Ich habe mir einen neuen Server für mein Video Footage, sowie persönliche Daten mit Unraid selber gebaut. So macht man sich unabhängiger von Cloud-Diensten und lernt dabei noch eine Menge neues! IIch nehme euch Schritt für Schritt mit: Von der Suche nach der passenden Hardware über die Umsetzung bis hin zur Installation und Einrichtung der Software. Außerdem erfahrt ihr, worauf ihr beim Bau eines solchen Servers achten solltet, und welche besonderen Aspekte es im Zusammenhang mit Plex-Servern und Transcoding zu beachten gibt. Viel Spaß!
Kapitel: 00:00 Einleitung 01:13 Welche Hardware kommt in meinen Unraid Server? (CPU, RAM, HBA Card) 07:42 Mein geniales 19" Zoll Rack NAS Gehäuse! (RM43-320-RS) 10:48 Ich baue meinen neuen Heim-Server! 12:29 Der erste Boot-Vorgang meines neuen Servers! Funktioniert alles? 14:01 Die 18TB Festplatten kommen ins Server Gehäuse! 14:20 Was ist Unraid, RAID, ein Cache und wie funktioniert das alles? 18:13 Einrichtung unseres Speicher Pools inkl. Cache bei Unraid 21:22 Wie schnell ist unser Unraid Server? WRITE & READ Speedtest 23:58 Deswegen bevorzuge ich Unraid gegenüber eines klassisches RAIDs! 24:58 Die Kosten meines Servers & Fazit
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Leute, ich betreibe aktuell zwei große Datenserver.
Ein mit rund 45 Terabyte, wo ich meine ganzen Videoprojekte auslager.
Und einen zweiten Reihen-Medien-Server mit nochmal circa 30 Terabyte.
Ja, und nun das Problem. Beide sind von der Kapazität nahezu ausgereizt.
Bedeutet, es passt einfach nichts mehr oben drauf.
Jetzt könnte man natürlich sagen, hey Leo, lösch doch einfach was von deinem alten Material.
Aber Leute, es gibt doch da eine viel bessere Lösung.
Einfach mehr Speicher.
Ja Leute, und deswegen werde ich euch heute bei meinem DIY-NAS-Homeserver-Build mitnehmen.
Ich werde euch erläutern, warum ich welche Komponenten gewählt habe,
für welche Festplatten ich mich entschieden habe,
wie das Betriebssystem funktioniert
und am Ende natürlich auch offenbaren, was mich das Ganze gekostet hat.
Und ich sag euch schon mal so viel, mein Konto fand das hier nicht so geil.
Aber all das, was wir hier heute sehen, könnt ihr zuhause auch mit minimaler Hardware,
die ihr vielleicht noch rumliegen habt, einfach selber nachmachen.
Deswegen würde ich sagen, let's go.
Ja Leute, hier habe ich jetzt mal alles aufgelistet,
was wir für den NAS, für den Server-Build heute brauchen
und wir gehen das jetzt einfach mal hier gemeinsam durch.
Als allererstes natürlich die Frage, welche CPU kommt hier in den Server?
Und in meinem Fall habe ich mich hier für einen Intel Core i5 und zwar den 12600K entschieden.
Warum? Ihr müsst wissen, ich habe ja schon ein paar Server vorher gebaut
und dort habe ich auch bis jetzt immer Intel eingesetzt, vorher war es ein i3
und auch der hat eigentlich mit all dem, was ich machen wollte,
das heißt Plex-Transcoding von 4K-Content und einfach als Data-Storage mit ein paar VMs völlig ausgereicht.
Trotzdem habe ich mir gedacht, jetzt wenn ich schon Geld in die Hand nehme,
will ich noch ein bisschen mehr Headroom nach oben haben,
deswegen ist aus dem vorigen i3 jetzt ein i5 der 12. Generation geworden, der 12600K.
Die CPU wird hier gepaart mit schön 12 Gigabyte RAM.
12 Gigabyte reichen in meinem Fall völlig aus, wie gesagt ein paar VMs, sonst einfach nur das Betriebssystem.
Da der neue Datenserver auch wieder auf Unraid als Software-Basis laufen soll,
habe ich mich natürlich auch entschieden einen Cache im Server zu verbauen.
