Die richtige Linie mit dem Motorrad erhöht die Sicherheit aber auch den Fahrspaß. In diesem ausführlichen Video zeigen wir Übungen und Techniken um die richtige Linie auf der Landstraße zu finden. So kannst Du lernen schneller zu fahren ohne dabei unnötige Risiken einzugehen.
=============================== Die Serie „How to ride a Motorcycle - Motorradfahren lernen“ erscheint in 20 Folgen auf dem YouTube Kanal von 1000PS TV. In dieser Serie werden wichtige Bereiche der Themen Fahrtechnik und Fahrsicherheit beleuchtet. Dabei wurden Interviews mit über 30 Gesprächspartnern in Europa und den USA geführt. Zu Wort kamen Fahrtechnik-Experten wie Keith Code, Varahannes und Matthias Meindl aber auch Rennfahrer wie Martin Bauer oder Horst Saiger sowie die 1000PS Redakteure NastyNils, Zonko und Co. Ziel der Serie ist es, Motorradfahrerinnen und Motorradfaher zu inspirieren. Macht euch Gedanken über das Thema Motorrad, Ausrüstung und Sicherheit. Macht euch Gedanken zum Thema Fahrtechnik und bildet euch weiter!
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Diesmal, aus meiner Sicht, der wichtigsten Folge dieser Serie, die richtige Linie auf der Landstraße.
Finden wir sie gemeinsam.
Die richtige Linie auf der Landstraße finden, aus meiner persönlichen Sicht, die wichtigste Folge dieser 20-teiligen Serie.
Ich bin gespannt, ob Sie das auch so seht.
Aber jetzt kommt schon der erste kontroverselle Satz.
Weil die richtige Linie, aus meiner Sicht, wer darf denn sagen, was die richtige Linie ist?
Wer ist dazu befähigt? Gibt es eine allgemeingültige Gesetzeslage für die richtige Linie auf der Landstraße?
Ich habe versucht, wirklich viele unterschiedliche Leute dazu zu Wort kommen zu lassen, mit einem unterschiedlichen Background.
Mega-Profis, Einsteiger, die sich aber auch Gedanken um das Thema machen.
Ich glaube, in Summe kommt ein wahnsinnig gutes Video für euch raus.
Zieht euch den Input rein.
Das zu früh reinschneiden in die Kurve ist eine Unart und höchst gefährlich.
Und das machen auch nur Leute, die subjektiv zu schnell dran sind.
Das heißt, da spielt die Angst eine Rolle.
Da versucht man sich krampfhaft nach außen hin Reserven zu halten.
Besser wäre es, mehr Geschwindigkeit abzubauen vor der Kurve.
Und länger zu warten, bis man zur Mittellinie hinzieht.
Den Raum des Gegenverkehrs, den nutze ich nicht.
Unter anderem ist dieses Argument der sicheren Gewohnheiten.
Das ist ganz was Wichtiges.
Also wenn ich mir irgendwas angewöhne, wie zum Beispiel, ich sage, über die Mittellinie, da darf man nicht drüber fahren.
Das macht man dann automatisch mit einer gewissen Zeit.
Und das ist einfach eine sichere Gewohnheit, die jetzt meiner Meinung nach aber null Fahrspaß kostet.
Weil im Endeffekt ist ja eh das Schönste, was es gibt beim Motorradfahren, ist Kurven fahren.
Und warum soll ich dann eine Kurve schneiden, damit ich da eine Gerade habe, nur damit ich auf der Landstraße schneller bin?
Das habe ich nicht.
Ich fahre gerne schnell Kurven auf der Landstraße, aber ich fahre halt gerne Kurven.
Und insofern halte ich das für mich auch so.
Es gibt natürlich keinen einzigen Motorradfahrer, dem das nie passiert ist, dass er nicht über diese Mittellinie rausgekommen ist.
Dass er so eine Kurve falsch eingeschätzt hat und drüber rauskommt.
Und wenn man es überlebt hat, ohne Sturz, ist das großartig.
Nur das, wenn einem das passiert ist, ist wirklich das Gescheiteste.
