Heute gibt's DIE ANLEITUNG schlechthin, wenn du wissen möchtest, wie du am besten übst Akkorde zu greifen und zu wechseln. Diese Vorgehensweise hat auch mir selbst damals geholfen es perfekt zu schaffen. Allen Anfänger lege ich zudem wärmstens meine kostenlose Gitarrenlektionen ans Herz. Du kannst sie dir auf folgender Seite holen: http://www.werdemusiker.de/gitarren-crashkurs/akguw1
Hey, der Hannes von werdemusiker hier. Ich möchte dir in diesem Video heute Tipps und Tricks mit an die Hand geben, damit du deine
Akkorde nicht nur vernünftig greifen lernst, sondern dass du auch die Wechsel zwischen den Akkorden
besser in den Griff kriegst. Das ist so ein Problem, was viele am Anfang haben, dass sie sagen, hey, wow, cool, ich kann jetzt einen Griff
spielen, der klingt, klingt, klingt auch schon
Aber ich habe noch Schwierigkeiten, dann zum nächsten Akkord zu kommen. Da möchte ich ein paar Tipps mit auf den Weg geben. Also
bevor wir jetzt loslegen, kann ich dir aber auch nur noch mal empfehlen, in der Videobeschreibung zu schauen, ja, hier unten.
Da findest du auch noch Tipps darüber hinaus. In meinem Gitarren-Crash-Kurs gibt es nämlich noch mal Tipps und Tricks auch zum Thema Haltung von
Plektrum, Gitarre und da findest du auch noch tonnenweise Tipps zu
Akkorden. Falls du da noch nicht alle kennen solltest, es lohnt sich auf jeden Fall da
vorbeizuschauen, man kann nie genug Akkorde lernen. Also, zuerst möchte ich aber jetzt ein bisschen was zur Haltung oder zu der Art, wie du einen Akkord greifst, sagen.
Und zwar solltest du immer darauf achten, dass dein Handgelenk
nicht übermäßig irgendwie geknickt ist oder sowas, ja, dass du hier so eine
90-Grad-Winkel quasi hast und dadurch total unbequem das Ganze nur greifst. Das Ganze ist am Anfang natürlich
ungewohnt für die Finger, gar keine Frage, das ist vollkommen normal, aber es sollte für dich eben auch möglichst natürlich
erstmal von der Grundhaltung sein. Und da nehme ich immer als Beispiel
Folgendes, und zwar lass deine Hand einfach mal runterbaumeln an deinem Arm und
setz deine Gitarre so,
dass sie so schräg von dir weg zeigt. Also, ich bin jetzt in diesem Fall bei mir, zeigt sie so schräg links von mir weg, ja.
Und dann lasse ich die Hand baumeln und greife zum
Gitarrenhals und dann sollte mein Handgelenk jetzt erstmal, bevor ich irgendetwas drücke,
meine Finger lasse ich dann mal so hier so schweben, als würde ich einen Akkord greifen, in diesem Fall ist es ein C-Dur-Akkord,
tue ich aber noch nicht. Sehe aber, dass mein Handgelenk eigentlich fast komplett gerade ist, ja.
Sofern das möglich ist bei einem Gitarrengriff, fast eine natürliche Haltung, ja. Und
wenn ich dann greife, verändert sich eigentlich nicht so viel, nur dass eben die Finger anfangen, hier Druck aufzubauen zwischen
dieser Stelle hier in meiner Hand, ja. Ich liege hier quasi auf am Gitarrenhals,
hier so in dem Bereich
und habe hier den Daumen, der auch ein wenig Gegendruck liefert. Aber das ist nicht extrem, dass ich jetzt hier so
komplett alles unter Druck
mache, unglaublichem Druck oder so, weil das ist auf Dauer sehr, sehr anstrengend. Deswegen
versuch das Ganze locker anzugehen und dann machst du Folgendes. Du versuchst,
erstmal Ton für Ton
so rauszukriegen aus der Gitarre und dann versuchst du so locker zu lassen, wie es irgendwie geht, bis das passiert.
Dann drückst du nämlich nicht mehr fest genug, aber du kriegst ein Gespür dafür, was es heißt, in die richtige Richtung zu denken, ja.
Dass du eben nur so feste drückst, wie du eben gerade musst. Wenn du jetzt merkst, die Töne fangen an zu verschwinden,
das fängt so an zu schnarren, drückst du ein bisschen zu schwach. Also nur ein bisschen fester drücken.