Grundsätzlich ist es bei Unraid nämlich so, da wir kein klassisches RAID-System haben,
dass wir nicht die Bandbreite mit immer mehr Festplatten erhöhen, verdoppeln, verdreifachen,
sondern diese wird immer noch an der einzelnen HDD-Geschwindigkeit gemessen.
Bedeutet, da ich den Server gerade dafür nutzen werde,
große Projekte, die ich vorher geschnitten habe auf dem internen Mac, darauf zu dampen,
das heißt einfach da rüber zu hauen, das sind dann mal schnell 300, 400 Gigabyte,
die da in einem Rutsch rüber sollen,
habe ich mich entschieden hier 1 Terabyte NVMe-SSDs zu nehmen.
Die sind verdammt schnell, werden dann auch meine 10 Gigabit LAN-Verbindung,
die ich später zum Server haben werde, nicht ausreizen,
so dass ich, wenn ich einfach Daten auf den Server schiebe, die schön mit 10 Gigabit draufballern kann.
Wichtig hier zu dem Punkt, ich habe direkt zwei gleiche identische NVMe-SSDs besorgt.
Da der Cache hier später auf zwei Platten gespiegelt laufen wird,
bedeutet, wenn der Cache auch mal kaputt geht, will ich eine Redundanz drin haben,
eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass Daten verloren gehen.
Und das richtige Motherboard zu finden, fiel mir oder fällt, glaube ich, vielen auch immer schwer.
Denn es ist immer so ein bisschen die Balance zwischen Kosten und Nutzen.
Was will man in der Zukunft noch für Erweiterungsmöglichkeiten haben?
Wie viel Geld will man ausgeben?
Was braucht man für Anschlüsse, um die ganzen Festplatten zu betreiben?
Ja, Leute, und am Ende, nachdem ich mich stundenlang im PC-Partpicker und in Foren bewegt habe,
bin ich hier auf dem Asus Z790 Pro hängen geblieben.
Das ist ein sehr schönes Motherboard, welches neben vier RAM-Slots und vier M.2-Slots
auch noch fünf PCIe-Steckplätze bereithält, die mir auch in Zukunft die Möglichkeit geben werden,
vielleicht noch mal eine GPU zu installieren, wenn ich mal ein paar KI-Sachen machen will.
Ebenso haben wir ein paar SATA-Ports, wir haben 2,5 Gigabit Ethernet an Bord.
Was natürlich nicht fehlen darf, ist auch der passende CPU-Kühler.
Und da hier bei dem i5 kein Boxkühler mit dabei ist,
habe ich mich hier für einen von Noctua entschieden.
Und dieser CPU-Kühler ist schön flach, schön leise, perfekt für die kleine CPU, jetzt hier auch geeignet.
Wir werden uns ja gleich gemeinsam das Server-Case angucken,
wo nachher die ganzen Festplatten reinkommen, alles verbaut wird.
Und das ist echt ein heftiges Teil mit insgesamt 25 Steckplätzen für HDDs.
Und da stellt sich natürlich die Frage, wie bekommen wir diese ganzen HDDs überhaupt angeschlossen?
Ihr werdet es gleich beim Case besser verstehen, aber ich zeige sie euch ja einfach schon mal.
Das hier ist eine sogenannte HBA-Card.
Dieser hat hier direkt 4 SFF-8643-Ports, wo wir insgesamt an jeden einzelnen 4 HDDs anschließen können.
Die passenden Kabel dazu zeige ich euch gleich, denn diese SFF-Ports passen mit den Backplanes von meinem Server-Case zusammen.
Den Füchsen von euch ist vielleicht jetzt schon was aufgefallen, denn ich habe hier wie gesagt nur 4 Buchsen.
An jeden 4 Festplatten heißt 4, 8, 12, 16 HDDs kann ich maximal hier mit der Karte betreiben.
Und wenn wir jetzt zum Case kommen, wo ja insgesamt 20 HDD-Slots sind, würde hier einer fehlen.
Ich habe jetzt perspektivisch für den Anfang aber sowieso erstmal nur 8 HDDs in dem Case.
Und da diese Karten echt sauteuer sind, habe ich mich jetzt erstmal für das kleinere Modell entschieden.