Man bleibt kurz stehen und macht sich bewusst, dass man jetzt einen wirklich schweren Fehler gemacht hat.
Das ist ein echtes No-Go, wo man nicht nur sich selbst, sondern auch den Entgegenkommenden gefährdet.
Und die Leute, es gibt Leute an Bord, die darauf husten und das absichtlich machen.
Die sagen, mir ist das komplett egal, ich schneide da durch, was nur geht.
Das ist meiner Meinung nach tatsächlich unverantwortlich.
Ich habe es allerdings schon erlebt, dass ich so jemanden versucht habe,
nicht wie der Oberlehrer zu erklären, dass das wirklich ein gefährlicher Vorgang ist.
Der hat wahrscheinlich geglaubt, was man halt immer glaubt, das ist ein alter Trottel.
Aber die Mittellinie ist tabu.
Ausholen in den Gegenverkehr oder Kurven schneiden ist etwas, was ich absolut vermeide,
wenn sich das irgendwie machen lässt, weil ich denke mir, wenn man das einmal macht,
dann wird es zur Gewohnheit und es geht dann vielleicht 20, 25 Kurven gut.
Und in der 26. Kurve hast du aber vielleicht ein Auto übersehen und bist in der Pretorie
und hast möglicherweise einen Unfall, also das ist es nicht wert.
Ich versuche immer, so bald es möglich ist oder so oft es geht,
mich auf der richtigen Fahrbahnseite zu halten.
Natürlich aber auch im rechten Tritt des Fahrstreifens,
sodass ich da einfach genug Platz habe, um zu manövrieren und zu korrigieren,
wenn es halt erforderlich ist.
Bei Kurven am Achensee-Hochpfad hat jetzt das Innenministerium
oder was soll ich sagen, das Verkehrsministerium,
diese Runden auf der rechten Seite, Rundekreise aufgemalt.
Keiner weiß, warum. Jeder fragt mich.
Und das ist dazu da, dass du deine Ideallinie fährst, weiter rechts,
dass du nicht in den Gegenverkehr mit dem Spiegel oder mit deinem Helm einschlagst.
Sehr interessant. Und da fahre ich mir mit den Gästen gerne raus,
schaue in den Rückspiegel und 60% fahren über die Kreise
und der Rest hat die Ideallinie.
Und wenn du das vorfährst, dann fahren sie das.
Fahren sie das nach, kann man gut sehen.
Wir beginnen da bei den Langsamfahrübungen am Übungsplatz.
Wenn du zum Beispiel einen schönen Achter fahren möchtest,
musst du halt mindestens so einen Drittel, eher halben Kreis vorausschauen.
Und das merkst du dann schon bei der Kopfhaltung,
ob du genau dorthin schaust, wo du möchtest.
Und das, was ich am Übungsplatz trainiert habe, kann ich dann beim Kurvenfahren
auf der Straße genauso anwenden.
Und dann bleibt man halt am Straßenrand stehen, schaut sich die Kurve an
und bespricht einmal, wie man es ungefähr macht.
Ich kann bei mir hinten draufsetzen und kann sagen,
ich zeige dir einmal, zu früh in die Kurve reinfahren heißt,
du kommst im Gegenverkehr raus.
Im Gegensatz dazu, wenn ich lang draußen bleibe und spät reinziehe,
komme ich schön innen raus.
Das kann ich selber vorführen.
Und wir haben in Österreich ja den großen Vorteil,
dass bei uns der Fahrlehrer vorne mit dem Motorrad fährt.
Das ist in Deutschland zum Beispiel anders.
Da wird sehr oft mit dem Auto ausgebildet und der Fahrlehrer fährt mit dem Auto voraus
oder hinten nach.
Da ist das Demonstrieren der Fahrlinie natürlich eine Herausforderung.
Die normale Fahrlinie des Motorradfahrers ist im sogenannten Spurstreifen.
Das heißt, je nachdem welche Fahrbahnoberfläche es ist,
hast du zwischen den Rädern der Autos einen helleren oder dünkleren Streifen.
