The Big Greek löst seinen Wetteinsatz nach dem verlorenen 2. Sub Battle ein! Das spannende Match könnte in hier noch mal sehen: https://youtu.be/gUH2VeKAPe4
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Hallo und herzlich willkommen hier auf dem Kanal von Großmeister Niklas Huschenbeet.
Ja, ihr seht richtig, ich bin es, TheBigGreek, nicht Niklas Huschenbeet, denn mit diesem
Video löse ich einen Wetteinsatz ein, denn TheBigGreek verlor mit seinem Team beim letzten
Subbattle gegen Team Huschi 7,5 zu 6,5 und der Wetteinsatz war von einem User vorgeschlagen,
wir fanden ihn beide sehr gut, dass der Verlierer eine Partie des anderen auf dem Kanal des
anderen kommentiert. Also in diesem Fall, ich kommentiere eine Partie von Niklas Huschenbeet
auf seinem Kanal. Die Partie ist aus dem Jahr 2010, von der deutschen Meisterschaft damals.
Niklas war, falls ich mir nicht verrechnet habe, 18 Jahre alt, gerade erwachsen geworden,
glaube ich auch nur zwei Wochen, knapp zwei Wochen vorher, denn das war der 12. März
hier, 2010 und Niklas hat ja Ende Februar Geburtstag. Und er spielt hier mit Schwarz
gegen Falko Bintrich. Kurz zum Turnier, Niklas startete als Nummer 16 in die deutsche Meisterschaft,
also Nummer 16 in der Besatzliste und spielte oben mit. Etwas überraschend, aber da Niklas
immer ein großer Kämpfer ist und jede Partie auf Sieg spielt, war es letztendlich auch
keine Überraschung, dass er um die deutsche Meisterschaft mitspielt. Und wir sehen jetzt
in dieser Partie, was passierte und wie es letztendlich ausgegangen ist. Also gut, Niklas
spielt hier mit Schwarz, Bintrich beginnt hier mit Weiß, also D4, D5. Das ist eine
kleine Überraschung, damals spielte Niklas nämlich sehr viel königsindische Verteidigung,
wie er mir schrieb und das kam für den Gegner wahrscheinlich überraschend. Bintrich spielt
C4, Damengambit und hier spielt Niklas D'C4, das angenommene Damengambit. Das abgelehnte
Damengambit ist hier mit E6, das ist die klassische Vorgehensweise, aber D'C4 ist auch eine absolut
seriöse Vorgehensweise gegen das Damengambit, man kann es annehmen. Jetzt kommt hier der Hauptzug
von Weiß und zwar E4. Und das ist eine der Ideen von Weiß, nämlich im angenommenen
Damengambit das Zentrum ideal mit zwei Bauern zu besetzen. Schwarz spielt hier Springer
C6. Das ist nicht der Hauptzug, der Hauptzug ist übrigens Springer F6, womit man den Bauern
E4 angreift. Hier geht es weiter mit E5, Springer D5 und so weiter und so weiter. Da gibt es
sehr, sehr viele Partien zu dieser Variante. Springer C6 ist sehr direkt von Schwarz,
greift den Bauern D4 an. So, Weiß überlegt sich jetzt, wie er den Bauern deckt. Für
diejenigen unter euch, die meinen Kanal TheBigRig abonniert haben und meine Videos verfolgen,
ich habe vor kurzem erst hier eine Partie analysiert und zwar hier mit Läufer E3 in
dieser Stelle. Entschuldigung, den Ton sollte ich hier ausstellen. Und zwar aus der Serie
das Damengambit. Eine sehr erfolgreiche Serie übrigens und dadurch führt auch so ein bisschen
momentan, habe ich den Eindruck, wieder zu einer weiteren Popularisierung des Schachspiels.
