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Zum dritten Mal beschäftigen wir uns mit dem Johannesevangelium.
Nachdem wir die letzten zwei Wochen etwas in die Thematik der verschiedenen Zeichen eingestiegen sind
und was sie bei den Zuhörern oder Zuschauern Jesu bewirkt haben,
wollen wir uns diesmal wirklich mit dem Anfang des Evangeliums beschäftigen.
Und ich freue mich, dass ich das gemeinsam mit meinen Gesprächsgästen tun darf,
Luise, Jutta und Yvonne.
Zu Anfang möchte ich ein Gebet sprechen.
Lieber Vater im Himmel, Herr Jesus Christus,
wir beschäftigen uns heute mit,
wahrscheinlich mit den tiefgründigsten Worten der gesamten Heiligen Schrift.
Wir wollen das mit ganz viel Demut tun,
mit dem Wissen um unsere Begrenztheit
und bitten dich einfach darum,
dass du uns durch deinen Heiligen Geist auch wirklich erleuchtete Augen des Herzens schenkst.
Dass wir das sehen und auch auf den Punkt bringen können, was dir wichtig ist.
Dafür danke ich im Namen Jesu. Amen.
Bevor wir den Text lesen, habe ich eine Frage an euch.
Wo oder wann kommt ihr denn mit eurem Verstand an Grenzen?
Ein Beispiel ist die Astronomie und die Größenordnungen,
die man sich einfach überhaupt nicht mehr vorstellen kann.
Von Lichtjahren oder auch Zeiträume können das sein, Millionen von Jahren oder so.
Das übersteigt dann den Horizont.
Wahnsinn. Wenn ich noch Jesaja 40 dazunehme,
Gott kennt jeden Einzelnen mit Namen und führt die alle und hat das alles in der Hand.
Das kann ich mir gar nicht vorstellen.
Ich denke an früher, als ich Abi gemacht habe.
Ich habe sehr gerne Philosophie gehabt.
Ich habe dann sogar Zusatzkurse belegt in Philosophie.
Und wenn man dann die Philosophen so liest, Hegel, Kant, Kierkegaard, Fichte,
da muss ich sagen, da ist man dann auch manchmal an seine Grenzen gekommen zum Mitdenken.
Einfach das verselbstständigt sich dann auch in eine Richtung.
Und das bedeutet das und das bedeutet das.
Und da kommt man dann auch an seine Grenzen, rein von dem Philosophischen und Menschlichen.
Ja, genau.
Ich meine, mit dem Abschnitt, mit dem wir heute zu tun haben,
von Johannes geschrieben, dem Jünger Jesu, Fischer,
ein sehr einfaches Krieg, ist von der Grammatik her,
aber von der Inhaltstiefe her unheimlich tief.
Wahrscheinlich hätte es fast gesagt,
der Mensch, der am nächsten an Jesus dran gewesen ist,
vielleicht kann man so sagen,
der Jahrzehnte über Jesus nachgedacht hat,
das reflektiert hat, was er mit ihm erlebt hat,
und dann einfach gegen Ende seines Lebens das nochmal in dieses Evangelium gegossen hat.
Und das ist alles so verdichtet hier, dass das also unglaublich ist.
Also wir sind auf ganz heiligem Boden hier, wenn wir das lesen.
Und ich möchte aber wirklich alle 18 Vers am Stück lesen,
dass wir das im Zusammenhang haben.
Vielleicht können wir uns das aufteilen, dass jeder von euch sechs Verse liest.
Luise, würdest du mal beginnen?
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
Dasselbe war im Anfang bei Gott.
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht,
und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen,
und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.
Es war ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes.
Der kam zum Zeugnis, um von dem Licht zu zeugen, damit sie alle durch ihn glaubten.
Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht.
Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden,
denen, die an seinen Namen glauben.
Welche nicht von dem Geblüt, noch von dem Willen des Fleisches,
noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit, als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Johannes zeugt von ihm, ruft und spricht.
Dieser war es, von dem ich gesagt habe, nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist,
denn er war er als ich, und von seiner Fülle haben wir alle genommen.
Gnade um Gnade.
Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.
Niemand hat Gott je gesehen.
Der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündet.
Dankeschön.
Mal so überblicksmäßig gefragt, was an diesem Abschnitt könnt ihr logisch nicht nachvollziehen?
Dass einerseits von einem Wort die Rede ist, wo wir ja ein Konzept haben, was ein Wort ist,
und dann heißt es, das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.
Das ist eigenartig, wenn wir es jetzt nur rein menschlich betrachten.
Also ich meine, wenn es jemand liest, der kein Vorwissen hat, dann gibt es da viele Dinge drin,
die er wahrscheinlich mit dem normalen Verständnis, das wir in unserer heutigen Zeit haben,
dass man nicht begreifen kann.
Also warum, wenn er ins Eigentum kommt, wird er nicht aufgenommen und so weiter.
Also da sind mehrere Dinge drinnen, wo es Vorwissen braucht.
Und auch das Wort war bei Gott und es war Gott.
Richtig, ganz genau.
Es kann etwas bei sein und gleichzeitig dann identisch sein.
