
Aktien, Gold, Zinsen - der Jahresausblick 2025 mit Robert Halver
Wenn nichts mehr schief geht, wird auch 2024 wieder ein sehr gutes Aktienjahr. Doch wie geht es 2025 weiter? Wie wird sich die Wahl von Donald Trump auf die Märkte auswirken? Robert Halver, Leiter der Kapitalmarkt-Analyse bei der Baader Bank, ist zuversichtlich für das nächste Börsenjahr – auch wenn es mal zu Rücksetzern kommen kann. Ich freue mich, seinen Jahresausblick für Zinsen, Gold und Aktien bei „René will Rendite“ zu präsentieren.
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00:00 Der Ausblick für die Konjunktur
03:16 Was bei den Zinsen und der Geldpolitik zu erwarten ist
03:59 Anleihen bleiben attraktiv
04:28 Die Entwicklung bei den Rohstoffen
05:25 Gute Aussichten für Gold
06:02 Auch 2025 dürfte ein gutes Aktienjahr werden
09:21 Hoffen auf ein Ende des Ukraine-Kriegs
10:16 Kryptos erhalten die höheren Weihen
11:00 Das Fazit von Robert Halver
Halvers Ausblick für Gold
"Gold bleibt der sachkapitalistische Klassiker mit Perspektive. Die öffentliche Wirtschaftsförderung über weiter steigende Staatsverschuldung geht mit einer höheren Trendinflation einher. Diese wird allerdings von den Notenbanken aufgrund der Sorge vor Finanzierungsengpässen nicht mehr konsequent bekämpft. Damit sind die (Real-)Zinsen gegenüber dem zinslosen Edelmetall Gold kaum wettbewerbsfähig. Gemeinsam mit einer wenig friedvollen Welt ist die Bühne für einen Goldpreis auch über 3.000 Dollar je Unze im nächsten Jahr bereitet. Stützend bleibt zudem, dass die internationalen Notenbanken weiter Goldbestände anhäufen. Insbesondere China treibt seine ,Unabhängigkeitsbewegung' von US-Anleihen voran und kauft so viel Gold wie kein anderer Staat."
Halvers Ausblick für Aktien
"Die US-Konjunktur zeigt für 2025 besondere Steherqualitäten, was zwar eine gewisse Inflationswiederbelebung bedeutet. Doch diese inflationiert ebenso Umsätze und Unternehmensgewinne, die zusätzlich durch Steuersenkungen erhöht werden. Im internationalen Vergleich vorne liegende Gewinnerwartungen sichern die fundamentale pole position von US-Aktien ab. Angesichts der rigorosen Reindustrialisierung sind vor allem US-Substanzwerte gerade aus der zweiten Aktienreihe mit Fokus auf den nordamerikanischen Binnenmarkt im Vorteil. Ihre Trendwende zu den „Großkopferten“ aus dem US-Leitindex S&P 500 ist bereits eingeleitet und hat aufgrund der langjährigen Underperformance noch viel Potenzial.
Grundsätzlich sprechen eine robuste US-Konjunktur sowie eine allmähliche Weltwirtschaftsstabilisierung für einen positiven Aktien-Ausblick auch für Europas und Deutschlands Exportwerte, speziell small und midcaps. Trumpscher Protektionismus wirkt hier zwar als Dämpfer. Allerdings werden ausländische Unternehmen ihre US-Aktivitäten forcieren, um Zöllen zu entgehen und in den Genuss des sowieso attraktiveren US-Standorts zu kommen. Damit verlassen sie ebenfalls die Niederungen der bislang ernüchternden (Wirtschafts-)Politik.
