Erfahre in weniger als 6 Minuten, was du über die Geschichte des Jazz von seinen Anfängen in den Südstaaten der USA, bis hin zu modernen Formen wie Fusion Music und Jazz Rock wissen solltest! Du lernst über die verschiedenen Stile des Jazz, darunter New Orleans Jazz, Swing und Bebop, sowie über einflussreiche Musiker wie Louis Armstrong und Miles Davis. Das Video ist Teil einer Reihe zur Musikgeschichte und bietet zusätzlich Onlineübungen und Arbeitsblätter zur Vertiefung des Gelernten. Ideal für Musikschüler, Lehrer und alle, die sich für Musikgeschichte und Jazz interessieren.
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Dieses Video zeigt die Geschichte des Jazz von seinen Anfängen bis zum heutigen Tag.
Der Jazz entstand etwa um das Jahr 1900 in den südlichen Bundesstaaten der USA.
Dort lebten die schwarzhäutigen Sklaven aus Afrika,
die ihre Worksongs, Gospels und Spiritals während der Arbeit auf den Plantagen sangen.
Noch einige Jahrzehnte früher, nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges ab 1865,
formierten sich die ersten Marching Bands, die als wichtiger Vorläufer des Jazz gelten.
Eine Marching Band ist eine Blasmusikgruppe,
in der anfänglich meist schwarze, später auch weiße Musiker spielten.
Sie traten unter anderem bei Hochzeiten und Beerdigungen auf.
Ihre Songs waren vom Blues sowie der europäischen Musik beeinflusst.
Ein weiterer wichtiger Wegbereiter des Jazz ist der Ragtime.
Unter Ragtime versteht man einen bestimmten Klavierstil.
Das Wort heißt übersetzt »zerrissene Zeit«.
Typisch für den Ragtime ist, dass die Musiker auf ihren Instrumenten nicht improvisieren.
Die bekanntesten Ragtime-Stücke sind »Maple Leaf Rag« und »Der Entertainer« von Scott Joplin.
Die Stadt New Orleans kann als Geburtsort des Jazz bezeichnet werden.
Die ersten Jazzmusiker kombinierten afrikanische Rhythmen mit europäischen Instrumenten.
So entstand eine Mischung aus europäischer Marchmusik, Tanz und Blues.
Die Improvisation hat im New Orleans Jazz einen hohen Stellenwert
und nicht selten improvisieren einige Instrumente gleichzeitig.
Viele Musiker zogen von New Orleans in den Norden der USA.
Dort entstand der Chicago Jazz.
Im Vergleich zum New Orleans Jazz ersetzen Gitarre und Bass das Banjo und die Tuba.
Es gibt vor allem Solo-Improvisationen und das Saxophon gewinnt dabei an großer Bedeutung.
Mit dem Swing entstanden sogenannte »Big Bands«.
Eine »Big Band« besteht aus einer Rhythmus-Section, bestehend aus Schlagzeug, Bass und Klavier,
einer Reed-Section mit Holzblasinstrumenten, zum Beispiel dem Saxophon
und einer Brass-Section mit Blechblasinstrumenten, beispielsweise Posaunen und Trompeten.
Die Zentren des Swings sind New York und Kansas City gewesen.
Mit dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg
und der Rückbesinnung der schwarzen Bevölkerung auf ihre Wurzeln
entstand mit dem Bebop eine Gegenströmung zum Swing.
Charakteristisch für den Bebop ist das hohe Tempo in einem gehetzten Rhythmus.
Mit dem »Cool Jazz« entwickelte sich ab 1950 eine entspanntere Spielweise des Bebops.
Der »Cool Jazz« entstand zu einer Zeit, in der die Bevölkerung der USA
wegen des Koreakriegs und der atomaren Bedrohung verunsichert war.
Vor allem weiße Musiker spielten den »Cool Jazz«.
Mit dem neuen Ausdruck im »Hard Bop« besannen sich schwarze Musiker wieder auf ihre Wurzeln.
Er klingt wilder und rauer als der »Cool Jazz«.
Mit dem »Hard Bop« wurde die Forderung nach Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung ausgedrückt.
Im »Free Jazz« wird vor allem improvisiert.
Es gibt kaum Regeln und keinen durchgehenden Beat.
»Fusion Music« und »Jazz Rock« entstanden durch eine Verschmelzung der Musikstile Jazz und Rock.
Durch elektrisch verstärkte Instrumente veränderte sich der Sound.
Bekannte Vertreter des »Jazz Rock« waren Miles Davis, Herbie Hancock und Joe Savinole.