Ja, ganz genau.
Also wenn ich sage, der Esel ist im Haus und der Esel ist das Haus.
Ja.
Das beißt dich, also das passt nicht.
Das geht eigentlich nicht.
Also von dem her schon im ersten Satz gleich stolpern wir darüber und sagen, was ist das jetzt.
Ja, das ist so verwoben und komplex zugleich.
Ja, das übersteigt eigentlich wirklich unsere Dimensionen.
Gott war immer da.
Dieses immer da, kein Anfang, kein Ende, finde ich auch eigentlich unbegreiflich.
Wie geht das?
Wir haben ja immer die berühmte Frage, gab es zuerst das Huhn oder das Ei?
Also irgendwo muss es einen Anfang gegeben haben.
Und es ist immer da, ist für mich genauso nicht begreiflich.
Genau.
Also kein Urknall.
Manche sagen ja, das ist der älteste Vers der Bibel.
Noch vor 1. Mose 1, Vers 1.
Denn da steht am Anfang, schuf Gott.
Gut, da war Gott schon.
Er war.
Das war schon im Anfang.
Also bevor er was geschaffen, was gemacht hat, war er.
Das Wort war.
Das ist so die erste Aussage hier.
Wahrscheinlich die älteste Aussage der Bibel.
Und natürlich, wenn wir jetzt weiterlesen.
Und du hast es ja schon gesagt, Luise, das Wort wurde Fleisch.
Wir merken dann irgendwann später, der redet über Jesus ja eigentlich hier.
Vers 17 erwähnt es dann auch.
Aber warum bezeichnet Johannes jetzt hier Jesus als Wort oder als Logos?
Ich meine, wir haben schon gesagt, logisch.
Was ist logisch, unlogisch hier?
Für uns ja auch ein ganz wichtiger griechischer Begriff.
Eigentlich in fast jeder Wissenschaft, Biologie, Geologie.
Überall steckt dieses Logi drin.
Die Lehre von.
Aber was haben die Zuhörer damals?
Was haben sie damit verbunden?
Das Wort.
Logos.
Ich finde es bemerkenswert, dass er das macht.
Dass er hier einen Begriff verwendet, der schon besetzt ist zur damaligen Zeit.
Also wo man eigentlich das als vielleicht eher etwas Abstraktes verstanden hat.
Diesen Gedanken oder diesen Weltgeist oder was auch immer, was die Welt irgendwo ausmacht.
Oder das, was zwischen der unsichtbaren Ideenwelt und der Realität vermittelt.
Also da gab es ja verschiedene Ideen.
Und ich finde es gefährlich, wenn man ein Wort nimmt, was die Gesellschaft schon anders besetzt hat.
Und dann man selber aber vielleicht etwas Geistliches damit meint.
Das würde ich vielleicht gar nicht unbedingt machen.
Aber ich finde es interessant, dass Johannes das hier macht.
Obwohl er, wie du gesagt hast, ja eigentlich vielleicht sogar ein einfacher Fischer von der Herkunft ist.
Hat er sich jetzt reingedacht in die Philosophien seiner Zeit?
Also das wäre für mich eine interessante Frage, wie sich sein Leben weiterentwickelt hat, dass er jetzt so einen Begriff hier verwendet.
Also dass die Leute vielleicht erst mal denken, ja kenne ich schon, weiß ich, was er meint.
Und dann aber vielleicht sogar noch mehr, als wir heute drüber stolpert, wenn dann irgendwie steht, es wurde Fleisch.
Wie bitte? Also was ist das denn jetzt?
Also das ist so wirklich so dieses total den Boden unter den Füßen wegziehen.
Ja, auf der anderen Seite, also mir kommt, wir haben ja schon gesagt, da gibt es eine Verbindung zur Schöpfung, im Anfang.
Und mir kommt so vor, das ist der Inbegriff der Schöpfung.
Denn es fängt an mit und Gott sprach.
Und das Wort hat alles gemacht, was es gibt.
Es war das Wort, was man hier auf der Erde wahrgenommen hat als erstes.
Bevor das Licht kam, war das Wort, das gesagt hat, es werde Licht.
Und so finde ich das schon total stimmig, dass er das so einführt.
Und seit dem Anfang war das Wort, Gott war auf dieser Welt oder im Universum sprechend präsent.
Also Gott hat geschaffen, aber wodurch, wie hat er es gemacht?
Er hat gesprochen, er spricht und wenn er spricht, so geschieht es.
Das heisst Gottes Worte sind nicht Schall und Rauch, sondern sie bewirken was.
Das wird sichtbar, greifbar, materiell spannend.
Und es sind auch keine Buchstaben, weil es war alles nur mündlich.
Es war gesprochen, es ist so aktiv, es ist so mächtig, so allmächtig.
Ich finde eine Sache noch interessant, das Wort.
Wir verbinden das ja mit der Bibel, sag ich mal, Gottes Offenbarung.
Und die Offenbarung ist ein Zusammenspiel aus dem Göttlichen, wo Gott uns etwas mitteilen will,
aber in einer Art menschlichen Gestalt, in einem Buch oder durch menschliche Propheten.
