In dieser Late Nerd Show geht es um Warhammer und um Star Wars. Mháire stellt euch die Stadtbeschreibung zu Ulfenkarn für Warhammer Age of Sigmar Soulbound vor. Außerdem regt sie sich über eine Darth Vader Hologramm-Actionfigur auf.
Heute reden wir in der Late Night Show über das Ulfenkarn Buch für Age of Sigmar Soulbound
und über eine Holo-Action-Figur für Darth Vader.
Ulfenkarn ist eine Stadt in den Mortal Realms von Age of Sigmar Soulbound bzw. generell
von Age of Sigmar.
Ich hole hier nur ganz kurz aus, um das Buch ein bisschen einzuordnen.
Ulfenkarn, City at the Edge of Death, das ist eine Stadt, die schon mal Thema eines
Brettspiels war, von den Warhammer Quest-Spielen, den neueren.
Cursed City, wir haben das auch mal testgespielt und dann festgestellt, dass es sehr viel Grind
ist und dann zugegebenermaßen nicht mehr so irrsinnig viel damit gemacht aussah, dass
ich die wirklich tollen Figuren größtenteils bemalt habe.
Und Soulbound wiederum ist die Pen and Paper Version, inzwischen in zwei Editionen vorhanden
von Age of Sigmar, was wiederum die Ablöse war für das alte Warhammer Fantasy Tabletop-Spiel.
Also, wir befinden uns in einem neuen Weltenentwurf, der die geliebte alte Welt damals abgelöst
hat, auch wenn sie natürlich nie ganz verschwunden ist aus dem Spielgeschehen.
Und es ist eine Stadt, die auch schon Teil einer Storyline und eines Brettspiels war.
Und was Ulfenkarn, City at the Edge of Death, jetzt macht, ist, diese Stadt, wie sie in
Cursed City vorgestellt worden ist, spielbar zu machen mit Soulbound, mit ein paar Regeländerungen
und die Storyline, die im Brettspiel ist, einzubetten in ein größeres Geschehen und
es zu ermöglichen, mit seinen eigenen Rollenspielhelden das mitzuerleben, mitzugestalten und auch
noch den Fallout davon vielleicht zu überleben, aber nicht sehr wahrscheinlich.
Soulbound hat in der Regel den Untertitel Perilous Adventures in the Mortal Realms,
also gefährliche Abenteuer in den Reichen der Sterblichen und Ulfenkarn ist untertitelt
mit Grim and Perilous Adventures in the Cursed City.
Grim and Perilous ist normalerweise der Slogan für Warhammer Fantasy Roleplay, also das
Rollenspiel, das in der alten Welt von Warhammer Fantasy spielt, die sehr viel weniger High
Fantasy und abgefahren ist und sehr viel greifbarer dadurch.
Das hier ist dementsprechend ein bisschen auch die Warhammer Fantasyierung von Soulbound
und von Age of Sigmar.
Es gibt aber schon einen Regelsatz, der sich Grim and Perilous nennt, der in Soulbound
vorgestellt wird.
Darin sind die Charaktere weniger mächtig und haben weniger tolle Gegenstände.
In Soulbound spielt man normalerweise tolle, große Helden.
Man kann auch die Sigmarines, wie sie scherzweise genannt werden, die Stormcast Eternals spielen,
unsterbliche, von einem Gott hergestellte beziehungsweise wiederbelebte KriegerInnen,
die durch die Reiche toben und dabei Leute mit Blitzen, Schwertern und Hämmern und dergleichen
umbringen, um die Ordnung voranzubringen.
In Ulfenkahn sind wir solche Leute mal gar nicht.
Wir sind ganz arme Normalos, die aus dieser Stadt kommen oder die es dorthin verschlagen hat.
Wir sind keine Soulbound, das heißt, uns fehlt auch ein Pool von Gummipunkten, die die Helden
hier normalerweise drin haben, um ganz besondere Sachen zu machen.
Wir dürfen auch die Superspecial-Spezies gar nicht spielen.
Es gibt keine Stormcast Eternals und keine Sylvaneth, also Waldgeister-Elfen-Kombos.
Dafür kriegen wir eine Sache extra.
Wir können nämlich Ogor spielen, also große, starke Leute mit einem tollen Gebiss,
die vielleicht ein bisschen Hunger haben.
Und dann werden wir hier reingeworfen.
Es gibt einen Überblick darüber, wie Ulfenkahn zu der Stadt des Todes geworden ist,
die sie heute ist, die von einem tierischen Vampir beherrscht wird.