Damit bekommst du aber ein Gespür dafür,
wie viel du wirklich oder wie fest du wirklich drücken musst. Ja, gerade am Anfang macht man das unglaublich
auf Energie aufwendig und nicht besonders effizient. Das sollte so
beim Üben und beim Greifen von Akkorden auf jeden Fall in deinem Kopf mitlaufen, ja. Dass du immer überlegst,
okay, drücke ich vielleicht einfach zu fest, weil
das kann nämlich dann auch beim Wechsel zum nächsten Akkord zum Problem werden. Wenn du so unglaublich feste drückst,
ist es natürlich klar, dass deine Hand nicht locker und entspannt ist, wie es
jetzt bei mir in diesem Fall dann der Fall ist oder bei jemandem, der das schon ein bisschen länger macht, ein bisschen Erfahrung hat.
Sondern du drückst unglaublich fest und dadurch werden die Wechsel auch unglaublich anstrengend. Man braucht sehr lange, weil die Hand erst mal
wieder locker lassen muss, ja. Deswegen, Punkt 1 ist, wie gesagt, nur so fest drücken, wie es eben sein muss.
Deswegen kannst du da dieses Spielchen spielen. Erst mal die Hand baumeln lassen,
zu einem Akkord greifen, die Finger nur in Position bringen, noch nicht drücken und dann fängst du immer an, immer fester zu drücken, bis die Töne
rauskommen. Wichtig ist dabei auch, dass die Finger steil genug stehen, dass du nicht versehentlich Nachbarseiten von
den Fingern hier abdämmst. Der Akkord sollte natürlich auch dann so klingen, wie er klingen soll und
kommen wir jetzt zum Wechseln von Akkorden.
Das ist ein gern gesehenes, gern erfahrenes Problem, wo viele mir in Kommentaren oder in Nachrichten das mitteilen und sagen,
ich kriege einen Akkord hin, aber der Wechsel, der dauert ewig.
Und auch da kann ich sagen, genau wie mit dem Griff an sich, das ist am Anfang vollkommen normal, ja.
Mach dich da nicht komplett verrückt und gib dir vor allem ein bisschen Zeit dabei, ja.
Es gibt aber eine Übung, wo ich sage, die ist unglaublich effizient und wird dich ganz schnell
deutlich nach vorne bringen und zwar Trockenübung.
Du nimmst jetzt zum Beispiel
den
Akkord C-Dur und den Akkord A-Moll. Ja, die sind sich jetzt auch relativ ähnlich
und dann versuchst du erst mal, den Akkord C-Dur zu greifen und dann den Akkord A-Moll, ohne anzuschlagen und du guckst einfach,
was müssen meine Finger denn machen, damit ich den überhaupt vernünftig greifen kann. Du siehst es bei C-Dur hier, wandert der Ringfinger
in den zweiten Bund auf der G-Seite. Die anderen beiden Finger müssen aber auch ein bisschen
mitrutschen. Siehst du das? Hier bei C-Dur, was jetzt hier Mittel- und Zeigefinger machen, wenn ich zu A-Moll wechsle,
die rutschen so ein bisschen runter, damit ich mit dem Ringfinger besser Platz finde, hier im zweiten Bund auf der G-Seite.
Und dann machst du das 50-100 Mal, nur diesen Wechsel,
dass deine Finger genau wissen, was sie zu tun haben. Oder auch, wenn du von C-Dur zu D-Dur wechselst, da muss einiges mehr passieren.
Du guckst dir den Akkord an, C-Dur, was machst du da tun? Ist meine Haltung halbwegs sauber?
Nicht wieder mit dem Handgelenk so umgeknickt oder so was, oder hier so übergegriffen, dass der Daumen irgendwo hier steht oder hier
hier oben irgendwo rumfuchtel. Der Daumen sollte hier so im Bereich an der Gitarre den Gegendruck liefern können.
So, dann wechselst du zu D-Dur und schaust mal, was muss denn jeder einzelne Finger überhaupt hier machen?
Und das machst du dann auch wieder
50-100-200 Mal. Das kostet dich da am Ende 10 Minuten, so eine Trockenübung.
Du kannst natürlich zwischendurch auch immer mal wieder checken, klingen denn auch die Töne, die ich hier so trockenübungsmäßig mache, auch?
Ja, natürlich. Aber
guck einfach, dass du die Abläufe, das ist nämlich das Problem oder das, woran es hakt, dass die Abläufe nicht richtig im
Unterbewusstsein drin sind, dass du immer wieder nachdenken musst und immer wieder sortieren musst.
Es ist nämlich gar nicht die Technik an sich häufig, dass du den Akkord nicht irgendwann hinkriegst, sondern einfach nur
den Weg, den jeder Finger zurücklegen muss, der dir dann noch nicht so richtig
klar ist, noch nicht so schnell geläufig ist und das ist eine der besten Übungen dafür.