Das ist eine kleine Welle gerade, das merkt man richtig. Und zwar hier analysierte ich
die letzte Partie aus der Folge 7 der Serie, also der letzten Folge der ersten Staffel
zwischen Beth Harmon und Vasily Borgov. Für die, die die Serie noch nicht gesehen haben,
kann ich Werbenszene empfehlen. Guckt euch mein Video auch an. Also auf meinem Kanal
habe ich hier Läufer E3 analysiert. Diese Partie, das fiel mir ein, als ich diese Partie
dann analysiert habe. Hier Bindrig spielte hier aber Springer F3. Auch logisch, deckt
den Bauern mit dem Springer. Läufer G4 fesselt den Springer auf F3, erneuert die Drohung,
den Bauern auf D4 zu gewinnen. Nach heutigen Maßstäben, ich habe natürlich jetzt auch
mit Stockfisch 12 mir das Ganze schnell angeschaut, spielt man hier eher D5, greift den Springer
an, der geht nach E500, kommt Läufer F4. Und hier hat wahrscheinlich weißen kleinen
theoretischen Vorteil, was so die Praxis gezeigt hat. Bindrig spielte aber Läufer E3, deckt
den Bauern. Hier nahm Niklas auf F3 raus, vielleicht etwas frühzeitig. Heutzutage spielt
man eher E6. Aber gut, Läufer schlicht F3, sehr direkt, so kennt man Niklas, immer sehr
konkret, starker Rechner. Läufer schlicht F3, G schlicht F3. Er muss natürlich mit
dem G-Bauern nehmen, der weiße, weil ansonsten der Bauer D4 fällt. Es ging hier weiter mit
E5, auch sehr konkret von Schwarz gespielt. Stellt weiß also Probleme, mit jedem Zug
stellt er Fragen, die weiß beantworten muss. Der Bauer ist angegriffen, weiß zieht den
Bauern vor, D5, Springer B8, Läufer schlicht C4. So weiß hat seinen Bauern zurückbekommen,
den er am Anfang geopfert hat, nachdem Schwarz das Gambit angenommen hat. Hier ging es weiter
mit Läufer D6, logischer Zug, Dame B3 von weiß. So hier zeigt Stockfisch schon einen
relativ großen Vorteil an, ob Dame B3 oder Turm G1, ist ja auch sehr interessant, zeigt
hier sehr großen Vorteil an für weiß. Ich denke mal, ein Grund ist, weiß hat ein
riesen Zentrum hier, vor allen Dingen Raumvorteil durch den Bauern auf D5+, ein starkes Läuferpaar,
eine offene Linie hier. Allerdings aus praktischer Sicht, man muss natürlich auch schauen,
was machen wir mit diesem König hier auf E1. In dieser Stellung denke ich, wird es
darauf hinauslaufen, dass weiß lang rochiert. So Dame B3 ist aber auch in Ordnung, greift
den Bauern B7 an und hier spielte Niklas auf Initiative und bot den Bauern als Opfer an.
Er spielte Springer D7. Er entwickelt sich einfach weiter, das ist in Ordnung. Springer
C3, Springer E7 und jetzt schnappt Bintrich auf B7 den Bauern, schlägt da den Bauern
und ja, wie geht es hier weiter? Turm B8 greift die Damen an, das ist die logische
Folge. Man möchte natürlich den Turm aktivieren über die B-Linie und hier ist eine sehr wichtige
Stellung, eine ganz, ganz wichtige kritische Situation, die den Verlauf der Partie, denke
ich, nachhaltig beeinflussen wird. Ja, was soll man machen mit den Damen? Man kann den
Bauern schlagen oder man geht zurück nach A6 und ich denke, im Nachhinein wäre Dame
A6 ist der deutlich bessere Zug hier, aus einem ganz simplen Grund. Die Dame steht auf
A6 besser, weil zum Beispiel nach Loffer B3, Entschuldigung, da soll er strichen, die Dame
auf dieser Diagonale wieder schön ins eigene Lager zurück kann. Es ist immer gefährlich
mit der Dame auf B7, mit der weißen Dame auf B7 oder mit der schwarzen Dame über B6 auf
B2 einen Bauern zu schnappen, weil man hat immer die Problematik, wie komme ich mit
der Dame wieder zurück? Es ist immer so ein bisschen wie so ein kleines Labyrinth oder
bestimmtweise irgendein Parcours, den man umschiffen muss, weil viele Figuren immer
gegnerische Felder kontrollieren. Hier Dame A6 aus meiner Sicht deutlich besser. Wenn
Turmschlicht B2 kommt, dann kommt Loffer B3, sperrt den Turm auf B2 ein und doch der lange
Rochade würde Schwarz die Qualität opfern müssen. Wahrscheinlich hier. Also Dame A6
denke ich deutlich besser als das, was Bindrich gemacht hat. Er nahm hier noch einen Bauern
und das ist ein bisschen gierig. Und das Problem besteht hier, dass die Dame keine
vernünftige Rückzugsroute hat. Die Diagonale, auf der sie sich befindet, da kann die weiße
Dame nicht zurück. Da sind alle Felder vom Gegner gedeckt. Also Dame A6, denke ich,
dann wäre die Partie ganz anders gelaufen. Zumindest von der Grundidee her. Weiß hätte
sich die lange Rochade auch problemlos durchführen können. Ok, Dame schlägt A7. Kurze Rochade.
