Was bringt mehr? Yoga alleine oder in Gemeinschaft üben?

Was bringt mehr? Yoga alleine oder in Gemeinschaft üben?

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Bettina Geitner

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00:00 Gebet als Kraft
00:10 Geitner Moderatorin Sprecherin
01:30 Absichtslosigkeit Meditation
03:19 Wer meditiert?
04:00 Koan als Mittel zur Sammlung
06:00 Yoga Selbstakzeptanz und bei Krankheit
09:00 Yoga Körperheilung
12:00 Seelische Schönheit
13:26 Innere Werte durch spirituelle Erfahrung
14:00 Seele strebt danach sich selbst zu erkennen – spätestens beim Sterben
15:00 Aurobindo Erwachen des seelischen Wesens
18:00 Spirtiuelle Gruppe

Wir brauchen andere, um uns selbst zu erkennen. Erst die Gemeinschaft schafft mehr Bewusstheit und deshalb pflegen wir im Yoga besonders den Gruppenzusammenhalt.
Neben Yoga gibt es noch andere Gemeinschaften.

Im Yoga bereiten die körperlichen Übungen auf die Konzentration vor. Die Konzentration wiederum bereitet auf den Rückzug der Sinne vor und das führt in die Meditation. Dazu nutzen wir den Atem: Er soll lang, fein und ruhig sein. Asanas und Pranayama geleiten dich in die Meditation, sind aber nicht getrennt von ihr zu sehen. Yoga ist mehr eine Meditation in Bewegung, die hinführen soll auf das Sitzen in Stille. In der Gemeinschaft und unter Anleitung fällt das eben leichter. In diesem Falle ist die Gruppendynamik eine Bewegung hin zu mehr Ruhe. Klingt paradox, was?!
Atem dient als Brücke zwischen Körper und Geist, du kannst zum Beobachter werden und hast immer die Wahl: Reagieren ich, oder nicht? Alles ist da, du kannst entscheiden, ob du auf einen Gedanken oder ein Gefühl eingehst oder es “nur” beobachtest. Denn nur mit Abstand zu Gedanken und Gefühlen gelingt die Beobachtung. Darin liegt die Chance für dich, im Hier und Jetzt anzukommen. Gehen wir in Verbindung mit Gedanken und Gefühlen, trägt es uns in die Vergangenheit oder Zukunft. Im Beobachten und Geschehenlassen liegt die Kraft des Gleichmuts und der Gelassenheit!

In einer Gemeinschaft synchronisiert man sich und kommt in einem gemeinsamen Bewusstseinsfeld an. Dabei hilft die Unterstützung eines Lehrers, allein schweift man doch leichter ab. Es muss ja nicht der Zenmeister mit einem Stock sein. Aber in einer Gruppe merkt der Lehrer, was bei den Teilnehmern gerade möglich ist und kann anleiten, tiefer zu gehen, ruhiger zu werden. So im Feld angekommen, trägt die Energie der Gruppe dich weiter und du gelangst tiefer in die Entspannung und also zu dir selbst. Erst in der Ruhe ist es erst möglich, sich zu reflektieren und neue Perspektiven zuzulassen. Perspektiven bietet der Lehrer an oder entstehen in Gesprächen mit den anderen Übenden. Sie dienen als Abgleich des Erfahrenen und schaffen neue Ausblicke. Das kannst du dir wie eine gemeinsame Wanderung oder Exkursion vorstellen: Man besteigt gemeinsam Hügel, durchforscht die Steppe, buddelt auch schon mal etwas aus und schaut es sich gemeinsam an.