Werner Renz: Die Wahrheit macht frei | 08.12.2012

Seminar Schloss Bogenhofen
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29.10.2024
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Werner Renz: Die Wahrheit macht frei
Predigt vom 08.12.2012
Bibeltext: Johannes 8, 32
Das Wort zur Predigt steht in Johannes 8.
Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger
und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen.
An der Universität Freiburg steht in großen Lettern der Satz
Die Wahrheit macht frei.
Das heißt also das Gegenteil.
Die Lüge macht unfrei.
Das steht hier an der Tafel.
Warum macht die Lüge das, die Lüge unfrei macht?
Die Lüge spinnt ein Netz, denn wer einmal lügt,
muss immer wieder weiter lügen, bis er sich im Netz seiner eigenen Lügen verstrickt hat.
Das ist so wie mit der Fliege, die eingewickelt wird durch die Spinne
und die hängt dann fest und kann sich nicht mehr bewegen.
Man verfängt sich in der Lüge.
Die Lüge nimmt gefangen, aber die Wahrheit macht frei.
Jetzt haben wir den Text gelesen.
Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger.
Was heißt denn das?
Wer sind denn die wahrhaftigen Jünger oder Jüngerinnen?
Zu wem spricht Jesus hier?
Das steht hier neben Vers 31.
Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten.
Das ist unglaublich, wie diese Geschichte weitergeht und wie sie bis heute lebendig ist.
Denn heute gibt es viele, die an Jesus glauben.
Es gibt viele Christen, aber sind die in Wahrheit seine Jünger?
Darf man das überhaupt fragen?
Das ist doch nicht modern, nicht postmodern.
Alle haben Recht, alle haben die Wahrheit, aber nicht bei Jesus.
Der sagt, wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr in Wahrheit meine Jünger.
Wie soll man sie jetzt von den unwahren Jüngern unterscheiden?
Wie kann man das erkennen?
Wahre Jünger lassen sich von der Wahrheit leiden.
Die falschen Jünger lassen sich von der Lüge verführen.
Bei beiden geht es um Religion.
Aber nirgendwo wird so gelogen wie in der Religion.
Stimmt das?
Ist das wirklich so?
Das wollen wir jetzt untersuchen.
Wenn das wir sind und das die Religion, dann ist es wichtig, was sie uns sagt.
Sagt sie die Wahrheit oder lügt die Religion?
Woher soll ich wissen, ob sie lügt oder die Wahrheit spricht?
Da müsste ich die Wahrheit kennen.
Aber kenne ich die Wahrheit?
Und wenn nicht, wo finde ich sie?
Und wenn ich eine Ahnung von Wahrheit habe, an welchen Eigenschaften kann ich Wahrheit erkennen?
Die erste Eigenschaft von Wahrheit ist, sie muss über der Religion stehen.
Denn die Religion muss sich nach der Wahrheit richten und nicht die Wahrheit nach der Religion.
Dasselbe gilt auch für mich.
Ich muss mich auch nach der Wahrheit richten.
Ich darf sie mir nicht zurecht biegen.
Die zweite Eigenschaft von Wahrheit ist, sie muss unbestechlich sein.
Unveränderlich.
Sie muss absolut sein.
Aber gibt es die absolute Wahrheit?
Was ist denn die absolute Wahrheit?
Die dritte Eigenschaft von Wahrheit haben wir gelesen.
Das steht hier.
Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr in Wahrheit meine Jünger.
Das Wort Gottes hat in der Bibel eine Verbindung zu dem genialsten Satz.
Im Anfang war das Wort.
Und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.
Das ist absolut.
Das ist die absolute Wahrheit.
Und dieses Wort ist Fleisch geworden.
Das steht in Johannes 1, Vers 14.
Und Jesus hat auch gesagt, heilige sie, damit meint er die Jünger.
Das sind die Jünger, die die Wahrheit lieben.
Die ein offenes Herz für Wahrheit haben.
Heilige sie in der Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit.
Heilige sie in der Wahrheit, was heißt denn das?
Ich meine, wenn man das Wort auf ein Auto bezieht.
Das heilige Blech, damit kein Kratzer drauf kommt.
Oder den heiligen Computer.
Es gibt so viele heilige Dinge.
Wenn die angekratzt werden, dann wird man fuchtig.
Da braucht man einen Schutz.
Heilige sie in der Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit.
Also absolute Wahrheit ist das Wort.