Loffer B3. So, Loffer, der Läufer blockt die B-Linie. Das ist sehr logisch. Und jetzt
startet Niklas sein Gegenspiel mit F5 auf der Seite. Und das ist sehr, sehr logisch.
Hier gehen wir jetzt weiter mit Dame A6. Weiß möchte die Dame zurückführen über
diese Diagonale. Und wir sehen hier, wenn er die Dame schon auf A6 gehabt hätte, dann
hätte er ganzes Tempo gespart. Er war allerdings ein bisschen gierig mit weiß. Er hat also
noch den zweiten Bauern mitgenommen und jetzt ist er kurz davor, dass er ihm so ein bisschen
im Hals stecken bleibt. Hier geht es weiter mit F4, greift den Läufer an. Und hier gibt
es schon ein paar taktische Probleme. Läufer D2 zum Beispiel läuft im Prinzip genau wie
Läufer C1, was Bindrich in der Partie spielte, in Springer C5 hinein. Greift die Dame hier
an. Und wenn die Dame nach C4 geht, was den Läufer deckt hier, dann kommt der schöne
Zug, Turm B4 hier mit Angriff auf die Dame. Und die Dame darf den Turm nicht nehmen wegen
dieses Abzugsschachs, wonach die Dame verloren geht. Das heißt, Dame C4 bringt nicht wirklich
was, weil nach Turm B4 muss die Dame noch weiter zurück. Und hier kann Schwarz letztendlich
diesen Bauern einbauend zurückgewinnen auf der B-Linie und hat den gesamten Damenflügel
geöffnet. Und irgendwann hat Weiß auch keine Lust mehr mit dem König zum Damenflügel
zu ruhigieren, wenn da so viele Linien offen sind. Bindrich entschloss sich hier, Läufer
C1 zu spielen. Auch so ein bisschen prophylaktisch, um diesen Bauern zu decken auf der B-Linie.
Problem allerdings, sperrt diesen Turm erstmal ein. Es ging weiter mit Springer C5, sehr
sehr logisch. So, die Dame kann aus den genannten Gründen nicht vernünftig nach C4 zurück.
Ich denke, Dame E2 ist hier sehr logisch. Aber Weiß zog Dame F1 all the way back nach
F1, mit der Idee, eventuell die Dame über diese Diagonale hier zu aktivieren. Nicht
unlogisch, schon sehr langfristig gedacht. Springer schlicht B3, A schlicht B3. Und
jetzt kommt was lustiges. Nicht jetzt, aber in den nächsten Zügen verzichtet Schwarz
immer auf das Schlagen auf B3, was der Computer allerdings gerne machen würde. Also Stockwisch
besteht darauf, jetzt nimm doch endlich den Bauern da. Dann hast du wenigstens einen
Bauern zurück, hast Druck gegen B2 und hier hat sich das Spiel schon wieder gedreht. Also
hier steht Schwarz schon sehr sehr gut und hat wirklich sehr gutes Spiel, sehr schöne
Initiative. Allerdings, Niklas verfolgt einen anderen Plan. Er spielt hier Springer G6,
aktiviert den Springer. Der soll nach H4, um den schwachen Bauern F3 anzugreifen. Hier
hätte Weiß mit H4 das weiße Vorhaben unterbinden können, aber Bindrich spielte Dame H3. Es
ging weiter mit Springer H4, so jetzt hat er den Springer aktiviert, hat Druck gegen
diesen Bauern. Das ist einer der Fälle, wo ein Springer am Rand so schlecht nicht steht,
weil er ja konkret Druck ausübt gegen die weiße Stellung. Turm A5, Bindrich aktiviert
den Turm, möchte eventuell über B5 einen der Türme tauschen, ergibt Sinn. Es ging
hier weiter, hier könnte Schwarz immer noch auf B3 schlagen, aber Niklas, ne, der will
den Bauern gar nicht. Er spielt G5, deckt hier den Springer und dadurch kann die Dame
jetzt vernünftig ziehen, ist nicht mehr gebunden am Springer. König E2, gut der weiße König
kann eh nicht mehr schön ruhig hier, besser in der Mitte bleiben. Das gleiche dachte
sich jetzt hier Niklas und stellte seinen König auf V8, damit eventuell hier keine
