Aber selbst bei einer chronischen Polyarthritis
ist es sehr gut, mit diesem Medikament anzufangen,
dass sofort die Entzündung weggenommen wird.
Das ist wahrscheinlich der Interleukin-1-Alpha.
Da gibt es verschiedene.
Das ist eine Möglichkeit.
Aber trotzdem zu überlegen,
wie kann ich auf anderen Wegen das wieder hinbekommen
oder unterstützen, dass es nicht schneller fortschreitet.
Eine zentrale Rolle spielen die Mitochondrien.
Ja, sehr schön.
Ich denke, die Umweltgifte
werden auch noch ein bisschen rausgenommen
aus der ganzen Ursachen-Thematik.
Danke euch, dass ihr da wart.
Wir machen gleich weiter.
Ich freue mich auf die nächste Runde.
Liebe Zuschauer, Ursachenforschung ist natürlich ganz viel.
Auch das Thema Selbstverantwortung.
Schauen, mit was gehe ich in Resonanz?
Bei welchen Therapeuten, bei welchem Arzt fühle ich mich wohl?
Welche Analyse-Methoden nutze ich,
um für mich den optimalsten Weg zu gehen?
Ich hoffe, Sie konnten einiges mitnehmen.
Vielen Dank fürs Zuschauen. Bis bald. Tschüss.