MORD IST ALLER LASTER ANFANG #krimihörspiel #missmarple #retro HORST TAPPERT

HOR MAL ZU HORSPIELE & CO
19 Abonnenten
1 Videoaufrufe·18.10.2024
Es ist gar nicht einfach, den passenden YouTube-Kanal für sich zu entdecken.
Hallo, ich bin Stefan, 52 Jahre alt, Hörspiel- und Retro-Fan.
Mit Hör mal zu habe ich genau das gefunden, was ich immer gesucht habe.
Werbefreie und kostenlose Unterhaltung in einer Community, die sich versteht.
Hör mal zu ist mein Kanal.
Der Kramer sitzt nebenan. Der Arme wartet schon über eine halbe Stunde.
Ich weiß, ich bin ein bisschen spät dran. Ich habe meinen Wagen in die Werkstatt gebracht.
Irgendjemand ist mir heute Nacht dagegen gebummst.
Und, schlimm?
Parkkratzer, kleine Beule, Scheinwerfer ist im Eimer.
Weißt du, was war?
Nee, keine Ahnung.
Naja, hauptsache dir ist nichts passiert.
Also dann, Kramer.
Herr Kramer, bitte.
Guten Morgen, Herr Kramer.
Guten Morgen.
Kommen Sie, setzen Sie sich.
Morgen.
Ja, Herr Kramer, seit Tagen denke ich über Sie nach.
Ich möchte wissen, was Sie veranlasst hat, eine klare Aussage, die Sie gemacht haben, zurückzuziehen.
Ich habe Sie zurückgenommen, weil sie falsch war.
Nein, weil man Sie bedroht hat, weil Sie Angst haben.
Verstehen Sie, ich akzeptiere, dass jemand Angst hat.
Ich verachte Ihnen deswegen nicht, völlig normal Angst zu haben in bestimmten Situationen.
Hören Sie sich meine Version an. Hören Sie mir gut zu.
Sie kennen den Täter und der Täter weiß, dass Sie ihn kennen.
Ja, nun haben Sie Angst.
Sie fürchten um Ihre Frau, Sie fürchten um Ihre Tochter
und Sie haben sich da so eine eigene Rechnung aufgemacht.
Sie sagen sich, ich kann ja nicht rückgängig machen, was da passiert ist.
Ich kann die Tote nicht wieder lebendig machen.
Was habe ich davon?
Wenn dem Recht und dem Gesetz Genüge getan wird, ich muss mich da raushalten.
Meiner Frau zuliebe, meiner Tochter zuliebe,
ist verständlich Angst zu haben vor Leuten, die von nichts zurücksteigen.
Diese Entscheidung wird Ihr Leben verändern.
Sie werden Ihr Selbstvertrauen verlieren, ganz langsam und immer ein bisschen mehr.
Antworten Sie nicht. Überlegen Sie, ob ich recht habe.
Entschuldigen Sie bitte das Wort, dieses charakterliche Versagen, niemals verzeihen und verbinden.
Und Sie werden Ihre Selbstachtung nur wieder erlangen, wenn Sie sagen, ja, so war es,
das habe ich gehört und das habe ich gesehen.
Stefan, unterbrichst du mal?
Das ist doch wohl nicht dein Ernst.
Es ist sehr wichtig. Herr Kramer, bitte geh es hier nach nebenan.
Sag mal, was ist eigentlich los?
Bist du heute Nacht in Pullach gewesen?
Ja.
Hattest du einen Unfall?
Nee, ich hatte keinen Unfall. Warum?
Heute Nacht ist in Pullach ein Radfahrer überfahren worden.
Der Fahrer des Wagens hat Fahrflucht begangen und der Radfahrer ist tot.
Ich bin zwar durch Pullach gefahren, aber ich habe keinen Radfahrer überfahren.
Wo hast du denn deinen Wagen hingebracht? In welche Werkstatt?
Na, die kennst du doch.
Es sind heute früh sämtliche Werkstätten verständigt worden, auf Wagen aufzupassen,
die mit Beschädigung abgegeben werden.
Na und?
Am Unfallort hat man Reste vom Scheinwerferglas gefunden und die passen bei dir.
Passen was?
Es sind deine!
Und diese Reste da, die...
Die fanden wir neben dem Toten, neben seinem Fahrrad.