Angriffe entstehen, alles sehr prophylaktisch gedacht. Turm G1, ne, spätestens hier hätte
Schwarz den König wegziehen müssen, weil Dame schlicht hat 4 eine Drohung gewesen wäre,
also mit dem König auf G8 natürlich, ne, äh auf G8. Auf H8 natürlich nicht. H6 stützt
nochmal diesen Bauern hier. Turm B5, weiß bietet einen Turm zum Tausch an, das ist,
das ist schon sinnvoll, weil natürlich je weniger Figuren auf dem Brett sind, desto
besser für weiß, weil er hat immer noch einen Bauern. Hier hätte Niklas die Türme
tauschen sollen. Turm schlicht B5, Springer schlicht B5 und jetzt Dame E8, sehr interessant
und das aktiviert die schwarze Dame. Wenn die Dame, wenn der Springer jetzt hier schlicht,
äh Entschuldigung, wenn der Springer jetzt hier schlicht, dann nehmen wir natürlich
wieder, aber dann droht Dame B5 Schach und der weiße König könnte eventuell doch in
die Bordolie geraten, plus wir haben einen Angriff auf diesen Bauern hier. Und dieser
Läufer hier auf C1, ja das ist eine ziemliche Krücke, ne, weil er guckt, äh, auf die
gegnerische Bauern und kann nicht so gut aktiviert werden, so einfach aktiviert werden.
Ähm, nach Dame E8 könnte der Springer natürlich auch zurück, aber dann kommt Dame B8 mit
Angriff auf den Bauern B3 und wir werden sehen, diese Stellung erhalten wir in der
Partie. Dame E8, okay. Und hier, hier bitte ich euch mal nachzudenken. Was könnte hier
weiß machen? Weiß hat einen sehr starken Zug hier im Petto. Ich bin verwundert, dass
Bindrich diesen Zug nicht gespielt hat, weil gesehen hat er ihn mit Sicherheit. Er ist
jetzt nicht, er ist jetzt nicht besonders schwierig zu sehen. Ähm, weiß tauscht hier
freiwillig die Türme, Türmstich B8. Gut, das ist natürlich der zweite sinnvolle Zug
neben dem, äh, anderen sinnvollen Zug, den ich gerne von euch erraten lassen würde.
Weiß hätte hier wunderbar Dame E6 spielen können. Das wäre ein sehr starker Zug gewesen
und hier kann Schwarz den Damentausch nicht vermeiden und das ist ein, äh, riesen
Problem eigentlich. Also es droht ja Dame schlicht H6, also er muss die Damen tauschen
hier. Dame schlicht D6, D schlicht D6 und hier hat Weiß Vorteil. Ähm, ich weiß nicht,
warum Weiß davon Abstand genommen hat. Er hat ja 3, 5, 6, 7, er hat zwei Bauern mehr.
3, 5, 6, 7, 4, 5. Das heißt einen kann er gerne zurückgeben, ob es letztendlich dieser
sein wird oder der. Kann ja im Prinzip, äh, egal sein. Ähm, er geht ins Endspiel über
und, ähm, versucht dort seinen Mehrbauern zu verwerten. Aber zum Glück für unseren
Helden spielte Weiß hier Turm schlicht B8. Es kam Dame schlicht B8, Dame E6. Jetzt hat
er Dame E6 gemacht mit Angriff auf den Bauern. Vielleicht dachte Weiß, dass er hier irgendwie
so einen Angriff hat, aber das stimmt nicht. Hier ist kein Angriff. König G7, Dame D7
Schach, Turm F7, blockt das Schach. Die Dame geht zurück nach G4. Es droht Dame schlicht
H4 wegen dieser Fesselung auf der G-Linie. Der König geht nach A7. Dort steht er wieder
safe. Und hier ist es ganz schwierig für Weiß überhaupt vernünftige Züge zu finden,
wenn ich ehrlich bin. Ähm, Schwarz hat alle wichtigen Flöte abgedeckt und attackiert
hier diesen Bauern, ne, äh, B3. Das Zentrum ist geschlossen. Das heißt, das Spiel verteilt
sich im Prinzip auf, ja, auf Damenflügel und Königsflügel. Im Zentrum passiert nichts
und es muss irgendwas auf den Flügeln passieren und Schwarz attackiert hier am Damenflügel.