Es wird irgendwie inkarniert, das was Gott offenbaren möchte.
Und da sehe ich eine Gemeinsamkeit zwischen Jesus und der Wort Offenbarung,
die wir jetzt hier im Buch vor uns haben, weil auch Jesus inkarniert ist.
In einem menschlichen Körper auch und gleichzeitig eben ganz Gott und ganz Mensch.
Genau, das ist für die Bibel auch eben, göttliches und menschliches.
Das ist ein sehr guter Vergleich.
Ich meine, ihr habt das ja schon angesprochen, dieser logische Widerspruch hier eigentlich.
Jetzt frage ich euch das einfach nochmal, wie kann das Wort gleichzeitig bei Gott sein und Gott sein?
Wie soll das funktionieren?
Also ich möchte noch was sagen, das wollte ich vorher schon sagen.
Im Vers 10 haben wir sowas ähnliches noch einmal.
Er war in der Welt, aber die Welt ist durch ihn gemacht und die Welt erkannte ihn nicht.
Es ist genau dasselbe.
Und Vers 18, niemand hat je gesehen, der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist.
Gibt nicht jede Übersetzung so wieder.
Es ist auch schon wieder.
Dreimal eigentlich.
Aber für mich ist das hier auch ein ganz großer Beweis für die Dreieinigkeit.
Dafür, dass Gott aus mehreren Personen besteht und trotzdem alle Gott sind zusammen.
Das sprengt unseren Verstand.
Das ist einfach so, wie die Bibel das eben darstellt hier.
Ohne das Wort Dreieinigkeit zu verwenden, aber dieses Konzept, das schimmert hier so durch.
Ein bisschen später in Johannes kommt dann eben auch noch der Geist dazu,
der hier am Anfang jetzt vielleicht nur nicht so präsent ist, aber später auch noch kommt.
Ja, dieser Vers stellt ja einige auch Vorausforderungen, dass sie dann sagen,
ja das Wort war ein Gott vielleicht oder so, dass man das irgendwie entschärft.
Aber man kommt vom Griechischen da nicht wirklich raus.
Es ist wirklich so da.
Und wenn ich dieses Thema der Gottheit jemandem erkläre, zum Beispiel in Bibelstunden,
dann lese ich auch immer diese ersten drei Verse mit anderen zusammen und dann nochmal Vers 14 dazu.
Und wenn man dann eben zurückgeht und sagt, ja das Wort wurde Fleisch,
wir sahen seine Herrlichkeit, der Sohn.
Das ist so eindeutig.
Und wenn ich dann zurückgehe in diese ersten drei Verse und mir das mal,
am Anfang war Christus, Christus war bei Gott und Christus war Gott.
Alles wurde durch Christus gemacht.
Und ohne Christus ist nichts gemacht, was gemacht ist.
In Christus war das Leben.
Also das ist dann so eindeutig, dass diese Göttlichkeit Jesu,
ich finde wenig Bibeltexte, die das so in dieser Dichte und Direktheit haben wie hier.
Und eben auch, dass er wirklich der Schöpfer ist.
Also im Alten Testament könnte man sagen Gott Vater,
aber hier wird ganz klar deutlich, dass Jesus genauso wie der Vater auch Schöpfer ist.
Also er ist da voll beteiligt, voll dabei gewesen.
Und ich finde es auch schön, dass in diesem Abschnitt es ist alles einmal wiederholt.
Es ist so wie unterstrichen und fett gedruckt bei uns heute.
Also zuerst steht, am Anfang war das Wort, Vers 2 steht wieder,
dasselbe war am Anfang bei Gott.
Das Wort war bei Gott, also nochmal, Gott war das Wort und durch Vers 3
wird das auch nochmal bekräftigt, weil Gott der Schöpfer ist.
Ja, also ist das Wort auch der Schöpfer.
Ich finde das schon sehr spannend.
Ja, dass man es nicht so leicht überliest.
Man soll daran hängen bleiben, durch diese Wiederholung.
Ich finde auch dieses, Entschuldigung, es spielt ja wirklich an auf den Anfang der ganzen Bibel.
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, sagen wir so.
Und man hat irgendwie das Gefühl, jetzt kommt wieder so etwas Monumentales.
Und das unterscheidet sich ja dadurch auch von den anderen Evangelien,
die einfach einsteigen, wie das so gewesen ist.
Und wenn wir jetzt davon ausgehen, er hat das später geschrieben,
weil er vielleicht der Jüngste war von den Jüngern,
dass er einfach nochmal das Theologische rausstreicht.
Und jetzt wie einen neuen Schöpfungsanfang hier gibt nochmal,
der etwas vielleicht ebenso Entscheidendes zu sagen hat, wie der Anfang der ganzen Bibel.
Und der erste Schöpfungstag bestand dahin, dass Gott sagte, es werde Licht.
Und was kommt jetzt hier als nächstes?
Das Licht.
Das Licht, interessant.
Und das Spannende ist aber, das Licht ist auch nicht nur so eine abstrakte Helligkeit,
sondern das Licht wird hier personifiziert.
