Heilung und Begeisterung (Teil 6) Michaeli III | Anthroposophie | Rudolf Steiner | Spiritualität

Kulturepochen
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1 Videoaufrufe·21.10.2024
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Herzlichen Dank!
Hallo und herzlich willkommen hier auf dem Kanal Kulturepochen zu diesem sechsten Teil
unserer Reihe Heilung und Begeisterung und es soll heute werden ein dritter Einschub
zur Michaelizeit.
Ich möchte heute dort wieder beginnen, wo wir beim letzten Mal stehen geblieben waren,
nämlich dass wir uns karmische Verflechtungen bestimmter Persönlichkeiten genauer angeschaut
haben und das soll dazu dienen, die Situation Mitteleuropas und die Situation der aktuellen
Weltlage vielleicht ein wenig mehr zu erhellen, um geisteswissenschaftliche Aspekte aus der
Rudolf Steiners heraus zu ergänzen, zu bereichern und ich möchte an dieser Stelle, wenn wir heute
in dieser Richtung weitergehen, so wie es Rudolf Steiner auch in Bezug auf seine Aussagen zu diesen
Karma-Hintergründen getan hat, möchte ich hier erwähnen, dass Rudolf Steiner zum einen gesagt
hat, dass es, nachdem er zu Beginn des 20. Jahrhunderts schon einmal über karmische
Verflechtungen konkreter sprechen wollte, dass er da den Eindruck hatte, die Zeit dafür wäre noch
nicht reif. Zu dieser Zeit war es noch nicht die anthroposophische Bewegung, in der Rudolf Steiner
tätig war, sondern es war offiziell noch die theosophische Gesellschaft und in dieser Zeit
hatte er dann den Eindruck bekommen, dass es noch nicht an der Zeit ist, konkret in diese Dinge
hineinzugehen und diese zu veröffentlichen, aber dass es dann in den späteren Jahren, in den 20er
Jahren des 20. Jahrhunderts soweit gewesen ist, diese Dinge zu enthüllen aufgrund der damaligen
Zeitereignisse und dass er aber auch betont hat, dass diese Dinge nicht enthüllt werden sollen,
um daraus eine Art Sensationsgier, Befriedigung zu verschaffen, sondern dass diese geistigen
Erkenntnisse ebenso wie alle anderen Inhalte der Anthroposophie dazu dienen sollen, den Menschen
auf seinem spirituellen Weg zu unterstützen, die Kraft des Individuums zu stärken und die Menschen
zu ermutigen, die Zukunft mitzugestalten und auch über den eigenen Tellerrand hinauszudenken. Und
in diesem Sinne möchte ich auch, wenn ich die Inhalte Rudolf Steiners hier thematisiere zu
diesem Thema, das ebenso verstanden wissen, denn wir haben heute in vielerlei Hinsicht einen Hang
zur Einseitigkeit in der Betrachtung von weltgeschichtlichen beziehungsweise zeitaktuellen
Betrachtungen die Welt betreffend. Und es ist mir ein Anliegen, dass wir auch hier versöhnlich
bleiben und versuchen, in allen Dingen auch das Positive zu sehen, ohne dabei in eine haltlose,
träumerische Schwärmerei zu verfallen und die Dinge klar zu benennen und ihnen auch ins Auge
zu schauen. Und bevor wir beginnen, noch eine kleine Anmerkung hier in eigener Sache. Ich hatte
im Kommentarbereich bemerkt, dass dort geäußert wurde, dass es doch schöner wäre, wenn ich meine
Videos, meine Beiträge nicht ablesen würde. Und bevor es da zu weiteren Missverständnissen kommt,
möchte ich hier noch einmal sagen, dass ich hier zu Hause die Videos, die ich zu Hause aufnehme,
dass ich dort nicht mit Skripten arbeite oder mit Telepromptern, dass ich auch hier nicht ablese,
sondern dass diese Dinge aus dem Moment heraus gesprochen werden und dass ich lediglich bei den
Vorträgen, die außerhalb stattfinden, dazu übergegangen bin, das ein oder andere Papier
vorzubereiten, aus dem Grund, weil ich einfach ein nicht sonderlich begnadeter Zeichner bin und mir