Solange die Religion in Augenhöhe zu uns bleibt.
Und die Wahrheit über uns, die absolute Wahrheit.
Sie ist unverfügbar.
Man kann nicht über sie verfügen.
Man kann sie nicht verwalten.
Also solange sie da oben bleibt und die Religion in Augenhöhe.
Solange haben wir die Würde frei zu entscheiden.
Wenn sich aber die Religion zwischen die Wahrheit und uns schiebt.
Dann nimmt sie die Position der absoluten Wahrheit ein.
Und in dem Moment wird sie zur Lügenreligion.
Also nichts gegen Religion.
Ich bin auch in einer Religion.
Ich bin Adventist, sieben-Tags-Adventist.
Es ist eine Religion in Augenhöhe.
Aber sie darf niemals die Position der absoluten Wahrheit einnehmen.
Denn das steht nur Gott zu.
In dem Moment, wo ich mich als unfehlbar hinstelle.
Absolute Wahrheit.
Und das mit der Religion verbinde, beginnt die Indoktrination.
Das schreibe ich jetzt auf.
Indoktrination.
Was ist denn das?
Ein fürchterliches Fremdwort.
Ich werde das mal in einer Zeichnung darstellen, was Indoktrination ist.
Wenn das ein menschliches Gesicht ist.
Ein bisschen vollmondig.
Aber ich brauche das jetzt für die Zeichnung.
Und das ist ein Trichter.
Das ist sozusagen das Gehirn.
Das ist momentan leer, aber das kann man ja fühlen.
Das sind die Augen hier.
Das ist der Mund.
Dann ist es wichtig.
Welche Information hier reinkommt.
Wenn nur einseitige Information reinkommt.
Dann trichtert man eine absolute Wahrheit ein.
Man darf keine Gegenstimme haben.
Keine Gegenwahrheit.
Keine Gegeninformation.
Die Bibel ist die Wurzel aller Menschenrechte.
Das heißt also, das höchste Menschenrecht ist das Recht auf Selbstbestimmung.
Und das nächste Recht ist das Recht auf Information.
Und zwar auf Gegeninformation.
Aber wenn es nur einseitige Information ist, dann ist es Indoktrination.
Und dann bleibt eigentlich das Hirn, egal mit welchen Massen man es fühlt, im Sinn leer.
Die Wahrheit macht frei.
Sie macht nur dann frei, wenn sie unantastbar ist, unverfügbar über uns stehen bleibt.
Und wenn sich eine Religion wagt, sich dazwischen zu schalten, haben wir Religionskrieg.
Dann stehen wir unter einem religiösen Leistungsdruck.
Die Wahrheit macht aber frei.
Übrigens, das sieht man ja auch den Leuten an, wenn sie nicht indoktriniert sind, oder?
Man sieht es den Indoktrinierten schon an.
Ich meine, nicht jeder durchschaut das.
Der wird dann auch belogen.
Der täuscht sich.
Und wenn ihr denkt, ich bin einer, der da drüber steht, ich bin schon oft getäuscht worden.
Und auf religiösem Gebiet ist es hochgefährlich.
Wer die Liebe zur Wahrheit hat, lässt sich nicht täuschen.
Er wird das offen lassen.
Er wird ein dialogoffener Mensch sein.
Es ist interessant, wie diese Geschichte weitergeht, mit dieser Wahrheit.
In der Bibel finden wir, wie die Geschichte der Wahrheit und der Lüge weitergeht.
Sind ja diese zwei Tafeln da.
Geschichte der Lüge, Geschichte der Wahrheit.
Wie hat sie denn eigentlich begonnen?
Sie begann im Paradies.
Und jetzt zeichne ich mal das Paradies ein.
In einer modernen Fassung.
Das ist eine Roadmap.
Das ist eine Landkarte.
Und in der Mitte des Paradieses fallen uns zwei Punkte auf.
Ein heller und ein dunkler Punkt.
Und wenn wir jetzt GPS einschalten und ranzoomen,
dann wird uns auffallen, dass hier ein Baum ist.
Und hier ist der andere Baum.
Das ist der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Und was jetzt kommt, das ist unfassbar.
Gott hat diese zwei Bäume in die Mitte des Gartens, des Paradiesgartens gesetzt.
Also, ich hätte das anders gemacht.
Ich hätte diesen Baum der Erkenntnis entfernt, weit weg vom Lebensbaum.