So Leute, ihr glaubt nicht was gerade angekommen ist, die Festplatten.
Das sieht erstmal sehr gut verpackt aus und hier müssten jetzt die Platten drin stecken.
Oh Gott, ich sehe mich schon gleich was droppen hier.
So und das würde ich mal sagen ist doch erstklassig hier gemacht.
Grundsätzlich muss ich sagen sind das hier, und das wird das erste Spannende an dem Projekt, keine komplett neuen Festplatten.
Ich habe natürlich versucht den YouTube-Bonus so ein bisschen zu nutzen, bei ein paar Herstellern angefragt.
Es gab immer wieder Rückfragen und sind da die Wege, solange am Ende hatte ich keinen Bock mehr,
mir hier irgendwie jetzt nochmal 4 Wochen Zeit zu nehmen und zu warten, dass vielleicht jemand Bock hat zu kooperieren.
Deswegen habe ich gesagt, Leute, das Projekt geht erstmal schön auf eigene Tasche.
Und deswegen habe ich mich hier entschieden, tatsächlich Re-Certified Festplatten zu nehmen.
Ganz wichtig, nicht zu vergleichbar mit Refurbished Platten.
Refurbished bedeutet im Grunde immer Grunderneuert.
Das kann zum Beispiel ein Händler machen, dass er, wenn er Retourware von einem seiner Kunden bekommt,
so eine Festplatte dann als Refurbished, also Grunderneuert einmal angeschaut und neu verpackt, sage ich mal, verkaufen darf.
Das hier ist tatsächlich eine Re-Certified Festplatte.
Bedeutet, diese Platte war schon mal in Benutzung, ging dann aber zum Hersteller zurück, wurde da überprüft und dann Re-Zertifiziert.
Bedeutet, wir haben hier auf der Platte die komplette Original-Garantie.
Ich habe mich am Ende des Tages für eine Seagate Festplatte entschieden.
Und das hier ist eine der Serie Exos X18.
Die Exos Serie von Seagate ist für Datencenter eigentlich gemacht.
Also nicht so für den privaten kleinen Heimnetz-Bereich, wo man 3, 4 Festplatten vielleicht auch in seinen Gaming-Rechner schiebt oder so.
Das hier sind Festplatten, die sind darauf ausgelegt, 24-7 zu laufen.
Und diese Exos Serie hier hat tatsächlich eine zertifizierte Schreibleistung pro Jahr von 550 Terabyte, was eine ganze Menge ist.
Das gepaart mit 5-Jahr-Garantie, tollen Geschwindigkeiten, die die Platte hier erreicht, war für mich am Ende des Tages so ein No-Brainer.
Ich habe hier insgesamt 8 Festplatten mit jeweils 18 Terabyte.
Das heißt, hier kommen wir auf eine gute Gesamtkapazität.
Ich werde jede einzelne Festplatte jetzt einmal auspacken und prüfen.
Das heißt, einmal so einen Smart-Test unterziehen.
Da sieht man einmal technische Daten, die hier auf dem internen Speicher liegen.
Wie viele Stunden lief die Festplatte schon?
Gibt es irgendwelche Smart-Errors, also kleine Fehlerchen, Sektorenfehler, wie auch immer?
Ja Leute, wenn dann, dann doch schon mal richtig.
Und das habe ich mir nämlich hier auch bei dem Case gedacht.
Ich habe viele kleine Server gehabt.
Eine Diskstation mal von Synology, dann selber ein ganz normales PC-Gehäuse mit HDD einschieben.
Aber der Traum war natürlich immer, ein richtig schönes 19-Zoll-Rack-Mount-fähiges Servergehäuse mit ganz vielen schönen Festplatten einschieben.
Und den Traum habe ich mir jetzt hier mit diesem Server-Case von Silverstone ermöglicht.
Ich muss persönlich sagen, das Ding war eigentlich viel, viel zu teuer.
Ich habe 750 Euro, glaube ich, jetzt hierfür bezahlt.
Das ist eine ganze Stange Geld.
Trotzdem denke ich, dass es jetzt über die nächsten Jahre oder über sehr, sehr viele Jahre absolut ausreichend für mich sein wird.