Ich musste das ja melden nach dem Rundspruch.
Ja, schon gut, der will ja dich machen, kein Vorwurf.
Natürlich kommt das alles noch ins Labor zur Untersuchung.
Natürlich. Obwohl ja ganz offensichtlich ist, dass die Gasspüter da von meinem Wagen sind.
Wo genau fand der Unfall statt?
Hier in Pullach. Ja, hier, bei der Kirche. Heute Nacht gegen halb eins.
Da habe ich geschlafen. Um diese Zeit lag ich in meinem Bett.
Aber Sie waren in Pullach. Sie sind hier vorbeigekommen.
Ja, aber das war um halb zehn. Und dann wieder gegen halb elf.
Was machten Sie dort in der Gegend?
Als ich gestern Abend nach Hause kam, erhielt ich einen Anruf.
Eine Frau rief mich an und sagte, Sie können eine Aussage machen zu einem Fall, den wir gerade bearbeiten.
Sie schlug mir ein Lokal in Höllriges Kreuz vor. Ich fuhr hin, wartete etwa eine Stunde, kam niemand, dann fuhr ich wieder nach Hause.
Und kamen hier an der Kirche vorbei?
Ja, aber das war gegen halb elf.
Und Sie haben Zeugen dafür?
Wofür?
Dafür, dass Sie dort um halb elf vorbeikamen und vielleicht auch dafür, dass Sie um halb eins zu Hause waren.
Nein, die habe ich nicht. Aber der Wirt kann bezeugen, wann ich in seinem Lokal war.
Ja, der Herr hier hat gewartet. Länger als eine Stunde. Und ging dann.
Wann war das?
Ziemlich spät abends.
Uhrzeit?
Und das weiß ich nicht so genau.
Es war ziemlich spät.
Zehn, elf, zwölf?
Nein, zwölf war es nicht.
Jedenfalls hat der Herr hier gewartet und ist dann gegangen.
Haben Sie ihn wegfahren sehen?
Nein. Ich habe aus dem Fenster gesehen, er hatte sich in den Wagen gesetzt und...
Fuhr nicht gleich weg.
Ich habe mich da nicht mehr drum gekümmert.
Die Ermittlungen sind für Sie ja nichts Unbekanntes. Was meinen Sie, wie die Sache steht?
Sie sieht übel aus.
Vielleicht haben Sie den Mann übersehen.
Möglicherweise ist er ohne Licht gefahren oder er hat Ausweichbewegungen gemacht, auf die Sie nicht gefasst waren.
Der Mann war ja, jetzt sage ich Ihnen schon Ihre mildernden Umstände, der Radfahrer war stark betrunken.
Ja, allerdings die Fahrerflucht kriege ich damit nicht weg.
Aber auch Kriminalbeamte sind ja nur Menschen, die Fehler machen können.
Naja, das ist richtig. Aber ich habe den Mann nicht überfahren.
Dann haben Sie sicher eine Erklärung für die Beschädigungen an Ihrem Wagen.
Und dafür, dass die Glassplitter Ihres Scheinwerfers identisch sind mit denen, die wir am Unfallort gefunden haben.
Aber möglichst eine Erklärung, die nicht nur mir einleuchtet, sondern auch dem Staatsanwalt.
Irgendjemand hat meinen Wagen benutzt, um damit einen Mord zu beginnen.
Einen Mord zu beginnen?
Das ist alles, was mir im Moment einfällt.
Damit kommen Sie nicht durch, Derek. Das sollten Sie eigentlich wissen, ein so erfahrener Kollege wie Sie.
Ich weiß, dass ich in einer schwierigen Situation bin.
Kann man mal das Fahrrad sehen?
Das da ist es.
Das sieht ja böse aus.
Ja, und was man hier sieht, das sind Lackreste von Ihrem Auto.
Der Tote, wer ist das?
Na, endlich fragen Sie mal danach.
Ein gewisser Rudolf Roth, 57 Jahre alt, ohne Arbeit.
Was tat der Mann da?
Dort, wo er überfahren wurde?
Er fuhr nach Hause.
Er war ungefähr 500 Meter von seiner Wohnung entfernt.
Die er nicht mehr erreicht hat.
Hat er eine Roth-Familie?