aufgefallen ist, dass dann in dem Moment, wenn Zeichnungen oder Skizzen aus dem Moment heraus
entstehen sollen, dass ich dann so viel Aufmerksamkeit auf das Anfertigen dieser Skizzen
verwenden muss, dass mir dann das Reden gleichzeitig etwas schwerfällt. Und aus diesem Grunde bereite
ich dann bei den Vorträgen etwas vor, was die Skizzen und Zeichnungen betrifft. Aber hier in
diesen Videos liegt keine textliche Hilfe oder ähnliches zugrunde. Ja, wir waren beim letzten
Mal stehen geblieben, hatten uns einige Zusammenhänge vor Augen geführt. Es ging um die
Akademie von Gondishapur im Nahen Osten. Es ging um den arabistischen Impuls, der mehr oder weniger
Hand in Hand mit dem mohamedanistischen Impuls versuchte, nach Europa zu gelangen. Wir haben
herausgestellt, dass der Arabismus durch den Mohamedanismus ein bisschen abgebremst wurde,
dass dieser Impuls von Gondishapur von Seiten der nicht gedeihlichen Kräfte aus die Intention hatte,
den Menschen Mitteleuropas eine verfrühte Bewusstseinsseele zu bringen und dass dann
durch die Erstarkung des Islams diese Tat verhindert wurde, der Islam sich rettend,
könnte man sagen, helfend in diese Strömung hineingemengt hat und dafür gesorgt hat,
dass dann die Menschen Europas doch einen anderen Weg nehmen konnten in ihrer Entwicklung. Dass es
aber nicht gelungen ist, diesen arabistisch-materialistischen Impuls vollständig
zu beseitigen, sondern dass durchaus auch Kräfte dieser Art bis nach Europa durchdringen konnten
zu den Menschen und dass wir dann darauf gekommen sind, uns anzuschauen, in welchen Formen,
könnte man sagen, gebunden an die Seelen, an die Geister von Persönlichkeiten, die damals im 8.,
9. nachchristlichen Jahrhundert gewirkt haben, wie dann doch bestimmte Strömungen dieses Impulses
nach Europa gelangten und wie bestimmte Menschenseelen, Menschengeister, die von diesem
arabistischen Impuls berührt waren, die ihn stark verinnerlicht hatten, dass diese Seelen dann in
ihren nachfolgenden Inkarnationen weiterhin diesen arabistischen Impuls in Europa etablieren wollten.
Wir haben das Beispiel Harun al-Rashid genommen, ein wesentlicher Akteur rund um den arabistischen
Impuls der Akademie von Gondischapur, und haben herausgestellt, dass die Seele Harun al-Rashid
dann später, als das Bewusstseinsseelenzeitalter in Europa gerade begonnen hatte, schließlich
reinkarnierte als Francis Bacon, ein britischer Wegbereiter des naturwissenschaftlichen Impulses,
der bis heute sehr stark vorhanden ist in der Menschheit. Wir hatten von ihm zwei Zitate
benannt. Das eine, dass man der Natur auf dem Folterbett ihre Geheimnisse entreißen müsse,
und das zweite Zitat war, Wissen ist Macht. An dieser Stelle vielleicht dazu ein kleiner
Mini-Einschub. Auch hier hat es im Kommentarbereich eine Äußerung gegeben, wonach dieses Zitat von
Francis Bacon nicht korrekt übersetzt wäre, sondern dass es eigentlich heißen müsse,
Wissen ist Kraft. Ich habe diesen Hinweis aufgegriffen und habe mir das Zitat noch einmal
genau angeschaut. Es handelt sich in der englischen Originalsprache, wie sie Francis
Bacon verwendet hat, um die Äußerung, Knowledge is Power. Power bedeutet zwar auch Kraft,
aber aus meiner Sicht und wie ich dann auch in den meisten Übersetzungsportalen sehen konnte,
ist Power im Wesentlichen in der deutschen Übersetzung mit Macht, Einfluss, Autorität zu
übersetzen. Somit würde ich dieses Zitat Wissen ist Macht gerne so stehen lassen, möchte aber
gleichzeitig auch sagen, ich möchte hier auch die Persönlichkeit Francis Bacon nicht verteufeln.