Weiß zuckt König D3. Ist nicht der beste Zug, aber wie gesagt, ich hatte schon Schwierigkeiten.
Ich habe mir die Stellung mal ein bisschen angeschaut auch zwischendurch und dachte mir
auch so, ja, was soll hier Weiß überhaupt ziehen? Es gibt kaum Züge. Und König D3
sieht aus menschlicher Sicht ja auch okay aus, ne, den König einfach so ein bisschen
zum Zentrum führen. Jetzt ging es hier weiter mit Dame B6. Greift diesen Bauern auf F2 an.
Übrigens, Dame Schlicht B3 ist immer noch möglich, aber wie gesagt, noch nicht. König
E2 zurück, deckt diesen Bauern. Und jetzt erst, Dame Schlicht B3. Und jetzt droht auch
sowas wie Dame C4 oder Dame C2 Schach. Und ich vermute, so langsam kamen die Spiele auch
in Zeitnot. Das war eine deutsche Meisterschaft. Da steht viel auf dem Spiel und da stehen
die Spieler natürlich auch unter Druck und es ist völlig normal, dass sie natürlich
nicht perfekt spielen. Es ging hier weiter mit Turm D1. Der Zug ist wichtig, um nach
Dame C4 Schach diesen Turm dazwischen stellen zu können. Aber jetzt kommt eine sehr schöne
Sequenz. König G7, A3, Läufer C5. Läufer C5 droht so ein bisschen Läufer Schlicht F2,
weil der König nicht nehmen kann. Aber witzigerweise sagt Stock Fischer auch, dass es egal ist,
ob Schwarz da schlägt oder nicht. Das erste, was ich halt sah, ist so, hm, will er den
nicht decken? Aber er kann ihn auch nicht vernünftig decken. Das ist ein Problem hier.
Der F2 kann nicht gedeckt werden. Springer D1 geht nicht wegen Dame Schlicht C1 offensichtlich.
Warum droht Läufer F2? Weil der Turm auf D3 gefesselt ist. Und Dame G1 geht nicht,
und das ist ein sehr, sehr schönes Motiv, wegen Springer Schlicht F3. Und das hatte
ich halt auch gesehen, als ich mir die Partie angeschaut habe. Der Turm kann nicht schlagen,
weil er ist gefesselt. Und wenn der König schlägt, dann schlägt Schwarz den Turm.
So, und jetzt kommt ein ganz, ganz wichtiger Zugleich. So, Weiß spielte Läufer D2 und
Schwarz sagte, ne, den Bauern F2 will ich erstmal nicht haben. Sehr interessant irgendwie.
Und spielte erstmal Turm E7. Warum macht er das? Turm E7, ganz einfach. Er kontrolliert
dieses Feld, damit die Dame das Feld nicht betreten kann. Und der Plan von Schwarz ist,
und das ist mir dann auch aufgefallen, dass das eine Idee ist, König G6 zu spielen und
H5 die Dame zu entfernen und dann Springer Schlicht F3 zu drohen. Ein sehr gefährlicher
Plan. Es ging ja weiter mit Springer D1. Jetzt deckt Weiß doch den Springer hier. Der Läufer
steht ja auf D2. Der Bauer ist auch gedeckt. Und jetzt ganz wichtig, Dame A6 zurück. Warum
geht König G6 sofort nicht mit der Idee H5? Wegen B3. Dame zurück und dann Springer B2.
Und der Springer deckt den Turm plus der Springer strebt nach C4. Deswegen erstmal
Dame A6 zurück, damit die Dame nicht angegriffen werden kann. Profilaktisch gedacht also. Und
hier spielte Bintrich wahrscheinlich den entscheidenden Fehler in dieser Partie. Er spielte Läufer
C3. Allerdings die Alternative wäre B3 gewesen. Besser. Mit der Idee Springer dahin, Springer
dahin. Moment, warum? Ja genau, weil König G6 folgt Springer B2. Und dann kommt das,
was ich gesagt habe. Und der Weiß steht hier zufriedenstellend. Der Springer deckt den
Turm. Das heißt Springer F3 wird aus dem Spiel genommen. Also H5 kommt Dame G1 und
ich kann nicht auf F3 schlagen wegen König F3, weil jetzt ist der Turm gedeckt. Darum
ging es bei der ganzen Geschichte. Den Springer bei B2 aktivieren. So, gehen wir zurück.