Denn da müssten ja die Menschen immer hin.
Ich meine, wenn sie nicht unsterblich sind, dann sind sie abhängig vom Lebensbaum.
Müssen sie immer essen.
Denn Gott allein hat Unsterblichkeit.
Und dann hätte ich diesen Baum am Rand des Paradieses aufstehen lassen
und einen Stacheldrahtzaun drum gemacht.
Elektrisch geladen.
Man muss ja seine Schäfchen beschützen, nicht?
So etwas wie Freiheit, also, gibt es ja da nicht.
In dieser Denke.
Und dann bin ich auf dieser Indoktrinationsebene.
Also, jetzt hat Gott dem Teufel, der wird ja in der Bibel berichtet,
der als Schlange auftrat, ein Mandat gegeben.
Ein Mandat mit Sitz und Stimme im Parlament.
Sitz ist hier, die Schlange sitzt im Baum.
Und Stimme, Eva, kommt und hört.
Hey, Eva.
Und sie dreht sich um.
Sie dreht sich vom Baum des Lebens weg
und wendet sich zu dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu.
Und dort beginnt die Aufklärung.
Die Schlange klärt sie auf.
Eva ist verwundert.
Da spricht jemand.
Ein Tier spricht.
Das ist die Stimme.
Sitz und Stimme.
Sitz im Baum, Stimme aus dem Baum.
Schlange spricht.
Und sie greift nach dieser Frucht.
Und es ist ja hochinteressant, was die Schlange sagt.
Sie gibt vier Gedanken preis
und die Eva ist hin und weg.
Ob der Arm hin und weg ist, wahrscheinlich kann man es auch annehmen.
Denn die Botschaft ist ungewöhnlich.
Ungewöhnlich.
Was hat die Schlange gesagt?
Da sprach die Schlange zur Frau, ich bin im Vers 4,
1. Mose 3, Vers 4.
Da sprach die Schlange zur Frau,
ihr werdet keineswegs des Todes sterben.
Was hat denn Gott gesagt?
Was ist denn das Wort Gottes?
Sein Gebot.
Rührt den Baum nicht an.
Esst nicht von diesem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Jeder pubertäre Jugendliche würde sagen,
wieso darf ich nicht essen?
Das ist doch so interessant.
Wenn die Eltern sagen, nein, das machst du nicht.
Das allererste, was ich mache.
Das ist aber interessant jetzt.
Das ist ungefähr das Schema, was der Eva passiert ist.
Und das war noch interessanter, was jetzt kommt.
Also, ihr werdet keineswegs des Todes sterben.
Seid doch nicht so doof,
dass ihr von diesem Lebensbaum immer wieder essen müsst.
Jetzt kommt der nächste Gedanke.
Was steht hier?
Sondern Gott weiß, an dem Tag,
da ihr davon esst,
werden eure Augen aufgetan.
Das heißt, ihr werdet erleuchtet.
Das ist super.
So eine esoterische innere Erleuchtung.
Eure Augen werden aufgetan.
Und jetzt kommt noch diese Verbindung.
Also Gott weiß das alles.
Aber ihr wisst es jetzt, weil ich euch aufkläre.
Also Gott ist hilflos.
Er sagt, hoffentlich essen sie nicht von diesem Baum
der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Denn dann, dann kommt folgendes.
Da steht hier ein Text.
Sondern Gott weiß, an dem Tag,
da ihr davon esst,
werden eure Augen aufgetan.
Und ihr werdet sein wie Gott.
Das ist die stärkste Botschaft.
Gott ist eifersüchtig.
Er hält die Geschöpfe klein.
Ihr dürft nicht wissen.
Und jetzt kommt noch eins drauf.
Und wissen, was gut und böse ist.
Hier wird eine Art neuer Wissenschaft.
Eingeführt.
Eine Wissenschaft ohne Gott.
Warum?
Weil ihr mit eurer Vernunft
selber bestimmen könnt, was richtig und falsch ist.
Recht und Unrecht.
Wahr und Unwahr.
Das heißt, der Maßstab über Gut und Böse
ist nicht außerhalb von euch, bei Gott.
Sondern in euch.
Und deswegen kannst du um dich kreisen.
Wie heißt das?
In Delphi, diese Inschrift.
Erkenne dich selbst.
Erkenne das Göttliche im Selbst des Menschen.
Bitte beschäftige dich jetzt künftig nur um dich selbst.