Und das ist die normale Fahrlinie, in der sich der Motorradfahrer bewegt.
Ich kann jetzt in einer Linkskurve,
ich kann ein bisschen weiter rechts im Spurstreifen fahren,
damit ich das mit der Schräglage ausgleiche.
In einer Rechtskurve bin ich ein bisschen weiter links im Spurstreifen.
Und jetzt kommt noch das Thema Rechtsverordnung dazu.
Bei unübersichtlichen Straßenstellen muss ich zum Beispiel am rechten Fahrbahnrand fahren.
Dann wäre ich halt ganz rechts fahren müssen.
Das heißt, ich verlasse im Prinzip diesen Spurstreifen zwischen den Rädern
und nehme noch die Lauffläche der rechten Räder der Pkw dazu bis zum Fahrbahnrand.
Je nachdem wie der Bewuchs ist von der Schräglage und so weiter.
Es ist die Abstimmung zwischen dem, was die Straßenverkehrsordnung verlangt,
was der Motorradfahrer jetzt fahrtechnisch braucht
und dem, was dann an Ideallinie,
mit lang draußen bleiben und so weiter,
hin und wieder im Internet zu finden ist.
Das ist eine sehr schöne Bandbreite.
Das sind zwei Themen.
Das eine ist, wenn man mal ein bisschen zu schnell reinfährt,
was gerade mal für einen Anfänger ein Thema ist,
dass man sich ein bisschen verschätzt.
Auch für einen Routinierten kann das passieren.
Da neigt man gerne dazu, dass man Rechtskurven gerne in den Gegenverkehrsbereich schaut
oder Linkskurven gerne die Böschung anvisiert.
Das ist ein Thema.
Bei den Linkskurven neigt man gerne dazu zum Kurvenschneiden,
dass man sich Richtung Leitlinie orientiert.
Gerade unübersichtliche Kurven,
ich kenne schon einige Kandidaten, die da Kontaktaufnahmen gehabt haben mit Gegenverkehr
und Gegenverkehr, der schmerzt.
Dahingehend sind das die zwei Themen,
die gerne passieren.
Wir schulen es in verschiedenen Arten und Weisen.
Da komme ich dazu.
Aber erstmal verbal schulen wir es so,
dass es die richtige Linie so erstmal gar nicht gibt.
Es gibt eine Linie. Die Frage ist, was ich will.
Auf der Straße sollte die Linie so angelegt sein.
Erstmal sind es zwei pauschale Dinge.
Dass ich niemals das Gefühl habe,
am oder über meinem Limit zu fahren.
Das heißt, mir eine Sicherheitsreserve einzubauen,
platztechnisch.
Und in der Art und Weise, wie ich fahre,
immer das Gefühl habe, dass ich alles im Griff habe.
Das ist der erste Parameter.
Der zweite Parameter ist, dass ich in jeder Situation
und in jedem Verlauf einer Kurve oder einer Strecke
immer handlungsfähig bleibe.
Das sind die zwei Dinge, dass ich mit mir
hundertprozentig klar bin und auch noch was tun kann.
Wer da aus dem Raster rausfällt,
wird schnell zum Passagier
oder nicht mehr ganz so handlungsfähig
und kann dann mit Einflüssen von außen umso schwieriger
oder gar nicht mehr umgehen.
In der Gewohnheit, wenn man weit aussieht
und dann ein leichtes Doppel-S oder was immer da ist,
gerade durchfährt und über die Mittellinie fährt,
dann besteht das Problem dieser Gewohnheit wieder.
Und die ganzen Analysen, die ich schon 2013
für das Korridor und für Verkehrssicherheit gemacht habe,
dann filmen wir und machen eine Verhaltensanalyse
in zwei in Kärnten befindliche,
leider sehr umfallintensive Linkskurven.
Da filmen wir über 800 Motorradfahrer
und davon fahren 95 Prozent brutal falsch.
So früh an der Mittellinie,
dass sie die Kurven nicht fertig sehen
und dadurch die Unfallgefahr ist.
Weil wenn dort ein Gegenverkehr kommt,
fehlt die Zeit.