Weiterhin gibt es natürlich Akkorde, die man in bestimmten Situationen
auf eine bestimmte Art und Weise greift. Zum Beispiel, wenn ich den Akkord C-Dur habe, das ist einfach ein sehr guter Akkord, um diese ganzen
Probleme hier zu demonstrieren. Das ist ein Akkord, der häufig Schwierigkeiten bereitet.
C-Dur ist
zum Beispiel im Wechsel mit G-Dur
folgendermaßen zu greifen, also hier ganz normal C-Dur, aber wenn ich jetzt zu G-Dur wechsle und sage, das dauert bei mir immer so ewig, Hannes, bis ich hier von
dem Griff dann zu dem Griff hier rüberkomme. Ich muss hier die Finger, der Zeigefinger, schau dir das mal an, der muss hier
wirklich über viele Seiten hinweg springen
und der
Ringfinger erst, der springt hier von dem dritten Bund der A-Seite beim C-Dur
zum dritten Bund auf der hohen E-Seite. Du musst total viel Meter machen. Da kannst du mal überlegen,
ob du den G-Dur nicht so greifst und somit hast du plötzlich einen viel ökonomischeren Bewegungsablauf. Ich weiß,
vielen ist am Anfang der kleine Finger so ein bisschen ein Dorn im Auge, der ist meistens der
Schwächste von allen, der am wenigsten auf die Kette kriegt, aber es lohnt sich da einfach auch mal zu forschen, gibt es nicht die Möglichkeit, den Akkord
etwas anders zu greifen, als du es vielleicht bisher gewohnt warst, hast schon deine ersten Akkorde drauf,
aber um Akkordwechsel dann zu beschleunigen, du wechselst dann von C-Dur nämlich zu G-Dur mal so
hier Ringfinger, dritter Bund A-Seite, Mittelfinger, zweiter Bund D-Seite, Zeigefinger, erster Bund H-Seite, C-Dur
und wechselst dann zu G-Dur, indem du den Ringfinger hier auf die E-Seite in den dritten Bund setzt, der Mittelfinger in den zweiten Bund auf der
A-Seite und der kleine Finger greift im dritten Bund auf der hohen E-Seite hier.
Das gleiche gilt dann für E-Moll, wenn ich von G-Dur oder von
G-Dur zu E-Moll wechseln möchte, macht es natürlich auch durchaus mal Sinn, darüber nachzudenken, ob ich das G-Dur dann nicht lieber so greife, wie
vielleicht bisher bekannt.
Dass ich hier Mittelfinger im dritten Bund auf der E-Seite habe,
Zeigefinger im zweiten Bund auf der A-Seite und den Ringfinger im dritten Bund auf der hohen E-Seite, mein G-Dur
und wenn ich dann sage, ich möchte jetzt zu E-Moll wechseln, liegt mein Zeigefinger ja schon im richtigen Bund.
Ich rutsche dann nur wieder ein bisschen runter, wie eben beim Wechsel von C-Dur zu A-Moll
und platziere den Mittelfinger noch im zweiten Bund auf der D-Seite.
Oder wenn ich dann hier diesen G-Dur greife,
mit Ring-, Mittel- und Kleinfinger, der den Zeigefinger nicht zu tun hat, wechsle ich meinen E-Dur vielleicht so,
dass ich den mit den beiden Fingern greife, mit Mittel- und Ringfinger. Dann kann ich außerdem gleichzeitig diese coole Position hier einnehmen.
Ja, also das ist ein nicht zu unterschätzendes Ding, was du beachten kannst, wenn du Akkordwechsel üben willst, ja.
Wie greifst du jeden Akkord? Du kannst bestimmte Akkorde eben auf unterschiedlichste Arten greifen.
Das kannst du auf jeden Fall auschecken, um da noch mehr auf Geschwindigkeit zu kommen.
So, ich hoffe, du konntest mit diesem Video jetzt viel lernen, konntest dir was abschauen,
damit du in Zukunft deine Akkorde schneller und besser greifen kannst.
Schreib mir, du kennst das Spielchen, in die Kommentare, was du gerne möchtest zu diesem Video,
was du vielleicht an Wünschen hast zum Thema Tutorials oder überhaupt zum Thema Gitarre, ne.
Ich bin immer froh, wenn du da draußen dir die Zeit nimmst, da was in die Kommentare zu packen.
Abonniere den Channel und in der Videobeschreibung, ich kann es nur noch mal dringend empfehlen,
dort findest du meinen Crashkurs, vollkommen kostenlos das Teil.
Da findest du noch mal ganz, ganz wichtige Lektionen zum Thema Gitarre lernen.
Dann schau doch mal vorbei und wir sehen uns im nächsten Video wieder.
Machs gut, tschau!