Bett und Spind sind gebaut, jetzt heißt es #Koppel bauen. An diesem Gurt werden alle wichtigen Arbeitsutensilien, wie Magazintaschen und Trinkflasche, angebracht. Sie wird von jedem Rekruten individuell angepasst. Das stellt vor allem Flieger Leah vor eine Herausforderung, die nur mit Nadel und Faden zu lösen ist. Warum erfährst du in der neuen Folge DIE #REKRUTINNEN.
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Ich bin gerade durch die oberen Stuben gegangen und habe gleich wieder schlechte Laune.
Ich gehe jetzt gleich vor den Gang und wecke die.
Dann machen die sich fertig, ziehen zum ersten Mal die Uniform richtig an.
Wir erwarten nicht gleich, dass es funktioniert.
Wir sprechen die Fehler einfach nochmal an und dann sollte das dann die nächsten Tage selbstständig klappen.
Aufstehen! Aufstehen! Aufstehen! Aufstehen!
Aufstehen!
Morgen!
Zweite Nacht war noch kürzer als die erste.
Also ich bin geräderter als gestern auf jeden Fall.
Ich weiß nicht, wie es den anderen geht.
Vielleicht haben wir früher spaziert gegangen, zum Lernen sind wir auch wieder nicht gekommen.
Es wird trotzdem besser als die erste Nacht.
Wir wissen es noch nicht. Wir wissen noch nicht, was wir heute vorhaben.
Wir lassen uns einfach mal überraschen und hoffen, dass morgen nicht am 22.30 Uhr Dienstschluss ist.
Wirklich, es ist schlimmer als in der Schulzeit.
Na ja, jetzt schauen wir mal, wie es ausschaut.
Und schon rausbrüllen, glaube ich, wenn wir irgendwie Fehler machen.
Die Basics haben wir schon geschafft. Jetzt geht es nur noch fertig machen und dann gleich antreten.
Schlafen haben wir, glaube ich, ab halb zwölf, würde ich mal schätzen.
Bisher fünf Uhr.
Und gestern haben wir bis 22.20 Uhr, glaube ich, beschäftigt.
Dann kann man auch recht zügig einschlafen, dann ist es auch klapp.
Also ich richte ihr jetzt die Haare.
Das hat ja leider nicht so hinbekommen.
Stopp.
Was ist mit den Haaren passiert?
Ach so, ich habe es nicht mehr geschafft.
Das gibt es nachher nicht zu schaffen.
Auch eine Minute, zwei Tage richten.
Erster Zug.
Guten Morgen.
Ja, das üben wir nochmal. Guten Morgen, erster Zug.
Guten Morgen, Frau Merkel.
Ich weiß nicht, warum Sie mich angucken.
Wenn Sie ein Foto wollen, sagen Sie Bescheid, der Blick ist frei, geradeaus.
So, ich bin gerade durch die oberen Stuben gegangen und habe gleich wieder schlechte Laune.
Ja, ich weiß nicht, warum irgendwelche Gardinen zu sind, warum die Betten nicht ordentlich gemacht sind,
warum irgendwelche Spinde offen sind, irgendwelche Lunchtüten rumfliegen oder sonstiges.
So, Sie haben jetzt drei Minuten Zeit, Ihre Stuben auf Vordermann zu bringen.
Und in drei Minuten stehen Sie vor Ihren Stuben angetreten.
Verstanden?
Jawohl!
Abmarsch!
Geben Sie Gas!
So, hören Sie alle vier auf die Stube?
Jawohl.
Und auf eine Seite anstehen.
Wenn Sie das Quatsch nach hinten einstellen.
Was ist mit Ihnen?
Die Zeit ist um.
So, reinkommen hier.
Hier kriegt irgendein Handy einen Spinn.
Warum ist das Handy nicht ausgeschaltet?
Bitte?
Das ist meins.
Ja, warum?
Haben Sie das vorhin verstanden?
