📸 Folge uns auf Instagram: / erklaerungundmehr 📺 Abonniere uns auf YouTube: / @erklaerung-und-mehr 🎶 Kennst du unseren Musikkanal? https://museducation.org | / @museducation 🌍 Kennst du unseren Geographiekanal? https://about-the-world.org | / @about-the-world-org
In diesem Video geht es um Österreich im 19. Jahrhundert.
Ich erkläre dir die wichtigsten Ereignisse seit der Krönung des ersten österreichischen Kaisers.
Erzherzog Franz von Österreich war der letzte Kaiser des von Napoleon zerschlagenen Heiligen Römischen Reiches.
Er stammt vom Adelsgeschlecht der Familie Habsburg ab, das seit 1273 in Österreich regierte.
Im Heiligen Römischen Reich war er Kaiser Franz II.
In Österreich wurde er 1804 zu Kaiser Franz I. gekrönt.
Österreich wurde somit zum Kaisertum.
Es gab somit keinen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches mehr.
Nachdem sich Napoleon selbst zum französischen Kaiser gekrönt hatte,
sollte die Macht des österreichischen Herrschers mit der Krönung zum österreichischen Kaiser gestärkt werden.
Es gab nun mit Napoleon in Frankreich und Franz in Österreich zwei Kaiser in Europa.
Das Kaisertum Österreich war aber keine homogene Nation.
Das Land bestand aus dem heutigen Österreich, Ungarn, Teilen von Tschechien, Polen, der Ukraine, Italien, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Serbien.
Es kam immer wieder zu Aufständen und Freiheitskämpfen,
die immer wieder mit einem Heer aus 400.000 einsatzbereiten Soldaten niedergeschlagen wurden.
Das Kaisertum Österreich hatte nach Niederlagen in Kriegen gegen Napoleon einige Gebietsverluste zu verkraften.
Diese Kriege waren schlussendlich so teuer, dass Österreich 1811 bankrott war.
Mit dem Sieg gegen Napoleon bei der Völkerschlacht von Leipzig
und der Wiederherstellung der alten Ordnung beim Wiener Kongress erholte sich Österreich wieder.
Das Kaisertum Österreich war ein einflussreicher Staat in der Mitte Europas.
Österreich und Preußen waren seit 1815 die beiden größten Länder des Deutschen Bundes.
Nach der Niederlage im Krieg gegen Preußen und Italien 1866 schied Österreich aus dem Deutschen Bund aus.
Immer wieder kam es zur Forderung des aufstrebenden Bürgertums
und der Wunsch nach Mitsprache der verschiedenen Nationen im Vielvölkerstaat Österreich.
Aufstände wie jene im Revolutionsjahr 1848 wurden mit dem Heer niedergeschlagen.
1867 konnte mit der Errichtung der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn
dem Wunsch Ungarns nach mehr Selbstständigkeit entsprochen werden.
In der sogenannten Donaumonarchie war der Kaiser von Österreich nun auch König von Ungarn.
Man spricht von kaiserlich und königlich, abgekürzt mit K und K.
Die beiden Staaten Österreich und Ungarn hatten eine gemeinsame Außen-, Finanz- und Militärpolitik,
waren aber sonst weitgehend selbstständig.
Fast 68 Jahre lang regierte Kaiser Franz Josef I.,
heute vor allem bekannt durch seine Frau, Kaiserin Sisi.
Die Doppelmonarchie war zu dieser Zeit das flächenmäßig zweitgrößte Land Europas.
Nach der türkischen Revolution im Osmanischen Reich
expandierte Österreich-Ungarn immer mehr Richtung Balkan und annektierte Bosnien und Herzegowina.
Ein Attentat auf Thronfolger Franz Ferdinand 1914 in Sarajevo
durch ein Anhänger der serbischen Nationalbewegung gilt als Auslöser des Ersten Weltkriegs.
Am Ende dieses Krieges zerbrach die Doppelmonarchie in viele einzelne Nationalstaaten.
Österreich wurde zur Republik und hat seit 1918 keinen Kaiser mehr.