Jeder Mensch hat lichtvolle Seiten und jeder Mensch hat dunkle Seiten. Einzig und allein
betrachtenswert und herauszustellen ist an dieser Stelle, dass Francis Bacon an diesem arabistischen
Impuls, so erfahren wir es von Rudolf Steiner, festgehalten hat und dass er die Grundlagen
dieses Impulses, auch die hatten wir kurz benannt bereits, es geht darum, in gewisser
Beziehung den Menschen zu konzentrieren darauf, dass er seine fünf Sinne, die Eindrücke der fünf
Sinne, aber in einer sehr reduzierten Art und Weise, man könnte sagen heute zusammengefasst
unter dem Begriff Empirie, dass der Mensch sich zu einer Art seelenlosen Beobachtungsapparat
erzieht und durch die fünf Sinne bestimmte Vorgänge in der Welt dokumentiert und dadurch
sein Seelenleben, den Eindruck, den diese Vorgänge auf die individuelle Seele dieses wahrnehmenden
beobachtenden Menschen macht, möglichst ausblendet. Man könnte sagen mit einer gewissen Berechtigung,
denn in dieser Zeit, in der sich die Naturwissenschaft begann, als eine Art Gegenbewegung
der sich bildenden christlichen Kirche, wobei ich hier sagen muss, dass das Christentum etwas ist,
das aus anthroposophischer Sicht noch nicht institutionalisiert worden ist und auch nie
institutionalisiert werden kann, sondern dass das wahre Christentum noch vor uns liegt, noch kommen
wird. Aber das, was sich damals empor schwang und empor geschwungen hat, als christliche Kirche
etabliert zu werden, gegen diese Strömung bäumte sich die Naturwissenschaft auf und hatte eben die
Tendenz, den Menschen hineinzuführen in eine materialistische Weltanschauung und gleichzeitig
schwingt dabei auch mit, den Menschen in eine leicht atheistische Richtung zu bringen, in dem
gesagt wird, ich verlasse mich nur auf das, was mir die fünf Sinne an der Oberfläche offenbaren.
Und wie wir gesagt hatten, hatte dieser Harun al-Rashid, der dann später als Francis Bacon
wieder inkarnierte, einen wichtigen Berater an seiner Seite, zur Zeit der Akademie von Gondishapur,
und dieser Berater war in seiner vorangehenden Inkarnation, bevor er als Berater Harun al-Rashids
an der Akademie von Gondishapur wirkte, so erfahren wir von Rudolf Steiner, war er ein
Initiierter, ein Eingeweihter. Das heißt, er verfügte über gewisse geistige Fähigkeiten,
konnte aber in dieser Inkarnation am Hofe Harun al-Rashids an diese vorgeleistete Arbeit aus
seinem Vorleben nicht direkt anknüpfen. Das heißt, seine Fähigkeiten, die er als Initiierter im
vergangenen Leben erworben hatte, blieben zunächst einmal verdeckt, und so wirkte auch der arabistische
Impuls stark auf ihn. Und wie Rudolf Steiner uns enthüllt, ist auch seine Folgeinkarnation in dem
europäischen Bereich zu finden. Das heißt, nachdem dieser Berater über die Schwelle des Todes
gegangen war, kam er dann ungefähr zur gleichen Zeit wie Francis Bacon, allerdings geografisch
ein wenig weiter entfernt von diesem, auf dem heutigen Staatsgebiet des Tschechiens, zur Welt
und wirkte hier als Amos Komenius. Amos Komenius war ein Theologe zunächst einmal, aber er war
auch Pädagoge. Und nun haben wir diese beiden Persönlichkeiten stark dem Arabismus zugewandt,