Das war ein Wecker, ja.
Das Handy geht an.
Ja, ein Wecker.
Wenn der jetzt klingelt, ist gut.
Kein Wunder, dass Sie das gerade nicht geschafft haben.
Gut, also wie gesagt, Rucksäcke können unter die Spüle jeweils verstaubt werden.
Schreibt Zeug raus und dann dürfen Sie auch Platz nehmen.
Wir hatten halt schon die Aufgabe gehabt, die Dienstgabe zu lehren.
Und halt, wie heißen die Gesetze?
Vorgesetzte Verordnungen.
Vorgesetzte Verordnungen, 100 Punkte.
Das war ein Test.
Zu lernen.
Ich bin gespannt, ob wir es reichen.
Also ich trinke jetzt Wasser, weil ich habe Durst.
Was?
Das ist die einzige wahre Fettsache.
Ja, da sieht man halt den Unterschied.
Bundeswehr, zivil, cool und cool.
Und wer von Ihnen hat gerade dem Chef und dem Kompaniefeldwebel Servus gesagt?
Na, wer war es?
Irgendein Mann?
Ja, jetzt war es keiner.
Ich glaube ...
Ohne ...
Das habe ich gesagt heute.
Guten Morgen, guten Tag und guten Abend.
Und nicht Moin oder Servus.
Jawohl.
Haben Sie es verstanden?
Jawohl.
Alles auf.
Achtung.
Herr Hauptmann, er meldet im ersten Zug, wie wir vorlang sind.
Dankeschön.
Tag Kameradinnen und Kameraden der 8. Kompanie.
Guten Morgen, Herr Hauptmann.
Augen geradeaus.
8. Kompanie, vor euch.
Und dann sind Sie jetzt die erste Woche in der Bundeswehr und ich sage Ihnen,
ich glaube, ich weiß ganz gut, wie wir Sie hier zu einem sehr guten Soldaten ausbilden.
Denn es hat alles im Prinzip, was wir tun, schon einen letztendlich tieferen Sinn.
Diese Person ist letztendlich eins.
Sie ist ein Feedbackgeber, auch innerhalb der Woche.
Denn wir wollen auch von Ihnen wissen, wie ist denn die Ausbildung angekommen?
Gibt es etwas, was überhaupt nicht klar ist?
Oder haben wir Ausbildungsabschnitte, die nicht verstanden wurden?
Auch das kann ja sein.
Zum Schluss, die letzte halbe Stunde war der Unterricht auf jeden Fall anstrengend.
Sehr anstrengend.
Es ist ja klar, dass so ein Tag sehr anspruchsvoll ist für den Geist.
Aber mit zunehmendem Tag wird es natürlich, die Konzentration lässt nach.
Aber das Normale ist völlig verständlich.
Ich nehme das gar nicht übel, wenn der Kopf mal wegknickt.
Es war anstrengend, weil ich müde bin.
Aber es geht jetzt wieder, wenn man wieder draußen ist.
Dann ist man immer müde plötzlich.
Aber das war eigentlich sehr informativ und entlösend.
Also die Vertrauensperson finde ich sehr gut.
Weil man das eben, finde ich, braucht.
Weil man manchmal einfach mit jemandem sprechen muss.
Aber Ideen konkret habe ich noch keine.
Was ich auch schwierig finde jetzt im Moment beim Wählen,
da wir uns alle noch nicht so gut kennen,
wem wir denn überhaupt vertrauen können, ist im Moment noch schwierig.
Deswegen weiß ich da noch konkret keinen.
Aber schon informativ, ja.
Trotzdem langweilig.
Du hast ja am Anfang gesagt, es dauert 20 Minuten.
Dann haben wir gesagt, es dauert Ewigkeiten.
Also ich fasziniert, wie wir die Befehle einordnen,
ob es verbindlich ist und rechtlich ist.
Das fasziniert mich sehr.