Dann schaffen wir es wieder mit unserer Reaktionszeit nicht,
diesen Fahrlinienfehler zu korrigieren.
Wenn ich weit sehe, ist kein Problem.
Es gibt genug Straßenabschnitte,
da könnte ich 500 Meter lang
in einem riesen langen Linksbogen
auf der linken Vorbahnhälfte fahren.
Und wenn ich weit entfernt am Gegenverkehr auftauche,
fahre ich ganz gemütlich auf die rechte Seite zurück
und der sieht dann mal der Gegenverkehr,
dass ich falsch gefahren bin.
Und das funktioniert in einer Kurve unter 30 Meter Sichtweite.
Das Kurvenschneiden bewirkt bei den Motorradfahrern,
mit einer etwas höheren Geschwindigkeit die Kurve zu fahren,
weil sie emotional weit weg vom verschmutzten rechten Rand sind,
der ja sowieso in den seltensten Fällen verschmutzt ist.
Aber egal jetzt,
man traut sich dann weit weg.
Sie fahren optisch in der Mitte der Straße
in der Nähe der Mittellinie.
Jetzt haben sie das Gefühl,
nach links und rechts Reserven zu haben.
Wenn ich aber zu früh in der Linkskurve nach innen gehe,
und das kommt einem Fahrzeug entgegen,
dann muss ich aufmachen,
damit ich nicht mit dem Fahrzeug auf Kollision bin.
Das Aufmachen gelingt fast immer.
Wir haben auch ganz wenig Frontalkollisionen.
Wir haben aber sehr viele Unfälle,
wodurch das Aufmachen,
weil man sich getraut,
herinnen weiter eine höhere Geschwindigkeit zu fahren,
dann wird aufgemacht.
Und mit der hohen Geschwindigkeit
ist die Leitschiene, die Außenleitschiene,
weil links unübersichtlich ist immer außen,
die Leitschiene, rechtsaußen,
die Leitschiene duschiert wird
mit einer mehr oder weniger hohen Geschwindigkeit.
Die Personen sind dann aufgrund vom Aufprall
über die Leitschiene ins Bachbett runtergefallen
und tödlich verletzt.
Ich bin 1,86 m groß, bei 40 Grad Schräglage.
Also nicht einmal maximal, man kann mehr fahren,
was ich auf der öffentlichen Straße nicht empfehle.
Aber da sind wir schon mal ungefähr 1,30 m, 1,35 m breit.
Also breiter als ein Drittel der Fahrbahn.
Es gibt Passstraßen in Italien, in der Schweiz,
wo am Beginn der Straße
ein Verkehrszeichen ist mit dem Bus drauf
und da steht drunter maximal 10 m.
Diese Fahrzeuge mit der maximal 10 m Beschränkung
sind trotzdem so groß, dass sie in einer Spitzkehre
die gesamte Fahrbahn brauchen.
Das heißt, es muss auch ein Motorradfahrer,
der Bus kommt bergauf, Spitzkehre entgegen,
Motorradfahrer muss stehen bleiben,
weil sonst geht es sich nicht aus.
Von der erlaubten Fahrbahnbenutzung
dürfen Fahrzeuge kurzzeitig in Kurvenbereichen
die gesamte Straße benutzen.
Wenn ich bei einer Rechtskurve,
auch wenn sie unübersichtlich ist,
ganz nach rechts fahren kann,
aufgrund meiner gewählten Geschwindigkeit,
kann ich nach außen
innerhalb der eigenen Fahrbahn ausweichen.
Das Aufmachen ist eher ein natürlicher Reflex,
als das Nachdrücken,
was mental und auch von der Hoffnungswerte
des Reifens ein Problem ist.
Vor einer verschmutzten Stelle
erzeugen wir noch mehr Schräglage,
wo unser Hirn sagt, aufmachen,
aber nicht in Schräglage.
Ich muss eine Handlung vollziehen,
um möglicherweise unfahrfrei zu bleiben,
die extrem schwer ist,
fahrtechnisch wie mental schwer.