Was bedeutet es jetzt, dass Jesus…
Zumindest bildet es einen ganz starken Kontrast zur griechischen Götterauffassung,
wo die Götter keine Gefühle haben, wo sie unveränderlich fast wie ein bisschen maschinell wirken.
Und hier dieser persönliche Gott der Mensch wird, der sich selbst dann hingibt und so weiter.
Also Dinge, die eigentlich damals oft unpersönlich gesehen wurden,
wie das Wort, das Licht, werden hier mit einem persönlichen Gott verbunden.
Licht hat ähnliche Eigenschaften wie das Wort.
Das Wort ist hörbar, aber es wird gesprochen und es ist einfach da.
Die Wellen breiten sich aus.
Und so ist das beim Licht auch.
Du kannst die Finsternis eigentlich gar nicht vertreiben.
Du brauchst nur ein Licht anzünden und die Finsternis ist weg, automatisch.
Deswegen finde ich den Vers 5 so interessant auch.
Das Licht scheint in der Finsternis.
Eigentlich ist dann die Finsternis weg.
Aber hier steht, die Finsternis hat es nicht ergriffen.
Wir sagen ja, wo Licht ist, da ist auch Schatten.
Das ist so ein bisschen diese irdische Perspektive von Licht.
Bei Gott ja nicht so.
Aber nur, wenn was im Weg steht.
Wenn was im Weg steht.
Du hast recht.
Sobald ich da bin, stehe ich im Weg.
Das ist das Problem.
Wenn ich nicht durchscheinend bin, dann stehe ich im Weg.
Und ich stehe immer im Weg als Mensch.
Das ist die Krux an der Stelle.
Bis auf der neuen Erde, wo Johannes auch schreibt,
dass es keine Nacht mehr gibt.
Weil Gott selber eben dieses Licht ist, der was erleuchtet.
Da kommt nochmal dieses gleiche Wort vor, was auch hier vorkommt.
Spannenderweise auch in Offenbarung 18 Vers 1.
Dieser Engel, der erleuchtet.
Es heißt bei Johannes viermal.
Dreimal in Offenbarung und einmal hier.
Dieses Erleuchten.
Welche Assoziationen haben wir spontan mit Licht?
Positives.
Positives auf jeden Fall.
Irgendwie was Befreiendes.
Was Schönes.
Wenn man durch den Tunnel durchfährt.
Im Urlaub vielleicht mal 5-6 km dunkel.
Dann kommt dieser Lichtschein.
Man hat es geschafft.
Man kommt wieder raus.
Es erweckt einen auch.
Man wird ja wach morgens.
Auch wenn es hell wird.
Es hat was zu tun mit Beginn.
Mit kraftvollem Tagesanfang.
Licht genauso wie das Wort hat für mich was Aktives.
Gott spricht und wird aktiv im Sprechen.
Er offenbart sich uns auch.
Durch sein Reden.
Er will was von sich preisgeben.
Er will mit uns in Kontakt treten.
Licht ist für mich auch was Aktives.
Es erweckt meine Lebensgeister.
Es aktiviert mich.
Es ist was Positives.
Es lässt was wachsen und entstehen.
Ohne Licht kann nichts wachsen.
Würde nichts wachsen und gedeihen.
Licht gehört genauso zum Leben.
Wir haben das in unserer Sprache auch.
Er hat das Licht der Welt erblickt.
Wenn man geboren wird, geht das Licht auf.
Wenn man stirbt und das Leben aushaut,
dann erlischt das Licht auch.
Das hat schon was.
Licht und Leben liegen ganz eng beisammen.
Das haben wir hier auch.
Es gibt auch diese Wendung.
Etwas kommt ans Licht.
Denn im Licht kann es keine Geheimnisse geben.
Es ist alles auch so transparent.
Licht hat auch was mit Wahrheit zu tun.
Mit Klarheit.
Oder jetzt geht ihr endlich mal das Licht auf.
Das heißt auch mit Erkenntnis.
Mit was?
Das wird begriffen.
Ihr seid ja ganz positiv unterwegs.
Aber Licht blendet ja auch.
Beispielsweise.
Ja.
Könnte man jetzt auch sagen,
manche,
wir sehen ja davon aus bei der Wiederkunft,
dass manche diese Herrlichkeit Gottes
jetzt nicht mit Freuden sehen,
sondern sie fast nicht ertragen wollen.
Licht hat auch diese Komponente,
dass es blenden kann oder stören kann,
wenn man gerne im Dunkeln sein möchte.
Wo sie verhängt seine Herrlichkeit,
sein Licht sozusagen.
Aber da ist dann eben,
gut, bei Moses ist das was anderes.
Er hat so gestrahlt, weil er mit Gott
zusammen war, aber
dass es die anderen gestört hat.
Ich habe gerade überlegt, wann verdunkelt man das Zimmer?
Wenn man krank ist.
Es gibt Tage, wo man nicht so viel Licht aushält.
Aber dann ist eben was nicht in Ordnung.
Aber normalerweise freuen wir uns über das Licht.
Und sind froh, wenn die Sonne aufgeht.
Und wie viele Leute müssen
ganz viel Urlaub in sonnenreichen Gebieten
machen, damit sie die nebelreichen
Wintertage durchhalten.