Tierisch sowohl in dem Sinne, dass er ein krasser Typ ist, als auch, dass er zu der Variante
von Vampir gehört, die sich leicht in Monster verwandelt, was der Fluch ihrer Blutlinie ist.
Ulfenkahn war mal eine Stadt namens Mournhold, die im Reich des Todes existiert.
Im Reich des Todes sind aber nicht nur Geister und Tote, sondern da können auch Lebende leben.
Es ist kompliziert.
Aber dort haben Leute an Ahnengeistern geforscht, bis das Chaos kam, die Stadt beinahe erobert hat
und man einen Deal mit einem Vampir gemacht hat namens Radukar, der gesagt hat,
hey, ich kann euch vor dem Chaos beschützen, dafür müsst ihr mich nur ein bisschen durchfüttern.
Und dieser hat dann irgendwann in einem Staatsstreich, als das ganze Reich erschüttert wurde,
die Stadt gesamt übernommen, hat den Adel zu Vampiren gemacht, die Wache getötet,
seine eigenen Leibwächter in Zombies verwandelt und das Ganze in einlebenden Schrecken umgewandelt.
Die Stadt wird also von Vampiren und anderen Monstern beherrscht.
Und die Sterblichen, die da drin sind, sind im Grunde nur Futter.
Die leben in den Überresten von ihrer früher doch eigentlich ganz schönen Stadt,
haben kaum noch Zugriff auf die Ressourcen davon und müssen alle paar Tage etwas von ihrem Blut opfern,
damit die ganzen Vampire oben an der Spitze weiter ernährt werden können.
Wir bekommen dafür eben diesen Hintergrund.
Wir bekommen ein bisschen was an Framework, was wir spielen können,
also Regelzusätze und Regelabwandlungen, mit denen eure Charaktere sind nicht so mächtig,
aber dafür haben wir hier neue Archetypen.
Und die entsprechen den Figuren, die wir im Brettspiel spielen konnten,
nur dass die Iconics, die Bilder, die hier drin sind, in der Regel die Genderband-Version ist,
was mich freut, zum Beispiel auch bei den Duoden, also bei den Steampunk-Zwergen, die es hier gibt.
Und dann haben wir eine wirklich sehr ausführliche Beschreibung der Stadt mit ihren einzelnen Stadtteilen.
Wie hat sich dort das ganze Grauen durchgesetzt?
Welche übernatürlichen Wesen gehen da um?
Wie gehen die Sterblichen damit um?
Wer hat das Sagen?
Und vor allen Dingen große, aber übersichtlich gestaltete Tabellen mit Zufallsbegegnungen
und auch einfach mit Eindrücken von Dingen, die in der Region geschehen, die man schnell auswürfen kann
und die in einem maximal zwei Sätzen dir Flair, Info oder einen interessanten Ansatz fürs Spiel bieten.
Darüber hinaus ist alles mit Plot-Hooks gespickt.
Die sind extra als kleine Kärtchen hervorgehoben mit einem Haken drin,
wo in einem Absatz in der Regel ein Mini-Abenteuer oder ein Aufhänger eben für ein Abenteuer drin geschildert wird.
Die sind vielfältig und vor allen Dingen sind sie überall.
Man kann sich gar nicht retten vor Abenteuerideen in diesem Buch.
Und wenn das noch nicht genug ist, diese sehr ausführliche Stadtbeschreibung,
die dann auch noch so gegliedert ist, dass sie über einen längeren Zeitrahmen gültig ist,
während der Zeit, die wir aus Cursed City kennen,
während der Zeit, die auf dem beruht, was in Cursed City dann passiert ist,
dass andere Vampire an die Macht kommen und dann, was dann bei dem Ende der Stadt,
die mehr oder weniger unweigerlich in Entropie hineingesogen wird, noch passieren kann.
Mit Absätzen, die hervorgehoben sind und farblich markiert sind, um zu sagen,
wie sieht es hier in der Gegend aus, wenn wir uns in der Zeitphase befinden?
Wie sieht es aus, wenn wir uns in dieser Zeitphase befinden?