Wichtig als erstes dazu zu sagen, ihr seht hier, das ist ein relativ langer Server.
Ich blende euch mal die technischen Daten ein.
Der passt aber perfekt in einen 19-Zoll-Rack rein.
Und das als kleiner Teaser vorweg.
Ich habe mir auch schon einen richtigen Serverschrank besorgt.
Also hier ist wirklich, mein Konto hat geblutet bei diesem Projekt.
Denn der Plan ist auch, einen kleinen Serverraum zu bauen in einem separaten Video.
Wenn ihr das nicht verpassen wollt, würde ich euch empfehlen, den Kanal zu abonnieren und die kleine Glocke gleich mit zu aktivieren.
Dann verpasst ihr das nämlich nicht.
Warum aber das Teil jetzt für mich wahrscheinlich für viele, viele folgende Jahre ausreichen wird, das sehen wir hier an der Front.
Denn ihr seht schon, wir haben hier insgesamt 15, 15, 20 HDD Slots für 2,5 oder 3,5 Zoll HDDs.
Und das ist natürlich eine mega geile Sache.
Und ich muss sagen, obwohl das Teil teuer war, kann man das jetzt so ein bisschen nachvollziehen.
Das ist wirklich gute Qualität, was ich jetzt von so einem Hersteller wie Silverstone gar nicht mal erwartet hätte.
Denn was ihr hier schon als erstes seht, wir haben tatsächlich hier, um die HDDs zu kühlen, Hotswappable Fans.
Das heißt, wenn ich die mir jetzt hier mal rausgreife, seht ihr, ich könnte die quasi im laufenden Betrieb rausnehmen.
Die haben unten hier einen kleinen Konnektor.
Hier drin, seht ihr schon, haben wir genug Platz, um alle möglichen Motherboards zu befestigen.
Wir haben hier hinten tatsächlich auch genug Platz, um sogar ein redundantes Netzteil anzubauen.
Hier oben im Case haben wir noch zwei 2,5 Zoll Plätze für SSDs, zum Beispiel zum Booten oder wie auch immer.
Und hier oben, wie gesagt, für unsere Slim Drive.
Viel spannender sind jetzt aber hier tatsächlich die Backplanes für die HDDs.
Eine Backplane ist, sag ich mal so, der Connection-Punkt für die HDDs.
Wir schieben die ja vorne durch die Einschiebereien.
Und dann müssen wir nicht jede einzelne Festplatte mit einem Kabel anstecken, sondern das passiert hier über eine sogenannte Backplane.
Das heißt, wir haben hier eine kleine Platine, eben genau mit diesen SSF-Buchsen, die wir auch an unserer kleinen HBA-Card haben.
Insofern sollte das, wenn wir gleich hier alles zusammenbauen, wirklich alles Plug & Play sein.
Das Ding hier ist wirklich schon so ein kleiner Traum.
Es sieht geil aus.
Ich bin sehr gespannt, wie es läuft.
Und deswegen würde ich jetzt sagen, mache ich mich doch einfach mal hier an den Zusammenbau.
Das heißt, viel Spaß bei den nächsten 30 Sekunden, wo wir das Ding hier zusammenbauen.
So Leute, es sind einige Stunden vergangen.
Draußen ist es schon dunkel geworden und jetzt steht hier der erste Boot-up, der erste Test von dem System an.
Ich habe im Prinzip schon alles jetzt hier verbaut, außer die HDDs.
Ich hoffe, hier fängt nicht irgendwas an zu rauchen.
So, wir machen einfach mal die Teste.
Ich finde das immer spannend.
Okay, also das Motherboard leuchtet hier auf jeden Fall.
Die HBA-Karte, die blinkt.
Oh Gott, ich hoffe, es passiert nichts.
Ich mache sowas ja auch nicht oft.
Drei, zwei, eins.
Okay.
Okay, klingt erst mal gut.
Die Lüfter hier, die sind etwas lauter natürlich von den HDDs, aber die machen richtig guten Wind hier.
Wahnsinn.
Krass.
Kommt da was?
Yes.
Leute, wir haben ein BIOS.
Wir haben eine Rückmeldung.