Vitalisieren.
Jetzt könnte man sagen,
alles ganz, ganz positiv.
Und trotzdem, Yvonne, du hast es ja schon gesagt,
Vers 5, die Finsternis
hat es nicht ergriffen.
Moment mal.
Und dann gibt es noch mehr Verse,
die dann kommen hier.
Die Welt erkannte ihn nicht.
Oder eben
in Vers 10,
in Vers 11,
die Seine nahmen ihn nicht auf.
Dreimal hier.
Obwohl das alles so bombastisch
ist, so positiv, die göttliche
Herrlichkeit, seine Schöpfermacht.
Und ich habe mich da so gefragt,
warum ist Gott nicht
erfolgreicher?
Warum passiert es so?
Bis hin, es ist ja eine Steigerung,
kann man fast sagen, bis hin
zu Designen.
Da ist nicht irgendjemand angesprochen,
sondern eigentlich diejenigen,
die zu ihm gehören, die ihn kennen.
Aber das zeigt ja,
für mich zeigt es
Gottes Charakter.
Er tut niemanden drücken,
schieben, schubsen.
Er wirbt
sanft, würde ich sagen.
Er kann sich mächtig
offenbaren, aber wenn wir nicht
wollen, wenn wir nicht drauf eingehen,
wenn wir ablocken,
wenn ich denke an Pharao,
was hat der alles gesehen?
An was für Wundern?
Und trotzdem hat er nicht
eingelenkt oder hat gesagt, ja, es gibt
so einen Gott und
das respektiert
Gott. Und da habe ich größten Respekt
vor Gott, dass
er uns respektiert mit
unserem freien Willen. Dieser freie
Wille ist für ihn ganz wichtig.
Und was ist der freie Wille?
Das ist eigentlich auch
ein Grundelement
von Liebe.
Und wir erleben hier
in all seiner
Allmacht und Offenbarung
Licht, das Wort,
Leben,
dass er trotzdem
sagt, der freie
Wille, das gehört
dazu und den respektiere ich.
Und wenn ihr mir das
so entgegenbringt, eure Entscheidung,
dann werde ich das,
ich sag mal, hinnehmen.
Mit viel Weh und Traurigkeit.
Gleichzeitig ist ja das, was hier steht,
noch nicht das letzte Wort,
sondern das Buch Johannes
wurde ja auch mit einem Grund geschrieben,
dass Menschen das lesen und dann
nicht mehr zu denen gehören,
die ihn nicht erkennen, die ihn nicht annehmen,
sondern zu denen werden, die die Macht
bekommen, Gottes Kinder zu werden und an seinen Namen
glauben. Das ist so das Ziel.
Wird am Anfang und am Ende vom Johannes
ja auch bekräftigt.
Und wenn man das liest, das erste
Kapitel, dann denkt man auch, das ist ja unfassbar.
Der Schöpfer der Welt,
der kommt zu uns
und dann nehmen wir ihn nicht auf.
Dann erkennen wir ihn nicht. Also wenn man das jetzt hier
so liest, ist es ja völlig unverständlich.
Und das ist, glaube ich, auch das Ziel, dass
Johannes das so aufgebaut hat, so beschrieben hat und auch
diesen kosmischen Beginn praktisch
hat und dann führt er hin zu uns.
Und jeder muss sich fragen, warum glaube ich
nicht? Warum werde ich nicht ein Kind Gottes?
Warum schließe ich mich hier nicht der Seite
des Lichts an? Das heißt, ganz am
Anfang steckt schon dieser Appell zur Entscheidung drin,
der sich dann eigentlich so durch
das ganze Johannes-Evangelium durchzieht.
Man hat immer beides. Schon ganz
früh diese Konfrontation. Licht
und Schaden. Schon in Kapitel 2 kommt diese
Tempelaustreibung. Und
immer hast du Menschen
auf beiden Seiten. Die Leute, die die Herrlichkeit
Jesus sehen und glauben,
die trotzdem nicht glauben.
Beides. Und der Leser
muss sich dann fragen, okay, welche Entscheidung
treffe ich? Was mache ich mit dem Licht,
das ich jetzt hier sehe, das ich jetzt
bekomme? Aber ich bin frei.
Also das ist meine
Entscheidung. Und ich möchte noch eins zufügen.
Ich finde, die Freiheit kommt hier raus.
Ja, der freie Wille. Aber auch,
wie sehr sich Gott wünscht,
dass wir uns doch fürs Licht entscheiden.
Denn er lässt einfach
nicht nur so stehen
und sagt, du bist
frei zu entscheiden, sondern
für Sex, er schickt
noch einen Menschen, den Johannes.
Vers 7, damit sie alle
durch ihn glaubten. Und so
geht es schon mal los. Das heißt, er
macht aktiv was, um uns
zu helfen, zu glauben.
Und Vers 12, diese Entscheidung
zu treffen, ihn aufzunehmen.
Und dann gibt er sogar Macht.
Aber es bleibt trotzdem
unsere freie Entscheidung. Aber es ist ihm nicht egal.
Also Gott macht es uns nicht
leicht, uns gegen ihn zu entscheiden.