wie sie an unterschiedlichen Orten, an unterschiedlichen Bereichen weiter dieses
arabistische Denken etablieren. Francis Bacon, Kraft seiner Inkarnation, arbeitete arabistisch
an der Wissenschaft, an der Naturwissenschaft, und sein Berater arbeitete eben aus der Richtung
der Theologie und auch der Pädagogik. Und auch bei diesem Charakter Amos Komenius ist es so,
dass dieser an dieser Stelle nicht verteufelt werden soll. Er brachte Reformen auf den Weg,
Schulreformen, die durchaus auch ihre positiven Aspekte hatten. Was nur wichtig ist an dieser
Stelle zu beachten, ist, dass auch hier, ebenso wie es Francis Bacon tat, der Mensch einseitig
in ein materialistisches Weltbild hineingeführt wird und das vor allen Dingen natürlich an einer
Stelle, an der Kinder bereits früh in ihren Sinnesapparaten gefördert werden. Wir werden
an anderer Stelle noch auf die Waldorfpädagogik zu sprechen kommen und dort wird Rudolf Steiner
unter anderem erklären, dass es von enormer Wichtigkeit ist, dass die Kinder nicht zu früh
in ihrem Intellekt geweckt werden, sondern dass die Kinder ein Seelenleben führen dürfen. Das ist
von hoher Wichtigkeit, dass sie langsam aufwachen zum Verstand, zum Intellekt und dass es ansonsten
in der Erwachsenenentwicklung zu Komplikationen kommen kann, die damit zu tun haben, seine
Bestimmung in der Welt und auch sein eigenes Ich wirklich zu finden. Und somit haben wir an dieser
Stelle diese beiden Persönlichkeiten, die stark vom Arabismus dann in Europa eingewirkt haben,
und wir müssen an dieser Stelle ein wenig weitergehen. Rudolf Steiner beschreibt hier zwei
weitere Persönlichkeiten, die aus einer karmischen Vergangenheit kommen, die interessant ist. Und zwar
erwähnt Rudolf Steiner eine Begebenheit, die sich im Nordosten Frankreichs abgespielt hat. Ungefähr
zur Zeit Karls des Großen, also im Mittelalter, gab es im Nordosten von Frankreich einen mächtigen
Gutsherren. Dieser Gutsherr verfügte über Ländereien, über Leibeigene und er war durchaus
sehr abenteuerlustig. Und so machte er sich eines Tages auf zu einem Beutezug. Er sammelte einige
seiner Krieger, seiner Soldaten um sich und zog aus, um neue Ländereien zu erobern, um Reichtümer,
Schätze zu erbeuten, war auf diesem Abenteuereroberungsraubzug längere Zeit unterwegs. Und als
er nach dieser Reise zurückkehrte auf sein Gut in seine Heimat, zu seinem Besitz, musste er feststellen,
dass sein gesamtes Gut, seine Ländereien, sein Hof von einem anderen Abenteurer, von einem anderen
Krieger erobert wurde. Und dieser hatte sich bereits dort niedergelassen, hatte seinen Besitz annektiert
und es gelang diesem Abenteurer, der zurückkehrte zu seinem Gut und es dann von einem anderen besetzt
vorfand, nicht dieses zurückzuerobern. Und er musste schließlich von seinem vorigen Stand als
adliger Gutsherr hinabsteigen gesellschaftlich und musste bei dem neuen Eigentümer seines Gutes zum
Leibeigenen werden. Und das löste in ihm eine große Schmach, eine große Wut, einen Groll auf denjenigen,
der ihm seinen Besitz geraubt hatte, aus. Und er verrichtete zähneknirschend seine Arbeit als Leibeigener.