Ich bin jetzt hier gerade vom BIOS und ich sehe, was erkannt wurde.
Auf jeden Fall unser Intel Core i5-12600 wurde erkannt.
Unsere 32 GB RAM wurden erkannt.
Und auch unsere zwei M.2 NVMe-SSDs hier.
Insofern all das, was wir hier tatsächlich jetzt auch dran haben.
Ja, Leute, ich werde jetzt hier ein bisschen noch rumkonfigurieren im BIOS.
Und dann werde ich auch hier als ersten Schritt jetzt erst mal Unrate dann raufziehen.
Wie gesagt, das muss auf diesen kleinen USB-Stick raufgeflasht werden.
Eine Anleitung, wie man Unrate auf so einem eigenen NAS installiert, verlinke ich euch mal in der Videobeschreibung.
Das würde jetzt mein Video hier einfach sprengen, weil man da auch sehr ins Detail gehen kann.
So, Leute, ich bin jetzt hier am Rechner und bin über die lokale IP-Adresse hier jetzt auch schon auf meinem Unrate-System.
Ich melde mich da einmal an und ihr seht, direkt werden wir jetzt hier quasi mit der Einrichtungsebene begrüßt.
Grundsätzlich einmal ganz kurz zu dem System von Unrate.
Viele von euch, die sich schon mal mit dem Thema Heimserver, NAS und so weiter beschäftigt haben,
dem wird Rate ein Begriff sein.
Ein Rate-System ist eine Zusammenkettung von vielen kleinen Festplatten zu einem großen Speicherpool,
der einmal in der Geschwindigkeit ziemlich schnell ist und vor allem eine bestimmte Redundanz mitbringt,
sodass Festplatten komplett ausfallen können, ohne dabei Datenverlust im gesamten Speicherpool zu haben.
Und das ist im Endeffekt das Schöne, was wir hier natürlich auch kreieren wollen.
Denn das Ziel soll es am Ende sein, dass wir hier ein Speichersystem haben, was wirklich super robust ist.
Das heißt, selbst wenn so eine HDD irgendwann mal kaputt geht und dieser Fall wird irgendwann eintreten,
dann gibt es gar keinen Weg vorbei, dann will ich auf jeden Fall die Redundanz haben,
dass in meinem Fall sogar zwei komplette Festplatten ausfallen können, ohne dass ich im Gesamten an Daten verliere.
Unrate, obwohl das Wort Rate im Wort steht, ist kein wirkliches Rate-System,
sondern eine eigene Software, die aber nochmal ein paar coole Kniffe mitbringt.
Denn das Problem in Anführungszeichen am normalen Rate-System ist,
dass wir, wenn wir jetzt einmal so ein Setup hier haben wie ich, dieses dann auch fest benutzen müssen.
Das heißt, wir können, wenn dieser Speicherpool auch irgendwann mal voll ist, nicht flexibel sagen,
hey, ich schiebe jetzt nochmal eine HDD nach, um den Speicherpool um 8, 9, 10 TB zu erweitern,
sondern ich müsste dann jede einzelne Rate-Festplatte gegen eine höhere Kapazität austauschen,
was erstmal ewig lange in dem Prozess dauert und natürlich auch bei so einem Tausch dann extreme Kosten mit sich bringt.
Deswegen bin ich ein großer Fan von Unrate, denn bei Unrate legt man sogenannte Paritätsplatten fest
und hier unten dann bis zu 30 weitere HDDs.
Das Schöne, welche Größe diese weiteren HDDs haben und von welchem Hersteller die sind, wie auch immer,
ist Unrate völlig egal.
Das Einzige, was man beachten muss, ist, dass die Paritätsfestplatte,
wenn ich jetzt hier zum Beispiel eine mit 18 TB auswähle, die höchste Stufe sein muss.
Bedeutet, wenn ich jetzt hier unten kleinere Festplatten reinschiebe,
zum Beispiel eine 6 TB, eine 4 TB, eine 2 TB, kommt Unrate damit ohne Probleme klar.
Wenn die Festplatte hier unten aber größer ist als die in der Parität, dann funktioniert das Ganze nicht.