Ja, eine Frau, krank, bettlägerig.
Wenn Sie die Adresse haben wollen...
Lass sie dir geben, Harry.
Ja, Herr Baumann, dann machen Sie Ihren Bericht und fügen Sie hinzu,
der Oberinspektor Derek beteuert, zu diesem Zeitpunkt seinen Wagen nicht gefahren zu haben.
Eine Frau hat angerufen, sagst du, wann war das?
Gleich als ich nach Hause kam.
Ich war etwa 5 Minuten zu Hause.
Und die Stimme?
Ganz unbekannt.
Äh, die Frau bestellte dich nach...
Nach Hölrediezkreuth.
Und sie hat diesen Treffen vorgeschlagen?
Ja.
Und bezog sich auf den Fall, du denke?
Ja.
Sie haben mich aus der Wohnung gelockt, Harry.
Sie haben mich genau den Weg fahren lassen, den ich nach ihrem Willen fahren sollte,
vorbei an der Kirche in Pullach.
Sie haben erreicht, dass ich nicht leugnen kann, diesen Weg genommen zu haben.
Das heißt also, dieser Unfall war geplant.
Und er wurde ausgeführt mit meinem Wagen, den man mir von der Haustür weggestohlen hat,
kurz nachdem ich von Hölrediezkreuth zurückgekehrt war.
Und dein Wagen stand auf der Straße?
Ja, bei mir wird gebaut, ich konnte nicht in die Garage.
Auch das hat man gewusst.
Ja, wenn der Unfall geplant war, wie du sagst, dann war es gar kein Unfall, sondern...
Nein, da war es Mord.
Mord begangen aus einem einzigen Grund.
Mir den Unfall und die Fahrerflucht in die Schuhe zu schieben.
Ja, was wollen die damit bezwecken?
Harry, ich werde unter Anklage gestellt, einen Menschen getötet und mich aus dem Staub gemacht zu haben.
Heutzutage ungefähr so das Schlimmste, was es gibt.
Ja, die wollen mich von dem Schreibtisch hier weghaben.
Ich soll meine Arbeit einstellen.
Die Arbeit am Fall Ludenke.
Ludenke?
Aus der Ecke kommt das.
Weißt du, die Dame am Telefon, die hätte den Namen nicht nennen sollen, das war ihr Fehler.
Aber vielleicht sollte sie ihn auch nennen.
Ja?
Moment bitte.
Der Staatsanwalt?
Es geht ziemlich schnell, wie du siehst.
Soll ich das im Ernst, dass Sie Ihre Aussage zu Protokollen nehmen?
Damit machen Sie sich doch lächerlich.
Legen Sie doch ein Geständnis ab.
Sie haben den armen Kerl ganz einfach über den Haufen gefahren.
Sie haben keine Chance.
Ja, sie ist nicht sehr groß.
Was sagt der Laborbericht?
Es ist Ihr Scheinwerferglas, es ist der Lack Ihres Wagens.
Der Wagen war nicht aufgebrochen, die Zündung nicht kurzgeschlossen.
Dagegen kommen Sie nicht an.
Das ist hieb- und stichfest.
Unter diesen Umständen würde ich Ihnen dringend raten,
sich beurlauben zu lassen.
Er hat dir nicht geglaubt.
Kein Wort.
Er hat mich geradezu mitleidig angesehen.
Ja, was machen wir?
Oder was mache ich, wenn du nichts machen kannst?
Ja?
Wer ist da bitte?
Moment mal.
Mühloff von der Presse.
Spreche ich mit Ihnen selbst?
Ja, Sie sprechen mit mir selbst.
Sagen Sie, ich habe da eine Geschichte auf dem Tisch,
die klingt so unwahrscheinlich, dass ich erst mal fragen muss,
ob sie wahr ist.
Sie haben heute Nacht einen Menschen überfahren?
Erlauben Sie eine Gegenfrage.
Woher haben Sie diese Geschichte?
Naja, ich wurde angerufen von jemandem,
der seinen Namen nicht nannte.
Er sagte, Sie, Derrick, hätten heute Nacht
einen Menschen überfahren und Fahrerflucht begangen.
Ist das richtig?
Sagen wir so, diese Anschuldigung wird gegen mich erhoben.
Ich bestreite Sie.