Man könnte auch sagen, es war durchaus mit einem Sklavendasein zu vergleichen. Und des Nachts versammelte
er sich in den Wäldern rund um die Ländereien, die einst ihm gehörten, mit einigen Gleichgesinnten am
Feuer und hegte einen tiefen Groll gegen diesen Mann, der ihm seinen Besitz genommen hatte. Und
dieser Groll ging so tief, dass sowohl seine eigene Seele als auch die Seele desjenigen, der ihm seinen
Besitz genommen hatte, davon beeindruckt wurden. Dass Karma, Schicksal zwischen den beiden dadurch ausgelöst
wurde. Und erstaunlicherweise erfahren wir von Rudolf Steiner, dass derjenige, der seines Gutes beraubt wurde,
dann später wieder inkarnierte als Karl Marx. Und derjenige, der ihm so viel Böses angetan hatte,
seinen Besitz raubte, ihn unterwarf, zum Leibeigenen machte, dass diese Persönlichkeit zurückkam als
Friedrich Engels. Und dass der, der als Friedrich Engels inkarnierte, dadurch das, was er dem
wiederinkarnierten Karl Marx angetan hatte, sühnen wollte. Und wie wir wissen, waren Marx und Engels
zum einen enge Freunde und zum anderen waren sie beide die Urheber dessen, was wir heute politisch
die Idee des Sozialismus-Kommunismus nennen. Und wenn ich davon gesprochen habe, dass Karl Marx einen
Groll hegte gegen den später inkarnierenden Friedrich Engels, dann darf man sich das nicht so
vorstellen, als wäre er jetzt leicht verärgert gewesen, sondern es ist durchaus so, dass dies
eine Stufe erreicht haben wird, dass diese Wut und dieser Hass, dieser Groll sich so weit in seinen
Willensorganismus hineinarbeiten konnte, dass, wie wir heute aus Überlieferungen wissen, dass Karl Marx
teilweise einen Hang spürte, gewisse künstlerische Werke zu schaffen, indem es um den Teufel ging.
Er hatte also eine gewisse Sehnsucht nach dem Dunklen, so wie er es dann in seinen Versen,
in seinen Gedichten ausdrückt, nach dem, was man als Teufel bezeichnet. Und in Kombination mit den
Angaben Rudolf Steiners würde ich sagen, dass es durchaus möglich sein könnte, dass Karl Marx durch
diese Versammlungen am Feuer, wo also immer wieder und immer wieder dieser Groll gegen diesen anderen
Menschen gehegt und gepflegt wurde, dass er durchaus in Kontakt gekommen ist mit Wesenheiten, die
dem arimanischen Reich zuzuordnen sind. Und begibt man sich auf diesen Pfad einmal, so ist anzunehmen,
dass dann aus gewissen Bündnissen heraus, die man vielleicht auch unbewusst geschlossen hat,
durchaus auch die Einflussnahme auf andere Werke stattfindet. Und wie wir von Rudolf Steiner wissen,
war er, was die Bestrebungen des Kommunismus, des Sozialismus betrifft, wir wissen, dass der
Sozialismus eine Vorstufe des Kommunismus ist, dass die Menschen in diesem sozialistischen System
umgeformt werden sollen. Man möchte also einen sozialistischen Menschen formen, der dann am
Ende in einem perfekten politischen System dem Kommunismus, der Allgemeinheit dient, dem
Kollektiv zu dienen hat und dass dieses Dienen für das Kollektiv an erster Stelle steht. Das heißt,
die Kraft des Individuums wird weitestgehend reduziert zugunsten dieser Ausprägung ein Teil
des Kollektivs zu sein. Dieses Thema ist sehr umfangreich. Ich kann hier nur einige kleine
Hinweise geben. Diese sollen dazu dienen, hier den roten Faden zwischen Arabismus,
Mohammedanismus, Sozialismus, Kommunismus ein wenig anzudeuten und herauszustellen,
dass wir ja schon gesagt haben, eine heutige gesellschaftliche Gestaltung sollte immer zum
Ziel haben, das Individuum so weit wie möglich zu stärken. Das heißt, gesetzliche, staatliche
Eingriffe in das Zusammenleben der Menschen müssen immer mehr auf das Notwendigste reduziert
werden. Ist die Richtung eine andere, nämlich dass man weiterhin versucht, durch diese Instanzen den
Menschen immer mehr zu maßregeln, die Freiheit des Menschen zu beschneiden, dann wird eine
gedeihliche Entwicklung für Mitteleuropa, aber auch für die gesamte zivilisierte Welt immer
mehr in weite Ferne rücken. Und wenn wir weitergehen, in der Betrachtung gewisser