Das heißt, wir haben hier bei Unrate den großen Vorteil,
dass wir wirklich alle möglichen Festplatten, die wir vielleicht auch noch rumliegen haben,
zusammen mixen können zu einem großen Speicherpool, der erstmal nicht endlich ist,
sondern immer erweitert werden kann, ohne dass ich alle Festplatten tauschen muss
und uns gleichzeitig auch noch hier in dem Fall mit zwei Paritätsplatten ermöglicht,
dass zwei ganze Festplatten aus dem unteren Bereich hier komplett ausfallen können.
Man kann die theoretisch rausziehen und es würden dabei keine Daten verloren gehen.
Das ist natürlich eine ziemlich coole Nummer.
Man muss natürlich sagen, dass Unrate generell dann nicht so schnell ist wie ein normales Rate-System.
Beim normalen Rate werden die Bandbreiten von allen Festplatten addiert.
Das heißt, man hat da locker mal 1000 MBit im Write und Read, was wirklich verdammt schnell ist.
Bei Unrate beschreibt man hier halt zu einer Zeit auch nur auf eine HDD
und kann somit ungefähr 270 MBit pro Sekunde rechnen, was auch schon gut ist.
Aber wir haben ja vorhin schon darüber gesprochen, wir werden hier auch ein Cache bei uns mit einbeziehen
und dann ist uns das alles sowieso egal, weil den Cache können wir mit einer 10 Gigabit Leitung eh nicht auslassen.
Da wird einfach voll das Material, gerade wenn ich hier auch Projekte einfach auf den Server raufschicke,
raufgedampft und dann später wird es langsam auf die HDDs überzogen.
Deswegen alles kein Problem.
Im Hauptdashboard von Unrate sehen wir jetzt hier schon viele Details.
Einmal hier zum Beispiel unsere CPU mit 1% Auslastung, unseren RAM, unser Interface
und hier rechts aber auch ganz spannend, unsere ganzen erkannten Festplatten mit den Temperaturen.
Ich würde sagen, wir legen jetzt mal hier gemeinsam meinen ersten Share an
und das beginnt hier mit der Paritätsplatte.
Bei mir sind es alles 18 TB Platten bis auf hier unten der Cache.
Dazu kommen wir gleich.
Deswegen ist es hier völlig egal, welche ich jetzt als Paritätsplatte auswähle.
Ich nehme jetzt hier einfach mal die erste.
Wichtig bei diesem Video hier, ich habe tatsächlich vergessen, eine Zusatzfestplatte zu bestellen.
Bedeutet, ich lasse jetzt hier die Parity 2 einfach mal weg.
Das heißt, wir haben jetzt hier insgesamt sieben Platten mit je 18 TB plus unsere Paritätsplatte.
Wenn ich jetzt die gesamte Speicherkapazität hier ausrechnen müsste,
würde ich einfach hier 18 TB mal 7 nehmen, weil ich hier sieben Discs habe.
Die Paritätsplatte zählt nämlich nicht zur Kapazität, sondern stellt eben die Datenintegrität dar.
Und das war es jetzt im Endeffekt hier schon mit dem Haupt Array.
Jetzt kommen wir noch zum Cache Pool.
Den kann ich hier unten einfach hinzufügen, indem ich sage Add Pool.
Der ist hier schon standardmäßig als Cache definiert.
Ich gebe den hier mit zwei Slots an.
Klick auf hinzufügen und werde jetzt hier einmal jeweils meine NVMe SSD hinzufügen.
So, da haben wir das.
Ja, Leute, und das war jetzt im Prinzip schon alles zum Haupt Setup.
Alles ist hier richtig ausgewählt und deswegen kann ich jetzt hier unten auf Start klicken.
Er warnt mich jetzt nochmal.
Hey, alles, was bis jetzt auf den Festplatten ist, wird überschrieben werden,
weil jetzt einmal die ganzen Festplatten formatiert werden müssen in dem Format von Unraid.
Ich würde jetzt gerne noch viel, viel weiter hier ins Detail gehen,
denn als nächstes würden wir jetzt hier Shares erstellen.
Das heißt, einzelne Ordner, die wir dann später im Finder zum Beispiel auf dem Mac oder bei Windows aufrufen können,
um unsere Daten raufzuspielen.
Wir können hier Docker Container deployen.