Die Stellen, die wir analysiert haben,
laufen so ab,
dass wenn ich mit einer für mich passenden
Geschwindigkeit auf Sicht,
weil die Fahrbahnbreite erlaubt,
auf Sicht zu fahren,
dass ich innerhalb meiner Sichtweite
stehen bleiben kann.
Ich habe die Finger bei einer unübersichtlichen
Kurve auf der Bremse.
Ich bin bremsbereit.
Ich fahre um die Kurve.
Ich kann in 0,7 Sekunden reagieren,
nicht in einer Sekunde.
Ich habe bis zu einem stehenden Hindernis
die Chance, stehen zu bleiben.
Das ist kein stehendes Hindernis,
das ist ein schlampig entgegenkommendes Fahrzeug.
So wie ich auf die Bremsen gehe,
ist mir der in den 0,7 Sekunden,
wenn er 50 fährt, fahren wir 13,89 m pro Sekunde,
der fährt mir in den 0,7 Sekunden
1,4 x 7 ist schon 9,8 m entgegen.
Der nimmt mir den ganzen Bremsweg.
Bei 50 kmh, wenn ich gut bremse
und die Maschine nicht mehr eine starke Schräglage hat,
kann ich knapp unter 10 m 50 kmh zum Stillstand bremsen.
Die nimmt man mir aber weg, die 10 m.
Das ist natürlich Übungssache.
Es geht darum, möglichst bewusst eine Kurve zu fahren.
Das heißt, eine gewisse Reflexionsfähigkeit
ist für den Motorradfahrer notwendig.
Dass er sich selbst beobachtet, was er da macht.
Wo habe ich gebremst?
Wo am Fahrstreifen befinde ich mich gerade?
Und dann ganz bewusst mit der Blicktechnik
lange wartet, in die Kurve reinschaut
und die Kurve von außen nach innen fährt.
Das, worum es bei Hannes beim Straßentraining ganz stark geht,
ist die Fahrlinie.
Da muss ich mir noch immer was abgewöhnen.
Das wird einem auch vermittelt.
Das muss man wiederholen, wiederholen, bis das dann drin ist.
Aber Fahrlinie zum Beispiel.
In der Fahrschule habe ich die ideale Fahrlinie gelernt.
Aber beim Hannes hat es dann geheißen,
das ist die ideale Fahrlinie, wenn man alleine auf der Straße ist.
Aber man ist nie alleine auf der Straße.
Deswegen gibt es eigentlich eine sichere Fahrlinie,
die man eigentlich fahren sollte, wenn einem das eigene Leben lieb ist.
Und da arbeite ich noch immer daran,
dass ich mich an diese sichere Fahrlinie halte.
Und das ist jedes Mal, wenn ich fahre,
ein Kampf gegen die Gewohnheit,
damit man das anders fährt,
so wie es einem im Nachhinein beigebracht wurde.
Und die Gewohnheit ist ein Hund.
Das ist ein harter Kampf.
Eine Rechtskurve soll ich wieder von der Drittellösung
im linken Drittel hinfahren.
Weil wenn ich rechts eine Mauer habe,
teilweise gibt es doppelte Leitschienen,
die sind höher,
irgendeine Barriere oder auch eine unübersichtliche Kurve rechts ist,
kann ich nicht innen fahren und Schräglage erzeugen.
Dann komme ich zu nahe
zum bautechnischen oder zum naturbedingten Hindernis.
D.h., wenn ich von außen fahre und nicht zu spät,
ich darf nicht die ganze Rechtskurve außen fahren,
weil wenn mir ein kurvenschnelles Fahrzeug entgegenkommt,
hätte ich ein Problem.
Aber das Anfahren von außen und dann beim Einnehmen der Schräglage,
da muss ich natürlich das richtige Timing finden,
das ist ja bei der Linkskurve.
Ich darf nicht zu früh und bei der Rechtskurve
darf ich nicht zu spät in die Schräglage gehen,
damit ich sehr schnell von dem Außenbereich trotzdem wegkomme.
Aber am Ende der Kurve,
egal wie viel Winkel gerade die Kurve hat,
sollte ich wieder auf alle Fälle im rechten Drittel sein.
