Henri Matisse - Direkt in die Farbe hineinschneiden - Die Trauer des Königs (Reihe Palettes 15/3)

Henri Matisse - Direkt in die Farbe hineinschneiden - Die Trauer des Königs (Reihe Palettes 15/3)

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4 Videoaufrufe·02.11.2024

"Henri Matisse - Direkt in die Farbe hineinschneiden - Die Trauer des Königs"
Produktion: ARTE 1995, von Alain Jaubert.
Reihe "Palettes", Die Großen der Moderne 15/3.
Aufnahme: ARTE 07.08.2010.

"Mit der Schere zeichnen, direkt in die Farbe hineinschneiden, das erinnert mich an den direkten Meißelschlag des Bildhauers", so kommentierte Henri Matisse (1869-1954) die Technik seiner Papierschnitte.
"Die Trauer des Königs" entstand 1952 in Nizza im ehemaligen Grand-Hotel Regina, in dem Henri Matisse (1869-1954) ab 1938 wohnte. Das Gemälde misst annähernd viermal drei Meter und ist eines der letzten großen Werke des Malers.
Das Bild wurde in Collagetechnik realisiert: Der erkrankte Maler schnitt teilweise im Liegen oder Sitzen die Formen aus zuvor mit Gouache-Farben retuschierten Blättern aus und wies dann einen Gehilfen an, sie an der Wand so lange zu verschieben, bis die gewünschte Harmonie gefunden war. Die geschickt gehandhabte Schere ersetzte somit dem teilweise bewegungsunfähigen Matisse Bleistift und Pinsel. In der Folge wurden die Papierschnitte zu einem weiteren Hauptausdrucksmittel des Künstlers, das immer mehr die Malerei verdrängte.
1947 veröffentlichte er eine Folge von Papierschnitten aus den Jahren 1943 bis 1944 unter dem Titel "Jazz", die im Schablonendruck vervielfältigt worden waren. Der Titel spielt auf die Spontaneität und Improvisation des Jazz an. Hinzu kamen noch Entwürfe für Wandteppiche und die Ausgestaltung einer Kapelle, der Chapelle du Rosaire - auch "Chapelle Matisse" - in Vence an der Côte d'Azur, die alle in Papierschnitten vorbereitet wurden.