Wir können VMs raufhauen.
Wir haben hier eine Art App Store, wo wir alle möglichen Apps installieren können,
um hier unser Unraid System richtig, richtig cool aufzustocken.
So, Leute, jetzt hat es ein paar Minuten gedauert, aber ihr seht schon,
alle Festplatten wurden formatiert und wir haben jetzt hier eine Kapazität von stolzen 125 Terabyte
bei weniger als 50 Prozent der Slots, die jetzt hier in meinem Gehäuse belegt sind.
Ich finde es richtig cool, weil ich sehe einfach jetzt schon,
dass das erstmal ein Server sein wird, den ich jetzt einige Jahre haben werde,
weil ich einfach immer neue Festplatten reinstecken kann.
Die Kapazität sich immer wieder erhöht.
Das ist einfach eine coole Nummer.
Und jetzt, wenn ich hier aber mal runter scroll, seht ihr schon,
wir kriegen jetzt hier, sage ich mal, die kleine Info.
Okay, der Parenty Sync läuft aktuell mit 125 MB die Sekunde
und das wird wahrscheinlich noch ein Tag.
Das heißt 24 Stunden plus 15 Stunden obendrauf dauern.
Ja, Leute, ein neuer Tag ist angebrochen.
Die Sonne ist aufgegangen und mein Array befindet sich hier natürlich immer noch in dem Parenty Sync.
Und das soll auch noch ganze, ich schaue mal, hier eben ein Tag und sechs Stunden dauern.
Also wir haben noch ein bisschen was vor uns.
Ich habe aber eben mal die Zeit genutzt, um hier, sage ich mal,
das ganze Netzwerk technische und Cachen mäßige aufzusetzen.
Bedeutet, wenn ich jetzt hier meine Netzwerk Interface gucke, seht ihr,
ich habe jetzt hier einen Link ab mit 10.000 MB die Sekunde.
Das heißt ein 10 Gigabit Anschluss, der ja auch über 10 Gigabit switchet, zu meinem Computer läuft.
Und ich habe gedacht, wir machen jetzt einfach mal einen kleinen Speedtest,
um zu schauen, wie schnell später das System im Zusammenhang mit dem NVMe Cache ist.
Und dazu habe ich jetzt folgendes vorbereitet.
Und zwar habe ich hier als Share einen Cache Test Share angelegt, der auf dem Cache drauf liegt.
Das heißt, in den Tests, die wir jetzt machen, schreiben wir direkt auf den Cache.
Ich habe jetzt hier also meinen Cache Test Ordner.
Hier rechts werden wir gleich sehen, was so die Durchsätze sind.
Und deswegen lasst uns jetzt einfach mal ein schönes großes Videofile hier auf den Server rüberschieben.
Ich nehme jetzt hier eins mit 46 Gigabyte.
Klick hier auf kopieren, einfügen und los läuft die Kiste.
Ich bin mal ganz gespannt.
Hier drüben ist es aufgeploppt und ihr seht schon, der rattert hier durch.
Und wenn wir hier rechts gucken, sind wir hier bei Geschwindigkeiten von 9 Gigabit die Sekunde.
Das ist natürlich richtig, richtig gut.
Ihr seht, wie fest das geht.
Jetzt haben wir schon 15 Gigabyte rüber.
Also hier haben wir einen richtig, richtig starken Durchsatz.
Und das freut mich richtig, das auch zu sehen.
Wir lassen den jetzt mal eben hier durchlaufen.
Die Datei wurde jetzt hier übertragen.
Ich versuche die auch mal jetzt hier direkt zu öffnen und scrub hier mal durch.
Ihr seht die Performance beim File.
Es sind fast 50 Gigabyte und ich kann hier so durch scrubben.
Das ist schon echt super, super, super gut.
Ja Leute, aber was darf beim Performance Test nicht fehlen?
Natürlich auch mal der Embed Durchsatz.
Und das mache ich hier wie jeher mit dem Disk Speed Test von Blackmagic.
Wir wählen jetzt hier mal 5 Gigabyte als Datei aus.
Sagen jetzt hier, okay, das soll ebenfalls auf unseren Cache Test drauf geschrieben werden.
