#8 Geplante Obsoleszenz | Deutsch lernen durch Hören

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01.11.2024

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Du lernst so durch einfaches, passives Zuhören eine Sprache. Sprechen zu lernen ist untrennbar mit dem Zuhören verbunden.

Du lernst mit Dialogen, wie Wörter klingen und Sätze aufgebaut sind.

Du hörst bei uns die ganze Zeit zu. Egal, wo du bist oder was du machst. Du lernst, wie Wörter richtig ausgesprochen werden, wie sie betont werden und wahrscheinlich auch noch das ein oder andere komplett neue Wort.


Warum gehen die Dinge, die wir kaufen, eigentlich so schnell kaputt?

Ist man bei seiner Oma zu Besuch, so sieht man meist alte Uhren, große Radios und Fernseher. Die
ganzen Geräte funktionieren noch, als hätte man sie gerade neu gekauft, obwohl manche seit
mehreren Jahrzehnten in Gebrauch sind. Doch wenn man sich heute ein neues Handy, eine
Waschmaschine oder einen Herd kauft, dann hält das Gerät nicht lange, und zwar meist nur bis zum Ablauf der Garantie. Das nennt man geplante Obsoleszenz, also wenn Produkte absichtlich früher kaputt gehen, als sie eigentlich halten würden. Wie und warum lassen Hersteller ihre Geräte so schnell den Geist aufgeben?

Jeder möchte Geld verdienen. Wenn eine Firma ein Handy herstellen würde, das wie die Uhr der
Oma gute 20 Jahre und länger hebt, dann würde sie ja viel weniger Handys verkaufen und dann
würde sie auch weniger Geld verdienen. Betriebe müssen immer neu Produkte entwickeln und
natürlich auch die Herstellung und ihre Mitarbeiter bezahlen. Mit dem Geld, das sie durch den
Verkauf des Handys verdienen, bezahlen sie diese Kosten. Ohne Verkäufe haben sie kein Geld und
entwickeln keine neuen Produkte. Wer also immer neuere und bessere Geräte will, der muss auch
häufiger welche kaufen, damit sich das für den Hersteller lohnt. Manche Kunden halten das für
Betrug, da sie ihre Geräte länger als nur ein paar Jahre benutzen wollen, und beklagen sich darüber,
dass sie ihre Geräte nicht reparieren können. Das ist eine der Strategien der Unternehmen: Produkte so zu bauen, dass man sie nicht reparieren kann, und sich ein neues Gerät kaufen muss. Es gibt aber noch weitere.

Viele Firmen bauen in ihren Geräten mit Absicht billige Plastikteile und andere Bauteile ein, die
einfach nicht lange halten und schnell kaputtgehen, anstatt bessere Metallteile zu verwenden. Daher gehen diese Artikel meistens direkt nach der Garantie kaputt und man muss sich ein neues Gerät anschaffen. Bei Druckerpatronen ist es oft so, dass die Tinte einen Chip besitzt, auf dem ein
bestimmtes Ablaufdatum gespeichert ist. Der Drucker druckt dann ab einem bestimmten Zeitpunkt
nicht mehr, auch wenn noch Tinte da ist, und man muss eine neue Patrone kaufen. Bei Handys ist es auch meist so, dass die Firmen alte Geräte nicht mehr mit Updates versorgen oder den Nutzer sogar dazu zwingen, Updates zu installieren, die das Handy langsamer und schlechter machen. Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass die Händler ihren Kunden auch einreden wollen, dass ihre Geräte zu alt und überholt sind. Vor allem bei Autos wird deshalb im Fernsehen immer wieder mit schnelleren, schöneren und besseren Fahrzeugen geworben, damit sich mehr Menschen ein neues Auto kaufen.

Ob man geplante Obsoleszenz jetzt für gut oder schlecht hält, ist Ansichtssache. Sicher ist aber, dass diese Methode der Umwelt und dem Klima schadet. Durch die vielen kaputten und verbrauchten Sachen entstehen riesige Mengen an Müll, den wir aufwendig recyceln müssen oder
schlimmstenfalls einfach wegwerfen. Das ist schlecht für unsere Rohstoffe und die Natur.
Die geplante Obsoleszenz ist also nicht nachhaltig, denn langlebige Produkte sind viel besser für die Umwelt – und meist auch für den Geldbeutel der Kunden.

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