Das muss man ganz klar sagen. Und der Sohn verkündigt
sogar noch, wie Gott ist. Das ist in Vers 18
hier deutlich.
Aber dann frage ich mich
wirklich, warum
tun wir uns so schwer?
Warum tun wir uns so schwer?
Was ist es dann,
wenn er es uns so leicht
macht? Warum tun wir uns so schwer,
an Gott zu glauben,
das anzunehmen?
Oder auch anzunehmen, was er
für uns getan hat?
Das bleibt ein Geheimnis.
Hätte ich fast gefragt,
hättet ihr da eine Antwort aus
dem Johannes-Evangelium, aus den Geschichten,
den Begegnungen, die aufgeschrieben
sind? Kann man da vielleicht
was ableiten?
Der Rest des Buches
hat schon ziemlich viele Auseinandersetzungen
von Jesus und den
Eliten seiner Zeit.
Und da sieht man dann vielleicht schon, an welchen
Punkten er auch angeeckt ist,
also sein göttlicher Anspruch und so.
Das wird einfach hier am Anfang noch nicht
so deutlich, weil am Anfang es einfach so
ist, wie wenn man
eben die Schöpfung sieht.
Und es ist auch so universal.
Das ist mir aufgefallen hier im ersten
Kapitel, dass nicht vom Volk Israel speziell
die Rede ist, sondern irgendwo so
universal die ganze Menschheit.
Der Fokus wird so geweitet.
Da geht es einfach nur um Gott und uns.
Und erst im Rest des
Johannes-Evangeliums kommen dann diese ganzen
menschlichen Konflikte und die
Religionsparteien und diese
Kompliziertheiten hinein. Hier ist alles noch ganz
einfach und klar.
Und trotzdem kommen wir an unsere
Grenzen.
Und trotzdem ist es halt schon vorweggenommen.
Die Seilen haben ihn nicht auf.
Wenn man sich denkt,
warum gibt es überhaupt die Finsternis?
Ähnlich wie in 1. Mose 2, wo Gott auf einmal
sagt, dieser Baum hat einen Namen, der heißt
Erkenntnis des Guten und des Bösen.
Moment mal, was gut ist, weiß ich.
Alles ist gut, gut, gut, sehr
gut. Aber böse, böse,
was ist das? Wo kommt das her?
Also da entsteht sofort die Frage
Finsternis.
Warum Finsternis? Warum nehmen die es nicht auf?
Und letztendlich wird es dann
im Fortlauf des Evangeliums
deutlicher, woran es liegt.
Jetzt noch einmal zurück.
Du hast ja gefragt, ob das irgendwo
steht. Warum
wir uns so schwer tun?
Ich finde, auch Johannes 3 ist schon
vorweggenommen im Vers 13.
Dieses Aus Gott geboren, von Gott geboren.
Wo ein ganzes oder ein halbes
Kapitel es darum geht, wie das
funktioniert. Und ich frage mich,
ob wir uns so schwer tun,
weil wir diese Macht, die er uns geben
möchte, nicht in Anspruch
nehmen. Es ist ja eine Sache,
dass er das alles bereitstellt.
Er sagt, wenn du dich für mich entscheidest,
ich gebe dir die Macht. Aber die
Frage ist, nehmen wir die voll und ganz an?
Und sind wir voll und
ganz aus Gott geboren?
Vers 9 ist da auch interessant,
dass alle Menschen durch das Licht erleuchtet werden
und danach wird gesagt, aber nicht alle nehmen ihn an.
Das heißt, jeder hätte eigentlich die Möglichkeit,
sich vom Licht erleuchten zu lassen.
Ja, und die, die es nicht
angenommen haben oder annehmen,
geht es denen so gut,
dass sie es nicht brauchen?
Was ist die Ursache?
Ich glaube, Yvonne, wenn du das jetzt auch
gerade Johannes 3 so ansprichst,
dann kommt ja so diese Reaktion von Nicodemus.
Was? Wird er zurück
in den Bauch der Mutter?
Noch mal von vorne anfangen.
Ich bin noch
schon so weit.
Und da höre ich schon so ein Stück weit raus,
dieses, ich muss noch mal so weit runter.
Und da schwingt ja so
der menschliche Stolz mit.
Kapitel 9, auch diese Blindheitsdebatte.
Ja, richtig.
Die von Jesus als blind
manche benannt werden.
Und dann dieser Blindgeborene,
der praktisch
denen dann den Spiegel vorhält.
Und das ist sehr peinlich.
Du bist in Sünden geboren und lehrst
uns, also dieses einfach,
dieses Nein.
Also Stolz, also Stolz
ganz viel.
Und der bindet
aber dann unsere Augen,
so dass wir, ich habe jetzt gerade noch mal
geschaut fürs 14. Jahr, ihr schreibt
da, wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit als des eingeborenen
Sohnes vom Vater. Aber
manche erkennen das nicht.
Eben sehen
und sehen es doch nicht.
Weil der Stolz uns dann
verblendet.
Und wer war auch stolz?
Ja, das wissen wir aus
der Geschichte.
Also Stolz nicht zu unterschätzen.
Das ist der Punkt.
Richtig.
