
Die Menschen glauben an falsche Götter
Die Menschen glauben an falsche Götter
Sie tragen Anzüge wie Rüstungen aus Gold,
Versprechen das Morgen, doch lügen wie gewohnt.
Mit Reden aus Marmor und Herzen aus Stein,
Sie sagen: "Vertraut uns", doch lassen euch allein.
Sie sitzen in Sälen, weit weg vom Leben,
Verteilen Gerechtigkeit – doch nur für die Reichen.
Und wer unten kämpft, der kämpft ganz allein,
Denn im Spiel der Macht zählt kein reines Sein.
Die Menschen glauben an falsche Götter,
An Titel, an Macht, an goldene Wörter.
Sie beten zu Lügen, die schön verpackt,
Und merken zu spät, was sie wirklich verkackt.
Wir stehen im Schatten der Paläste aus Glas –
Die Wahrheit ist unbequem und krass.
Sie sagen „System“, und wir nicken brav,
Doch wer hat uns je gefragt, ob’s so sein darf?
Ein Schwur auf Gesetze, die niemand versteht,
Während draußen ein Kind vor der Tafel steht.
Die Bürokraten, in Formularen gefangen,
Verwalten das Elend mit zitternden Händen.
Und der kleine Mann? Der zahlt die Zeche,
Für die Träume der oberen tausend Fächer.
Sie reden von Ordnung, von Recht und Moral,
Doch ihr Kompass ist Geld, nicht das Ideal.
Sie kaufen Vertrauen mit Angst und mit Schuld,
Und verlangen vom Volk: „Hab Geduld, hab Geduld …“
Die Menschen glauben an falsche Götter,
An Bilder in Zeitungen, Wahlkampfretter.
Sie hoffen auf Hilfe aus kalten Büros –
Doch da wohnt kein Herz, nur leeres Pathos.
Wir stehen im Schatten von Macht und Schein –
Doch der wahre Weg wird niemals bequem sein.
Sie flüstern von Freiheit – doch meinen Kontrolle.
Sie nennen es Pflicht – doch es frisst uns wie Motten.
Und wir? Wir marschieren im Takt der Sirenen,
In der Hoffnung, dass Worte uns irgendwann lehren.
Sie sagen: „Wir handeln im Namen des Volks“,
Doch ihr Volk steht frierend vorm Sozialamt und hofft.
Auf Ehrlichkeit, Würde, ein kleines Stück Brot,
Nicht auf Aktienpakete oder Wählernot.
Die Götter der Gegenwart tragen kein Licht,
Sie tragen Verträge, Gesetze und Gicht.
Sie sitzen auf Wolken aus Lobbypapier,
Und lachen, wenn unten das Volk verliert.
Die Menschen glauben an falsche Götter,
An Manager, Medien, Euroretter.
Sie folgen den Stimmen aus Funk und TV,
Und fragen sich nie: „Was seh ich genau?“
Doch irgendwann bricht auch das schönste System –
Denn Wahrheit kennt keinen bequemen Weg.
Vielleicht kommt der Tag, an dem einer erwacht,
Und sagt: „Ich bin frei, ich geb euch nicht mehr Macht!“
Dann bröckeln die Tempel, dann stürzt das Idol –
Denn wir sind das Volk, wir sind das Ziel.