Persönlichkeiten, die bis heute maßgeblich das Weltgeschehen beeinflusst haben und es auch
weiterhin tun, so führt Rudolf Steiner eine weitere Persönlichkeit an. Und zwar eröffnet
er uns, dass es unter den direkten Nachfolgern des Propheten Mohammed eine Persönlichkeit gegeben hat,
die genannt wurde Muhawija. Ich hoffe, ich spreche das korrekt aus. Und dass diese
Persönlichkeit ebenfalls einen arabistisch-mohamedanistischen Impuls in sich trug und
dass auch diese Persönlichkeit uns später wieder begegnet, nämlich im 20. Jahrhundert. Er wird
circa in der Mitte des 19. Jahrhunderts geboren und hat dann eine politische Karriere in den
Vereinigten Staaten von Amerika. Und diese Persönlichkeit des Muhawija inkarniert nach
den Angaben von Rudolf Steiner als Woodrow Wilson. Woodrow Wilson war, wie viele von euch
wissen, zur Zeit des Ersten Weltkrieges bzw. während des ersten Teils der Weltkriegskatastrophe,
wie Rudolf Steiner sie nennt, amerikanischer Präsident. Und Rudolf Steiner sagt, dass er
aufgrund seiner karmischen Herkunft ebenso Impulse nach Europa gesendet hat, die der geistigen
Entwicklung Mitteleuropas nicht sonderlich gedient haben. Der Kern, an dem Rudolf Steiner das in
dieser Linie festmacht, ist das sogenannte 14-Punkte-Programm von Woodrow Wilson, in dem die
Rede ist von der Befreiung der Völker. Es ist also ein 14-Punkte-Programm, wie aus Sicht von
Woodrow Wilson, ehemals Muhawija, impulsiert, arabistisch, mohamedanistisch, wie ein Frieden
in Europa und weltweit dauerhaft herzustellen wäre. Und Rudolf Steiner sagt, dass man anhand
der Struktur und des Inhalts dieses 14-Punkte-Programmes durchaus Parallelen ziehen kann
zu den Koranversen. Schaut es euch gerne selber an. Wichtig ist mir an dieser Stelle eben zu sagen,
dass auch wenn dieser 14-Punkte-Plan auf den ersten Blick sich gedeihlich ausbreitet,
dass man auch hier sagen muss, zunächst einmal geht aus diesem 14-Punkte-Plan hervor,
dass fortan die USA, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Führungsrolle in der Welt übernehmen.
Ein Anspruch darauf lässt sich aus diesem Plan ableiten. Und es bleibt mehr oder weniger ungeklärt,
wie diese Befreiung der Völker, diese Freiheit, dieses Prosperierende aller Völker umzusetzen ist.
Und es leuchtet hindurch, dass man sagen kann, auch hier wird nicht das Individuum als maßgeblich
herausgestellt, sondern aus meiner Sicht klingt hier auch wieder an, dass Autoritäten staatlicher,
behördlicher Art, Diplomatie, Politik, dass diese Felder stark unterstützt werden sollen und dass
diejenigen es sind, die in diesen Feldern aktiv sind, dann diese Freiheit der Völker herzustellen
und zu bewahren. Also auch wieder ein auf die Autorität hin ausgerichtetes Modell und nicht
ein aus dem Moment, aus der Begegnung von Menschen oder kleineren Menschengruppen heraus entstehendes
Miteinander, so wie es gedeihlich wäre für uns heutzutage. Und somit haben wir mit Woodrow Wilson
eine weitere Persönlichkeit, die materialistisch-arabistische Impulse nach Europa gebracht hat.
Wie gesagt, alle diese Persönlichkeiten, die wir heute benannt haben, es geht nicht darum, sie zu
verteufeln. Es gibt immer positive Seiten und es gibt nicht so positive Seiten. Aber ich finde, bei
einer ergebnisoffenen Betrachtung dieser Dinge kann man durchaus bestimmte Zusammenhänge herstellen und
kann auch rückschließen auf das, was uns heute gerade wieder fährt. Und vielleicht kann es auch
ein wenig dazu beitragen, versöhnlich in die Vergangenheit zu blicken, versöhnlich auf die
heutige Situation zu blicken und Zuversicht zu spenden, dass es noch nicht zu spät ist, eine
andere Zukunft herbeizuführen. Aber wie es aus der anthroposophischen Sicht nun einmal unumgänglich
ist, haben wir unbedingt notwendigerweise das Geistige, die geistige Welt, die geistigen
Hintergründe mit einzubeziehen. Und wir haben auf viele Dinge zu schauen mit einem erweiterten Blick.
