Einstieg in die Unterwelt – Mittelalterlicher Bergbau bei Brilon

Einstieg in die Unterwelt – Mittelalterlicher Bergbau bei Brilon

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31 Videoaufrufe·03.11.2024

Im Oktober 2018 haben LWL-Archäologen zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Sauerland/Hemer e.V. und der HS 3D-Lasescanning GmbH einen mittelalterlichen Altbergbau in Brilon (Hochsauerlandskreis) untersucht. In einer Tiefe von 9 Metern wurde im 12. Jahrhundert eisenerzhaltiger Lehm abgebaut. Zurück blieb ein Hohlraum, den die Wissenschaftler per 3-D-Laservermessung dokumentierten. Diese Methode erzeugte nicht nur eine Punktwolke, sondern erfasste auch Echtfarben. Aufgrund der Enge und gleichzeitig großen Tiefe des Hohlraums waren die Arbeiten aufwendig und mussten mit Seilsicherung erfolgen.
An den Wänden der Kluft haben sich noch die Spuren der verwendeten Werkzeuge erhalten.

Der Hohlraum misst 20 m in der Länge, maximal 2,5 m in der Breite und wurde bis in eine Tiefe von 9 Metern erfasst – wegen des in moderner Zeit verkippten Schutts, der die Sohle verdeckt, ist das ursprüngliche Ende möglicherweise erheblich tiefer.


Mehr Informationen gibt der wissenschaftliche Artikel: Manuel Zeiler, Hilmar Schröder, Heinz-Werner Weber, Mittelalterlicher Bergbau im Stadtgebiet Brilons. Archäologie in Westfalen-Lippe 2018, 107–110. Das Buch ist hier erhältlich: http://www.denkmal-buch-geschichte.de/AWL-2018

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