Wenn das noch nicht genug ist, dann gibt es noch am Ende Schauplätze,
die mich von der Aufarbeitung ein bisschen an die Herangehensweise von Free League erinnern,
mit zum Beispiel ihren Schauplätzen bei Forbidden Lands oder auch bei The One Ring in der zweiten
Edition mit einer Übersichtskarte und dann Beschreibung der einzelnen Bestandteile des
Ortes mit ein paar Aufhängen. Sie sind aber gerade im Vergleich mit den Schauplätzen,
wie sie von Free League ausgearbeitet werden, ein bisschen schwächer,
insofern, dass die Karten nicht besonders nützlich sind, manchmal missverständlich
mit den Symbolen versehen. Man sich manchmal fragt, hier sind drei Punkte, die unter dem
Buchstaben A abgelegt werden, aber ich habe keine Ahnung, worauf sie der Karte sein sollen.
Meisten Karten sind in Draufsicht, eine allerdings ist vertikal, aber es gibt keinen Hinweis dazu,
dass sie das sein soll, weswegen man eine ganze Weile rumrätselt, wie zur Hölle das
funktionieren soll. Aber die Beschreibungen immerhin sind relativ übersichtlich und auch
hier gibt es haufenweise Zufallstabellen für Begegnungen und für Eindrücke, die man haben
kann, um dann zum Beispiel einen Raid auf einen Vampirpalast durchzuspielen und das
jedes Mal anders zu gestalten. Und natürlich noch ein Monster-Anhang mit den ganzen fiesen
Kreaturen, ob das Wahrgeist sind oder Ogre-Zombies oder spezielle Vampire, die auf die Jagd gehen
in der Stadt oder sogar die Bosse. Denn alles, was man in Cursed City bekämpfen kann, ist
hier auch nochmal als Monster für Soulbound aufgearbeitet, beziehungsweise sogar noch
ein bisschen was darüber hinaus. Ulfencarn City at the Edge of Death ist damit ein gut
bespielbarer, in sich geschlossener, durcherklärter Schauplatz, eine Stadtbeschreibung. Sie hat
meiner Ansicht nach größtenteils nur Stärken, sie ist gut strukturiert, sie hat haufenweise
Plot-Hooks, man kann ganz viel davon einfach rausnehmen und auch an andere Dinge einbetten.
Und sie hat zwei leichte Schwächen und die eine ist, dass es ein bisschen eintönig ist.
Es ist eine Stadt, in der Vampire und andere Monster regieren und die Menschen sind Futter.
Das ist jetzt in jedem Ortsteil einfach mit einer ein bisschen anderen Geschmacksrichtung
angeordnet. Hier wirst du entführt, um von Vampiren durch einen Labyrinth gejagt zu werden,
hier wirst du entführt, um lebendig im Friedhof begraben zu werden, damit du zu einem Zombie
wirst. Unterschiedliche Enden, aber ähnliche Form von Bedrohung. Die Stimmung wird aber
trotzdem gut transportiert und das Zweite sind eben die Karten, die größtenteils nutzlos
sind, sowohl von der gesamten Stadt als auch von den einzelnen Schauplätzen und einiges
an Aufarbeitung von der Spielleitung benötigen. Aber dafür der riesen, riesen Vorteil, dass
man, selbst wenn man nicht an Soulbound interessiert ist oder generell nicht an den Mortal Realms,
den sterblichen Reichen von Age of Sigmar interessiert ist, ist das ein sehr gutes Horror-Setting,
das sich aufgrund der verwendeten Klischees bzw. Tropes genauso gut in andere Horror-Settings
übertragen lassen würde. Man kann Ulfenkahn auch einfach nehmen und zu einer der Reiche
machen, die in Dungeons & Dragons große monströse Wesen beherbergen, wie zum Beispiel Barovia
oder in jedes beliebige andere Setting, wo es irgendeine Form von Vampiren gibt, die
ähnlich funktionieren wie diese. Das sind am Ende unter anderem auch für schönes Artwork
und zum Beispiel die Genderband-Version der Iconics acht von zehn möglichen Punkten für
ein sehr ordentliches und nutzbares Buch. Dann reden wir im zweiten Teil nicht lang
über eine Actionfigur, die wir uns angeschafft haben, nämlich den holographischen Darth
Vader im großen Maßstab und ich fürchte, dass diese Besprechung der Actionfigur vielleicht
eher ein bisschen ein Rant wird. Spoiler, wir sind nicht so irrsinnig zufrieden damit.
