Börse: Meine Favoriten für 2025 - der Ausblick von Robert Halver

Börse: Meine Favoriten für 2025 - der Ausblick von Robert Halver

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René will Rendite
2 Videoaufrufe·05.12.2024

Trotz vieler Warnungen ist 2024 bisher ein sehr gutes Börsenjahr. Aber was ist mit 2025? An Krisen mangelt es nicht. Könnte also das kommende Börsenjahr zum direkten Gegenteil von 2024 werden oder behalten erneut die Chancen die Oberhand? In seinem Marktkommentar analysiert Robert Halver, Leiter der Kapitalmarkt-Analyse, die Risiken und Chancen für 2025. Ich freue mich, seine Einschätzung hier bei René will Rendite wieder zu präsentieren.

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Wichtige Stellen:
00:00 Die Risiken für 2025
02:20 Die Chancen für 2025
03:10 Keine guten Aussichten für Zinspapiere
03:36 Sinkende Zinsen werden der Konjunktur helfen
04:52 Chancen für die Werte aus der zweiten Reihe
05:40 Die geopolitischen Krisen dürften sich entspannen
06:22 Anfang 2025 droht ein Rücksetzer am Aktienmarkt
07:17 Mit Sparplänen die Marktschwankungen ausnutzen

Krisen gibt es genug in der Welt: Trump schwingt den Zollhammer besonders gewaltig gegen die BRICS+-Staaten, wenn sie es wagen sollten, Alternativen zur Weltleitwährung US-Dollar aufzubauen. Dem Weltwirtschaftswachstum würde dies sicherlich nicht helfen. Und auch das geopolitische Gefüge (u.a. Ukraine, Nahost) sorgt nicht für reine Börsenfreude.

Und Europa? Gegenüber einem durchregierenden Trump 2.0 ist es auf keiner Ebene gewappnet. Die Nr. 1 und Nr. 2 Europas, Frankreich und Deutschland, haben derzeit keine handlungsfähigen Regierungen. Und fundamental geben die europäischen Frühindikatoren ein fürchterliches Bild ab. In Deutschland macht sich wieder Angst um den Arbeitsplatz breit. Das alles ist der nicht der Stoff, aus dem die Aktienträume sind.

Stellt sich angesichts eines so wenig aufhellenden Hintergrunds die Frage, warum man noch in Aktien investieren sollte? Ist risikoärmeres Sparen auf dem Festgeldkonto nicht die bessere Anlagealternative?

Doch müssen auch die Gegenargumente beachtet werden. So wird die EZB die Zinsen 2025 aufgrund der schwierigen europäischen Wirtschaftslage noch weiter senken, was niedrigere Anlagezinsen bedeutet. Die Fed wird das mit weniger Schmackes tun. Dennoch bleibt die Zinssenkungsfantasie erhalten. Angesichts der Überschuldung sind ohnehin weder die EZB noch die Fed in der Lage, die reine Stabilitätslehre zu praktizieren. Zum besseren Schuldenmanagement wird hüben wie drüben daher der geldpolitische Finger auf zu stark steigende Zinsen bzw. Anleiherenditen gedrückt. Der Inflation wird insofern mehr Beinfreiheit gewährt. Überhaupt, wer der amtlichen Inflationsmessung - insbesondere in Amerika - vertraut, glaubt wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann. Nach Preissteigerungen bleibt da für Anleger nicht mehr viel übrig. Vielfach zahlt man drauf.

Dagegen kommt nicht mehr konsequent bekämpfte Inflation den sachkapitalistischen Aktien zugute. Insgesamt haben Zinspapiere gegenüber Aktien schlechtere Karten. Sie sollten daher als Liquiditätsreserve dienen, aber bloß kein Klumpenrisiko darstellen. Auch wenn die Dividenden im nächsten Jahr teilweise abgespeckt werden, sind sie als laufende Einkommen eine prima Alternative.

Aber der Start ins neue Börsenjahr könnte holprig werden: Anfang 2025 - nachdem die großen Kapitalsammelstellen bis Ende 2024 window dressing betrieben haben - ist zunächst mit einer Dürreperiode und Schwankungen an den Aktienbörsen zu rechnen. Man wird u.a. warten, wie die Trumponomics umgesetzt werden und was die Zinspolitik macht.

Da sich die o.g. positiven Themen im weiteren Jahresverlauf jedoch immer stärker offenbaren, sollte diese Zeitspanne für Zukäufe genutzt werden. 2025 wird aus heutiger Sicht wohl nicht der beste Aktien-Jahrgang werden, aber ein solider.

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