Und ich glaube, aber jetzt schaue ich wieder
in Vers 15, das
finde ich auch ganz schön.
Johannes sagt, nach mir wird
kommen, der vor mir gewesen ist.
Denn er war eher als ich. Wieder sowas, was eigentlich
linear nicht funktioniert.
Nach mir, wer kommt, der schon vorher
da war. Aber ich glaube,
wenn wir das erkennen, und vielleicht
ist es ihm deshalb auch so wichtig, so wie er
beginnt, wenn wir wissen,
wer Gott ist,
dann geht aller Stolz weg.
Wenn ich weiß, ich habe einen
Anfang, ich bin begrenzt.
Er hat keinen Anfang.
Und so weiter.
Wenn ich etwas sage, ist es nicht auf einmal da.
Aber er hat das.
Wenn ich erkenne, wie Gott ist,
dann werde ich ganz klein als
Mensch.
Zeitlosigkeit, diese Unendlichkeit,
die kommt ja später dann auch noch mal vor,
so ehe Abraham war, bin ich.
Du hast schon gesagt, am Anfang war
das Wort, und wir wissen ja,
dass auch dieser Gottesname damit zu tun
hat, ich bin, der ich bin, ich werde sein,
der ich sein werde, in der Offenbarung
dann, der da ist und der da war und der da kommt.
Also dieser ewig Seinde
wird auch hier betont, und das
ist ja so ein
Kernmerkmal eigentlich auch von Gott.
Und das macht vielleicht diesen Eindruck, auch wenn
man das liest, ähnlich wie die Betrachtung
des Weltalls, dass man sich
auf einmal ganz klein fühlt.
Aber auch gerne klein
irgendwie, wenn man es mal
erkannt hat.
Genau, gerne
geborgen, klein.
Das ist eine gute Abhängigkeit.
Ja, so ist es.
Ja, weil er den Durchblick hat.
Ich möchte den Vers 14 noch mal ein bisschen unter die Lupe nehmen,
bevor wir zum Ende
kommen müssen, weil das einfach so ein entscheidender
Vers ist.
Dieses,
das Wort wurde Fleisch,
er sagt ja nicht, er wurde
Mensch oder so,
das wurde Fleisch.
Warum sagt er das?
Was steckt da drin in diesem Begriff?
Wie sehr er sich erniedrigt hat.
Entschuldigung.
In der Bibel haben wir manchmal diesen Kontrast zwischen
Geist und Fleisch, der gezeigt wird.
Das eine, das sich am göttlichen orientiert
und Fleisch einfach das irdische.
Muss nicht immer was
negativ-irdisches sein, aber es ist das vergängliche.
Ganz genau.
Alles Fleisch ist wie Gras.
Das heißt, dieser große Schöpfer,
dieser unfassbare Ewig Seinde,
der wird ganz
Mensch.
Dieser ganz Gott, 100% Gott, wird ganz
100% Mensch.
Und wohnte unter uns.
Zeltete.
Steht ja eigentlich.
Zeltete unter uns, was natürlich eine Anspielung ist
Aufs Heiligtum.
Aufs Heiligtum, ganz genau.
Darf ich noch was sagen?
Auch interessant, dass hier nicht steht
und das Licht war Fleisch
und wohnte unter uns.
Sondern, ich habe gerade
überlegt, der Johannes hat das
ja auch erlebt, dass wenn Jesus
gesagt hat, Mund,
tu dich auf, dann hat
der, der vorher stumm war,
der hat gesprochen. Oder wenn er sagt,
Auge, mach auf,
dann war der Blinde sehend.
Er hat die Kraft des Wortes erlebt
bei Jesus. Das heißt,
das Wort war zwar Fleisch,
aber trotzdem
hat man das noch gemerkt,
dass da 100% Gott
und 100% Mensch zusammen waren.
Und deswegen schreibt er,
wir sahen seine Herrlichkeit.
Ja, voller
Gnade und Wahrheit.
Der 16 nochmal von seiner Fülle
haben wir genommen, Gnade um Gnade.
Was haben Johannes und seine Freunde
an Herrlichkeit gesehen?
Diese
Verklärung zum Beispiel, wo nur die
drei von Jesus mitgenommen wurden
und wo sie dann tatsächlich Jesus
so in dieser Herrlichkeit kurz sehen konnten
und auch das göttliche Wort,
dass es mein Sohn, den hört.
Und wenn wir
da jetzt wieder reinlesen,
dass Herrlichkeit in der Bibel auch
sehr viel mit dem Wesen und dem Charakter
zu tun hat, dann haben sie
das wirklich erlebt.
Ich glaube, bei Jesus in seiner Gegenwart
hat niemand aufs Äußere geschaut,
sondern alle waren fasziniert
von dem, wie er war.
Und man hat offensichtlich
Gott Vater
eins zu eins in ihm erkennen können.
Ja, was auch ein Thema ist
bei Johannes.
Ich habe
noch
eine Frage an uns heute.
Den Vers 16.
Wie können wir denn heute
von seiner Fülle
Gnade um Gnade
nehmen?
Was heißt es
für euch persönlich?