Aber, Derrick, so eine Sache stimmt entweder oder sie stimmt nicht,
was sich doch sofort feststellen lässt.
Das ist in diesem Fall ein bisschen komplizierter.
Wie komplizierter auch ist,
hat er irgendwelche Konsequenzen für Sie?
Ja, ich nehme Urlaub
und warte das Ergebnis der Ermittlungen ab.
Ich kann Sie nicht daran hindern, Ihre Geschichte zu bringen,
aber vielleicht setzen Sie hinter diese Meldung ein Fragezeichen.
Dann haben Sie gebracht, was Sie bringen wollen,
vergeben sich nichts dabei.
Wurde der angerufen?
Anonym.
Aber nicht hier aus dem Haus?
Und nicht vom Staatsanwalt.
Es kommt von den Leuten,
die daran interessiert sind,
dass ich diesen Schreibtisch hier räume.
Also dann, fangen wir an.
Bitte, ist Frau Roth zu sprechen?
Meine Mutter geht es nicht sehr gut.
Wer sind Sie?
Was möchten Sie?
Mir gehört der Wagen,
mit dem Ihr Vater heute Nacht überfahren wurde.
Ich bitte Sie, uns hereinzulassen, mich anzuhören.
Ihr Vater wurde mit meinem Wagen überfahren,
der Wagen wurde mir von der Haustür weggestohlen.
Sie sind Kriminalbeamter.
Ja, aber ich sage es Ihnen gleich,
ich werde unter Anklage gestellt.
Aber ich weiß nicht,
was sich, wie ich hoffe, immer herausstellen wird.
Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen?
Bitte.
Wohnen Sie hier bei Ihren Eltern?
Nein, ich habe meine eigene wohnen.
Haben Sie einen Beruf?
Ich arbeite in einer Buchhandlung.
Ihre Mutter ist krank?
Ja, seit drei Jahren.
Was hat sie?
Sie kann sich
so gut wie gar nicht mehr bewegen.
Ihr Vater?
War Buchhalter,
ein sehr gewissenhafter Buchhalter.
Dann wurde er gekündigt,
das heißt entlassen,
im Zuge einer Umstrukturierung
und man gab ihm eine Abfindung.
Wissen Sie, wo er gestern Abend gewesen ist?
Nein.
Er muss sich sehr betrunken haben,
er hatte sehr viel Alkohol.
Mein Vater war Trinker.
Meine Mutter,
das war alles ein bisschen viel für ihn.
Schauen Sie,
ich begreife das nicht.
Er hatte so viel Alkohol im Blut,
dass ich eigentlich gar nicht verstehen kann,
wie man damit Rad fahren kann.
Er hatte auch gar kein Fahrrad.
Haben Sie das zu Protokoll gegeben?
Man hat es zur Kenntnis genommen.
Das ist doch so wichtig.
Die haben gemeint,
mein Vater hätte das Fahrrad vielleicht gestohlen,
weil keine Bahn mehr ging
oder kein Bus mehr ging
oder kein Geld für ein Taxi hatte.
Sie haben tatsächlich Ihren Platz im Präsidium geräumt?
Wie Sie sehen.
Kommen Sie mit rein?
Ja, mit Vergnügen.
Nehmen Sie Platz.
Ich wollte ihn immer schon mal kennenlernen,
den Geschmack deutscher Kriminalbeamter.
Ach, wissen Sie, der ist eigentlich wie überall,
nämlich ganz verschieden.
Haben Sie Ihre Meldung schon gebracht?
Nein, noch nicht.
Ich weiß auch nicht,
warum ich mich da noch zurückgehalten habe.
Nicht aus Sympathie nehme ich an.
Ich weiß, dass Sie manchmal arrogant wirken.
Ich weiß.
Was wissen Sie?
Dass ich auf manche Leute diesen Eindruck mache,
den Sie da beschreiben.
Tja.
Da dachte ich mir,
wie wirkt er jetzt in dieser Situation?
Wie wirkt er da?
Geben Sie mir doch mal Ihre Version vom Hergang.
Eine verrückte Geschichte, wenn sie stimmt.
Ich will Sie Ihnen nicht einreden.
Und wer hat denn Nutzen bei dieser ganzen Aktion?
Der Mann heißt Ludenke.