Dreh dich um dich selbst.
Eine gefährliche Entwicklung.
Diese Entwicklung führt dann dazu,
dass hier ein Wirbel entsteht.
Und im Zentrum des Wirbels
ist das Ego.
Du kreist um dich selbst.
Und das ist wie ein Strudel,
der dich reinzieht, runterzieht,
wie ein schwarzes Loch.
Das zieht alles an, sogar das Licht.
Das ist die Welt der Dunkelheit.
Ihr werdet sein wie Gott.
Das heißt, dieses Strahlende
wird plötzlich zu etwas Dunklem.
Ein dunkler Punkt kommt in die Geschichte.
Hier ist übrigens die Schlange.
Da könnt ihr sie sehen.
Ja, da ist die Schlange.
Und als sie gegessen hat,
ist der Tod in die Welt gekommen.
Und das ist dieser Pfeil.
Der Tod kam in die Welt.
Das ist schon eine tolle Sache,
was die Schlange da anbietet.
Das höchste Ziel, das Geschöpfe
überhaupt erreichen können,
ist Gottgleichheit.
Und das ist genauso faszinierend heute
wie damals.
Man kann dabei viel Geld verdienen,
um den Menschen immer um sich kreisen zu lassen.
Du bist der Mittelpunkt des Universums.
Was hat Gott sich da eingebrockt?
Er hat sich hinterfragbar gemacht,
im Paradies.
Die Schlange hinterfragt Gott.
Sollte Gott gesagt haben,
ihr sollt nicht essen
von allen Bäumen im Garten,
das führt uns dazu,
alles ist verboten.
Das steht gar nicht in der Bibel drin.
Es gibt nur einen Baum,
wo sie nicht essen sollten.
Aber gleich wird übertrieben.
Bei dir ist wohl alles verboten.
Und dann sagst du,
das ist doch unmöglich,
das will ich doch jetzt mal sehen.
Das wollen wir doch mal sehen,
ob alles verboten ist.
Und dann gehst du auf die Reise
und dann probierst du das aus
und jenes aus.
Du nippst überall.
Manches Gebräu macht dich belemmert,
führt zu dieser Leere im Hirn,
bis zur Gehirnerweichung.
Du nimmst Chemie zu dir,
Drogen zu dir,
die dir die gesamten Gefühle,
die Biochemie in deinem Kopf
durcheinander bringen.
Das ist alles Selbsterkenntnis.
Erkenne dich selbst.
Was für eine gefährliche Reise.
Was hat Gott gemacht,
um diesen Schlamassel entgegenzuwirken?
Nachdem die Menschen schuldbewusst
vor Gott weggelaufen sind.
Übrigens, Menschen, die die Wahrheit nicht lieben,
laufen sowieso immer vor Gott weg.
Wenn der Heilige Geist an die Tür klopft,
dann sagt man heute,
es kommt mir etwas ungelegen.
Heute nicht.
Vielleicht bei der nächsten Evangelisation.
Dann können wir darüber reden.
In dem Moment, wo du im Schlamassel steckst,
und reingezogen wirst in diesen Strudel,
da brauchst du eine Erlösungsbotschaft.
Und zwar sagt Gott in 1. Mose 3,
Vers 14, da sprach Gott der Herr zu der Schlange,
weil du das getan hast,
seist du verflucht,
verstoßen aus allen Vieh
und allen Tieren auf dem Felde.
Was kann die arme Schlange dafür?
Oh, die arme Schlange.
Da kommen die Tränen.
Die muss jetzt immer nur am Bauch kriechen.
Auf deinem Bauch sollst du kriechen
und Erde fressen dein Leben lang.
Was heißt denn das?
Sie ist gebunden an die Erde.
Erdgebundenheit.
Schlange ist die alte Schlange.
Es ward geworfen der große Drache,
die alte Schlange aus dem Himmel.
Das steht in der Apokalypse,
im 12. Kapitel, Vers 7.
Die alte Schlange.
Hier, da ist sie.
Auch diese bedauerliche Schlange.
Moment mal,
diese Schlange braucht man nicht bedauern,
denn die Schlange hat ein Comeback gefeiert.
Und zwar, mal sehen,
ob ich das hinkriege in dieser Zeichnung.
Es gibt doch diese Schlangenbeschwöre, ja?
Also ich hoffe, ich kriege es hin.