Nach B3 übrigens, das Beste ist aus schwarzer Sicht Läufer D4. Das fällt B2 decken, damit
der Springer nicht dorthin gehen kann. Und hier ist eine total unklare Stellung nach
Läufer B4. Aktiviert den Läufer letztendlich doch der Weiße, greift den Turm an und hier
ist es total unklar, wie es weitergeht. Also beide Seiten haben ihre Chancen. Man müsste
die Engine zum Beispiel auch länger laufen lassen, damit ein klares Urteil abgeht. Das
Urteil, wenn man sie am Anfang laufen lässt, ist ausgeglichen. Okay, Dame A6, Läufer
C3 von Bindrich und jetzt kommt dieser Plan, den Weiß wahrscheinlich übersehen hat. König
G6 mit der Idee H5 und die Dame von G4 entfernen. Hier gibt es auch keine richtige Rettung
mehr. König D2. Eine andere Variante wäre B4, H5, Dame G1 und hier Springer schlägt
F3 ein. Schwarz schlägt den Springer. Der Turm kann nicht schlagen. Ich denke, ich wiederhole
mich jetzt gerade. Das hatte ich ja schon alles erwähnt. Die Dame ist auch angegriffen
auf G1, deswegen kann Weiß natürlich nicht hier entnehmen. In der Partie ging Bindrich
nach D2 mit dem König. Hier ging es weiter mit H5, greift die Dame an. Die muss zurück.
Hier steht Schwarz inzwischen total auf Gewinn, sagt Stockwisch. Das liegt daran, dass die
schwarzen Figuren deutlich aktiver stehen. Weiß steht total disharmonisch. Die Figuren
hier kommunizieren nicht ideal miteinander. Diese Disharmonie herrscht aber schon eine
ganze Weile und inzwischen hat sich das natürlich in Richtung des Schwarzen, also die Waagschale
hat sich komplett in Richtung des Schwarzen geneigt. Und hier setzte Niklas mit einem
sehr, sehr schönen Zug fort und gewann ein bisschen Material zurück. Ihr könnt den
Zug sehen. Ihr könnt gerne pausieren und selbst darüber nachdenken. Er spielte hier
Läufer E3-Schach. Greift den König an. Problem ist, wenn der F-Bauer schlägt, dann fällt
die Dame hier durch dieses Motiv. Hatten wir schon. Wenn er Turm nimmt, dann gewinnt Schwarz
halt mit Qualität. Das ist auch gut. Auch schön. Vor allen Dingen, es droht immer noch
Springer schlägt F3. Das ist ein Problem. So richtig kann Weiß auf E3 nicht nehmen,
außer mit dem König, was aber fürchterlich wäre. Nach Läufer E3-Schach ging der König
nach C2. Jetzt kann man aber Springer schlägt F3 und hier steht Weiß einfach komplett verloren.
Dame F1, Läufer C5 zurück, Dame E2 und jetzt G4. Plötzlich hat Schwarz hier so ein Monster
freibauen auf der G-Linie. Haarschlägt G4, Haarschlägt G4. König B1. Nach 41 Zügen
hat es Weiß geschafft, seinen König in relative Sicherheit zu bringen, aber das Spiel wird
jetzt auf dem Königslügel entschieden. Turm A7. Der Turm wird aktiviert. Dame C2, Läufer
D6, B3, Turm A1. Den Rest schauen wir uns schnell an, weil, wie gesagt, Schwarz steht
hier wirklich komplett auf Gewinn. Das liegt insbesondere an der unterschiedlichen Aktivität
der verbliebenen Figuren. Schwarz hat halt ultraaktive Figuren, die beiden hier. Dame
ist auch sehr aktiv. Gut, dieser Läufer hier macht nicht so wahnsinnig viel. Immerhin deckt
er den Bauern. Der König steht jetzt inzwischen sicher hier und ganz, ganz passiv steht der
Sprenger. Der Turm steht passiv. König ist gelb. Dame würde ich auch gelb machen. Der
Läufer ist auch eher gelb. Also die unterschiedliche Aktivität ist hier entscheidend. Es ging
weiter mit König B2. Dame A3 schafft gut jetzt wiederholend die Spielanzüge. König
B1, Dame A6, König B2, Turm H3, Dame E2, König G5 bringt den König näher, König
C2, Turm H1 wieder, Springer B2, Läufer A3, Turm E3 bietet hier die Damen zum Tausch
an. So ein bisschen, ja, Verzweiflung. Weiß, weiß, weiß, einfach nicht mehr, was er ziehen
soll. Das ist ein Problem. Hier Läufer A3 war übrigens ein schöner Zug sich gerade
wegen, weil Springer C4 verändert wird, wegen Turm C1. Schachmatt. Das sagt sogar das Programm.