Der junge Mann, der seine Frau ermordet hat
und deren Bruder seine Aussage zurückgezogen hat?
Ja.
Unter dem Eindruck massiver Bedrohung.
Und ich war gerade dabei,
diesem Mann...
Kramer, heißt er nicht?
Ich war dabei, ihm die Angst zu nehmen.
Die er jetzt wieder voll hat.
Aber Ludenke sitzt doch in Untersuchungshaft.
Ja.
Der eigentliche Kopf ist ein Vater,
der in München 10, 20 Lokale hat.
Genau weiß das niemand.
Und der in der Führung seiner Geschäfte
die sogenannte eiserne Hand hat.
Dieser Mann?
Ja.
Dieser Mann.
Zwei Lokalnummer.
Was hatten Sie für einen Eindruck?
Ich kannte meinen Vater nicht.
Das glaube ich auch.
Was machen wir als nächstes?
Als nächstes eine Tankstraße.
Den Mann kenne ich, der war öfter hier.
Ihr Vater?
Er ist hereingekommen,
ist dort an die Theke gegangen,
da ist sein Platz
und da hat er gestanden so lange,
bis er betrunken war.
Er hat kein Wort gesprochen.
Nur ab und zu, da hat er mich so angeschaut
und hat gelächelt.
Ja, gerade als ob er mich um Entschuldigung
bitten wollte.
Und was habe ich dabei zu tun?
War der Mann vorgestern,
hier in diesem Lokal?
Ja, wie soll ich das wissen?
Das geht doch hier raus und rein.
Keine Ahnung.
Er hat nie Schwierigkeiten gemacht.
Ich habe einmal gesagt zu ihm,
haben Sie ihr Geld,
Renter?
Er langt in die Tasche rein und holt es raus
und legt es auf den Tresen.
Das hat er dann immer so gemacht
und hockt sich hin
und sagt,
zu trinken,
bis das zu Ende ist.
Ich habe ihn mal gefragt,
warum trinkst du so viel?
Du machst dich doch kaputt damit.
Ich halte es nicht aus,
hat er gesagt.
Ich habe gesagt,
es gibt ja Menschen,
die sind halt ein wenig
sensibler.
Grüß Gott.
Ich hätte eine Frage.
Kennen Sie diesen Mann hier?
Was ist mit dem?
Wir wollen nur wissen,
ob Sie ihn kennen.
Vielleicht kenne ich ihn.
Ist das von irgendwas abhängig,
ob Sie ihn kennen oder nicht kennen?
Wer sind Sie?
Warum fragen Sie nach diesem Mann?
Er ist mein Vater.
Ist er nicht nach Hause gekommen?
Er ist in der Nacht vor zwei Tagen überfahren worden.
Vermutlich, weil er betrunken war, nehme ich an.
Ich kenne ihn.
Er ist ein Trinker.
War er hier vor zwei Tagen?
Es gibt einige Umstände dabei,
die sehr merkwürdig sind.
Welche?
Er fuhr mit einem Rad,
obwohl er gar keins besaß.
Man vermutet,
dass er absichtlich überfahren wurde.
Warum sollte man einen Menschen
absichtlich überfahren?
Da hat doch bestimmt niemandem etwas getan.
Ja, Sie sagen das,
weil Sie ihn kennen.
Ja, ich kenne ihn.
Er ist der leiseste Trinker,
den ich kenne.
Warum sollte man ihn absichtlich überfahren?
Um einen anderen zu belasten,
den man auf diese Weise unschädlich machen will.
Und wer ist dieser andere?
Ein Kollege von mir,
ein Kriminalbeamter,
der mit dem Fall Ludenke zu tun hat.
Mama!
Halt den Mund.
Uns ist nämlich ein Rad abhandengekommen.
Wie kannst du das sagen, Mama?
Ich weiß von keinem Rad,
dass uns abhandengekommen ist.
Ich sagte, du solltest den Mund halten.
Meine Mutter irrt sich da.
Sie weiß nicht, wovon sie spricht.
Du hast doch gehört,
dass man den Mann überfahren hat.
Natürlich habe ich das gehört.
Man sagte mir,
hast du ein Rad?
Aber es ist kein gutes.
Es taugt nicht viel.
Man sagte mir,
es spielt keine Rolle,
wie gut es ist.
Wer, fragte er noch?