So, da ist das Körbchen
und hier ist die Schlange.
Könnt ihr es erkennen?
Diese Schlange wiegt sich hin und her.
Und jetzt muss ich euch eine Sache erzählen.
Ein Kung-Fu-Meister
hat einen zwölfjährigen Jungen
eingeführt in die hohe Kunst des Kung-Fu.
Und bevor er richtig reif ist,
muss er ihn weihen.
In einem Tempel.
Und dieser Tempel ist ganz weit oben am Berg
und es gehen viele, viele Stufen.
Und er durfte nichts trinken.
Denn oben ist eine Quelle.
Und dem Jungen ist schon ziemlich heiß.
Die Füße tun ihm weh.
Und der Meister sagt, wir müssen immer höher.
Jede Stufe immer höher.
Er erinnert an die Stufen-Tempel,
an die sogenannten Ziggurats
der Turmbau zu Babylon.
Das heißt, der Knabe wird initiiert,
er wird eingeführt, er wird eingeweiht
in diese hohe Kunst.
Und unterwegs sieht er etwas Seltsames.
Da ist plötzlich ein großer Stein
in einem Bauwerk,
der geht ungefähr zwei bis drei Meter nach draußen
und da geht es hunderte Meter tief runter.
Und dieser Stein ist ungefähr so breit
und am Ende des Steines ist sowas hier.
Eine Schlange.
Und diese Schlange wiegt sich immer hin und her.
Und vor der Schlange, also wenn hier dieser Stein ist,
da ist die Schlange, sitzt eine Frau.
Und diese Frau macht diese Bewegungen nach.
Die Schlange wiegt sich nach links,
wiegt sich nach rechts,
die Frau geht immer hin und her.
Und der Junge ist fasziniert.
Und er sagte, diese Schlange bewegt diese Frau.
Die Frau bewegt sich synchron zu dieser Schlange.
Und dann sagt der Kung-Fu-Meister,
nein, es ist genau umgekehrt.
Die Frau bewegt die Schlange.
Und das ist die Philosophie.
Eine Philosophie, die durch alle Religionen geht.
Der Meister.
Jesus hat gesagt, ihr sollt euch nicht Meister nennen,
denn einer ist euer Meister.
Ich bin es, Jesus Christus.
Also die Meister, die Religionsmeister,
benutzen ihren Verstand, ihre Technik,
ihre Exerzitien,
ihre asketischen Übungen,
um durch ihren Geist Macht über die Materie zu bekommen.
Das ist noch viel zu wenig.
Macht über die Dämonen,
über die Schlange, über den alten Drachen.
Du bist derjenige, der den Drachen bewegt.
Übrigens, der Drachen ist in China sehr bekannt.
China hat eine Symbiose zwischen Drache und Schlange gemacht.
Wenn ihr diese Drachen seht,
die haben doch diese langen Körper.
Wenn es dieses Volksfest gibt,
da ist doch dieser große Drachenkopf,
und dann gehen sie unter einem Tuch
und dann schlängeln sie sich durch die Straßen.
Ich habe hier auch einen Drachen aufgezeichnet.
Der lässt den Drachen steigen.
Also nichts gegen Drachen.
Bitte missdeutet die Predigt nicht.
Ich bin gerne Drachen steigen gegangen mit meinen Kindern.
Aber das ist ja nur ein Bild dafür.
Und so wie sich dieser Schwanz bewegt,
bewegt sich auch dieses schwarze Loch,
wo du hineinfällst.
Der Drache bringt Bewegung in die Religion.
Falsch.
Die Meister bewegen den Drachen.
Du hast die Vollmacht über Gut und Böse.
Das ist genau das,
was der Drache verheißen hat.
Hochgefährlich.
Die Frage ist nur, wie geht es denn weiter?
Was hat denn Gott gemacht?
Die Wahrheit macht frei.
Die Wahrheit muss dich von dem Drachen freimachen,
von der Schlange freimachen.
Aber die Schlange hypnotisiert dich.
Am besten wir lesen jetzt gleich weiter.
Denn der Text ist ja nur die Einladung gewesen.
Die Wahrheit macht frei.
Ihr werdet die Wahrheit erkennen.
Und die Wahrheit wird euch freimachen.
Das ist der Vers 32.
Da antworteten sie ihm, die Juden, die an ihn glaubten.
Leute, das sind die Frommern.