Was ist das? Es ist ein beleuchtbares Podest, auf das man dann eine durchsichtig gegossene
Actionfigur draufstellen kann. Die Actionfigur an sich ist vollkommen okay. Sie hat relativ
viele Points of Articulation, die auch gut funktionieren und hat auch schöne Details,
auch wenn man die bei einer nicht bemalten Figur nicht so irrsinnig gut sehen kann und
Stoffcape und Stoffmäntelchen. Ich bin da nicht immer so ein Riesenfan von, aber die hier
funktionieren und sie haben auch eine Farbe dafür gewählt und ein Material, das für den Holo-Effekt
ganz gut geht. Wenn wir uns jetzt aber schon damit beschäftigen, was die Actionfigur macht,
actionmäßiges, dann komme ich an den Punkt, dass ich beim besten Willen und Nico hat es auch nicht
geschafft, das Lichtschwert von Darth Vader, nicht kaputt gegangen, das kann man auseinandernehmen,
ihn nicht in die rechte Hand geben kann. Das heißt, der hier muss jetzt als Linkshänder
kämpfen, das tut mir leid. Das Material nämlich, das durchsichtige, mit dem die Bestandteile dieser
Actionfigur gegossen sind, ist härter und weniger biegsam als das, aus dem die normalerweise
bestehen. Das heißt, im Trick, mit dem die Finger leicht aufbiegen, die Waffe reintun und dann
schließen sich wieder drum, kriege ich nicht hin, ohne mir oder Darth richtig weh zu tun.
Und dann kommen wir zu dem Punkt, was eigentlich der Gag sein sollte, nämlich, dass man sie da
draufstellt und dann wird sie von innen beleuchtet und es gibt sogar ein kleines
Aura Bash Schildchen, das das Ganze dann noch beschriftet. Aber nichts davon funktioniert so
richtig. Das Schild ist total flimsy und fällt hier regelmäßig raus, aber immerhin funktioniert
bei dem die Beleuchtung, zumindest so ein bisschen. Dann sind hier so zwei Nubsis drauf, die man in
die Vertiefungen in die Füße stecken kann, aber beide da reinzukriegen, funktioniert nicht so
richtig, weil Herr Vader einfach viel zu große Füße hat. Und wenn das Schildchen hier drin
steht, funktionieren die schon mal gar nicht. Dann muss man hier wirklich rumprobieren. Und
zuletzt, ihr habt es vermutlich schon gesehen, dieses Holo schafft es nur, sich bis zu den
Knien zu beleuchten. Ich nehme mal an, dass diese Art von Plattformen entwickelt worden ist für
kleinere Figuren und dann niemand irgendwie groß getestet hat, ob das bei sowas hier auch
funktioniert. Aber seinen Kopf, da ist nicht viel los. Ich meine, das ist vielleicht kanonisch gar
nicht so unpassend, aber da leuchtet nichts. Schade. Die Actionfigur kostet, je nachdem, bei welcher
Quelle man sie bestellt, um die 40 Euro und das ist sie meiner Ansicht nach nicht wert. Vielen
Dank, dass ihr zu meinem Rant gekommen seid, beziehungsweise stellvertretend für Nico, der
nämlich der Sammler beziehungsweise der Kurator unseres Star Wars Actionfiguren-Sammlungen ist
und sicherlich auch nicht sehr zufrieden damit. Gut, dies war die Late-Night-Show und ein verspäteter
Hinweis darauf, dass ihr uns sehr aushelft, wenn ihr mit dieser Folge interagiert, generell mit
unseren Videos interagiert, mit einem Like oder mit einem Kommentar, indem ihr sie laufen lasst
und so weiter und so fort. Und dass wir mehr als die Late-Night-Show auch noch eine ganze Menge
andere Dinge machen, dass wir auch einen zweiten Kanal haben, Orken Spalter TV spielt, wo vor
allem unsere Live-Runden auch festgehalten werden, damit dieser Hauptkanal nicht so sehr davon
überschwemmt wird. Und wenn ihr uns darüber hinaus noch unterstützen wollt, sagt uns weiter. Und wir
haben einen Patreon, von dem sich der ganze Wunsch hier finanziert. Und vielen Dank an die Leute, die
uns dort unterstützen. Ihr seid die Besten. Eure Namen, zumindest einen guten Teil davon, seht ihr
jetzt auch gleich im Abspann, der sicherlich mit irgendwas humorvollem oder lustigem oder zumindest
interessantem Hinterlicht geht von Nico. Macht's gut, bis dann. Wir sehen oder hören uns beim nächsten Mal.
Darf ich mal eine dumme Frage stellen, Iris? Ist dein Headset auch unter deinem Bart oder?
Ich muss raten. Moment, was ist das denn? So, sehr gut, sehr gut getarnt. Super.