Der letzte Wegweiser

Der letzte Wegweiser

Y
63 Videoaufrufe·01.08.2025

đŸ‡©đŸ‡Ș YellowBlueHarmony – Musik mit Herz und Wahrheit
Willkommen bei YellowBlueHarmony – hier findest du Musik mit spiritueller Tiefe.
Meine Lieder erzĂ€hlen von innerer Wandlung, Wahrhaftigkeit, GĂŒte und Nachsicht. Sie berĂŒhren die Seele und tragen eine klare Botschaft:
Falun Dafa ist gut – Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht ist der Weg.
Ich mache Musik, um Hoffnung zu geben, Schönheit zu zeigen und das Herz an das Wahre zu erinnern.
Wenn du dir ein Lied in deiner Sprache wĂŒnschst, schreib mir gern – ich setze es mit Freude um.
Bitte beachte: Ich spreche nur đŸ‡©đŸ‡ȘDeutsch und 🇬🇧 Englisch.

Der letzte Wegweiser

In den Bergen, weit und still,
wohnte einst ein Mann mit starkem Will’.
Ein Daoist in schlichtem Kleid,
sprach in RĂ€tseln, voller Heiterkeit.

Er half am Feld, sprach wenig laut,
der Blick so tief, sein Geist so traut.
„Wenn Wind dich trifft zur falschen Zeit,
dann trĂ€gt er Krankheit, Pein und Leid.“

Und als der Himmel plötzlich brach,
der Sturm kam wie ein Donnerschlag,
standen wir wie festgenagelt da –
nur seine Warnung war uns nah.

Er sah die Zeit, noch eh sie kam,
die Zeichen, die der Himmel nahm.
Er sprach vom Licht, das niemand sah,
und von dem Siegel – unsichtbar.
Er sprach von Wasser in jedem Haus,
von halben Bergen, DĂŒrre, Graus.
Er sprach vom Tag, der alles dreht –
wenn keiner mehr den Toten geht.

Ein Jahr verging, der Vater krank,
die Wunde tief, das Leid so blank.
Die Mutter zĂŒndete Weihrauch an,
und rief den Mann, den keiner fand.

Er kam im Dunkel, ganz allein,
sein Mantel nass vom Eilschrittsein.
„Ich spĂŒrte euch im Schlaf, im Traum,
der Ruf war stark, ich kam wie kaum.“

Er heilte, schwieg, und sprach sodann:
„Ruft mich nie mehr mit Weihrauch an.
Denn selbst der Duft trÀgt Himmelspflicht,
und meine Schuld – die trag ich nicht.“

Er sah die Zeit, noch eh sie kam,
die Zeichen, die der Himmel nahm.
Er sprach vom Licht, das niemand sah,
und von dem Siegel – unsichtbar.
Er sprach von TĂŒrmen auf dem Grat,
von Wasser, das aus Brunnen trat.
Von GlĂŒhlicht, das nach unten schaut,
von Erde, die sich selbst verbraucht.

„Wenn keiner mehr die Toten grĂ€bt,
dann wendet sich das, was euch lebt.
Gesichter tragen Zeichen dann –
und wer sie löscht, dem naht kein Bann.“

Sie lachten mich aus, nannten’s Wahn,
doch nun seh ich, was damals begann.
Ein Flugblatt kam, so still, so klar,
sprach von Gefahr – ganz offenbar.

Es sprach von Zeichen, die wir tragen,
vom Namen, den wir einst verklagen.
„Tritt aus, tritt fort, benenn dich neu –
und du bleibst heil, dein Herz wird frei.“

Ich sah den Kreis – geschlossen nun,
siebzig Jahr, und plötzlich: Tun.
Wir alle traten aus der Pflicht,
weil Wahrheit manchmal leise spricht.

Er sah die Zeit, noch eh sie kam,
die Zeichen, die der Himmel nahm.
Er sprach vom Licht, das niemand sah,
und von dem Siegel – unsichtbar.
Der letzte Weg, das letzte Tor,
steht offen jetzt, tritt leise vor.
Denn wer das Siegel ablegt heut,
der wird bewahrt vor Finsternis und Zeit.

Ich bin alt, doch meine Pflicht,
ist dieses Lied, das zu euch spricht.
Der Weg war lang, die Welt so weit –
doch seine Worte: Wahrheit, Zeit.