Ich muss es auch wollen. Ich kann natürlich
das ein bisschen ausblenden und
einfach aus meiner eigenen Fülle versuchen,
mein ganzes Leben zu meistern.
Aber ich muss diese Abhängigkeit mir auch bewusst machen
und auf Gottes Fülle zugreifen
durch den Kontakt zu ihm.
Durchs Gebet zum Beispiel,
durch Kommunikation.
Durch das
Lesen auch in seinem Wort
in der Bibel,
dass er
spricht zu uns.
Ich denke, dadurch bleiben wir auch
im Kontakt. Gebet,
im Wort studieren
und selber die Entscheidung fällen,
das zu suchen, seine Nähe zu suchen.
Und das kann keiner für mich tun.
Jeder steht
für sich.
Aus dieser Fülle zu schöpfen,
die ihm zusteht.
Und Vers 17 passt ja auch dazu.
Dann könnte man ja denken, das ist jetzt ein Widerspruch.
Mose gibt das Gesetz und Jesus gibt die Gnade
und alles andere.
Aber Jesus baut darauf auf,
auch auf das Wort, das Mose gegeben wurde.
Gesetz ist ja
auch ein Überbegriff für
das, was Gott offenbart hat.
Gesetz und Propheten und so weiter.
Und Jesus füllt
das Ganze mit Sinn. Jesus zeigt,
wie das alles zusammengehört.
Durch ihn kann ich die Schrift erst richtig verstehen
und dann auch wirklich eine Fülle daraus schöpfen.
Ohne das Kreuz und alles
fehlt die Erfüllung.
Auch hier wird es sehr spannend,
dass er nicht sagt, sie wurde gegeben,
sondern ist geworden.
Auch da steckt wieder dieses
dass Jesus selber eben
die personifizierte
Gnade und Wahrheit ist.
Diese Erfüllung von Psalm 85,11.
Gnade
und Wahrheit sind einander
begegnet. Gerechtigkeit und Frieden haben sich
geküsst.
In Jesus passiert das.
Es ist nicht nur ein schönes Wort,
ein blumiger Psalm, sondern
es wird Realität im Leben
von Jesus.
Gnade um Gnade. Du hast gefragt,
wie nehmen wir die Fülle?
Für mich hängt Gnade auch sehr viel mit
Vergebung zusammen.
Und in dem Zusammenhang wieder der
Vers 12. Wir dürfen
in ihm nicht nur Vergebung
haben, sondern
die Macht zu überwinden.
Und aus dieser Fülle
können wir nehmen. Einerseits
Gnade um Gnade.
Wir haben immer
Vergebung und Erlösung da.
Aber er gibt uns auch die Macht
zu überwinden. Und das
finde ich einfach wunderbar.
Aber wir müssen sie anzapfen
und in Anspruch nehmen.
So wie ihr schon gesagt habt.
Liebe Zuschauer und Zuhörer, ich glaube, ihr habt
gespürt, wie wir an der Oberfläche
gekratzt haben. Und allein die hat uns
schon so begeistert.
Ich weiß nicht, wie es euch geht.
Wo seht ihr denn die Herrlichkeit
Gottes? In eurem Leben?
In eurem Umfeld? In der Schöpfung?
In der Erlösung?
Wie erfahrt ihr diese
Gnade um Gnade
zu nehmen in Fülle?
Wenn ihr möchtet, dürft ihr das gerne in die
Kommentare schreiben.
Wir freuen uns schon, dass wir da anknüpfen
können nächstes Mal.
Wenn wir uns damit beschäftigen, wie
dieses Wort dann auch wirklich
hier auf der Erde rumläuft.
Und die ersten Jünger
dann gewinnt und mit ihnen ins Gespräch kommt.
Luise, darf ich dich einladen
mit uns noch ein Gebet zu sprechen?
Lieber Herr Jesus, wir
unterschätzen, wie groß du bist.
Wir haben gelesen,
dass du Gott bist und gleichzeitig
Mensch wirst, um uns zu erlösen und zu
begegnen. Und dass wir dadurch
dich, Gott, auch
verstehen können. Herr,
erleuchte uns, dass wir in deinem
Licht leben, dass wir wirklich
immer wieder Gnade um
Gnade auch diese Fülle
erfahren und unsere Beziehung zu dir
vertiefen können. Lass das auch
heute und in dieser Woche gelingen.
Amen. Ich finde das auch
wichtig für uns. Wir können Gott nur erkennen oder
Jesus nur erkennen durch Gott selber,
durch den Heiligen Geist.
Sonst werden wir ihn nicht erkennen. Sonst steht er
mitten unter uns und wir erkennen ihn nicht.
So wie er damals in der Menge
steht und die wissen nicht mal, dass er da steht.
Ich kann ein bisschen was vermitteln an meiner
Erfahrung und Erkenntnis, aber Erkenntnis
ist nur nachhaltig, wenn
die Person selbst das erfährt
und selber merkt.
Und der jugendliche
Enthusiasmus
geht uns manchmal
im Laufe der Jahre verloren.
Und da sehe ich
schon ein großes Vorbild für uns.
Dieser Enthusiasmus,
der ist einfach ansteckend.
Amen.