Die Juden, die an ihn glaubten,
da denkt man, wie schön, eine Gemeinde, die an Christus glaubt.
Was jetzt kommt, ist so schockierend,
dass es dazu führen sollte,
dass wir umdenken müssten.
Was kommt denn jetzt?
Da antworten sie ihm, wir sind Abrahams Kinder
und sind niemals jemandes Knechte gewesen.
Wie sprichst du denn, ihr sollt frei sein?
Aber Holler, was sagen die denn da?
Wir sind Abrahams Kinder, das ist die Tradition.
Das brauchen nicht die Juden sein.
Also nicht antisemitisch werden.
Das kann irgendeine Religion sein, die sagt,
aber unsere Tradition sagt.
Und wir sind Kinder dieser Väter, Kinder dieser Tradition.
Das sind alle Religionen gemeint.
Also wir sind Abrahams Kinder
und sind niemals jemandes Knechte gewesen.
Wie sprichst du denn, ihr sollt frei werden?
Thema, die Wahrheit macht frei.
Das betrifft uns ja nicht, wir sind ja keine Knechte.
Jesus antwortete ihnen und sprach,
wahrlich, wahrlich, ich sage euch,
wer Sünde tut, ist der Sündeknecht.
Der Knecht bleibt nicht ewig im Haus, der Sohn bleibt ewig.
Wenn euch nun der Sohn frei macht,
dann seid ihr wirklich frei.
So, gehen wir zurück ins Leben.
Du bist abhängig vom Rauchen?
Nein, ich bin doch nicht abhängig.
Wie sprichst du denn, ich soll frei werden?
Du trinkst ab und zu mal was?
Ich bin nicht abhängig, brauchst mich gar nicht zu angucken.
Und du nimmst ab und zu mal so ein bisschen Tabletten?
Ich bin doch nicht tablettensüchtig.
Na gut, ich hab mal so, nicht?
Ich bin doch frei.
Merk dir, Süchtige sind die größten Lügner, die es gibt.
Und sie wollen glaubwürdig erscheinen und sagen,
ist doch alles so, ist was?
Nichts ist.
Das ist die typische Antwort.
Es ist nichts.
In dem Moment, wo die Wahrheit uns erreicht,
und jetzt muss ich einen Rotstift nehmen,
wird hier alles Lügenhafte
durchgestrichen, ein Strich durch die Rechnung gemacht.
Da gibt es eine Botschaft in der Offenbarung,
die heißt, Babylon ist gefallen.
Die Lügenreligion ist gefallen.
In dem Moment, wo wir mit Christus verbunden sind,
und das ist jetzt die nächste Zeichnung,
können wir durchschauen,
das ist nämlich hier ein seltsamer Gegenstand.
Jesus hat zu Nikodemus gesagt,
der mal in der Nacht zu ihm gekommen ist,
einer der reichsten Männer damals in Jerusalem,
mit Josef Arimatia,
und er war ein Schriftgelehrter,
und er wollte nicht gesehen werden am Tag mit diesem Wanderprediger.
Und Jesus sagt zu ihm, du musst von Neuem geboren werden,
aus Wasser und Geist, also Taufe und Heiliger Geist.
Und dann sagt er zu ihm,
wie Mose eine Schlange erhöht hat in der Wüste,
so muss des Menschen Sohn erhöht werden.
Was war denn damals?
Damals waren die Israeliten wieder ungehorsam,
so wie wir alle ungehorsam sind,
brauchen wir gar nicht auf die Juden gucken.
Dann wurden sie von Schlangen gebissen,
und die ersten Giftschlangen sind reinweise gestorben.
Dann hat Mose im Auftrag Gottes eine Stange aufgerichtet,
und hat auf die Stange eine Schlange angebracht aus Kupfer.
Und da war die Schlange.
Woran erinnert euch dieses Bild?
Habt ihr es schon irgendwo gesehen?
Apotheker, das ist die Eskulapnatter.
Übrigens, die Schlange ist ein Symbol der Weisheit.
Ihr werdet wissen, Aufklärung, nichts gegen Aufklärung.
Aufklärung ist gut.
Die richtige Aufklärung jetzt im Ende des Mittelalters
kam auch durch die Bibel, nicht nur durch den Humanismus.
Die Bibel hat aufgeklärt.
Das Wort Gottes gibt Durchblick.
Warum? Weil es frei macht.
Frei von all den unnützen Traditionen.