Es gibt ja heute vielerlei Bestrebungen, ich würde sagen zwei Lager. Die einen versuchen,
Zusammenhänge herzustellen, die anderen wollen oder können keine Zusammenhänge herstellen. Aber
beide Gruppen operieren außerhalb der Geisterkenntnis. Wer vom Weg nicht weiß, kann
das Ziel nicht haben. Der Weg und das Ziel ist der Christus. Wir brauchen ihn, aber nicht in sentimentaler
Art und Weise, sondern wir brauchen Anschluss an ihn, an sein Wesen, an seine Kraft. Und diese
Kraft muss in Kopf und Herz aktiv werden. Wir müssen uns vorurteilsfrei, ergebnisoffen noch
einmal bestimmte Fragen stellen, aus meiner Sicht. Nämlich, ob wir mit einer so reduzierten Art und
Weise auf die Dinge zu schauen heute noch auskommen? Und wenn wir eine Erweiterung unserer
Sicht benötigen, wo sind die Quellen, um diese Sicht in möglichst wahrheitsgemäßer Form erweitern zu
können? Und dieser Weg führt über die Spiritualität. Für mich persönlich ist die Anthroposophie, sind
die Angaben Rudolf Steiners, das umfangreichste, tiefste und genaueste, was wir heutzutage finden
können. Und wir sollten immer darauf achten, dass wir versöhnlich auf der einen Seite bleiben, aber
auf der anderen Seite klar. Klarheit im Denken, Innigkeit im Fühlen, Besonnenheit im Wollen. Das
ist etwas, was Rudolf Steiner uns mit auf den Weg gibt. Aber Besonnenheit im Wollen heißt nicht
teilnahmslos sein. Innigkeit im Fühlen heißt nicht, in Schwärmerei zu verfallen. Und Klarheit im
Denken heißt nicht, in die Erstarrung sinnlicher Gedanken hineinzukommen, sondern es gilt, im
lebendigen Austausch zu bleiben. Und hier könnte man sagen, wäre Heilung durch Begeisterung, ich
habe diese Reihe Heilung und Begeisterung genannt, Heilung durch Begeisterung, das heißt Heilung
durch Öffnung gegenüber dem Geist, ist das, worauf wir unsere Kraft richten sollten. Und wir, die wir
das Glück haben, die deutsche Sprache als Kinder bereits lernen zu dürfen, in der deutschen Kultur
aufzuwachsen, zumindest in dem, was noch übrig ist von ihnen. Aber Zugriff zu haben auf das, was zum
Beispiel während der Zeit des deutschen Idealismus in die Welt gekommen ist, was durch Rudolf Steiner
gewaltig gegeben wurde, all das können wir aufgreifen, können damit arbeiten. Und wenn wir dies tun, wird
das einen starken Effekt auf unser eigenes Leben haben und auch einen Effekt nach außen. Das finden wir
auch als Offenbarung Erzengel Michaels, seiner Kraft, das uns geheißen wurde, in dem Maße, indem wir nun
auf die geistige Welt zugehen, mutvoll uns in die Welt stellen, werden wir die nötigen Kräfte finden, um auf unserem
Weg voranzukommen. Und achtsam sollte unser Blick in die Welt gerichtet werden, liebevoll ebenso. Und es gilt zu
erkennen, dass die Dinge nun angepackt werden wollen. Und daran erinnert uns jedes Jahr diese Michaeli-Zeit.
Ja, mit Blick auf die Uhr, es ist heute wieder etwas länger geworden, bitte verzeiht mir das. Ich danke euch
vielmals, dass ihr diesem Kanal so treu immer zuschaut, dass ihr die Gedanken mitverfolgt und würde damit das
heutige Video gerne beenden. Ich wünsche euch bis zu unserem nächsten Wiedersehen alles Gute, genießt den Herbst,
vergesst unsere Mitwesen nicht, die Tiere, die Pflanzen, unsere Mitmenschen, sie alle warten darauf, dass wir
beginnen, Licht in die Welt zu setzen, in die Welt zu senden. Und in diesem Sinne, vielen Dank, alles Gute und bis bald.