Für mich persönlich ist wieder das Wort
so nahe wie möglich am rechten Vorbahnrand.
Und wenn es bis zum Vorbahnrand sauber ist,
soll man den Vorbahnrand bewusst erreichen.
Das ist dann gleichzeitig eine Eigenkontrolle
für die gefahrene Geschwindigkeit in der Kurve.
Weil wenn die Geschwindigkeit zu meinem Fahrkönnen nicht ganz genau dazu passt,
werde ich immer nach außen getragen.
Jeder Motorradfahrer, der zu schnell fährt,
den trägst du nach außen, nie nach innen.
Das heißt, wenn ich aber nach innen komme
und das aber ohne Anstrengung, dass ich kämpfen muss,
damit ich nach innen komme,
dann ist das bei der Kurve, die ich so gefahren bin,
die absolute Bestätigung,
dass meine Geschwindigkeit der Situation angepasst war.
Die Leute nutzen natürlich, dass jemand vorausfährt,
der die Region kennt, die Strecken kennt
und dadurch schon mal sehr gut vorausfährt,
weil er genau weiß, wie welche Kurven anfahren.
Ich selber bin jetzt nicht der Typ,
der gerne hinten nachfährt.
Ich fahre sehr gerne voraus, auch privat.
Ich denke aber, dass es schon ein sehr großer Vorteil ist
für jemanden, der vielleicht auch nicht so routiniert ist,
wenn er einfach nur der Linie folgen kann.
Vor allem, wenn das Ganze eher dynamisch geht
und nicht hektisch.
Es gibt ja Leute, die fahren vollbeschleunigend
auf jeder Kurve, stechen vor jeder Kurve das Tempo wieder ab
und reißen wieder an.
Wir versuchen einfach, dass wir einen sehr harmonischen Fluss reinbringen.
Wenn man eine Einzelkurve fährt,
habe ich am Ende eine gerade.
Eine Kurvenkombination ist aber,
dass sofort aus einer rechts, einer links oder umgekehrt ist.
Das heißt, ich kann keine geraden Zwischenstücke
zwischen zwei Kurven nutzen,
um eine falsche Fahrlinie zu korrigieren.
Wenn ich eine Kurve falsch verlasse,
fahre ich automatisch falsch in die nächste Kurve hinein.
Das ist einmal das Problem.
Und das nächste ist,
bei Kurvenkombinationen fahre ich teilweise
innerhalb der eigenen Fahrbahnhälfte geradeaus.
Ich vertritt sehr wohl die Meinung,
nicht das Kurvenschneiden,
aber wenn ich einen leichten Radiusbogen habe,
wenn ich innerhalb der eigenen Fahrlinie
Fahrbahnhälfte geradeaus fahre,
dann fahre ich geradeaus.
Ich versuche, jede Kurve so perfekt wie möglich zu fahren.
Und dort, wo keine Kurven sind, fahre ich keine.
Die Motorradfahrer lassen sich von Subjektiven gefahren,
die diskutiert werden, leiden.
Wenn sie meine Videos sehen,
haben sie keine Angst vor dem Dreck auf dem rechten Rand.
Ich fahre ja in keinem Dreck.
Einen Vorbund lesen muss ich auch in der Mitte.
Würde ich immer nur im Mittleren Drittel fahren,
muss ich genau so Vorbund lesen
und einer Verschmutzung ausweichen können.
Da legen wir im Moment sehr viel Wert darauf,
dass die Reifen Vertrauen vermitteln.
Der größte Punkt dafür ist Warm-up.
Der Reifen muss sehr schnell auf Betriebstemperatur kommen.
Die Gummimischung kann sich super verzahnen mit dem Untergrund
und die Karkasse kann super gut arbeiten.
Je schneller sich der Reifen aufwärmt,
desto besser Vertrauen hat man auch zum Vorderrad.
Nach vielen Gesprächen für diese 20-teilige Videoserie
Motorradfahren lernen
und nach vielen Erfahrungen draußen muss ich sagen,
oft sind solche Fahrtechnik-Videos oberlehrermäßig.