Nichts gegen Tradition.
Nicht alles gleich wegschmeißen.
Aber wenn Sie einen einengen, dann wird es gefährlich.
Also, wer auf diese Schlange,
auf der Stange gesehen hat,
ist genesen, gesund geworden.
Und das ist ein Symbol für Jesus Christus.
Was bedeutet die Schlange auf der Stange?
Das zeige ich euch jetzt mit einem anderen Bild,
das mit diesem Bild verschmilzt.
Das hier ist eine Zielscheibe.
Christus hat den Kopf der Schlange zertreten.
Ein Schlangenexperte wurde gefragt,
wann ist eine Schlange am gefährlichsten?
Und das war ein weltberühmter Schlangenkenner.
Der hat gesagt,
wenn man sie nicht mehr sieht,
dann ist die Schlange am gefährlichsten.
Jetzt gehst du, ja wo ist sie denn?
Ich habe sie da gehört.
Du bist der Schlangentöter.
Du kannst nicht den Job machen,
die Arbeit, die Christus ihr gemacht hat.
Und wenn du jetzt denkst,
du könntest in einer Wendeltreppe
in deinem Inneren runtersteigen
und das Schwert Excalibur in die Hand nehmen,
als Ritter der Tafelrunde,
um dann den Drachen zu töten,
dann hast du dich getäuscht.
Das ist diese Bewegung.
Was sagt denn die Schlange?
Sie sagt, du bist gut.
Du sagst, nein, nein, nein.
Doch, du bist gut.
Merk dir, du kreist um dich selber.
Diese Bewegung hypnotisiert dich
und du bist nicht mehr frei.
Das Wort macht dich frei.
In dem Moment, wo du auf das Kreuz ziehst,
dieses Bild macht frei.
Warum?
Du brauchst nicht mehr in die Ecken gucken.
Du brauchst auch nicht,
wenn du beim Friedhof bist, Angst haben,
weil hinter dem Grasstein
irgendwas auf dich zukommt.
Weil Christus das Böse fixiert hat am Kreuz.
Du brauchst keine Angst mehr haben.
Schleich nicht mehr rum.
Du bist frei.
Ist das nicht wunderbar?
Es war ein junger Mann,
der Drogen genommen hat,
in Amerika,
könnte genauso gut in Europa sein.
Und er hat sein Leben so abgewirtschaftet.
Er war Adventist.
Er war in der Kindersabbatschule.
Wir nennen das Sabbat,
weil der biblische Ruhetag der siebte Tag ist.
Er war in dieser Kinderschule
und hat Bibeltexte auswendig gelernt.
Und er ist abgekommen,
er hat Drogen genommen,
er ist im Krankenhaus gelegen
und sein Leben geht zu Ende.
Er merkt, wie sein Hirn sich verabschiedet langsam,
sein Herz wird wie in einem
eisernen Panzer zusammengedrückt
und er ist am Sterben.
Und in dieser Minute entzinnt er sich,
der Herr ist mein Hirte.
Und er hat diesen Gedanken immer wieder Raum gegeben
und dieser Gedanke hat ihn genesen lassen.
Und er ist ein Evangelist geworden, so wie ich,
und hat diese Wahrheit weitergegeben.
Und das können Sie auch.
Wenn Sie das verstanden haben, werden Sie frei.
Der Herr ist mein Hirte.
Mir wird nichts mangeln.
Der Computer ist mein Hirte.
Mir wird viel mangeln.
Das Internet ist mein Hirte.
Mir wird viel fehlen.
Das Fernsehen ist mein Hirte.
Moment mal, wir sind hier im Hub Channel
und das ist ja Fernsehen.
Es kommt also darauf an, was ich damit mache.
Wenn das zu meinem Gott wird,
sowohl das Internet,
Internet, IT,
Informationstechnologie,
hat den ganzen Erdkreis erfüllt.
Die Information wächst in einer Lawine an.
Was machst du damit?
Kannst du die Information richtig einordnen?
Ordnung schaffen in deinem Kopf?
Durch das Wort Gott.
Wenn wir das glauben, werden wir frei sein.
Wenn wir aufsehen auf Jesus Christus,
den Anfänger und Vollender des Glaubens,
werden wir eine Freiheit bekommen,
die beneidenswert ist,
ohne indoktriniert zu sein.
Gott möge uns alle segnen,
falls wir offen sind.
Das liegt an uns. Amen.