Turm E3. Jetzt tauscht der Niklas die Damen, das ist völlig okay und tauscht auch noch
den Läufer gegen den Springer auch gut, weil wir gewinnen hier schwarz ganz einfach. Einfach
den G-Bauern laufen lassen. G3. Wir haben einen riesen Freibauern da und was soll weiß
machen? Nichts. Er kann einmal tauschen und der Bauer läuft einfach nach und nach durch.
Springer E1, Schachmatt, König C3 und G2 ist gedeckt vom Springer und droht hier durchzulaufen.
Läufer C1, Schach, König G4, Läufer E3. Entdeckt nochmal das Umwandlungsfeld. Falls
ich mich nicht komplett vergucke, könnte schwarz hier auch eine Dame holen. Hätte
dann Springer mehr. Oder? Ja. Aber Niklas bewies hier Technik. Er spielte hier noch
stärker, Turm H3. Festet hier den Läufer, droht G1, Dame. Wenn weiß hier schlägt auf
R1, dann kommt Turm Schlicht E3, Schach, lenkt diesen Turm ab. Wenn der Turm schlägt,
dann kommt G1, Dame und hier hat schwarz offensichtlich einen riesigen Materialvorteil. Nach Turm
H3 probierte weiß noch König D2, aber auch hier gewann schwarz mit Turm Schlicht E3,
entfernt den Verteidiger des Feldes G1 und hier gab Falko Bintrich auch, ja was soll
man hier noch weiterspielen? Turm Schlicht G2 kommt Springer Schlicht G2, womit gleichzeitig
der Turm gedeckt wird. Turm Schlicht E1 kommt logischerweise Turm Schlicht E1, König Schlicht
E1, G1, Dame. Ja, das war nicht nur eine schöne Partie von Niklas Suschenbeet, sondern auch
ein sehr sehr wichtiger Sieg, weil er gewann damals die deutsche Meisterschaft, auch relativ
überraschend. Er war 18 Jahre alt und wie gesagt, hatte ich am Anfang des Videos erwähnt,
nur die Nummer 16 der Setzliste und diesen Erfolg wiederholte er übrigens 2019, da wurde
er nämlich das zweite Mal deutscher Meister. Ich meine, viele von euch werden das wissen und
2019 auch mit einem Riesenergebnis von 8 Punkten aus 9 Partien. Also Niklas ist schon zweimaliger
deutscher Meister, ein Riesenerfolge für ihn, denke ich, in der Vergangenheit und auch damals
kann ich mich erinnern, 2010, weil wir haben uns kurz danach gesehen, auch meine ich. Denn damals
kam noch ein Fernsehteam und hat in Deitzisau, damals in Deitzisau, bei einem großen Turnier,
wollten sie unbedingt den deutschen Meister filmen und das war damals in Deitzisau. Ich kann mich
nur erinnern. Niklas, kannst du dich erinnern? 2011 Deitzisau? Ne, 2000 was? 2010 war das.
In Deitzisau. Filmteam. Von ProSieben war das damals, glaube ich, für Galileo. Ich glaube,
das war die Geschichte damals. Ja, herzlichen Glückwunsch für den schönen Sieg hier, Niklas
und ja, war mir eine Ehre, hier auf diesem Kanal eine Partie zu analysieren von dir. Ich hoffe,
es hat euch gefallen. Wie hat es euch gefallen? Einfach Kommentare hinterlassen und ja, habt einen
schönen Tag und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder beim nächsten Subbattle und da werden
wir siegen und dann darfst du den Wetteinsatz einlösen. Bis dann.