
Das märchenhafte Schloss Neuschwanstein in Schwangau im Allgäu, Bayern
#Kultur
#Architektur
#Reisen
#Geschichte
#Seen
#Adel
#Könige
#RichhardWagner
Das märchenhafte und atemberaubende Schloss Neuschwanstein wurde nach Ludwig II. (1845 - 1886) inmitten einer imposanten Berg-und Seenlandschaft erbaut. Schloss Neuschwanstein ist ein Baudenkmal in der bayerischen Gemeinde Schwangau, im Allgäu. Die Dreiflügelanlage wurde in den Jahren 1869 bis 1892 durch König Ludwig II. von Bayern von Eduard Riedel im Stil der Neuromanik erbaut, jedoch nie vollendet. Als architektonisches Vorbild dienten mittelalterliche Ritterburgen.
Ab 1884 konnte der König den Palas erstmals bewohnen. Ludwig II. lebte bis zu seinem Tod 1886 insgesamt nur 172 Tage im Schloss, das bis dahin noch einer Großbaustelle glich.
Fertiggestellt und ausgestattet wurden rund 15 Zimmer und Säle (von 200). Der Palas beherbergt in seinen unteren Stockwerken Wirtschaftsräume und Dienerzimmer sowie die Räume der heutigen Schlossverwaltung. Die oberen Geschosse beherbergen die Prunkräume des Königs. Das nach Osten ausgerichtete Wohnzimmer ist mit Themen aus der Lohengrin-Sage ausgeschmückt. Dem Wohnzimmer benachbart ist eine kleine Grotte, die den Übergang zum Arbeitszimmer bildet. Der ungewöhnliche, ursprünglich mit einem künstlichen Wasserfall und einer 'Regenbogenmaschine' ausgestattete Raum ist mit einem kleinen Wintergarten verbunden. Er nimmt als Darstellung der Grotte im Hörselberg Bezug auf Wagners Tannhäuser, ebenso das Dekor des Arbeitszimmers.
Dem Arbeitszimmer gegenüber ist das mit Themen aus der Welt des Minnesangs ausgeschmückte Esszimmer. Die Küche in Neuschwanstein befindet sich drei Stockwerke tiefer. Zwischen der Küche und dem Esszimmer gibt es einen Speiseaufzug. Das dem Speisezimmer benachbarte Schlafzimmer und die daran anschließende Hauskapelle sind die einzigen neugotisch gestalteten Räume des Schlosses. Im Schlafzimmer des Königs dominiert ein mächtiges, mit Schnitzwerk verziertes Bett. An dem mit zahlreichen Fialen dekorierten Betthimmel und den Wandverkleidungen aus Eichenholz arbeiteten 14 Schnitzer über vier Jahre. In diesem Raum wurde Ludwig in der Nacht vom 11. zum 12. Juni 1886 festgenommen. Dem Schlafzimmer benachbart ist eine kleine, dem Heiligen Ludwig – dem Namenspatron des Bauherren – geweihte Hauskapelle.
Im Inneren wurden vor allem der Thron- und der Sängersaal, der nach dem Vorbild der Wartburg bei Eisenach (Thüringen) gestaltet wurde, sowie die Wohnräume des Königs vollendet. Das Schloss wurde mit hochwertigem Mobiliar und damals modernster Technik ausgestattet, die dem neuesten Stand des späten 19. Jahrhunderts entsprachen. So verfügte es unter anderem über eine batteriebetriebene Klingelanlage für die Dienerschaft und Telefonleitungen. Die Küchenausstattung enthielt einen Rumfordherd, der den Spieß durch Eigenwärme in Bewegung setzte und somit seine Umdrehungen der Hitze anpassen konnte. Die produzierte warme Luft wurde einer Calorifère-Heizung zugeführt. Auch eine eigene Warmwasseraufbereitung für das fließende Wasser war bereits eingebaut, für damalige Zeiten ebenso ein Novum wie die Toiletten mit automatischer Spülung.
Die Wandgemälde thematisieren Sagen und Legenden des Mittelalters. Nach dem Tode Ludwigs II. 1886 wurde die Anlage ohne Bergfried und Aussichtsterrasse vereinfacht fertiggestellt und für Besichtigungen freigegeben
Ludwig II. liebte die Nacht. Seine Kutsche für die nächtlichen Ausfahrten war mit Strom beleuchtet. Der hochsensible König war in Anbetracht der Technologie der Zeit einige Jahre voraus. Er wird auch als Visionär- und Higth Tech-Pionier betrachtet. Die in Schloss Neuschwanstein eingebaute Technik wurde wegweisend. Ludwig II. war ein genialer Mann, ein hochbegabter Architekt, Erfinder, Planer. https://t1p.de/0gewt
Ludwig II. bezahlte seine Bauprojekte aus seinem Privatvermögen und dem Einkommen seiner Zivilliste. Die Staatskasse wurde (anders als oft kolportiert) für seine Bauten nicht belastet. Seine privaten Mittel reichten für die ausufernden Bauprojekte jedoch nicht mehr aus, daher musste der König oft neue Kredite aufnehmen. 1883 war er bereits mit über 7 Millionen Mark verschuldet; 1885 drohte ihm erstmals eine Pfändung. Die Streitigkeiten um die Verschuldung des Staatsoberhaupts veranlassten die bayerische Regierung 1886, den König zu entmündigen und für regierungsunfähig erklären zu lassen. Am 11. Juni erschien eine zweite Kommission unter der Leitung Bernhard von Guddens. Am 12. Juni 1886 wurde er nach Schloss Berg verbracht. Einen Tag später wurde König Ludwig II. tot durch zwei Lungenschüsse in den Rücken am Starnberger See gefunden. Später wurde alles getan, um den Mord zu vertuschen.
https://sepp-schleicher
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kunsthistoriker-wichmann-ueber-den-unnatuerlichen-tod-ludwig-ii-teil-1-a241385.html
Heute ist die Besichtigung des Schlosses nur im Rahmen einer 35-minütigen Führung zu besichtigen. Mit rund 1,4 Millionen Besuchern im Jahr gehört es zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Germany