Dann ist das vielleicht für den einen oder anderen
jüngeren und coolen Zuseher ein bisschen uncool,
wenn man sich da den Spaß verderben lässt
und da jetzt nur mehr mit Sicherheit
und Oberlehrer-Zeigefinger gemahnt wird.
Auf der anderen Seite muss ich sagen,
ist das Fahren mit einer sicheren Linie,
so wie wir es in dem Video von den Experten bestätigt bekommen haben,
auf der anderen Seite auch ziemlich sicher
jene Linie, mit der man am schnellsten unterwegs ist,
wo man dann auch der coole Typ ist,
wenn man das so sagen kann,
weil wenn man die Linie so wählt,
dass man einen guten Überblick hat,
was da hinter der Kurve passiert,
also spät einlenkt, auf seiner Seite bleibt,
dann hat man einfach auch die Möglichkeit,
früher ans Gas zu gehen
und die Power von diesen Motoren zu nutzen.
Somit ergibt sich die optimale Grätsche
zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit
alleine auch dadurch,
wenn ich die sicherste Linie fahre,
das ist dann auch gleichzeitig die schnellste Linie,
wenn es für euch auf der anderen Seite so wichtig ist.
Weil ein Zufall, natürlich das Glück,
das Glück ist so groß,
dass eben dieses Zeitfenster so selten passiert,
dass wirklich der Motorradfahrer,
der auf zu enge Vorlinie fährt in den Linkskurven,
dass wirklich zum ungünstigsten Zeitpunkt
ein großes Fahrzeug entgegenkommt,
dass es dieses Zeitfenster trifft.
Weil wenn man eine Kurve mit 30 Meter Sichtweite,
ist der ganze Wegverlauf durch die Kurve,
also von Einnehmen in der Schräglage bis zum Aufrichten,
dass ich den ganzen Bogen gefahren bin,
ungefähr 75 Meter lang.
Es sind aber nur 2,5 Meter eher weniger in der Kurve,
wenn dort die theoretische Kollision erfolgen würde,
funktioniert das Ausweichen auch nicht mehr.
Deshalb haben wir so viele Motorradfahrer im Kopf,
ja, dann mache ich einen Schwenker,
weil der schon geholfen hat,
aber nicht in den 2 Metern,
die die theoretische Kollision erfolgt wäre.
Ja, die richtige Linie auf der Landstraße finden,
ich muss sagen, es ist schon so,
dass immer wieder auf der Landstraße
wir Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer
auf der falschen Seite entgegenkommen,
aber in Summe muss ich sagen,
es ist schon so, dass zumindest wir uns darüber Gedanken machen
und darüber sprechen.
Oder habt ihr schon mal Autofahrer reden gehört,
wie könnte man die richtige Linie bei einer Landstraße finden?
Also ich glaube, andere Verkehrsteilnehmer machen sich
über das Thema aus meiner Sicht überhaupt keine Gedanken.
Und bei uns Motorradfahrern ist es so,
dass ich glaube schon, ein Großteil der Leute Gedanken zu dem Thema macht,
aber einige Leute halt nicht das Verständnis
oder das Fahrkönnen haben, um das auch umzusetzen.
Und da brauche ich jetzt eure Hilfe.
Ich glaube, dass dieses Video für unser aller Sicherheit ganz ganz wichtig ist.
Weil wenn euch bei der nächsten Kurve,
bei der nächsten Ausfahrt, wer auf eurer Seite entgegenkommt,
also nennt bitte dieses Video,
teilt es draußen im Internet, in den sozialen Netzwerken,
dass möglichst viele Leute das Video sehen,
weil das ist für unser aller Sicherheit eine gute Sache.
Und ich glaube, dass grundsätzlich die Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer
wahnsinnig aufgeschlossen sind für solche Tipps und solche Tricks.
Deswegen teilt die Sache, macht die Straßen mit uns gemeinsam
zu einem sichereren Ort, wo wir gemeinsam viel Spaß haben können.
Danke, Tschüss und Baba.