Und jetzt sehen wir hier den tatsächlichen Read und Write Durchsatz.
Ich klicke hier auf Start und das ist genauso, wie wir das haben wollten.
Ihr seht also, das geht richtig ab hier.
Theoretisch müssten hier, sage ich mal, 1250 MBit möglich sein.
Aber das kann mit diversen aktuellen Faktoren noch zusammenhängen, dass wir das gerade nicht bekommen.
Erstmal ist das Internetinterface hier noch nicht absolut feingetunet.
Das heißt, da ist noch mehr möglich.
Am Ende des Tages muss ich aber sagen, hier mit fast einem Gigabyte, also nicht Gigabit, sondern einem Gigabyte pro Sekunde,
was hier, sage ich mal, übertragen wird, ist das für mich, für meine Use Cases absolut ausreichend.
Man muss natürlich sagen, und das finde ich hier nochmal wichtig zu erwähnen, wir sprechen jetzt hier nur über den Cache.
Das heißt, wenn ich ein Videoprojekt geschnitten habe auf meiner internen SSD vom Mac und das dann auf den Array hier rauf schiebe,
dann erreiche ich eben diese Geschwindigkeiten.
Will ich aber ein paar Monate später dieses Projekt vom Server wieder runter haben,
habe ich natürlich durch das UnRAID-System, was halt kein wirkliches RAID-System ist,
trotzdem das Bottleneck von der einzelnen HDD, wo dieses Projekt im Endeffekt dann vom Cache drauf landet.
Das ist aber was, was ich so hinnehme, denn ich habe es einfach in der Vergangenheit schon gehabt,
mit einem echten RAID, wenn der Speicher ausgereizt war, ich jede einzelne Festplatte neu kaufen musste mit neuer Kapazität,
wochenlang die Platten umtauschen musste, weil du immer eine rausnimmst, dann machst du die nächste rein,
dann musst du sie sich rebuilden, das war am Ende einfach nichts.
Und deswegen, ich kann es nur nochmal wiederholen, bin ich jetzt hier mit dem Ergebnis wirklich mehr als zufrieden.
Ja Leute, was hat der ganze Spaß mich denn nun aber gekostet?
Um euch jetzt hier lange Aufzählungen zu ersparen, haue ich einfach die Zahl raus.
Ich habe für das Teil ungefähr 3500 Euro bezahlt.
Man muss dazu sagen, das ist hier eine Firmeninvestition, das heißt, ich kann mir da die Mehrwertsteuer, die 20% von zurückholen.
Trotzdem ist das natürlich eine ganze Stange Geld.
Ich möchte an der Stelle aber noch mitgeben, dass man so einen Bau hier auch mit einem deutlich, deutlich kleineren Budget umsetzen kann.
Es gibt beispielsweise diverse Videos online, wo alte PCs genutzt werden, die manchmal unter 100 Euro kosten.
Dort wird an RAID draufgepackt, ein paar kleine HDDs rein, die für den Normalverbraucher völlig ausreichen
und schon hat man zu Hause ein eigenes NAS stehen, wo man erstmal mit einem PC drauf zugreifen kann, mittlerweile auch mit einem Handy.
Es gibt richtig coole Docker-Container, womit man die Fotos von seinem iPhone lokal auf dem Server speichern kann,
ohne irgendwie monatlich für iCloud oder Google Fotos zu bezahlen.
Also die Möglichkeiten mit so einem System sind wirklich unendlich und eben auch halt die Preisspan.
Deswegen lasst euch jetzt von dieser Zahl nicht verschrecken, man kann das Ganze auch deutlich preiswerter umsetzen.
Ja Leute, am Ende des Tages hoffe ich aber natürlich, dass euch dieses doch jetzt etwas lang gewordene Video gefallen hat.
Wenn dem so ist, würde es mich außerordentlich freuen, wenn ihr eine kleine Bewertung da lassen würdet.
Abonniert auch gerne den Kanal, wir stehen kurz vor den 90.000 Abonnenten, das würde mich also freuen.
Ansonsten schaut euch gerne auch noch andere Videos auf dem Kanal an.
Bis dahin, würde ich aber sagen, wünsche ich euch einen ganz schönen Tag und auf Wiedersehen.
Ciao!