Ja, kann man auch ein bisschen kürzer fassen.
Aber ansonsten war es ganz gut.
Also wir stellen jetzt im Endeffekt den Kampfanzug her.
Das heißt, wir stellen die Koppel ein.
Die wird jetzt richtig zusammengeschlauft.
Dann die Magazintaschen an die richtige Position, wo sie auch hingehören.
Die Wasserflaschentasche und die Mehrzwecktasche.
Sodass die Wähler, wenn die draußen im Gefecht sind,
auch mit der Ausrüstung arbeiten können.
Hoffe ich, dass wir nicht so lang brauchen.
Als erstes nimmt jetzt jeder diesen gottverdammten Aufkleber
von seinem Material runter.
Wenn ich bei einem jetzt morgen noch irgendwo diesen blöden Barcode sehe,
braucht es.
Weg machen.
Jetzt.
Wir haben hier vier Magazintaschen.
Das heißt, sie fangen links an.
Das ist ein ganz einfaches System.
Sie haken das mit den zwei oberen Haken einmal ein
und drücken die zwei unteren durch.
Und dann haben sie diesen Verschlussbügel.
Drüber schieben und einfach hochschieben.
Und dann hebt das.
Dann als nächstes die Wasserflaschentasche.
Nach dem dritten Magazin packen sie die Wasserflaschentasche hin.
Damit sie mit ihrer Arbeitshand, was in ihrem Fall die linke ist,
sie greifen können und immer noch mit der Waffe rechts sichern können.
So, jetzt können sie damit anfangen.
Dann haben wir jetzt ja nur noch zu guter Letzt ihre Wertzwecktasche.
Die kommt bei ihrem einzelnen Magazin rechts hin.
Da können sie, als kleiner Tipp, lassen sie ruhig zwei Löcher Platz,
damit sie, wenn sie in der Stellung liegen oder sonst was,
auch hier rankommen.
Ja, bei den Frauen, ich weiß, sie haben eine kleine Teile, eine kleine Koppel.
Da muss sie halt jetzt in das Loch, was da dazwischen drin frei ist, irgendwie rein.
Wenn ihr Hilfe braucht, sagt sofort, hebt die Hand.
Aber was sie auch machen können, gehen sie schnell rein, holen sich ihr Netz ein.
Wir müssen sehen, wie das später wird dann.
Mit dem Rucksack, was nicht geht, dann geht's nicht.
Also wir müssen ja so Sachen mitkriegen.
Dann muss jeder halt diese vier Magazine mitkriegen.
Die Mehrzeittasche und halt eben das Wasser.
Den noch ein bisschen kürzer machen.
Der hängt durch.
Der ist auf Spannung, damit beide gleich lang.
Jawohl.
Dann würde das sicherheitsweise.
Jawohl.
Hoffen, dass sie an dem unteren Schinnriemen mit einem Finger reinkommen,
damit sie noch Luft zum Atmen hat.
Nicht, dass sie sich jetzt hier abschnüren, blau anlaufen und dann hier rumkippen.
Die Sprüche von denen sind immer so doof.
Das Ganze geht auch ohne die Flasche.
Der ist ziemlich schwer.
Geht eigentlich.
Ja, das kann schon sein.
Jetzt haben wir ein ganz großes Problem.
Das Problem ist, mein Helm viel, viel, viel zu klein ist.
Ihr Helm zu groß ist.
Das heißt, wir brauchen beide Zwischensäuße.
Das heißt, ich kann mit diesem Helm jetzt nicht arbeiten.
Deswegen habe ich jetzt auch wieder Feldmütze auf,
damit ich komplette Kontrolle habe.
Der ist halt nicht so viel.
So, wir stecken jetzt noch unsere Mützen zu Ende.
Viel erlebt, viel gelernt.
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Einfach mal, wir sind überall vertreten.
Seid doch wieder morgen dabei, wenn es wieder heißt, um 5 Uhr aufzustehen.