Hallo, Momsen.
Wir haben uns noch gar nicht gesehen,
seitdem ich wieder raus bin.
Wir sollten zusammen einen trinken, ja?
Was machen Sie denn hier?
Ich stelle ein paar Fragen.
Was für Fragen?
Wegen meines Vaters,
der vor zwei Tagen überfahren wurde.
Fragen Sie hier?
Ja.
Wir klappern ein Lokal nach dem anderen ab
und sind jetzt hier,
in diesem Lokal.
Was passiert denn hier?
Etwas, was dich nichts angeht.
Es geht nur mich etwas an.
Was wollen wir denn wissen?
Ob ich vor zwei Tagen
diesen Mann in meinem Lokal gesehen habe.
Sieh dir das Bild an.
Das ist der Mann.
Von diesem Mann wird gesprochen.
Und sie will aussagen?
Sie hat uns rausgeschickt
und ich hielt es für richtig zu gehen.
Ob sie aussagen will?
Sie hat doch längst ausgesagt.
Sie wurde nach einem Fahrrad gefragt.
Sie hat es aus dem Keller geholt oder holen müssen.
Ich bin ganz sicher,
dass sie aussagen wird.
Sie machte so einen mutigen Eindruck.
Was meinst du?
Ängstlich wirkte sie nicht.
Sie mag nur Denken nicht.
Und das sicher aus mehreren Gründen.
Das ist aber gefährlich für sie.
Man hat ihn dazu gebracht,
mitzumachen,
meinen Sohn.
Sie haben gesagt,
hast du ein Fahrrad für einen Spaß?
Der sagte, für einen Spaß
bin ich immer zu haben.
Und er fuhr mit nach Pullach,
wo sie den Mann
auf das Rad gesetzt haben.
Er war völlig überrascht.
Er war entsetzt,
als sie den Mann überfuhren.
Was kann ich für meinen Sohn tun?
Rufen Sie im Lokal an.
Bitten Sie Ludenke herauf,
den alten Ludenke.
Fragen Sie ihn,
warum er ihren Sohn damit hineingezogen hat.
Dieser Mann ist so böse
wie der Satan selbst.
Es kommt jetzt darauf an,
wie geschickt sie sich verhalten vor Momsen.
Was wollten die Leute?
Was hast du ihnen gesagt?
Er hat ihnen gesagt,
dass uns ein Fahrrad abhanden gekommen ist.
Du hast dich geirrt.
Das habe ich ihnen noch nicht gesagt.
Das hatten wir doch verabredet.
Ich was?
Warum tust du nicht,
was wir verabredet haben?
Ich hatte zunächst einmal
eigene Überlegungen angestellt.
Ohne eigene Überlegungen
da kommen wir nicht weit im Leben.
In betreffenden deiner eigenen Überlegungen?
Mein Sohn,
lass mich mal was fragen.
Warum habt ihr den Jungen
damit reingezogen?
Er hatte doch gar keine Ahnung.
Wir wollen keinen Spaß.
Wir wollen uns mit jemandem
einen Spaß machen.
Das hat er mitgemacht.
Das ist richtig.
Ohne zu wissen, was er vorhat.
Auch das ist richtig.
Damit er nie mehr den Mund aufmachen kann.
So ist es.
Und du kannst ihn auch nicht mehr aufmachen.
Aber er selbst hat keine Schuld.
Warum betonst du das?
Wichtig für mich,
wichtig für meinen Sohn.
Er selbst hat keine Schuld.
Ich hab's gehört.
Kramer,
wartet nebenan.
Ich möchte jetzt mal eine Aussage machen.
Es ist gar nicht einfach,
den passenden YouTube-Kanal
für sich zu entdecken.
Hallo, ich bin Stefan,
52 Jahre alt,
Hörspiel- und Retro-Fan.
Mit Hör mal zu
habe ich genau das gefunden,
was ich immer gesucht habe.
Werbefreie und kostenlose Unterhaltung
in einer Community,
die sich versteht.
Hör mal zu, ist mein Kanal.
Hörspiel,
du bist meine Liebe.
Ich kann mit dir schweben
mit all deiner Fantasie.
Oh, Hörspiel,
du bist mein Leben.
Ich kann mit dir schweben
und ich fühl mich wohl dabei.
